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Naturlehre

aus AufEinWort, der freien Forschung

Natur---Lehre lat.-deu. —Erstzwrt f. Pyhsik

"Derjenige Teil der Weltweißheit, darinnen ... man zeigt, was durch die Kraft der Körper möglich ist, bekommet den Namen der Physik, oder Naturwissenschaft, oder Naturlehre." (Wolff)

NATURLEHRE[1], f.

physica Stieler 1127: physic oder naturlehre. Günther vorr. 9; naturlehre, naturkunde, naturwissenschaft. Zedler 23, 1147; mithin ist von ihr (der natur) eine zwiefache naturlehre, die körperlehre und seelenlehre möglich. Kant 8, 441; da in jeder naturlehre nur so viel eigentliche wissenschaft angetroffen wird, als sich darin erkenntnisz a priori befindet, so wird naturlehre nur so viel eigentliche wissenschaft enthalten, als mathematik in ihr angewandt werden kann. 445; die naturlehre, das ist symbol des ganzen der schöpfung in theilen und gliedern. Herder älteste urk. 1, 205; naturlehre der Ägypter. 241; Galilei führte die naturlehre wieder in den menschen zurück. Göthe 53, 168; er mochte bemerkt haben, dasz man in der naturlehre sich sehr oft ethischer gleichnisse bedient, um etwas von dem kreise menschlichen wissens weit entferntes näher heranzubringen. 29, 290 H.; als D. den musen entsagen und der naturlehre sich widmen wollte. Gleim 2, 81 überschrift; allgemeine naturlehre. Engel 10, 3; Newton, der schöpfer der neuern naturlehre. 61.

  1. ↑ Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1883), Bd. VII (1889), Sp. 454, Z. 46.