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Sexagesimalbrüche

aus AufEinWort, der freien Forschung

Sexagesimalbrüche sind Brüche, die auf dem Zahlensystem zur Basis 60 beruhen. Während wir im täglichen Leben meist das Dezimalsystem (Basis 10) nutzen, bei dem die Stellenwerte auf Zehnerpotenzen basieren, nutzt das Sexagesimalsystem die Zahl 60 als Grundeinheit.

Hier sind die wichtigsten Merkmale kurz erklärt:

  • Herkunft: Das System stammt ursprünglich von den Babyloniern. Die Griechen übernahmen diese Methode in ihrer Spätzeit für wissenschaftliche Berechnungen, insbesondere in der Astronomie.
  • Struktur: Ein Ganzes wird nicht in 10, 100 oder 1000 Teile zerlegt, sondern in 60stel, 3600stel (60×60), usw.
  • Heutige Anwendung: Wir begegnen diesen "Brüchen" noch heute täglich bei der Zeit- und Winkelmessung:
    • 1 Stunde hat 60 Minuten (1 Minute ist 160 einer Stunde).
    • 1 Minute hat 60 Sekunden (1 Sekunde ist 160 einer Minute oder 13600 einer Stunde).
    • Ein Grad wird in 60 Winkelminuten unterteilt.

In der antiken Astronomie boten Sexagesimalbrüche den Vorteil, dass die Zahl 60 durch sehr viele Zahlen (1, 2, 3, 4, 5, 6, 10, 12, 15, 20, 30) glatt teilbar ist, was komplexe Berechnungen von Planetenbahnen ohne allzu komplizierte Restwerte erleichterte.