Nikola Tesla (Ansichten)
Tesla wurde als orthodoxer Christ erzogen, betrachtete sich aber später nicht als „Gläubigen im orthodoxen Sinne“. Er glaubte nicht an ein Leben nach dem Tod.[1]
In einem Interview mit Arthur Brisbane (in den USA bekannter Chefredakteur des 20. Jahrhunderts) sagte Tesla, er glaube nicht an Telepathie. Im selben Interview sagte Tesla, dass er glaube, dass alle grundlegenden Gesetze auf ein Einziges reduziert werden könnten.[2]
Tesla widersprach der Theorie, dass Atome aus kleineren subatomaren Teilchen bestehen; er meinte, dass es kein Elektrongibt, das eine elektrische Ladung erzeugt. Er glaubte, dass Elektronen, wenn sie überhaupt existierten, ein vierter Materiezustand oder „Subatome“ wären, diese nur in einem experimentellen Vakuum existieren könnten und nichts mit Elektrizität zu tun hätten.[3][4] Tesla glaubte, Atome seien unveränderlich. Er glaubte an ein Konzept aus dem 19. Jahrhundert: an einen allgegenwärtigen Äther, der elektrische Energie übertrug.[5]
Tesla war im Allgemeinen gegen Theorien über die Umwandlung von Materie in Energie.[3] Er kritisierte auch EinsteinsRelativitätstheorie und sagte:
„Ich bin der Meinung, dass der Raum nicht gekrümmt werden kann, aus dem einfachen Grund, dass er keine Eigenschaften haben kann. Man könnte genauso gut sagen, dass Gott Eigenschaften hat… Hat er nicht, sondern nur Attribute und diese sind von uns selbst gemacht. Von Eigenschaften können wir nur sprechen, wenn es um Materie geht, die den Raum ausfüllt. Zu sagen, dass sich der Raum in Gegenwart großer Körper krümmt, ist gleichbedeutend mit der Aussage, dass etwas auf nichts einwirken kann.“
Tesla behauptete, sein eigenes physikalisches Prinzip in Bezug auf Materie und Energie entwickelt zu haben, an dem er 1892 zu arbeiten begann,[3] und 1937, im Alter von 81 Jahren, behauptete er in einem Brief, eine „dynamische Gravitationstheorie“ abgeschlossen zu haben, „die den müßigen Spekulationen und falschen Vorstellungen, wie dem gekrümmten Raum, ein Ende setzen würde“. Er erklärte, dass die Theorie „in allen Details ausgearbeitet“ wurde und hoffte, sie bald der Welt geben zu können.[7] Eine weitere Erläuterung seiner Theorie wurde in seinen Schriften nie gefunden.[8]

Tesla drückte die Überzeugung aus, dass menschliches „Mitleid“ dazu führte, die „natürlichen rücksichtslosen Funktionen der Natur“ zu stören. Obwohl seine Argumentation nicht von einem Konzept einer dominierenden Herrenrasse oder der inhärenten Überlegenheit einer Person gegenüber einer anderen abhing, setzte er sich für Eugenik und Zucht ein. In einem Interview von 1937 erklärte er[9]:
„Die einzige Methode, die mit unseren Vorstellungen von Zivilisation und Rasse vereinbar ist, besteht darin, die Zucht von Unfähigen durch Sterilisation und die bewusste Führung des Paarungsinstinkts zu verhindern […] Die Meinung der Eugenisten ist, dass wir die Ehe schwieriger machen müssen. Sicherlich sollte niemand gestattet werden, Nachkommen zu zeugen, der kein wünschenswerter Elternteil wäre.“
Im Jahr 1926 kommentierte Tesla indirekt die soziale Ungleichheit der Geschlechter und den Kampf der Frauen für die Gleichstellung der Geschlechter, als er prognostizierte, dass Frauen das dominierende Geschlecht werden würden.[10] In seiner Autobiografie schrieb Tesla, dass der Völkerbund kein Mittel gegen die (damals) vorherrschenden Probleme gewesen sei.[11]
- ↑ Nikola Tesla: A Machine to End War. PBS.org, Februar 1937, abgerufen am 27. Juli 2012 (englisch).
- ↑ Arthur Brisbane: OUR FOREMOST ELECTRICIAN., 22. Juli 1894 (englisch).
- ↑ a b c John J O’Neill: The Life of Nikola Tesla. 1944, ISBN 0-914732-33-1.
- ↑ "The Prophet of Science Looks Into The Future," Popular Science November 1928, S. 171. November 1928 (englisch, google.com [abgerufen am 18. März 2013]).
- ↑ New York Herald Tribune. 11. September 1932.
- ↑ New York Herald Tribune. 11. September 1932.
- ↑ Prepared Statement by Nikola Tesla (Memento vom 24. Juli 2011 im Internet Archive) Pepe's Tesla Pages (Memento vom 25. Dezember 2018 im Internet Archive)
- ↑ Margaret Cheney: Tesla: Man Out of Time. ISBN 978-0-7432-1536-7.
- ↑ PBS: Tesla - Master of Lightning: A Machine to End War. Abgerufen am 6. November 2021.
- ↑ John B. Kennedy: „When woman is boss, An interview with Nikola Tesla.“ Colliers, 30. Januar 1926.
- ↑ Tesla, Nikola: My inventions: the autobiography of Nikola Tesla. ISBN 978-1-61427-084-3.