Malmedy (Cusanus)
Legationsreise
Vorgängerstation →Lüttich (Legationsreise)
Nachfolgerstation →St. Matthias (Trier)
Die französischsprachige Kleinstadt M. liegt in der belgischen Provinz Lüttich. Die Gemeinde M. zählt heute 12.000 Einwohner. Der hl. Remaclus, Propst der Abtei von Solignac, gilt als Gründer der Stadt im Jahr 648, die sich um das von ihm errichtete Benediktinerkloster herum entwickelt. Mit der gleichzeitig von Remaclus gegründeten Abtei Stablo war die Abtei M. in Personalunion verbunden, was bis ins 18. Jahrhundert hinein Zwistigkeiten zur Folge hatte. Vgl. den Artikel M. im LThK ((bib:3177)).
Am 21. Oktober 1451 visitiert Cusanus M. Von dort aus richtet er sich noch einmal an den Klerus der zuvor bereisten Stadt Lüttich: „Er beklagt sich über die Behandlung, die er durch den Lütticher Klerus erfahren hat, tadelt dessen Reformfeindschaft und mahnt zur Umkehr, damit Gottes Zorn nicht ber die Adressaten komme.“ AC I.3b n. 1912 ((bib:2072)). Der Brief des Cusanus wird in den Acta Cusana (ebd.) ausführlich wiedergegeben.
Belegt ist auch die Kundgabe über die von Cusanus „erlassenen Bedingungen zur Gewinnung des Jubelablasses durch die Einwohner des Landes Stablo“ ebd., n. 1914.
Ferner notiert Cusanus in einem Brief vom 11. Januar 1452 →Maastricht (Legationsreise), dass er während seines Aufenthaltes in M. einem Sohn des Johann von Eupen die Tonsur erteilt habe. Vgl. ebd., n. 1915 u. n. 2184.
Kirstin Zeyer
08.04.2009
zuletzt bearbeitet: 08.04.2009