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Strategie der Verfälschung

aus AufEinWort, der freien Forschung

angelegt 14.05.2021

(Vortsetzung von: Das Ur-Evangelium der Essener und seine Verfälschung)

a. Unterschlagung der übergeordneten Rolle der Erde und der Gesundheit

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Das jüdische Volk und die jüdische Obrigkeit sahen in dem Täufer den verheißenen Propheten und sie feierten ihn. Und als die Lüge das Evangelium infiltrierte, wehrten sich die Juden dagegen. Sie bezeichneten die Fälschung als Lüge und erzählten die wahre Version.

Aus diesem Grund musste der Betrüger einen Weg finden, das jüdische Volk außer Gefecht zu setzen, indem er es verleumdete und die Juden allesamt als Lügner, geizig, geldliebend, heuchlerisch und niederträchtig verunglimpfte. Eine Niedertracht die darin gipfelte, den vermeintlichen Sohn Gottes kreuzigen zu lassen. Eine Kreuzigung, die als Vorbereitung und Grundlage für die Lüge der Gnade dienen sollte und die nie stattgefunden hat, wie wir später sehen werden.

Um die Entwicklung einer Bruderschaft aufzuhalten, musste sich der Plagiator anstrengen. Denn die heikle Aufgabe war es, die Menschen zu überzeugen, dass die Vollkommenheit, die die Gründung einer Bruderschaft nach sich zog, nicht das Ziel war.

Man musste die Menschen davon überzeugen, dass sie unmündig waren und aus eigener Kraft heraus niemals in das Paradies eingehen würden. Angaben, die irgendwie Sinn ergaben, denn wenn sogar ein unkeuscher Gedanke oder ein Schimpfwort die Tore der Hölle öffnen, wer kann da gerettet werden?

Der Betrüger hatte natürlich unterschlagen, dass nur diejenigen, die ihre ursprüngliche Reinheit nicht neu erlangt haben, ihre Gedanken und Emotionen nicht kontrollieren können, dass die Essener Taufe, mit Fasten und so weiter eine Demonstration der Willensstärke ist, und dass ein wiedergeborener Mensch, nicht nur die Kontrolle über seinen Geist hat, sondern von der Liebe und der Reinheit gesteuert wird.

Die Lüge über den Tod des Sohnes Gottes hatte den Sinn, eine Sühne für die Sünde, für die Unzulänglichkeit und Unmündigkeit der Menschheit zu erdichten. Das war ein Umstand, der für die „Nicht-getauften“ Sinn ergab und das Evangelium der Gnade rechtfertigte. Der Mensch, der eher nicht in der Lage ist, die göttlichen Gebote zu halten, wird, so unsinnig es klingen mag, durch den Tod Jesu begnadigt und braucht nichts mehr für sein Heil zu tun.

Der Christ muss lediglich an die Göttlichkeit Jesu glauben, um in den Himmel zu kommen, nicht einmal seine guten Taten können ihn retten, sondern nur der Glaube, der Glaube an das Unglaubliche, um seine Zugehörigkeit zu Gott zu definieren. Dadurch hatten die Betrüger leichtes Spiel, denn sie konnten von nun an ihren Anhängern alles Mögliche vorgaukeln, sie würden es glauben. Die Anhänger würden ja nach dem Unglaublichen und nach Wundern lechzen, um ihren Glauben zu demonstrieren. Damit war die Gnade geboren, die ganze Lüge wurde unter der Perspektive der Gnade aufgebaut.

Die Gnade und die Verunglimpfung der Juden waren die Schwerpunkte, worauf die Verfälscher besonders fokussierten, um ans Ziel zu kommen. Deswegen fällt es auf, dass im Neuen Testament jede Gelegenheit genutzt wurde, um aus dem Mund des vermeintlichen Jesus, die Verachtung gegen sein eigenes Volk, das ihm angeblich nach dem Leben trachtet, zum Ausdruck zu bringen.

Das Bebauen der gesamten Erde als Lösung für den Welthunger, die Taufe und der Verzehr von roher Nahrung, um den „Tempel“ zu errichten und rein zu halten, war ein wichtiger Bestandteil der Lehre der Reinheit. Dazu lehrte der Essener Täufer, im Sommer die Feigen an der Sonne trocknen zu lassen, um, wenn im Winter der Feigenbaum keine Früchte trägt, davon, wenn der Hunger kommt, zu essen.

Im Monat Marschehvan sammelt die süße Traube, gesüßt und getrocknet vom Engel der Sonne, dass sie eure Körper stärkt, denn die Engel des Herrn wohnen in ihr. Ihr sollt Feigen essen, die reich an Saft in den Monaten Ab (Aw) und Schebat (Schevat) sind, und was übrigbleibt, lasst den Engel der Sonnen für euch haltbar machen. Esst sie mit dem Fleisch der Mandeln in all den Monaten, wenn die Bäume keine Früchte tragen. Und die Kräuter, die nach dem Regen kommen, esst im Monat Thebet (Tevat), auf dass euer Blut von allen Sünden gereinigt werde.8

8 Das Evangelium der Essener: „Das Friedensevangelium“, S. 49.

In diesem Fall entnahm der Verfälscher die Begriffe:

Feigenbaum, Feigen, Winter, trocknen, Baum, keine Früchte, Hunger, essen, und arrangierte das Szenario im Neuen Testament:

„die Verfluchung des Feigenbaumes“:

Jesus geht an einem Feigenbaum im Winter vorbei, er hat Hunger und er findet darin keine Feigen. Darauf verflucht er den Baum, der dann auch bald verdorrt.

Und damit die Verleumdung des Verfälschers gegen das jüdische Volk ankommt, stellt Petrus im Petrusevangelium Jesus die Frage, was es mit dem Verdorren des Feigenbaumes wohl auf sich hat. Jesus gibt offen das Verfluchen seines eigenen Volkes kund, indem er erklärt, dass der Feigenbaum stellvertretend für das Haus Israel sei.

Und des folgenden Tages, als sie von Bethanien weggegangen waren, hungerte ihn. Und als er von ferne einen Feigenbaum sah, der Blätter hatte, ging er hin, ob er vielleicht etwas an ihm fände; und als er zu ihm kam, fand er nichts als nur Blätter, denn es war nicht die Zeit der Feigen. Und er hob an und sprach zu ihm:

Nimmermehr esse jemand Frucht von dir in Ewigkeit! Und seine Jünger hörten es. (Mk 11,1214)

Und als sie frühmorgens vorbeigingen, sahen sie den Feigenbaum verdorrt von den Wurzeln an. Und Petrus erinnerte sich und spricht zu ihm:

Rabbi, siehe, der Feigenbaum, den du verfluchtest, ist verdorrt.

Und Jesus antwortet und spricht zu ihnen:

Habet Glauben an Gott.

Wahrlich, ich sage euch:

Wer irgend zu diesem Berge sagen wird:

Werde aufgehoben und ins Meer geworfen! und nicht zweifeln wird in seinem Herzen, sondern glauben, dass geschieht, was er sagt, dem wird werden [was irgend er sagen wird].

Darum sage ich euch:

Alles, um was irgend ihr betet und bittet, glaubet, dass ihr es empfanget, {Eigtl. empfinget} und es wird euch werden. Und wenn ihr im Gebet dastehet, so vergebet, wenn ihr etwas wider jemand habt, auf dass auch euer Vater, der in den Himmeln ist, euch eure Übertretungen {O. Fehltritte} vergebe. (Mk 11,20-25)

Des Morgens früh aber, als er in die Stadt zurückkehrte, hungerte ihn. Und als er einen Feigenbaum an dem Wege sah, ging er auf ihn zu und fand nichts an ihm als nur Blätter.

Und er spricht zu ihm: Nimmermehr komme Frucht von dir in Ewigkeit! Und alsbald verdorrte der Feigenbaum.

Und als die Jünger es sahen, verwunderten sie sich und sprachen: Wie alsbald ist der Feigenbaum verdorrt!

Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr Glauben habt und nicht zweifelt, so werdet ihr nicht allein das mit dem Feigenbaum Geschehene tun, sondern wenn ihr auch zu diesem Berge sagen werdet: Werde aufgehoben und ins Meer geworfen! so wird es geschehen. Und alles, was irgend ihr im Gebet glaubend begehret, werdet ihr empfangen. (Mt 21,18-22)

Und während er auf dem Ölberg saß, traten zu ihm die Seinigen, und wir beteten ihn an und flehten einzeln ihn an und baten ihn, indem wir zu ihm sagten: Tue uns kund, was die Zeichen deiner Parusie und des Endes der Welt sind, damit wir erkennen und merken die Zeit deiner Parusie und die nach uns Kommenden unterweisen, denen wir das Wort deines Evangeliums predigen.

Parusie bedeutet wörtlich „[Da]beisein“ oder „[Da]nebensein“ (altgriechisch παρουσία parousía „Gegenwart, Anwesenheit“,[1] von παρά pará „[da]bei, [da]neben“ und ουσία ousía „[Da-]Sein, Wesen“[2]). In der hellenistischen Philosophie beschreibt das Wort ursprünglich das wirksame Gegenwärtigsein von Gottheiten und Herrschern. Platon bezeichnet damit die Anwesenheit bzw. Gegenwart der Ideen in den Dingen.

Und die wir in deiner Kirche einsetzen, damit sie, wenn sie es hören, sich in acht nehmen, dass sie merken die Zeit deiner Parusie.

Und unser Herr antwortete uns, indem er zu uns sagte: »Gebt acht, dass man euch nicht verführe, und dass ihr nicht Zweifler werdet und anderen Göttern dienet.

