Rand
Erscheinungsbild
rand m.
- ‘äußere Begrenzung einer Fläche, eines Gebietes, Gegenstandes, Grenzstreifen, Kante’,
- ahd. (9. Jh.), mhd. rant ‘Einfassung, Rand, Schildrand, Schild’,
- asächs. rand ‘Rand, Schildbuckel’,
- mnd. mnl. rant,
- nl. rand ‘Rand’,
- aengl. rand ‘Schild(rand)’,
- anord. rǫnd f. ‘Rand, Schild(rand)’,
- norw. swed. rand ‘Rand, Saum, Kante’
- (germ. *randa- m., *randō f.),
- verwandt mit (ablautend)
- norw. (mundartlich) rinde ‘Land-, Bergrücken, Bank’
- und arger. vielleicht mit
- mir. rinde‘Holzgefäß’.
- Da das -n- dieser Wörter wohl vor Dental aus -m- entstanden ist,
- sind auch
- aengl. rima ‘Rand, Grenze, Küste’,
- engl. rim ‘Rand’ und
- anord. rimi ‘Erdrücken’
- vergleichbar.
- sind auch
- Damit ergibt sich ein Anschluß der Wortgruppe an die unter Rahmen (s. d.) dargestellte Wurzel uig. *rem(ə)- ‘ruhen, sich aufstützen, stützen’,
- und Rand wäre ursprünglich als ‘stützendes Gestell, Einfassung’ zu verstehen.
- Vgl. Redensarten wie den Rand halten ‘den Mund (die Lippen als Mundumrandung) halten’
- (aus der Studentensprache, 19. Jh.),
- aus, außer Rand und Band ‘außer sich, ganz ausgelassen’
- (offenbar aus der Böttchersprache),
- zu Rande kommen ‘zurechtkommen, fertig werden’,
- älter zu Rand und Land (‘Küste, Ufer’) kommen (16. Jh.),
- zu Rande bringen ‘schaffen, zu Ende bringen’,
- das versteht sich am Rande ‘ist selbstverständlich’ (18. Jh.).