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Lautwert

aus AufEinWort, der freien Forschung

Laut–Wert, nhdt.-dt., Wrtdtng: zum Sprachlaut eine in Klammern gesetzte Lautwertzeichen des als Wert verstandenen jeweiligen Sprachlaut in dessen Aussprrache, wie ein Schriftzeichen der jeweiligen Sprache gesprochen wird, somit die Aussprache eins Schriftzeichen je nach Sprache veränderlich oder anders sein kann; vglw. Die Römer übernahmen das Alphabet von den Griechen in seiner westgriechischen Form. Dort hatte das Schriftzeichen X den Lautwert [ks], im Gegensatz zum Ostgriechischen, wo er [kʰ] lautete.

Lautwert als Schriftzeichenfolge ist "Lautwert", als Lautwertabfolge wird dies als [ˈlaʊ̯tˌveːɐ̯t] durch eine Abfolge an Lautwertzeichen dargestellt.


Singular Plural
Nominativ der Lautwert die Lautwerte
Genitiv des Lautwertes
des Lautwerts
der Lautwerte
Dativ dem Lautwert
dem Lautwerte
den Lautwerten
Akkusativ den Lautwert
Worttrennung: Laut·wert,

Plural: Laut·wer·te

Aussprache: IPA: [ˈlaʊ̯tˌveːɐ̯t]

Bedeutungen: [1] Linguistik: der Sprachlaut, für den ein Schriftzeichen steht

Beispiele:

[1] „Was die genauen von den Hieroglyphen wiedergegebenen Lautwerte betrifft, glaubte Champollion im hebräischen Alphabet die engste Analogie zu finden und widmete ihrer Untersuchung des Rest des dritten Kapitels.“[1]
[1] „Es sieht so aus, als ob wir niemals in der Lage sein werden, irgendeine der vorindogermanischen Sprachen aus der Periode der alteuropäischen Schriftkultur zu individualisieren, geschweige denn Lautwerte oder Silbenstrukturen einer solchen mit den Zeichen der altbalkanischen Schrift zu assoziieren.“[2]
[1] „Als Rawlinson Ende 1836, nach Bagdad zurückgekehrt, dort von Oberst Taylor die Keilschriftalphabete von Grotefend und (das erborgte von) Saint-Martin erhält, hat er selbst bereits mehr Lautwerte bestimmt als die beiden genannten Forscher, die sich obendrein widersprechen, zusammengenommen.“[3]
[1] „Es gibt heute nur wenige Sprachen, in denen das q ohne ein nachfolgendes u vorkommt (etwa im Albanischen und Arabischen), und auch im Deutschen kommt das q aus historischen Gründen nur als sogenannter Digraph beziehungsweise Doppelbuchstabe mit einem u vor und trägt noch immer, wie zu lateinischen Zeiten, den Lautwert /kv/.“[4]