Viele werden kommen in meinem Namen, indem sie sagen: „Ich bin Christus“. Glaubet ihnen nicht und nähert euch ihnen nicht. Denn die Parusie des Gottessohnes wird nicht offenbar sein, sondern wie der Blitz, der scheint vom Osten bis zum Westen, so werde ich kommen auf der Wolke des Himmels mit großem Heer in meiner Herrlichkeit; indem mein Kreuz vor meinem Angesicht hergeht, werde ich kommen in meiner Herrlichkeit; indem ich siebenmal so hell wie die Sonne leuchte, werde ich kommen in meiner Herrlichkeit mit allen meinen Heiligen, meinen Engeln, wenn mein Vater mir eine Krone aufs Haupt setzt, damit ich richte die Lebendigen und die Toten und jedem vergelte nach seinem Tun.

Und ihr, nehmet von dem Feigenbaum das Gleichnis davon: Sobald sein Spross hervorgekommen und seine Zweige getrieben sind, wird eintreten das Ende der Welt.

Und ich, Petrus, antwortete ihm und sagte zu ihm: »Deute mir betreffs des Feigenbaums und woran wir das erkennen, denn alle seine Tage hindurch sprosst der Feigenbaum und jedes Jahr bringt er seine Frucht seinen Herren.

Was bedeutet also das Gleichnis vom Feigenbaum? Wir wissen es nicht.“ – Und es antwortete mir der Meister und sagte zu mir: „Verstehst du nicht, dass der Feigenbaum das Haus Israel ist? Wie ein Mann in seinem Garten einen Feigenbaum gepflanzt hatte, und der brachte nicht Frucht.

Und er suchte seine Frucht lange Jahre. Und da er sie nicht fand, sagte er zu dem Hüter seines Gartens: „Reiß diese Feige aus, damit sie uns nicht unser Land unfruchtbar sein lässt!“ Und der Gärtner sagte zu Gott: „Wir Diener wollen ihn vom Unkraut reinigen und den Boden unter ihm umgraben und ihn mit Wasser begießen. Wenn er dann nicht Frucht bringt, wollen wir sogleich seine Wurzeln aus dem Garten entfernen und einen andern an seiner Statt pflanzen. Hast du nicht begriffen, dass der Feigenbaum das Haus Israel ist?9

9 Apokryphe: Offenbarung des Petrus, Kap. 1,12,16, S. 524.

b. Die Unterschlagung der wahren Bedeutung des Begriffs „Tempel“.

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Der metaphorische Begriff „Tempel“, der im Essener Evangelium den Leib des Menschen darstellt, war für den Plagiator ein sehr gefährlicher Terminus. Denn wenn der Tempel der irdische Leib ist, dann soll er reingehalten werden, eine Aussage, die uns wiederum zu der Lehre der Vollkommenheit führt. Anstatt dessen wurde der Tempel aus Stein verherrlicht, der heute zu Millionen in der Landschaft steht, eher als Stützpunkte, die die Macht und Größe der Kirche demonstrieren sollten. Steingebäude, die viel Geld für die Instandsetzung kosten, anstatt das Geld für die Not der Welt zu investieren.

Aus diesem Grund fällt auf, dass im Neue Testament, in den Evangelien der entmystifizierte Tempel, also der Tempel aus Stein, häufig vorkommt, und dass dieser Begriff in den Evangelien ein einziges Mal symbolisch auf einen Menschen bezogen ist, nämlich auf den Jesus-Leib in Bezug auf die Kreuzigung und die Auferstehung, als er sprach den Tempel niederzureißen und ihn nach drei Tagen wieder aufzubauen.

Wir begegnen hier noch einmal einem Wegweiser zur Vollkommenheit. Der Prophet erklärt uns, dass der Weg zur Vollkommenheit wie der Bau eines Tempels aus Stein angegangen werden muss, mit viel Geduld, Stein auf Stein. Der Verschwörer hat die Tempelkonstruktion in eine Tempeldestruktion im Neuen Testament umgewandelt. Die Metapher ‚Stein auf Stein‘, die uns außerdem über die Herkunft der Quelle Auskunft gibt, nämlich aus den Essener Evangelien ‚Kommunionen mit den Engeln‘, wie der folgende Text beweist, hat der Verschwörer aber bewusst irrig wörtlich in seinen Text eingebaut in dem Jesus aus dem Kanon die Tempelzerstörung durch die Römer vorausgesagt hat.

Und ein Mann sprach: „Aber Meister, wir sind nur Menschen, wir sind keine Engel. Wie können wir hoffen, auf ihren Wegen zu wandeln? Sage uns, was wir tun müssen.

So wie der Sohn das Land seines Vaters erbt, so haben wir ein Heiliges Land geerbt, von unseren Vätern. Dies Land ist kein Feld, das man pflügen muss, sondern eine Stätte, auf die wir unseren Heiligen Tempel erbauen können. Und so wie ein Tempel Stein auf Stein errichtet werden muss, so will ich euch zum Bau des Heiligen Tempels jene Steine geben, die wir ererbt haben von unseren Vätern und Vorvätern.10

10 Das Evangelium der Essener: „Die Unbekannten Schriften der Essener: Die Kommunionen mit den Engeln“, S. 77.

Und als er aus dem Tempel heraustrat, sagt einer seiner Jünger zu ihm: Lehrer, sieh, was für Steine und was für Gebäude! Und Jesus sprach zu ihm: Siehst du diese großen Gebäude? Hier wird nicht ein Stein auf dem anderen gelassen werden, der nicht abgebrochen werden wird. w. Stein auf Stein. (Mk 13,1-2)11

11 Bibel Revidierte Elberfelder 1985, Neues Testament.

Und als einige von dem Tempel sagten, dass er mit schönen Steinen und Weihgeschenken geschmückt sei, sprach er: Diese Dinge, die ihr seht: Tage werden kommen, in denen nicht ein Stein auf dem anderen1 gelassen wird, der nicht abgebrochen werden wird. w. Stein auf Stein. (Lk 21,5-6)12

12 Ebenda.

Und Jesus trat hinaus und ging von dem Tempel weg; und seine Jünger traten zu „ihm“, um ihn auf die Gebäude des Tempels aufmerksam zu machen. Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Seht ihr nicht dies alles? Wahrlich, ich sage euch: Hier wird {nicht} ein Stein auf dem anderen gelassen werden, der nicht abgebrochen werden wird. w. Stein auf Stein. (Mt 24,1-2)13

13 Ebenda

In Wirklichkeit aber, sprach der Essener Täufer von einem Niederreißen des Tempels in sieben Tagen, nach der Taufe, durch das Fasten, das die eigentliche Beschneidung darstellt. Also handelt es sich um die Reinigung des Körpers während des Fastens und anschließend, um das Aufbauen des Tempels, das zur Heilung von Krankheiten führt. Die wahre metaphorische Bedeutung des Begriffs Tempel würde Josef, den Zimmermann, der Tempel/Häuser baut, zu Gott machen. Und Jesus sein Sohn, wäre der, der seinem Vater hilft Häuser/Tempel zu bauen; das Haus auf dem Sand würde auf die Minderwertigkeit des Tempels/Hauses hinweisen.

Die Tempelreinigung aus dem Neuen Testament entspricht dem Gleichnis des Essener Täufers, in Bezug auf die Vorgänge im Körper, wenn die Krankheit während der Taufe/Fasten im Körper tobt, bevor sie sich verabschiedet. Wobei wir hier darauf achten sollen, dass der Verfälscher es so eingerichtet hat, dass Jesus, auf eine zynische Verständnisweise im Szenario der Tempelreinigung des Neuen Testaments, für die Krankheit steht, wie bei dem folgenden Text ersichtlich ist.

Und die Kranken folgten seinen Worten, denn sie wussten, sie würden geheilt werden. Und es gab noch andere Kranke, die viel an ihren Schmerzen litten, die aber trotzdem weiter fasteten. Und ihre Kraft war verbraucht und große Hitze kam über sie. Und als sie aus ihrem Bett aufgestanden waren, um zu Jesus zu gehen, begannen ihre Köpfe sich zu drehen, als ob ein stürmischer Wind sie schüttelte, und so oft sie versuchten, auf ihren Füßen zu stehen, fielen sie wieder zu Boden. Da ging Jesus zu ihnen und sagte:

„Ihr leidet, denn Satan und seine Krankheiten martern eure Körper. Aber fürchtet euch nicht, denn ihre Macht über euch wird schnell enden. Denn Satan ist wie ein heuchlerischer Nachbar, der seines Nachbarn Haus betrat, als dieser abwesend war, mit der Absicht, dessen Güter in sein eigenes Haus zu nehmen. Aber einige erzählten diesem, dass sein Feind in seinem Haus wütete, und er kam in sein Haus zurück gerannt. Und als der schlechte Nachbar alles zusammengerafft hatte, was ihm gefiel, sah er von weitem den Herrn des Hauses in Eile zurückkommen und war sehr zornig, dass er nicht alles mitnehmen konnte, und ging daran, alles, was da war, zu zerbrechen und zu verwüsten, alles zu zerstören, damit wenigstens die Dinge, die er nicht haben konnte, auch der andere nicht mehr haben sollte. Doch kurz nachdem der Herr des Hauses hereingekommen war, und bevor der bösartige Nachbar seine Absicht ausführen konnte, nahm jener ihn und warf ihn aus dem Haus. Wahrlich, ich sage euch, genauso betrat der Satan eure Körper, welche die Wohnungen Gottes sind. Und er nahm alles in Besitz, was er stehlen wollte: euren Atem, euer Blut, eure Knochen, euer Fleisch, eure Eingeweide, eure Augen und eure Ohren. Aber mit eurem Fasten und Beten habt ihr den Herrn eures Körpers und seine Engel zurückgerufen. Und nun sieht Satan, dass der wahre Herr eures Körpers zurückkehrt und dass dies das Ende seiner Macht ist.

Deshalb sammelt er in seinem Zorn seine Stärke noch einmal, damit er den Körper zerstört, bevor der Herr kommt“.14

14 Das Evangelium der Essener: „Das Friedensevangelium“, S. 35.

Die Version des Neuen Testaments: Mk 11,15-19 Tempelreinigung

Und sie kommen nach Jerusalem. Und er trat in den Tempel und begann die hinauszutreiben, die im Tempel verkauften und kauften; und die Tische der Wechsler und die Sitze der Taubenverkäufer stieß er um.

