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Steinalter

aus AufEinWort, der freien Forschung

Stein–Alter nhdt.-dt., vgl. Stein-, Erz- und Eisenalter

Steinalter[1], nennt man in der germanischen Alterthumskunde diejenige Zeit, wo von den Germanen noch nicht selbst Metalle verarbeitet, sondern scharfe u. spitzige Geräthschaften, wie Messer, Dolche, Pfeil- u. Lanzenspitzen, Meißel, Keile, Äxte, Hämmer etc. aus Stein verfertigt wurden, denen sich dann andere Gegenstände, wie Spindel-, Bret-, Senk-, Mahlsteine etc. anreihten. Wie weit zurück diese Periode reicht, läßt sich nicht bestimmen, doch war die Fertigung jener Instrumente im 6. Jahrh. v. Chr. schon ziemlich entwickelt; im 7. Jahrh. n. Chr. wurde das S. durch das Eisenalter abgelöst, nachdem schon vorher die den Römern u. Griechen benachbarten Stämme mehrfach metallene Waffen u. Geräthe gehabt hatten.

  1. ↑ Quelle: Pierer's Universal-Lexikon, Band 16. Altenburg 1863, S. 732. Permalink: http://www.zeno.org/nid/2001099985X; Lizenz: Gemeinfrei; Faksimiles: 732