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Spekulation

aus AufEinWort, der freien Forschung

Spekulat + -ion |  f. mhd. speculācie (Anfang 14. Jh.), frühnhd. Speculacz (15. Jh.), Speculation (16. Jh.), aus spätlat. speculātio (Genitiv speculātiōnis) ‘das Ausschauhalten, Ausspähen, Betrachtung, das Beschauen’; entsprechend dem Gebrauch des Tw. zuerst bei den Mystikern ‘Betrachtung Gottes und seiner Schöpfung, geistliche Verzückung’, dann ‘tiefsinniges Nachdenken, Betrachten, Forschen’ (16. Jh.), philosophisch ‘kontemplatives, von der Wirklichkeit losgelöstes Erkenntnisstreben’ (18. Jh.), bald auch abschätzig windige, müßige Speculation ‘Spintisiererei’ (18. Jh.).

Kaufmannssprachlich ‘kaufmännische Berechnung, riskante, auf Gewinn zielende Unternehmung’ (18. Jh.).

spekulativ | spekulat + iv | Egw. philosophisch (als Gegensatz zu empirisch) ‘in reinen Begriffen denkend, wirklichkeitsfremd, übersinnlich’, verallgemeinert ‘grübelnd, forschend, zur Spekulation neigend’ (17. Jh.), kaufmannssprachlich ‘berechnend, auf Gewinn, Handelsvorteil bedacht’ (19. Jh.), aus mlat. speculativus ‘in forschendes Denken sich versenkend, betrachtend’.