Schmerz
schmer + z | m. ‘peinigende, wehtuende körperliche oder seelische Empfindung’.
Das nur westgerm. bezeugte Hptw. ahd. smerza f. (9. Jh., teils stark, teils schwach flektierend), mhd. smerze f. (stark), m. (schwach), mnd. smerte, smērte, smarte f., mnl. smerte, smarte, nl. smart
und das zugehörige Verb schmerzen lassen sich mit (teilweise ohne anlautendes s- auftretenden) außergerm. Formen wie aind. mṛdnā́ti ‘drückt, preßt, reibt’, grie. smerdnós (σμερδνός), smerdaléos (σμερδαλέος) ‘schrecklich, gräßlich, furchtbar’,lat. mordēre ‘beißen, hauen’
verbinden und auf uig. *merd- zurückführen, eine Zahnlauterweiterung der Ww. uig. *mer(ə)- ‘aufreiben, reiben’, wozu auch Mord, morsch, mürbe, Mörser gehören.
Anders Seebold 439, der die germ. Formen aus semantischen Gründen als d-Erweiterungen zur Ww. uig. *smel-, Variante *smer-‘langsam und rauchend verbrennen, schwelen’ (wozu auch nd. smǟlen, smēlen, smȫlen,mnl. smōlen, nl. smeulen ‘glimmen, glühen, schwelen’, mengl. smelle, engl. to smell ‘einen Geruch wahrnehmen, riechen’) stellen und mit der k-Erweiterung lit. smel̃kti ‘ersticken, qualmen, Rauch erzeugen’, smélkti ‘schmerzen, stechen’ verbinden will.