Und er erlaubte nicht, dass jemand ein Gerät durch den Tempel trug.

Und er lehrte und sprach zu ihnen: Steht nicht geschrieben: «Mein Haus wird ein Bethaus genannt werden für alle Nationen?» Ihr aber habt es zu einer «Räuberhöhle» gemacht. Und die Hohenpriester und die Schriftgelehrten hörten es und suchten, wie sie ihn umbringen könnten; sie fürchteten ihn nämlich, denn die ganze Volksmenge geriet außer sich über seine Lehre. Und wenn es Abend wurde, gingen sie zur Stadt hinaus.


Mt 21,12-17 Tempelreinigung

Und Jesus trat in den Tempel ein und trieb alle hinaus, die im Tempel verkauften und kauften, und die Tische der Wechsler und die Sitze der Taubenverkäufer stieß er um. Und er spricht zu ihnen: Es steht geschrieben: «Mein Haus wird ein Bethaus genannt werden»; {ihr} aber macht es zu einer «Räuberhöhle».

Und es traten Blinde und Lahme in dem Tempel zu ihm, und er heilte sie.

Als aber die Hohenpriester und die Schriftgelehrten die Wunder sahen, die er tat, und die Kinder, die im Tempel schrien und sagten: Hosanna dem Sohn Davids! wurden sie unwillig und sprachen zu ihm: Hörst du, was diese sagen? Jesus aber sprach zu ihnen: Ja, habt ihr nie gelesen: «Aus dem Mund der Unmündigen und Säuglinge hast du dir Lob bereitet»? Und er verließ sie und ging zur Stadt hinaus nach Betanien und übernachtete dort.

Lk 19,45-48 Tempelreinigung

Und als er in den Tempel eingetreten war, fing er an, die Verkäufer hinauszutreiben, und sprach zu ihnen: Es steht geschrieben: «Mein Haus ist ein Bethaus»a; {ihr} aber habt es zu einer «Räuberhöhle» gemacht.

Und er lehrte täglich im Tempel; die Hohenpriester aber und die Schriftgelehrten und die Ersten des Volkes suchten ihn umzubringen.

Und sie fanden nicht, was sie tun sollten, denn das ganze Volk hing ihm an und hörte auf ihn.

Joh 2,13-17 Tempelreinigung

Und das Passa der Juden war nahe, und Jesus ging hinauf nach Jerusalem.

Und er fand im Tempel die Ochsen- und Schaf- und Taubenverkäufer und die Wechsler sitzen.

Und er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle zum Tempel hinaus, auch die Schafe und die Ochsen; und die Münzen der Wechsler schüttete er aus, und die Tische warf er um; und zu den Taubenverkäufern sprach er: Nehmt dies weg von hier, macht nicht das Haus meines Vaters zu einem Kaufhaus! Seine Jünger gedachten daran, dass geschrieben steht: «Der Eifer um dein Haus verzehrt mich.»

Die Bedeutung „Tempelzerstörung“, die die Krankheit und den Tod des Menschen metaphorisch darstellt, hat der Verfälscher in der Verkündigung Jesus umgewandelt, der die Tempelzerstörung Jerusalems voraussieht, weil sein Volk nicht an ihn geglaubt hat. Eine Aussage Jesu, die wie eine Warnung und sogar wie eine Billigung der Katastrophe aussieht. Interessant ist, dass die Redewendung „Stein für Stein“, die der Essener Täufer auf das geduldigste Aufbauen eines metaphorischen heiligen Tempels bezieht, also für die Tempelkonstruktion, der Verfälscher diese Metapher im Zusammenhang mit der Tempeldestruktion gebraucht.

In den Paulusbriefen, bezeichnet sich Paulus als der Gute Baumeister, der den Grund legt, und macht sich demnach automatisch metaphorisch zu Gott.

Soviel erstmal zu dem Begriff „Tempel“.

c. Unterschlagung des Bebauens der Erde als die wahre Botschaft:

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Obwohl der Essener Prophet niemals die Notwendigkeit sah, einen Tempel zu betreten, da Gott allgegenwärtig ist, und die Natur war der Ort, wo er seine Predigten hielt, erdichtete der Betrüger sehr häufig Szenarien, in denen Jesus im Tempel oder in Synagogen lehrt.

Da die Essener Bruderschaft ihre Aufgabe ausschließlich darin sah, die Erde zu bebauen, um mit der Natur in Einklang zu sein, mussten die römischen Betrüger und Plagiatoren ebenfalls dagegen ankämpfen. Schließlich mussten sie wieder Arbeiter gewinnen, die für wenig Entlohnung die minderwertige Arbeit machen sollten. Deshalb erfand der Verfälscher einen Grund, seine potentiellen Anhänger davon abzubringen, in dem Kultivieren der Erde die menschliche Bestimmung zu sehen.

Das gelang ihm, indem er die irdischen Sorgen als ein Zeichen des Unglaubens einstufte. Dazu benutzte der Plagiator eine Predigt des Essener Täufers, der an seine Zuhörer appelliert, sich keine Sorgen über die Nahrung zu machen, denn die Erde würde so viel hergeben, dass, wenn man es richtig anpacken würde, niemand auf der Welt zu hungern bräuchte.

Der Betrüger veränderte die Predigt auf eine Weise, dass, mit den gleichen Worten das Gegenteil ausgesagt wurde, und gibt klar zu verstehen, dass ein guter Christ sich nicht um sein Wohlergehen sorgt, sondern hinaus in die Welt zieht, um die gute Botschaft den verlorenen Schafen Israels zu bringen. Darin waren sich alle einig, denn, wenn er das tut, dann würde Gott für die Belange seiner Diener aufkommen.

Durch das geringfügige Hinzufügen und Weglassen von Wörtern und Text, ist dem Verfälscher gelungen, die Botschaft umzukehren. In meinen Augen eine Meisterleistung, denn durch das peinlichste Verschweigen der Existenz der Essener und seines Motivs, die Essener Bruderschaft zu zerstören, schaffte es der Betrüger, dass auch bei der Gegenüberstellung beider Texte, des Originals und des Plagiats, niemand ohne Weiteres den Betrug erkennen würde.

Der folgende Text ist die Original-Predigt, in der der Essener Täufer seine Anhänger anhält, sich keine Sorgen über ihre Nahrung zu machen, denn die Erde gibt so viel her, dass niemand hungern müsste.

„Warum sorgt ihr euch um Kleidung? Sehet die Lilien auf dem Feld, wie sie wachsen: Sie plagen sich nicht, noch spinnen sie; und doch sage ich euch, selbst Salomon in all seiner Herrlichkeit war nicht geschmückt, wie eine von diesen. Warum sorgt ihr euch um Nahrung? Sehet die Gaben eurer Mutter Erde: die reifen Früchte der Bäume, das goldene Korn ihres Erdreichs. Warum richtet ihr eure Gedanken auf Haus und Ländereien? Ein Mensch kann euch nicht verkaufen, was ihm nicht gehört, und ihm kann nicht gehören, was bereits allen gehört.“15

15 Evangelium der Essener: Aus dem Buch des wahren Lehrers : S.120

Geringfügige Änderungen und Wort-Unterschlagungen ergeben folgenden Text aus Matthäus: An dieser Stelle erkennen wir, dass der Verfälscher den Sinn der Predigt des Essener Täufers umkehrt, indem er das Säen und Ernten als weltliche Sorgen herabstuft und diejenigen als Kleingläubige bezeichnet, die die Erde bebauen. Bei der Gelegenheit spricht er die Minderwertigkeit der Tiere an:

„Deshalb sage ich euch: Seid nicht besorgt für euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch für euren Leib, was ihr anziehen sollt! Ist nicht das Leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung? Seht hin auf die Vögel des Himmels, dass sie weder säen noch ernten noch in Scheunen sammeln, und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr nicht viel wertvoller als sie? Wer aber unter euch kann mit Sorgen seiner Lebenslänge eine Elle zusetzen? Und warum seid ihr um Kleidung besorgt? Betrachtet die Lilien des Feldes, wie sie wachsen; sie mühen sich nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch aber, dass selbst Salomo in all seiner Herrlichkeit nicht bekleidet war wie eine von diesen. Wenn aber Gott das Gras des Feldes, das heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, wird er das nicht viel mehr euch tun, ihr Kleingläubigen? So seid nun nicht besorgt, indem ihr sagt: Was sollen wir essen? Oder: Was sollen wir trinken? Oder: Was sollen wir anziehen? Denn nach diesem allen trachten die Nationen; denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr dies alles benötigt. Trachtet aber zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit! Und dies alles wird euch hinzugefügt werden. So seid nun nicht besorgt um den morgigen Tag! Denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. Jeder Tag hat an seinem Übel genug. (Mt 6,26-34)“

Alles Irdische wurde verteufelt. Deswegen fällt auf, dass die Christengemeinde in der Apostelgeschichte (sollte für die Essener Bruderschaft stehen) nicht Schmuck und Wertgegenstände verkaufte, sondern ausgerechnet Häuser, Höfe und Länder; Dinge, die die Bruderschaft niemals verkauft hätte, denn das Land war die Grundlage ihrer Existenz.

Die übergeordnete Rolle der Erde, die es gilt zu pflegen und zu bebauen, damit niemand mehr hungert in der Welt, und sogar zu schützen und zu ehren, und die zwangsläufig zu der Idee einer Bruderschaft führte, geriet in den Fokus des Verfälschers: beim Benutzen der Texte aus dem Essener Evangelium wurde grundsätzlich alles, was auf die Ehrung der Erde zurückzuführen war, entfernt.

a. Unterschlagung der wahren Bedeutung des Gleichnisses „der Verlorene Sohn“.

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Der Verlorene Sohn

Und es gab einige, die waren von großen Schmerzen gefoltert, die nicht aus ihnen weichen wollten; und da sie nicht wussten, was sie tun sollten, entschieden sie, jemand zu Jesus zu schicken, denn sie wünschten sehr, dass er mit ihnen sei.

