Platonische Körper (Verallgemeinerung)


Der Schweizer Mathematiker Ludwig Schläfli bestimmte 1852 die -dimensionalen Verwandten der platonischen Körper – allerdings blieb sein Werk lange unbeachtet.[1] Es stellte sich heraus, dass es im 4-dimensionalen Raum zu jedem der fünf regulären 3-dimensionalen Körper (3-Polytope) eine 4-dimensionale Entsprechung, ein reguläres 4-Polytop, gibt, dessen „Oberfläche“ (3-dimensionaler Rand) aus einer Anzahl von „Zellen“ zusammengesetzt ist (jede Zelle ein reguläres 3-Polytop): das 5-Zell (Pentachoron) aus 5 Tetraedern,[2] das 8-Zell (Tesserakt) aus 8 Würfeln,[3] das 16-Zell (Hexadekachor) aus 16 Tetraedern,[4] das 120-Zell (Hekatonikosachor) aus 120 Dodekaedern[5] und das 600-Zell (Hexakosichor) aus 600 Tetraedern.[6] Dann gibt es noch ein sechstes reguläres 4-Polytop: das 24-Zell (Ikositetrachor), das aus 24 Oktaedern zusammengesetzt ist.[7]
Im 5-dimensionalen Raum – und auch in allen Räumen höherer Dimension – gibt es statt fünf oder sechs nur noch drei reguläre Polytope: als Simplex das Hypertetraeder, als Maßpolytop den Hyperkubus und als Kreuzpolytop dessen Dual, das Hyperoktaeder.[8]
- ↑ Eric W. Weisstein: Platonic Solid. In: MathWorld (englisch).
- ↑ Eric W. Weisstein: Pentachor. In: MathWorld (englisch).
- ↑ Eric W. Weisstein: Tesserakt. In: MathWorld (englisch).
- ↑ Eric W. Weisstein: 16-Zell. In: MathWorld (englisch).
- ↑ Eric W. Weisstein: 120-Zell. In: MathWorld (englisch).
- ↑ Eric W. Weisstein: 600-Zell. In: MathWorld (englisch).
- ↑ Eric W. Weisstein: 24-Zell. In: MathWorld (englisch). , berandet durch 24 Oktaeder, 96 Dreiecksflächen, 96 Kanten und 24 Ecken.
- ↑ Oliver Knill, Math circle Northeastern, Harvard Mathematics Department Home page: Polyhedra and Polytopes