Nacken
Erscheinungsbild
nack-en ahd.-deu. m. ‘hinterer Teil des Halses’,
- ahd. (h)nac (8. Jh.), (h)nacko (Hs. 13. Jh.),
- mhd. nac, nacke,
- asächs. hnakko (in Ortsnamen),
- mnd. nacke,
- mnl. nac, nacke,
- anord. hnakki, hnakkr,
- swed. nacke (germ. *hnakkan-)
- haben neben sich Formen mit e in der Wurzelsilbe wie
- mnd. mnl. necke,
- nl. nek,
- afries. hnekka,
- aengl. hnecca,
- engl. neck.
- Das e wird entweder als Ablaut angesehen (s. Genick) oder als Umlaut, hervorgerufen durch ein inzwischen geschwundenes j der Folgesilbe.
- Die Bildungen führen auf ein nur aus dem Germ. zu erschließendes uig. *kneg- bzw. *knog-,
- Gutturalerweiterung der (fast nur in erweiterter Form vorliegenden) Wurzel uig. *ken- ‘zusammendrücken, -knicken, Zusammengedrücktes, Geballtes’ (s. auch Nuß, Nocken),
- so daß Nacken ursprünglich als ‘etw. Zusammengeballtes, eine Erhöhung (auf dem Rücken von Tieren)’ zu verstehen ist.
- Vgl. auch toch. A kñuk ‘Genick’ und air. cnocc, abret. cnoch ‘Hügel’ (zu uig. *kneug-, *kneuk-).