Nachtigall
Nacht + igall | wl. ‘Nachtsängerin’; Der Name des besonders nachts singenden Vogels ahd. nahtagala (8. Jh.), mhd. nahtegal, asächs. nahtigala, mnd. nachtegāle, nachtegāle (woraus schwed. nächtergala, näktergal), mnl. nachtegāle, nl. nachtegaal, aengl. nihtegala, nehtegala, engl. nightingale (ger. *nahti-galōn) ist gebildet aus dem unter Nacht behandelten Hptw. und einer Ableitung von dem in (um 800), aengl. galan ‘singen’, besonders ‘Zauberformeln (singend) hersagen, verzaubern, behexen’, anord. gala, auch ‘krähen’, mnl. galen ‘Lärm machen’ vorliegenden germ. Verb (ger. *galan ‘singen’); vgl. dazu ahd. (9. Jh.), mhd. asächs. galm ‘Schall, Ton, Lärm, Geräusch’, ahd. galstar (9. Jh.), mhd. galster ‘Gesang, Zaubergesang, Zauberei, Betrug’.
Die Wortgruppe ist verwandt mit gellen und den dort genannten ager. Formen. Der weger. Vogelname bedeutet eigentlich ‘Nachtsängerin’.