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Magna Mater

aus AufEinWort, der freien Forschung

Magna Mater

Einige Autoren verwenden den lateinischen Ausdruck „Magna Mater“ (Große Mutter) übergreifend für alle mit Muttergöttinnen assoziierten Vorstellungen, vor allem Manfred Ehmer in seinen populärwissenschaftlichen Schriften.[2] Diese Verwendung ist jedoch irreführend: Magna Mater ist die Bezeichnung der Römer für die Göttin Kybele, deren Mysterienkult sie aus Kleinasien übernommen hatten. Insofern steht dieser Ausdruck korrekt nur für die altmediterrane Muttergöttin. Da es in der Volksreligiosität Kleinasiens immer schon die Verehrung der Kybele als Muttergöttin außerhalb eines Mysterienkultes gab, wird die Bezeichnung bisweilen auch darüber hinaus bis zu ihren in der Jungsteinzeit vermuteten Wurzeln verwendet.[3]

Die Bezeichnung Magna Mater (lateinisch für Große Mutter) wird in der archäologischenFachliteratur fast ausschließlich für die antike Göttin Kybele (griech. Κυβέλη), die Große Göttermutter (Megále Meter) vom Berg Ida (lat. Mater Deum Magna Ideae, kurz Magna Mater), verwendet.

In einigen religionshistorischen oder archäologischen Schriften wird der Begriff bisweilen auf die Muttergöttinnen des mediterranen Neolithikums ausgedehnt.[1]

Der Autor Manfred Kurt Ehmer verwendet den Ausdruck in seinen populärwissenschaftlichen Schriften für eine kulturübergreifende Interpretation im Sinne einer weitreichenden „ökospirituellen“ neureligiösen Auslegung, die die Erde als Verkörperung der Magna Mater oder als Mutter Erdeauffasst.[2]