Und als zwei auf die Suche nach ihm gegangen waren, sahen sie Jesus selbst das Flussufer entgegenkommen. Und ihre Herzen waren mit Hoffnung und Freunde erfüllt, als sie seinen Gruß, Friede sei mit euch, hörten. Und es gab viele Fragen, die sie ihm stellen wollten, aber zu ihrer Verwunderung konnten sie nicht damit beginnen, denn es kam nicht in ihre Köpfe. Dann sagte Jesus zu ihnen: Ich kam, weil ihr mich braucht. Und einer schrie: Meister, wir brauchen dich wirklich, komm, befreie uns von unseren Schmerzen.

Und Jesus sprach in Gleichnissen zu ihnen: Ihr seid wie der verlorene Sohn, der viele Jahre lang aß und trank und seine Tage in Liederlichkeit und Wollust mit seinen Freunden verbrachte. Und jede Woche machte er neue Schulden, ohne das Wissen seines Vaters und verschwendete alles in ein paar Tagen. Und die Geldleiher liehen ihm immer wieder etwas, weil sein Vater große Reichtümer besaß und immer geduldig die Schulden seines Sohnes bezahlte. Und vergebens ermahnte er mit guten Worten seinen Sohn; doch der hörte nie auf die Ermahnungen seines Vaters, der ihn vergebens anflehte, seine endlosen Ausschweifungen aufzugeben, und in seine Felder zu gehen, um über die Arbeit seiner Diener zu wachen. Und der Sohn versprach ihm immer alles, wenn er seine alten Schulden bezahlen würde, aber am nächsten Tag begann er von vorn. Und mehr als sieben Jahre führte der Sohn sein liederliches Leben weiter. Doch zuletzt verlor sein Vater die Geduld und bezahlte den Geldleihern die Schulden seines Sohnes nicht mehr. ‚Wenn ich immer weiter bezahle, dann wird es kein Ende der Sünde meines Sohnes geben.

Dann nahmen die betrogenen Geldleiher in ihrem Zorn den Sohn in die Sklaverei, damit er durch seine tägliche Plackerei das Geld zurückzahlen könnte, das sie ihm geliehen hatten. Und da hörten das Essen und Trinken und die täglichen Ausschweifungen auf. Von Morgen bis in die Nacht bewässerte er im Schweiße seines Angesichts die Felder, und alle seine Glieder schmerzten durch die ungewohnte Arbeit. Und er lebte von trockenem Brot und hatte nichts außer seinen Tränen, mit denen er es befeuchten konnte. Und nach drei Tagen litt er so stark unter Hitze und Ermüdung, dass er seinem Herrn sagte: ‚Ich kann nicht mehr arbeiten, denn alle meine Glieder schmerzen. Wie lange wollt ihr mich foltern? ‚Bis zu dem Tag, an dem durch die Arbeit deiner Hände deine Schulden abgetragen sind, und wenn sieben Jahre vorüber sind, wirst du frei sein. Und der verzweifelte Sohn antwortete weinend: ‚Aber ich kann nicht einmal sieben Tage ertragen. Hab Mitleid mit mir, denn alle meine Glieder brennen und schmerzen. Und der boshafte Geldgeber schrie ihn an: Treibe deine Arbeit voran; wenn du sieben Jahre lang deine Tage und Nächte in Liederlichkeit verbringen konntest, musst du nun sieben Jahre arbeiten. Ich werde dir nicht vergeben, bis du all deine Schulden bis zur letzten Drachme zurückgezahlt hast. Und der Sohn lief mit quälenden Schmerzen verzweifelt in die Felder zurück, um weiterzuarbeiten. Schon konnte er vor Müdigkeit und Schmerzen kaum noch auf seinen Füßen stehen, als der siebte Tag gekommen war, der Sabbat, an dem niemand auf den Feldern arbeitet. Da sammelte der Sohn seine letzten Kräfte und taumelte zum Haus seines Vaters. Und er warf sich zu seines Vaters Füssen und sagte: ‚Vater, glaube mir nur ein letztes Mal und vergebe mir all meine Beleidigungen gegen dich. Ich schwöre dir, dass ich nie wieder so liederlich leben will, und dass ich dein gehorsamer Sohn in allen Dingen sein werde. Befreie mich aus den Händen meiner Unterdrücker. Vater, schau mich an und meine kranken Glieder und verhärte nicht dein Herz. Da kamen Tränen in die Augen des Vaters, und er nahm seinen Sohn in die Arme und sagte:

Lasst uns ein Fest feiern, denn heute wurde mir eine große Freude gegeben, weil ich meinen geliebten Sohn, der verloren war, wieder gefunden habe. Und er kleidete ihn in seine auserlesensten Gewänder, und den ganzen Tag lang feierten sie. Und am nächsten Tag gab er seinem Sohn eine Tasche mit Silber, um die Schulden an seinen Geldgeber zu zahlen. Und als der Sohn zurückkam, sagte er: ‚Mein Sohn, du siehst, es ist leicht, durch liederliches Leben für sieben Jahre Schulden zu machen, aber ihre Bezahlung mit sieben Jahren langer, harter Arbeit ist schwierig. Vater, es ist tatsächlich hart, sie zu bezahlen, auch nur sieben Tage lang. Und sein Vater ermahnte ihn und sagte: Dieses eine Mal wurde dir erlaubt, deine Schulden in sieben Tagen anstatt in sieben Jahren zurückzuzahlen, der Rest ist dir vergeben. Aber sieh dich vor, dass du zukünftig keine neuen Schulden mehr machst. Denn wahrlich, ich sage dir, niemand außer deinem Vater vergibt dir deine Schulden, weil du sein Sohn bist. Denn bei jedem anderen hättest du sieben Jahre lang schwer arbeiten müssen, wie es unsere Gesetze fordern.

Mein Vater, ich will in Zukunft dein liebender und gehorsamer Sohn sein, und will keine Schulden mehr machen, denn nun weiß ich, dass ihre Bezahlung hart ist.

Und er ging auf die Felder seines Vaters und überwachte jeden Tag die Arbeiter seines Vaters bei ihrer Arbeit. Und er zwang seine Arbeiter nie zu harter Arbeit, denn er erinnerte sich an seine eigene schwere Arbeit. Und die Jahre gingen vorüber, und der Besitz seines Vaters nahm immer mehr unter seinen Händen zu, denn der Segen seines Vaters war auf seiner Arbeit. Und langsam gab er zehn Mal so viel zurück, wie er in den sieben Jahren verschwendet hatte. Und als der Vater sah, dass sein Sohn seine Diener gut behandelte und seinen Besitz mit Sorgfalt führte, sagte er zu ihm: Mein Sohn, ich sehe, dass mein Besitz in guten Händen ist. Ich gebe dir all mein Vieh, mein Haus, meine Ländereien und meine Schätze. Lass dies alles deine Erbschaft sein und setze ihr Wachstum fort, damit ich mich an dir erfreuen kann. Und als der Sohn seine Erbschaft von seinem Vater erhalten hatte, erließ er allen Schuldnern, die nicht zahlen konnten, ihre Schulden, denn er hatte nicht vergessen, dass seine Schulden ihm auch erlassen worden waren, als er nicht zahlen konnte. Und Gott segnete ihn mit einem langen Leben, mit vielen Kindern und vielen Reichtümer, weil er freundlich zu allen seinen Dienern war und sein Vieh gut behandelte.

Dann wandte sich Jesus an das kranke Volk und sagte: Ich spreche in Gleichnissen zu euch, damit ihr Gottes Wort besser verstehen könnt. Die sieben Jahre des Essens und Trinkens und des liederlichen Lebens, sind die Sünden der Vergangenheit. Der boshafte Kreditgeber ist Satan. Die Schulden, sind die Krankheiten. Die harte Arbeit sind die Schmerzen. Der verlorene Sohn sind wir. Die Zahlung der Schulden ist die Austreibung des Teufels und der Krankheiten und die Heilung des Körpers. Die Tasche voll Silber, die er vom Vater erhält, ist die befreiende Macht der Engel. Der Vater ist Gott. Des Vaters Besitztümer sind Erde und Himmel; die Diener des Vaters sind die Engel. Das Feld des Vaters ist die Welt, die sich in das Königreich des Himmels verwandelt, wenn die Menschensöhne darauf zusammen mit den Engeln des Himmelsvaters arbeiten.

Denn ich sage euch, es ist besser, dass der Sohn dem Vater gehorcht und über die Diener auf dem Felde wacht, als Schuldner des boshaften Kreditgebers zu werden und sich als Sklave zu schinden und zu plagen, um seine Schulden zurückzuzahlen. Gleichfalls ist es besser, wenn die Menschensöhne auch den Gesetzen ihres Himmelsvaters gehorchen und zusammen mit seinen Engeln an seinem Königreich arbeiten, als dass sie Schuldner des Satans werden, des Herrn des Todes, aller Sünden und aller Krankheiten, und dass sie Schmerzen leiden und schwitzen müssen, bis sie all ihre Sünden abgetragen haben. Wahrlich, ich sage euch, groß und vielfältig sind eure Sünden. Viele Jahre habt ihr den Verlockungen des Satans nachgegeben. Ihr ward gefräßig, versoffen und habt gehurt, und eure alten Schulden vervielfältigten sich. Und nun müsst ihr sie zurückbezahlen, und die Zahlung ist schwierig und hart. Seid darum nicht schon nach dem dritten Tage ungeduldig, wie der verlorene Sohn, sondern geduldig bis zum siebten Tag, der von Gott geheiligt ist und tretet dann mit einem demütigen und gehorsamen Herzen vor das Antlitz eures Himmelsvaters, dass er euch all eure alten Schulden vergibt. Wahrlich, ich sage euch, euer Vater liebt euch ohne Ende, denn er erlaubt euch, in sieben Tagen eure Schulden von sieben Jahren zurückzubezahlen.

