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Salamander

aus AufEinWort, der freien Forschung

Salamand + -er | auch "Feuersalamander", soll nach mythologischen Vorstellungen als eines der vier Elementarwesen auch im Feuer leben können. grie. salamándra, pers. samandar, aus sâm "Feuer, Flame" und andar "innen", pers. Mitwort ist âzaršin "(wörtlich) Feuersitzer" imn der persischen Mythologie.

Die Alchemisten behielten das Sinnbild vom Salamander als Elementar des Feuers bei. Diese Zuordnung geht auf die  Naturgeschichte Plinius' des Älteren zurück.

Salamander im Wiener DioskuridesManuskript (Konstantinopel, vor 512) fol. 423 recto

„So kommt zum Beispiel der Salamander, ein Tier mit der Gestalt einer Eidechse und besterntem Körper, niemals ins Freie außer nach heftigen Regenfällen, er verschwindet sofort, wenn das Wetter besser wird. Dieses Tier ist so kalt, dass es Feuer auslöscht, wenn es dies berührt, wie es auch Eis tut. Es speit auch eine milchige Substanz aus seinem Maul aus, und welcher menschliche Körperteil auch in Kontakt damit gerät, dem fallen sofort alle Haare aus, und er nimmt ein lepröses Aussehen an.“ – Plinius der Ältere

Der Salamander kann dem Mythos nach also durch seine innere Kälte im Feuer wohnen. Seine Form variiert in der Darstellung von einem Wurm über eine Schlange bis zu eidechsenartigen Wesen, mögliche Beziehungen reichen bis zu Drachen und zum mythischen Bildsymbol des Ouroboros. Der Salamander wurde als Symbol für Zerstörung und Wiedergeburt, damit auch für die unzerstörbare Substanz und den Stein der Weisen angesehen. Salamander wurden nicht selten als Emblem dargestellt, zum Beispiel in dem Werk de atalanta fugiens des Alchemisten Michael Maier oder in dem von Franz I. errichteten Schloss Chambord an der Loire.