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Siebenschläfer

aus AufEinWort, der freien Forschung

sieben + Schläfer | m. ursprünglich Mrz., mhd. die siben slāfære, frühnhd. die Sübensleffer (15. Jh.), seit dem 17. Jh. auch Einz. m.

Der Ausdruck bezeichnet nach einer mittelalterlichen Legende sieben Jünglinge, die sich bei einer Christenverfolgung (251) in einer Höhle bei Ephesus verbargen, dort eingemauert wurden und die Zeit ihrer Gefangenschaft schlafend verbrachten; sie erwachten (447) bei der zufälligen Öffnung der Höhle.

Der kirchliche Gedenktag der sieben heiliggesprochenen Märtyrer ist der 27. Juni, der siben schlaffertag (15. Jh.), verkürzt Siebenschläfer; wenn es an diesem Tage regnet, soll nach dem Volksglauben während der folgenden sieben Wochen jeden Tag Regen fallen. Danach entwickelt sich Siebenschläfer zur Bezeichnung für ‘jmdn., der viel und lange schläft’ (17. Jh.) und zu einem Namen der Haselmaus wegen ihres festen Winterschlafes (18. Jh.).