Jenen, die für sieben Jahre Sünden und Krankheiten schulden, aber ehrlich bezahlen und bis zum siebten Tag durchhalten, wird unser Himmelsvater die Schulden aller sieben Jahre vergeben.

Wenn wir sieben Mal sieben Jahre sündigen, fragte ein kranker Mann, der schrecklich litt. Auch in diesem Fall vergibt der Himmlische Vater all deine Schulden in sieben Mal sieben Tagen.

Glücklich jene, die bis zum Ende durchhalten, denn die Teufel des Satans schreiben all eure üblen Taten in ein Buch, in das Buch eures Körpers und eures Geistes. Ich sage euch wahrlich, es gibt keine sündhafte Tat, die nicht schon seit dem Anfang der Welt vor eurem Himmlischen Vater geschrieben steht. Denn ihr könnt den Gesetzen, die von Königen gemacht sind, ausweichen. Doch den Gesetzen Gottes kann keiner der Menschen entgehen. Und wenn ihr vor das Antlitz Gottes kommen werdet, bezeugen die Teufel des Satans eure Taten, und Gott sieht eure Sünden in dem Buch eures Körpers und eures Geistes geschrieben und ist traurig in seinem Herzen. Aber wenn ihr eure Sünden bereut, und durch Fasten und Gebet die Engel Gottes aufsucht, dann werden für jeden weiteren Tag, an dem ihr fastet und betet, Gottes Engel ein Jahr eurer üblen Taten aus dem Buch eures Körpers und eures Geistes löschen. Und wenn auch die letzte Seite ausgelöscht und von all euren Sünden gereinigt ist, steht ihr vor dem Angesicht Gottes und Gott freut sich von Herzen und vergisst all eure Sünden. Er befreit euch aus den Klauen des Satans und vom Leiden; er nimmt euch in sein Haus und befiehlt, dass all seine Diener, all seine Engel euch dienen. Ein langes Leben wird er euch geben, und ihr werdet nie Krankheiten sehen. Und wenn ihr von da an, anstatt zu sündigen, eure Tage mit guten Taten vollbringt, dann werden die Engel Gottes all eure guten Taten in das Buch eures Körpers und eures Geistes schreiben. Wahrlich, ich sage euch, seit dem Anfang der Welt bleibt keine gute Tat ungeschrieben vor Gott. Denn von euren Königen und Regierungen werdet ihr vielleicht vergeblich auf eine Belohnung warten, aber niemals werden eure guten Taten eine Belohnung von Gott erwarten.

Und wenn ihr vor das Angesicht Gottes kommt, werden seine Engel für eure guten Taten zeugen. Und Gott sieht eure guten Taten in eurem Körper und euren Geistern geschrieben, und er freut sich von Herzen. Er segnet euren Körper und euren Geist und all eure Taten und gibt euch als Erbschaft die Erde und das Himmelreich, damit ihr in ihnen ein ewiges Leben haben werdet. Glücklich der, der das Reich Gottes betreten kann, denn er wird nie den Tod sehen.16

16 Das Evangelium der Essener: Buch 1 S. 30-34

Der Prophet lehrte die Dualität eines Menschen, der sowohl aus Materie, als auch aus Geist besteht, der ein Kind der Mutter Erde ist und das seines Himmelsvaters, und er ermahnte die Gesundheit des Körpers, die zur Gesundheit des Geistes führt, zu beachten. Aus diesem Grund wurde grundsätzlich alles, was auf die Ehrung der Erdenmutter und überhaupt auf alles Weibliche zurückzuführen war, in dem Plagiat des Neuen Testaments entfernt.

Hier die Version des Verlorenen Sohnes im Neuen Testament:

Er sprach aber: Ein Mensch hatte zwei Söhne; und der jüngere von ihnen sprach zu dem Vater: Vater, gib mir den Teil des Vermögens, der mir zufällt! Und er teilte ihnen die Habe. Und nach nicht vielen Tagen brachte der jüngere Sohn alles zusammen und reiste weg in ein fernes Land, und dort vergeudete er sein Vermögen, indem er verschwenderisch lebte. Als er aber alles verzehrt hatte, kam eine gewaltige Hungersnot über jenes Land, und er selbst fing an, Mangel zu leiden. Und er ging hin und hängte sich an einen der Bürger jenes Landes, der schickte ihn auf seine Äcker, Schweine zu hüten. Und er begehrte seinen Bauch zu füllen mit den Schoten vom Johannisbaum, die die Schweine fraßen; und niemand gab ihm.

Als er aber in sich ging, sprach er: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben Überfluss an Brot, ich aber komme hier um vor Hunger.

Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und will zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir, ich bin nicht mehr würdig, dein Sohn zu heißen! Mach mich wie einen deiner Tagelöhner! Und er machte sich auf und ging zu seinem Vater. Als er aber noch fern war, sah ihn sein Vater und wurde innerlich bewegt und lief hin und fiel ihm um seinen Hals und küsste ihn. Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir, ich bin nicht mehr würdig, dein Sohn zu heißen.

Der Vater aber sprach zu seinen Sklaven: Bringt schnell das beste Gewand heraus und zieht es ihm an und tut einen Ring an seine Hand und Sandalen an seine Füße; und bringt das gemästete Kalb her und schlachtet es, und lasst uns essen und fröhlich sein!

Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden, war verloren und ist gefunden worden. Und sie fingen an, fröhlich zu sein. Sein älterer Sohn aber war auf dem Feld; und als er kam und sich dem Haus näherte, hörte er Musik und Reigen.

Und er rief einen der Sklaven herbei und erkundigte sich, was das sei. Der aber sprach zu ihm: Dein Bruder ist gekommen, und dein Vater hat das gemästete Kalb geschlachtet, weil er ihn gesund wiedererhalten hat. Er aber wurde zornig und wollte nicht hinein gehen. Sein Vater aber ging hinaus und redete ihm zu.

Er aber antwortete und sprach zu dem Vater: Siehe, so viele Jahre diene ich dir, und niemals habe ich ein Gebot von dir übertreten; und mir hast du niemals ein Böckchen gegeben, dass ich mit meinen Freunden fröhlich gewesen wäre; Da aber dieser dein Sohn gekommen ist, der deine Habe mit Huren durchgebracht hat, hast du ihm das gemästete Kalb geschlachtet. Er aber sprach zu ihm: Kind, du bist allezeit bei mir, und alles, was mein ist, ist dein. Aber man musste ‚doch jetzt‘ fröhlich sein und sich freuen; denn dieser dein Bruder war tot und ist wieder lebendig geworden und verloren und ist gefunden worden.“ (Lk 15,1132)

Der Essener Täufer sprach nicht nur das Gebet „Vaterunser“, sondern auch das Gebet „Mutterunser“, das in der Verfälschung entfernt wurde.

Im Falle des Verlorenen Sohnes aus dem Essener Evangelium geht es in erste Linie um einen Menschen, der bei seinen Eltern lebt und Schulden macht, um seine Ausschweifungen zu finanzieren, die sein Vater dann auch irgendwann nicht mehr bezahlen will. Als er in die Hände seines Geldgebers fällt, weil er seine Schulden nicht mehr zahlen kann, wird er ins Gefängnis geworfen und muss schwer arbeiten, um seine Schulden zu begleichen. An einem freien Tag beschließt er seinen Vater um Entschuldigung zu bitten und verspricht in der Zukunft ein gehorsamer Sohn zu sein.

Sein Vater nimmt ihn wieder auf und bezahlt erneut ein letztes Mal die Schulden und der Sohn kümmert sich um den Hof. Als der Vater sieht, dass sein Hof in guten Händen ist, übergibt er den Hof seinem Sohn und macht ihn zu seinem Erben.

Erklärung des Gleichnisses:

Der Verlorene Sohn ist ein Gleichnis, das einen Menschen beschreibt, der mit seiner Gesundheit Schindluder treibt und schwer erkrankt. Er macht alles um seine Gesundheit neu zu erlangen, dafür wird er fasten und mit den Elementen der Mutter Erde in Einklang leben. Dieser Gehorsam führt dazu, dass der Mensch sich zum Sohn Gottes entwickelt. Damit ist die Beziehung zwischen Leib und Seele hergestellt.

„Im Verlorenen Sohn“ im NT wurden sowohl die Themen Gesundheit, als auch die Rückkehr zur Mutter unterschlagen. Im NT verspricht der Sohn nicht ein gehorsamer Sohn zu sein, sondern beteuert, dass er es nicht Wert ist, der Sohn seines Vaters zu sein, ein Umstand, der uns, durch das implizierte Unvermögen den Willen des Vaters zu erfüllen, zu der Gnade hinführt.

Auch das Erbe, das darauf hinweist, dass der Mensch durch Einhaltung des göttlichen Gesetzes, die Perfektion, die ihn zum Sohn Gottes macht, ist unterschlagen worden. Am Verlorenen Sohn können wir am besten erkennen, dass der Plagiator sich keinen Text aus dem Essener Evangelium entgehen lässt und stets bestrebt ist, die Texte zweckdienlich zu verändern und gleichmäßig in das Neue Testament zu verteilen.

Ein Umstand, der beweist, dass sämtliche Evangelien und Briefe des Neuen Testaments bis hin zu Offenbarung des Johannes, zur gleichen Zeit verfasst wurden.

Der Verlorene Sohn aus dem Essener-Evangelium geht über mehrere Seiten und setzt sich zusammen aus:

  1. Der Sohn führt ein liederliches Leben, sein Vater zahlt erst die Schulden und dann nicht mehr:
    → der Sohn achtet nicht auf seine Gesundheit und erschöpft seine natürliche Energie.
  2. Der Sohn kommt in die Fänge seines Kreditgebers, der ihn einsperrt und verklagt.
    → der Sohn erkrankt schwer.
  3. Der Sohn geht und Vater zurück und verspricht ein gehorsamer Sohn zu sein.
    → Der Mensch findet seine Gesundheit wieder.
  4. Der Vater sieht, dass der Sohn in der Lage ist, sein Geschäft zu übernehmen und macht ihn zum Erben.
    → das ist die Wandlung von der körperlichen Reinheit zur seelischen, die den Menschen, über die körperliche Reinheit zum Sohn Gottes macht.

