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Register

aus AufEinWort, der freien Forschung

1Register n. ‘(alphabetisch geordnetes) Verzeichnis’, wrtl.-sgm. "Vertrager"

  • spätmhd. register ‘Verzeichnis, Protokoll’, kontrahiert reister,
  • entlehnt aus spätlat. registrum,
    • mlat. auch register ‘Verzeichnis, Katalog’ (zuerst der Briefe Papst Gregor der Große),
    • einer Umbildung mit Suffixwechsel von gleichbed. spätlat. regesta Neutr. Plur., eigentlich ‘das Eingetragene’,
      • dem substantivierten Part. Perf. von lat. regerere ‘zurücktragen, -werfen, hinbringen, eintragen, einschreiben’;
      • vgl. lat. gerere (gestum) ‘tragen, (aus)führen’, reflexiv ‘sich verhalten’.
  • Register bedeutet zunächst ‘fortlaufende Aufzeichnung von Verhandlungen, Protokoll’ sowie ‘geordnetes Verzeichnis, Index’, in heutiger Sprache auch ‘mit dem Alphabet versehene, stufenartig beschnittene Karteikarten oder Buchseiten’.

2Register n. ‘Stimmen-, Pfeifenzug der Orgel, Gesamtheit der Orgelpfeifen einer Stimme, Orgelpfeifenreihe’,

  • entlehnt (2. Hälfte 16. Jh.) aus mlat. registrum ‘Zugschnur, -seil der Glocke’,
    • eigentlich ‘als Buchzeichen ins Buch gelegte Schnur’ (zur Herkunft s. 1Register).
  • Die Bezeichnung wird im Mlat. des 13. Jhs. auf die Schnur der Schiebevorrichtung, die in der Orgel eine Pfeifenreihe in oder außer Betrieb setzt, dann auf die Pfeifenreihe selbst übertragen. Vgl. die Wendung alle Register ziehen ‘alle Mittel anwenden, um etw. zu erreichen’ (Anfang 19. Jh.).