Raumerfüllung durch Tetraeder
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Thomas Bradwardine (um 1290–1349), ein bedeutender scholastischer Philosoph und Mathematiker (oft „Profound Doctor“ genannt), ging in seinem Werk Geometria speculativa fälschlicherweise davon aus, dass kongruente reguläre Tetraeder den Raum lückenlos ausfüllen können.
Dies war im 14. Jahrhundert eine theoretische Annahme, die sich auf antike Vorstellungen berief.
Kernpunkte der Aussage:
- Irrtümliche Annahme: Bradwardine glaubte, man könne den gesamten Raum lückenlos ("ohne Lücke oder Überschneidung") mit denselben regulären Tetraedern füllen.
- Historischer Kontext: Diese Ansicht stützte sich auf eine fehlerhafte Überlieferung, die oft Aristoteles zugeschrieben wurde. Tatsächlich können reguläre Tetraeder den Raum nicht perfekt parkettieren.
- Widerlegung: Erst später (im 15. Jahrhundert) wurde diese Annahme durch Mathematiker wie Regiomontanus widerlegt.
- Geometria Speculativa: Das Werk, in dem diese Ansicht diskutiert wurde, ist eines der wenigen Werke theoretischer Geometrie des Mittelalters, die nicht als reiner Kommentar zu etablierten Autoren verfasst wurden.
Zusammenfassend meinte Bradwardine damit eine ideale, lückenlose Raumfüllung, basierend auf einer fehlerhaften Annahme über die Kombinierbarkeit von Tetraedern, die Teil seiner geometrischen Untersuchungen zum Unendlichen und Kontinuierlichen