Punkt 1 und 3 finden wir im Kapitel des „Verlorenen Sohns“ in Lukas.

Punkt 2 können wir in Matthäus im Kapitel „der undankbare Knecht“ nachlesen.

Dann trat Petrus zu ihm und sprach: Herr, wie oft soll ich meinem Bruder, der wider mich sündigt, vergeben?

{W. wie oft soll mein Bruder wider mich sündigen und ich ihm vergeben} bis siebenmal? Jesus spricht zu ihm: Nicht sage ich dir, bis siebenmal, sondern bis siebzigmal sieben.

Deswegen ist das Reich der Himmel einem Könige gleich geworden, der mit seinen Knechten {O. Sklaven; so auch nachher} abrechnen wollte.

Als er aber anfing abzurechnen, wurde einer zu ihm gebracht, der zehntausend Talente schuldete. Da derselbe aber nichts hatte zu bezahlen, befahl [sein] Herr, ihn und sein Weib und die Kinder und alles, was er hatte, zu verkaufen und zu bezahlen. Der Knecht nun fiel nieder, huldigte ihm und sprach: Herr, habe Geduld mit mir und ich will dir alles bezahlen. Der Herr jenes Knechtes aber, innerlich bewegt, gab ihn los und erließ ihm das Darlehn.

Jener Knecht aber ging hinaus und fand einen seiner Mitknechte, der ihm hundert Denare schuldig war. Und er ergriff und würgte ihn und sprach: Bezahle, wenn du etwas schuldig bist. Sein Mitknecht nun fiel nieder und bat ihn und sprach: Habe Geduld mit mir und ich will dir bezahlen. Er aber wollte nicht, sondern ging hin und warf ihn ins Gefängnis, bis er die Schuld bezahlt habe. Als aber seine Mitknechte sahen, was geschehen war, wurden sie sehr betrübt und gingen und berichteten ihrem Herrn alles, was geschehen war. Dann rief ihn sein Herr herzu und sprach zu ihm: Böser Knecht! jene ganze Schuld habe ich dir erlassen, dieweil du mich batest; solltest nicht auch du dich deines Mitknechtes erbarmt haben, wie auch ich mich deiner erbarmt habe? Und sein Herr wurde zornig und überlieferte ihn den Peinigern, bis er alles bezahlt habe, was er ihm schuldig war. Also wird auch mein himmlischer Vater euch tun, wenn ihr nicht ein jeder seinem Bruder von Herzen vergebet. (Mt 18,21-35)

Punkt 4 erkennen wir in Jesaja 53 unter dem Leidensknecht wieder.

Die Predigt des „Verlorenen Sohns“, wie der Essener Prophet sie vorträgt, scheint, zusammen mit der Taufe, die erste zentrale Botschaft an den Menschen zu sein, die über die Jahrtausende durch Überarbeitung und Fälschungen unkenntlich gemacht wurde.

b. Weitere Strategien des Verfälschers des Essener Evangeliums.

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Der Verfälscher pflegte Texte aus dem authentischen Evangelium gleichmäßig zu verteilen. Wer die Trilogie nicht gelesen hat und daher die Perfektion des Verfälschers nicht kennt, kann behaupten, dass Edmond Szekely das EE dahingehend verdreht hat. Aber dafür hätte er andere Evangelien, die teilweise authentische Predigten enthalten und nach demselben Prinzip im NT übernommen und verfälscht wurden, ebenfalls für seine vermeintliche Fälschung heranziehen müssen. Das Motiv der Römer, die Bruderschaft aufzuhalten und zu vernichten, erklärt, warum aus dem „Hohelied der Liebe“ aus dem Essener Evangelium, das der vermeintliche Paulus im NT, als sein Eigenes ausgibt, unter anderem der Plagiator ebenfalls die übergeordnete Rolle der Mutter Erde und des gereinigten Menschen unterschlägt, den der Täufer als Ebenbild der Liebe bezeichnet und die auf die Vollkommenheit hinweist.

Die Offenbarung des Johannes' ist ebenfalls ein Plagiat des Essener Evangeliums. Der Essener Täufer sagt in der Johannes Offenbarung bereits vor zweitausend Jahren die Umweltverschmutzung voraus. Der Mensch wird die Elemente, die der Essener als Engel bezeichnet, verunreinigen und zerstören, sodass diese Elemente sich gegen sie richten werden. Die sieben Engel, die Gott seinen Menschenkindern zur Verfügung gestellt hat, um sich das Paradies auf der Erde zu errichten, sind im Begriff vom Menschen zerstört zu werden.

Aber der Tag wird kommen, wenn der Menschensohn sein Gesicht von der Erdenmutter abwenden und sie betrügen wird und sogar seine Mutter und sein Geburtsrecht verleugnen wird. Dann wird er sie in die Sklaverei verkaufen, und ihr Fleisch wird zerrissen werden, ihr Blut vergiftet und ihr Atem erstickt; er wird das Feuer des Todes in alle Teile ihres Reiches bringen, und sein Hunger wird sie all ihrer Geschenke berauben und an ihrer Stelle eine Wüste zurücklassen. All dies wird er aus Unwissenheit des Gesetzes tun, und so wie ein Sterbender nicht seinen eigenen Gestank riechen kann, so wird der Menschensohn blind vor der Wahrheit sein. 17

17 Das Evangelium der Essener: „Der siebenfache Frieden“, S. 283.

„Heilig, heilig, heilig, Herr, allmächtiger Gott, der war und ist und kommen wird! Du bist es wert, o Gott, Ruhm und Ehre und Macht zu erhalten, denn du hast alle Dinge geschaffen. Und dann sah ich in der rechten Hand dessen, der auf dem Thron saß mit verhülltem Gesicht, ein Buch, in dem etwas geschrieben stand, versiegelt mit sieben Siegeln. Und ich sah einen Engel, der mit lauter Stimme ausrief:

»Wer ist wert, die Siegel zu lösen und dieses Buch zu öffnen?

Und kein Wesen im Himmel, noch auf Erden, noch unter der Erde war fähig, das Buch zu öffnen, noch hineinzuschauen.

Und ich weinte, weil das Buch sich nicht öffnen ließ und ich nicht lesen konnte, was drinnen geschrieben stand. Und einer der Ältesten sagte zu mir: »Weine nicht, strecke deine Hand aus und nimm das Buch, ja, dieses Buch mit den sieben Siegeln, und öffne es; denn es wurde für dich geschrieben, der du zugleich der Niedrigste der Niederen bist und der Höchste der Hohen.

Und ich streckte meine Hand aus und berührte das Buch. Und siehe, der Deckel hob sich, und meine Hände berührten die goldenen Seiten, und meine Augen erblickten das Geheimnis der sieben Siegel. Und ich schaute, und ich hörte die Stimme vieler Engel rund um den Thron. Und es waren Zehntausend mal Zehntausend an der Zahl, und Tausende über Tausende, die mit lauter Stimme riefen:

»Alle Herrlichkeit, Weisheit und Stärke und Macht für immer und ewig ihm, der das Geheimnis aller Geheimnisse enthüllt!« Und ich sah die wirbelnden Wolken goldenen Lichts eine feurige Brücke bilden, zwischen meinen Händen und den Händen der dreizehn Ältesten und den Füßen dessen, der auf dem Thron saß mit verhülltem Gesicht.

Und ich öffnete das erste Siegel.
Und ich sah und erblickte den Engel der Luft, und aus seinen Lippen strömte der Atem des Lebens.
Und er kniete über der Erde hin und gab dem Menschen den Hauch der Weisheit. Und der Mensch atmete ein.
Und als er wieder ausatmete, wurde der Himmel finster, und die süße Luft wurde faulig und stank, und Wolken bösen Rauches hingen dicht über der ganzen Erde; und ich wandte mein Gesicht ab in Scham.

Und ich öffnete das zweite Siegel.
Und ich sah und erblickte den Engel des Wassers, und aus seinen Lippen floß das Wasser des Lebens. Und er kniete über der Erde hin und gab dem Menschen einen Ozean der Liebe.
Und der Mensch ging hinein in die klaren und schimmernden Wasser, und als er das Wasser berührte, trübten sich die klaren Ströme und die kristallenen Wasser wurden Dunkel von Schlamm. Und die Fische lagen keuchend in der fauligen Schwärze, und alle Geschöpfe starben vor Durst; und ich wandte mein Gesicht ab in Scham.

Und ich öffnete das dritte Siegel.
Und ich sah und erblickte den Engel der Sonne, und aus seinen Lippen strömte das Licht des Lebens.

Und er kniete über der Erde hin und gab dem Menschen das Feuer mächtiger Kraft.
Und die Stärke der Sonne floß dem Menschen ins Herz;
Und er nahm die Kraft und machte damit eine falsche Sonne, und er breitete das Feuer der Zerstörung aus, das die Wälder verbrannte, die grünen Täler verwüstete und nur die verkohlten Gebeine seiner Brüder zurückließ; und ich wandte mein Gesicht ab in Scham.

Und ich öffnete das vierte Siegel.
Und ich sah und erblickte den Engel der Freude.
Und aus seinen Lippen floss die Musik des Lebens.
Und er kniete über der Erde hin und gab dem Menschen das Lied des Friedens, und Frieden und Freude durchströmten wie Musik die Seele des Menschen.
Er aber hörte nur schrillen Missklang von Kummer und Unzufriedenheit, und er hob sein Schwert auf und schlug die Hände der Friedensstifter ab, und er hob es noch einmal und schlug die Köpfe der Singenden ab; und ich wandte mein Gesicht ab in Scham.

