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Leiden (Cusanus)

aus AufEinWort, der freien Forschung

Legationsreise

Vorgängerstation →Rijnsburg (Legationsreise)

Nachfolgerstation →Utrecht (Legationsreise) →Ter Horst (Legationsreise)

Die geschichtsträchtige Grachtenstadt mit 118.231 Einwohnern (Stand 01.06.2005) ist bekannt für ihre ‚hofjes‘, ihre Universität und ihre Museen. Rembrandt wurde hier geboren. Rund 300 v. Chr. ließen sich Bauern an der Mündung des Rheins bei L. nieder. Um 900 wurde eine Niederlassung mit einer befestigten Burg Gravensteen gegründet, die als Station von den holländischen Grafen genutzt wurde. Die 1121 eingeweihte gräfliche Kapelle vergrößerte sich später zur gotischen Pieterskerk. Graf Floris V. bestätigte L. 1266 schriftlich die Stadtrechte. L. wird schnell zu einem wichtigen Handelszentrum und Standort der Textilindustrie. Im Jahr 1389 war L. die größte Stadt in Holland.

Am 14. oder 16. und (gesichert) 15. September 1451 visitiert Cusanus L., wie Frederik von Heiloos Nachricht in seinem Liber de dundatione domus Regularium prope Haerlem belegt. Vgl. AC I.3b n. 1735 [[bib:2072]]. Die Stadt war zu diesem Zeitpunkt „vorrübergehend Residenz von Statthalter und Rat von Holland, die wegen der Pest aus Den Haag hierher geflüchtet waren“ ebd. Anm. 5.

Am 15. September hält Cusanus eine Predigt zum Thema: Venite, filii, audite me; timorem domini docebo vos (Serm. CII), vgl. AC I.3b n. 1736 [[bib:2072]]. Cusanus ernennt am gleichen Tag Iacobus Elimon, Prior des Benediktinerklosters Egmond, zum Beichtvater und Visitator der Benediktinerinnen in →Rijnsburg (Legationsreise). Ferner verleiht er an diesem Tag der Kirche des Hospitals der Jungfrau Maria in der Stadt L. einen 100-Tage-Ablass (vgl. ebd. n. 1738).

Kirstin Zeyer

12.03.2009

zuletzt bearbeitet: 12.03.2009