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Nikolaus von Kues/Jugend und Studium

aus AufEinWort, der freien Forschung
Das Geburtshaus des Nikolaus von KuesAnm. KF: "Das Gebäude wurde im Jahre 1570 als Renaissancebau vollständig erneuert und über den Grundmauern des ursprünglichen Gebäudes erbaut – es hat möglicherweise keinerlei Ähnlichkeit mit dem eigentlichen Elternhaus am Geburtsort."
Wappen des Nikolaus Cryfftz (Krebs) von Kues

Nikolaus von Kues wurde als Nikolaus Cryfftz in Kues an der Mosel geboren. Sein Vater Johann („Henne“) Cryfftz war als Schiffer ein wohlhabender Kaufmann. Mit dem Familiennamen Cryfftz (Krebs, lateinisch Cancer) nannte sich Nikolaus letztmals 1430; dieser Name wurde später hauptsächlich von seinen politischen Gegnern weiter benutzt, während Nikolaus selbst nach Art der Humanisten den Gelehrtennamen Nicolaus Treverensis („Nikolaus von Trier“) oder Nicolaus de Cusa trug. In Heidelberg immatrikulierte er sich 1416 in der Artistenfakultät der dortigen Universität, in der damals der Nominalismus die vorherrschende philosophische Richtung war.

Im folgenden Jahr verließ er Heidelberg. Wahrscheinlich schon damals, spätestens 1420[1] ging er nach Padua zum Studium des Kirchenrechts, das er im Frühjahr oder Frühsommer 1423 mit der Promotion zum doctor decretorum („Doktor der Dekrete“) abschloss.[2] In Padua knüpfte er Kontakte zu Persönlichkeiten, die in der Folgezeit prominente Kirchenmänner wurden, den späteren Kardinälen Giuliano Cesarini[3] und Domenico Capranica. Dort schloss er auch eine lebenslange Freundschaft mit dem bedeutenden Mathematiker und Astronomen Paolo dal Pozzo Toscanelli. Entsprechend seinem allseitigen Bildungsinteresse erwarb er eine Fülle von Kenntnissen auf Gebieten, die in keinem Zusammenhang mit seinem Studienfach standen.


Einzelnachweise:

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  1. ↑ Siehe zur Datierung Erich Meuthen (Hrsg.): Acta Cusana, Band 1 Lieferung 1, Hamburg 1976, S. 4 Anm. 2 zu Nr. 11; Paolo Sambin: Nicoló da Cusa, studente a Padova e abitante nella casa di Prosdocimo Conti suo Maestro. In: Quaderni per la Storia dell’Università di Padova (Milan) 12, 1979, S. 141–145.
  2. ↑ Siehe zur Datierung Erich Meuthen (Hrsg.): Acta Cusana, Band 1 Lieferung 1, Hamburg 1976, S. 6 (Nr. 18).
  3. ↑ Zu Cesarinis Einfluss auf Nikolaus siehe Hans Gerhard Senger: Ludus sapientiae. Studien zum Werk und zur Wirkungsgeschichte des Nikolaus von Kues, Leiden 2002, S. 9–11.