Und ich öffnete das fünfte Siegel.
Und ich sah und erblickte den Engel des Lebens, und aus seinen Lippen floß der Heilige Bund zwischen Gott und dem Menschen. Und er kniete über der Erde hin
und gab dem Menschen die Gabe des Schöpfertums.
Und der Mensch machte sich eine Sichel aus Eisen in Gestalt einer Schlange, und die Ernte, die er einbrachte, waren Hunger und Tod; und ich wandte mein Gesicht ab in Scham.

Und ich öffnete das sechste Siegel.
Und ich sah und erblickte den Engel der Erde, und aus seinen Lippen floß der Strom ewigen Lebens hervor.
Und er kniete über der Erde hin und gab dem Menschen das Geheimnis der Ewigkeit.
Und er hieß ihn, die Augen zu öffnen und den geheimnisvollen Baum des Lebens im Meer der Ewigkeit zu schauen. Aber der Mensch hob seine Hand und riss sich die eigenen Augen aus und sagte, es gäbe keine Ewigkeit; und ich wandte mein Gesicht ab in Scham.

Und ich öffnete das siebte Siegel.
Und ich sah und erblickte den Engel der Erdenmutter; und er brachte mit sich vom Thron des Himmelsvaters eine Botschaft flammenden Lichts. Und diese Botschaft war allein für die Ohren des Menschen bestimmt, für ihn, der zwischen Erde und Himmel wandelt, und in die Ohren des Menschen wurde die Botschaft geflüstert; und er hörte sie nicht.
Aber ich wandte nicht mein Gesicht ab in Scham.

Siehe, ich streckte meine Hand aus zu den Schwingen des Engels, und ich sandte meine Stimme zum Himmel und sprach: Sag mir die Botschaft. Denn ich möchte die Frucht des Lebensbaumes essen, der im Meer der Ewigkeit wächst.
Und der Engel sah mich voll Trauer an, und im Himmel war Stille.
Und dann hörte ich eine Stimme, die wie die Stimme einer Trompete klang, sagen:

O Mensch, willst du das Böse sehen, das du hervorgebracht hast, als du dein Antlitz vom Thron Gottes abwandtest, und keinen Gebrauch machtest von den Gaben der sieben Engel der Erdenmutter und der sieben Engel des Himmelsvaters?

Und mich durchfuhr ein furchtbarer Schmerz, als ich die Seelen aller jener als meine empfand, die sich selbst blind gemacht hatten, so daß sie nur noch die Begierden ihres Fleisches kannten.

Und ich sah die sieben Engel, die vor Gott standen, und ihnen wurden sieben Trompeten gegeben. Und noch ein Engel kam und stand am Altar, in der Hand ein goldenes Weihrauchfaß.
Und man gab ihm eine Menge Räucherwerk das er, mit den Gebeten aller Engel, opfern sollte auf dem goldenen Altar, der vor dem Thron stand.

Und der Rauch des Weihrauchs stieg zu Gott empor aus des Engels Hand. Und der Engel nahm das Gefäß und füllte es mit dem Feuer des Altars und warf es auf die Erde hinaus; und dort gab es Geschrei und Donnergetöse und Blitze und Erdbeben. Und die sieben Engel mit den Trompeten setzten zum Blasen an.

Und der erste Engel blies.
Und es kamen Hagel und Feuer, vermischt mit Blut, die auf die Erde geworfen wurden; und die grünen Wälder und Bäume verbrannten, und alles grüne Gras wurde zu Asche.

Und der zweite Engel blies.
Und als er es tat, wurde ein großer, brennender Berg, in die See geworfen, und der Erde entquoll dampfendes Blut.

Und der dritte Engel blies.
Und es fiel ein großer Stern vom Himmel, der brannte wie eine Fackel Und die Wasser in den Brunnen wurden bitter.

Und der vierte Engel blies.
Und siehe, es gab ein großes Erdbeben, und die Sonne wurde schwarz wie härenes Sacktuch, und der Mond wurde zu Blut.

Und der fünfte Engel blies.
Und die Sterne des Himmels fielen auf die Erde herab, wie wenn ein Feigenbaum, von einem mächtigen Sturm geschüttelt, seine unreifen Früchte abwirft.'Und der sechste Engel blies.
Und der Himmel verschwand, wie wenn eine Schriftrolle sich zusammenrollt. Und auf der ganzen Erde war nicht ein Baum, weder Grashalm noch Blume. Und ich stand auf der Erde und meine Füße versanken im Boden, der weich von Blut war, soweit das Auge reichte. Und über der ganzen Erde war Stille.

Und der siebte Engel blies.
Und ich sah ein mächtiges Wesen vom Himmel kommen, mit einer Wolke bekleidet. Und auf seinem Haupt war ein Regenbogen, und sein Gesicht glich der Sonne, und seine Füße waren Säulen aus Feuer. Und er hatte ein offenes Buch in der Hand, und er stellte seinen rechten Fuß ins Meer und seinen linken Fuß auf die Erde. Und er rief mit lauter Stimme, die wunderbar anzuhören war: „Q Mensch, willst du diese Vision wahrwerden lassen? Und ich antwortete:
Du weißt, 0 Heiliger, dass ich alles tun würde, diese furchtbaren Dinge abzuwenden.
Und er sprach: »Der Mensch hat diese Mächte der Zerstörung geschaffen, er hat sie aus seinem eigenen Geist hervorgebracht.
Er hat sein Antlitz von den Engeln des Himmelsvaters und der Erdenmutter abgewandt, und er hat seine eigene Vernichtung bewirkt." Und ich sagte:
Dann gibt es keine Hoffnung, strahlender Engel?
Ein flammendes Licht entströmte seinem Fuß gleich seinen Händen, als er antwortete:
Es gibt immer Hoffnung, o du, für den Himmel und Erde geschaffen wurde.
Und dann hob der Engel, der auf dem Meer und der Erde stand, seine Hand zum Himmel empor und schwor bei ihm, der immer und ewig lebt, der den Himmel schuf und alle Dinge, die in ihm sind, und das Meer und alle Dinge darinnen, dass nicht mehr viel Zeit sei. Aber am Tage, wo der siebte Engel zu blasen beginne, solle das Gottesgeheimnis allen jenen enthüllt werden, die vom Baum des Lebens gegessen haben, der für immer im Meer der Ewigkeit steht. Und die Stimme sprach wieder und sagte: »Geh hin und nimm das Buch, das offen in der Hand des Engels liegt, der auf dem Meer und der Erde steht. « Und ich ging zum Engel und sprach zu ihm:
Gib mir das Buch, denn ich will vom Lebensbaum essen, der inmitten des ewigen Meeres steht.
Und der Engel gab mir das Buch. Und ich öffnete es und las darin, was immer gewesen war, was jetzt war und was sein würde.

Ich sah den Holocaust, der die Erde verschlingen würde,
und die große Zerstörung, die ihr ganzes Volk in einem Meer von Blut ertränken würde. Und ich sah auch des Menschen Unsterblichkeit und die grenzenlose Gnade des Allmächtigen.
Die Seelen der Menschen waren wie leere Buchseiten, immer bereit, dass ein neues Lied auf sie geschrieben werde.
Und ich hob meine Augen zu den sieben Engeln der Erdenmutter und zu den sieben Engeln des Himmelsvaters. Und ich fühlte meine Füße die heilige Stirn der Erdenmutter berühren und meine Finger die heiligen Füße des Himmelsvaters, und ich brachte eine Dankeshymne hervor:
Ich danke dir Himmlischer Vater, dass du mich zur Quelle fließender Ströme gebracht hast, zu einem lebendigen Springbrunnen in dürrem Land, der einen unendlichen Garten der Wunder bewässert, den Lebensbaum, das höchste Geheimnis, der unaufhörlich in ewigem Wachstum neue Zweige austreibt, die ihre Wurzeln in den aus ewiger Quelle fließenden Lebensstrom senken“.18

18 Das Evangelium der Essener: „Aus dem Essener Buch der Offenbarungen“, S. 129–138.

Die Zerstörung der Engel der Sonne führt zur Dürre, Hautkrebs, hohen Ozonwerten, dem Abnehmen der Ozonschicht. Die Zerstörung des Engels des Wassers führt zu Überschwemmungen, Tsunamis, dem Schmelzen der Pole. Die Zerstörung des Engels der Erde führt zu Erdbeben, Insektenplagen durch Überdüngung und Gift. Die Zerstörung des Engels der Luft führt zu Unwettern mit Stürmen. Die Zerstörung des Engels der Freude führt zur Traurigkeit, Depression, Lieblosigkeit. Und die Zerstörung des Engels des Lebens führt zum Tod.

Dieses Szenario spiegelt die Entwicklung der Stufe zwei des Verlorenen Sohnes auf kollektiver Ebene wider. Die zwei letzten Stufen stehen noch bevor. Diese Voraussage durfte nicht bekannt werden, denn es hätte die Pflege der Mutter Erde und die Gründung einer Bruderschaft impliziert und ausgelöst. Die sieben Engel der Erde hat der Plagiator mit den Engeln der sieben Paulusgemeinden ausgetauscht und hat den Rest der Offenbarung ebenfalls nach den Motiven, die wir kennen, umgestaltet.

Der Plagiator unterschlug nicht nur die übergeordnete Rolle der Erde und der Frau, sondern er dichtete auf beide einen göttlichen Fluch. Die Erde gilt als Irdisch. Die Frau gilt als diejenige, die das Verderben auf die Menschheit brachte, aufgrund der Geschichte von Eva, die den Apfel gegessen hat und deshalb dem Manne untergeordnet sei. Auf diese Weise wurde die Angelegenheit mit der Gleichberechtigung der Frau ebenfalls geregelt.

d. Unterschlagung des Vegetarismus und der Folgen des Fleischkonsums:

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Der Essener Täufer bezeichnete das Töten von Tieren als einen Verstoß gegen die göttliche Ordnung. Denn die Tiere seien unschuldig, wehrlos und bedürften unseres Schutzes. Er bezeichnete die Tiere als unsere Brüder und stellte deren Tötung mit der Tötung eines Menschen gleich, bezeichnete es also als Mord. Außerdem bezeichnete er den Verzehr von totem Fleisch als die größte Sünde, die ein Mensch gegen seinen Körper verübt; denn er würde auf diesem Weg den Tod in sich aufnehmen und mache seinen Körper zu einem Grab, was logisch klingt.

