Metze
Metz + e | veraltet Prostituierte
Nebenform zu Matze
Metze2 f. ‘Dirne’. Ausgangsform für den in der Literatur bis ins 19. Jh., doch heute nur noch altertümelnd gebrauchten Ausdruck ist der Vorname Mechthild, ahd. Mahthilt, zusammengesetzt aus dem unter Macht behandelten Hauptwort und dem als selbständiges Wort schon früh ausgestorbenen, aber häufig in Namen überlieferten ahd. hilta (9. Jh.), mhd. hilt(e)- ‘Kampf’.
Als Kurz- bzw. Koseformen erscheinen ahd. Matza (11. Jh.), mhd. Matze, Mäcz und frühnhd. Metz(e), das sich als weitverbreiteter weiblicher Name zur Bezeichnung für ein unverheiratetes Mädchen, eine zur Ehe begehrte Frau, aber auch für ein dienendes Mädchen, eine Magd und Haushälterin, entwickelt.
In dieser Verwendung gilt Metze bis ins 16. Jh.; daneben aber kommt bereits im 15. Jh. abschätziger Gebrauch im Sinne von ‘leichtfertige Frau, Dirne’ auf, der später alleinherrschend wird.