Same
Erscheinungsbild
sam-e ahd.-deu. ‘pflanzlicher Keim, Sperma’.
- Das innerhalb der germ. Sprachen nur im Dt. bezeugte Substantiv
- ahd. sāmo (8. Jh.),
- mhd. mnd. sām(e) ‘Samen, Samenkorn, männlicher Samen, Nachkommenschaft, Saat(feld), Feld’,
- asächs. sāmo (germ. *sēman-)
- ist mit dem Konkreta bildenden Suffix uig. -men- von der unter säen (s. d.) genannten Wurzelform uig. *sē-abgeleitet.
- Das Alter dieser Bildung ergibt sich aus dem Vergleich mit
- lat. sēmen ‘Samen, Geschlecht, Nachkomme’,
- aslaw. sěmę,
- russ. sémja (семя) ‘Samen’,
- apreuß. semen,
- die das gleiche Suffix, nur neutrales Genus aufweisen gegenüber der maskulinen Form im Dt. und lit. sė́menys (Plur.) ‘Saat, Leinsaat’.
- Von uig. *séh₁mn̥ „Same“; entspricht also *sēaną + *-mô.