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Paar

aus AufEinWort, der freien Forschung

paar | ugl. eigentlich "Gleiche, Gleiches"; ‘zwei zusammengehörende Dinge von gleicher oder ähnlicher Beschaffenheit, zwei zusammengehörende oder eng miteinander verbundene Lebewesen verschiedenen Geschlechts’, mhd. pā̌r ‘zwei von gleicher Beschaffenheit’ (als Egsw. ‘einem anderen gleich’),

Entlehnung (nach der hd. Lautverschiebung) von lat. pār Egsw. ‘von gleicher Beschaffenheit, gleichkommend, gleich)’, substantiviert (ml. wl.) ‘wer sich einem anderen von gleicher Beschaffenheit zugesellt, Genosse, Genossin, Gatte, Gattin’, (ugl.) ‘Paar’ (in der Verbindung quinquaginta paria bovum ‘fünfzig Paar Ochsen’ mit ahd. giwet ‘Gespann’ glossiert). Vgl. mnd. pār, mnl. paer, nl. paar.

Der Wendung zu Paaren treiben ‘in die Enge treiben, in die Flucht schlagen’ (18. Jh.) liegt vielleicht zum parn, barn bringen ‘zur Krippe, zum Stall treiben’ (16. Jh.) zugrunde, indem unverstandenes parn, mhd. barne, barn, zerdehnt baren, ahd. barno ‘Krippe’ (zu ahd. beran ‘tragen’, s. gebären) volkssprachlich an Paar angeschlossen wird. Oder zu mhd. bēre, bēr ‘sackförmiges Fischnetz’, aus lat. pēra, griech. pḗra ‘Beutel, Ranzen’, also eigentlich ‘jmdn. in ein (Fischnetz, Fangnetz treiben’.