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Stereometria Doliorum Vinariorum

aus AufEinWort, der freien Forschung

In Linz beschäftigte sich Kepler ab 1612 mit einem rein mathematischen Problem, dem Rauminhalt von Weinfässern. Damals bestimmten ihn die Weinhändler nur nach Faustregeln (Fassmessung). Kepler entwickelte eine in der Antike gebräuchliche Methode weiter und schuf damit die Grundlagen für die weitergehenden Überlegungen von Bonaventura Cavalieri und Evangelista Torricelli. Die später so genannte Keplersche Fassregel machte er 1615 unter dem Titel Stereometria Doliorum Vinariorum („Stereometrie der Weinfässer“) bekannt.

Auch in Ulm und einigen anderen Städten befasste sich Kepler mit der Eichung von Hohlmaßen und anderen Geräten, drang aber nicht überall damit durch. Im November 1627 notiert er nach dem Verlassen Ulms, dass er sein Anerbieten, den Eichkessel, „so ers vonnöten hette … zu meiner Wiederherauffkunfft zu eychen“ umsetzen wolle.