Im Essener-Evangelium bezeichnet der Täufer den Wurm und alle Parasiten, die in der Form eines Wurmes aus dem Täufling herausgezogen oder aus seinem Körper ausgeschwemmt werden, als Satan. Diese Bezeichnung Satans auf materieller Ebene, war ausschließlich auf die körperliche Erkrankung zurückzuführen und wiederum auf den Erhalt der Gesundheit.

Der Essener Täufer vergleicht den wieder geborenen Menschen, der seine ursprüngliche Reinheit neu erlangt hat mit Obst, in dem die Elemente Sonne, Wasser, Luft und Erde harmonisch zusammenspielen.

Daraus folgt: Wenn ein Mensch die göttlichen Regeln einhält und die Harmonie der Elemente in seinem Körper anstrebt und erfüllt, wie das bei Obst oder in einer Blume der Fall ist, dann ist er wiedergeboren. Er wird zu einer neuen Schöpfung und wird nicht sterben und auch nicht verwesen und nicht die Erde durch seinen Leichnam vergiften, indem er Opfer des Wurmes wird.

Er wird stattdessen heimgehen zu seinen Eltern und wie Obst kompostieren. Er wird sowohl materiell, als auch geistig zu seinen Eltern zurückkehren. Er wird zur Muttererde für den materiellen Körper, wo er zur fruchtbaren Erde wird, zurückkehren und zum Himmelsvater für den geistigen Teil, ähnlich, als ob aus dem Obst Alkohol (Spirit) entweicht: Das ist die Auferstehung. So lautet die Botschaft des Essener Täufers.

Opfer des Wurmes zu sein würde bedeuten das Opfer Satans zu sein.

Aus diesem Grund beschreibt der Täufer den „Sünder“ als denjenigen,

„...der sich äußerlich reinigt, aber innen unrein bleibt, er ist wie die Grabstätten, die außen ansehnlich gestrichen sind, aber innen voller grauenerregender Unsauberkeiten und Abscheulichkeiten stecken.“ 19

19 Das Evangelium der Essener: S. 20

Eine Anspielung auf die Verwesung mit dem Wurm Satan, die in der Lehre des Täufers, auf den materiellen Tod hinweist. Dieser führt zum seelischen Tod, da der Mensch die materielle Instanz nicht erfüllt hat.

Dieser Text aus dem EE greift der Plagiator auf und verändert seinen Sinn im NT, indem er ihn gegen die jüdische Obrigkeit richtet. Dies geschieht mit den Worten:

Wehe euch Pharisäern! denn ihr liebet den ersten Sitz in den Synagogen und die Begrüßungen auf den Märkten. Wehe euch! denn ihr seid wie die Grüfte, die verborgen sind, und die Menschen, die darüber wandeln, wissen es nicht“ Mt 23.27

Durch die neue Lehre des Essener Täufers über den Fleischkonsum ging der Verkauf von Fleisch und Fisch stark zurück, eine Situation, die die römische Wirtschaft schädigte. Deswegen bezeichnete der Plagiator die Jünger Jesu als Fischer, deren symbolischen Sinn er umkehrte und ihnen als reale Fischer den Fleischkonsum impliziert, denn Fisch ist auch Fleisch.

„Darum tötet jeder, der tötet, auch seinen Bruder, und von ihm wird sich die Muttererde abwenden und ihm ihre belebenden Brüste entziehen. Und er wird von ihren Engeln gemieden, und der Satan wird in seinen Körper einziehen. Und das Fleisch geschlachteter Tiere in seinem Körper wird sein eigenes Grab werden. Denn wahrlich ich sage euch, der der tötet, der tötet sich selbst, und wer vom Fleisch erschlagener Tiere isst, isst vom Körper des Todes.“

„So esst immer vom Tische Gottes; die Früchte der Bäume, das Korn und die Gräser des Feldes, die Milch des Viehs und den Honig der Bienen. Denn alles andere ist des Satans und führt auf dem Weg der Sünde und der Krankheiten hin zum Tod. Aber die Nahrung, die ihr von der Fülle des Tisches Gottes esst, gibt eurem Körper Stärke und Jugend, und ihr werdet keine Krankheiten kennen.“

„Denkt nicht, dass es ausreicht, wenn euch der Engel des Wassers nur äußerlich umarmt. Wahrlich, die innere Unreinheit ist um vieles größer als die äußerliche Unreinheit. Und derjenige, der sich äußerlich reinigt, aber innen unrein bleibt, ist wie die Grabstätten, die außen ansehnlich gestrichen sind, aber innen voller grauenerregender Unsauberkeiten und Abscheulichkeiten stecken.“20

20 Das Evangelium der Essener: S. 42

Der Fleischkonsum schien für die römische Wirtschaft so wichtig zu sein, dass der Plagiator die Notwendigkeit sah, die Unbedenklichkeit des Fleischessens gleich dreimal von jedem Evangelisten aus dem Mund des vermeintlichen Jesus aussprechen zu lassen. Es gelang ihm ein Meisterstück, indem er das obere Zitat umdrehte. Damit versicherte er, dass nicht was in den Menschen hineinkommt ihn unrein macht, sondern, das was aus seinem Herzen kommt, also seine Gedanken, seine Worte usw.

Mk 7,18-19 Und er spricht zu ihnen: Seid auch ihr so unverständig? Begreift ihr nicht, dass alles, was von außen in den Menschen hineingeht, ihn nicht verunreinigen kann? Denn es geht nicht in sein Herz hinein, sondern in den Bauch, und es geht heraus in den Abort. <Damit> erklärte er alle Speisen für rein.

e. Unterschlagung der wahren Bedeutung der Taufe:

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Die Essener Taufe bestand aus sieben Tagen Fasten mit täglichen Einläufen, aber auch aus einer täglichen Reinigung im Fluss. Der Essener Prophet hielt den Täufling an, für seine Genesung jeden Tag ins Wasser zu gehen und bei jedem Atemzug den Engel des Wassers mit den Händen in Bewegung zu bringen.

Leg deine Schuhe und Kleider ab und lass den Engel der Luft deinen Körper umarmen. Dann sollst du lange und tief atmen, damit der Engel der Luft in dich eindringen kann.

Tauch ein in den kühl dahinfließenden Fluß und lass den Engel des Wassers deinen Körper umarmen.

Wirf dich ganz in seine umfangenden Arme, und so oft dein Atem die Luft bewegt, lass deinen Körper auch das Wasser bewegen.

Du sollst den Engel der Sonne aufsuchen und dich seiner Umarmung hingeben, die mit heiligen Flammen dich reinigt. Dies alles entspricht dem heiligen Gesetz der Erdenmutter, die dir Leben gab. Wer in Frieden mit seinem Körper lebt, hat einen heiligen Tempel gebaut, in dem für immer der Geist Gottes wohnt.21

21 Ebenda: „Aus dem Essener Buch von Jesus“, „Der Siebenfache Frieden“, S. 99.

Weil für die Lüge der Gnade die Taufe ausschließlich ein symbolischer Akt sein durfte, pickte der Plagiator auch in diesem Fall Wörter aus der Predigt: ins Wasser steigen, Krankheit, Genesung, Wasser, Engel, Kranke, Bewegung des Engels des Wassers, und erdichtete eine fantastische Geschichte, die wir unter dem Namen:

„Der Kranke am Teich Bethesda“,

in dem einen kranken Mann seit 38 Jahren am Teich (also nicht an einer Quelle) sitzt und darauf wartet, dass jemand ihn in das Wasser trägt. Denn von Zeit zu Zeit würde ein Engel das Wasser bewegen und derjenige, der zuerst ins Wasser steigt, würde geheilt werden.

Nach diesem war ein Fest der Juden, und Jesus ging hinauf nach Jerusalem. Es ist aber in Jerusalem bei dem Schaftor ein Teich, der auf Hebräisch Bethesda zubenannt ist, welcher fünf Säulenhallen hat. In diesen lag eine Menge Kranker, Blinder, Lahmer, Dürrer, [die auf die Bewegung des Wassers warteten.

Denn zu gewissen Zeiten stieg ein Engel in den Teich herab und bewegte das Wasser. Wer nun nach der Bewegung des Wassers zuerst hineinstieg, ward gesund, mit welcher Krankheit irgend er behaftet war.] Es war aber ein gewisser Mensch daselbst, der achtunddreißig Jahre mit seiner Krankheit behaftet war. Als Jesus diesen daliegen sah und wusste, dass es schon lange Zeit also mit ihm war, spricht er zu ihm: Willst du gesund werden? Der Kranke antwortete ihm: Herr, ich habe keinen Menschen, daß er mich, wenn das Wasser bewegt worden ist, in den Teich werfe; indem ich aber komme, steigt ein anderer vor mir hinab.

Jesus spricht zu ihm: Stehe auf, nimm dein Bett auf und wandle! Und alsbald ward der Mensch gesund und nahm sein Bett auf und wandelte. Es war aber an jenem Tage Sabbat. Es sagten nun die Juden zu dem Geheilten: Es ist Sabbat, es ist dir nicht erlaubt, das Bett zu tragen. Er antwortete ihnen: Der mich gesund machte, der sagte zu mir: Nimm dein Bett auf und wandle.
[Da] fragten sie ihn: Wer ist der Mensch, der zu dir sagte: Nimm [dein Bett] auf und wandle?

Der Geheilte aber wusste nicht, wer es sei; denn Jesus war entwichen, weil eine Volksmenge an dem Orte war. Danach findet Jesus ihn im Tempel, und er sprach zu ihm: Siehe, du bist gesund geworden; sündige nicht mehr, auf dass dir nichts Ärgeres widerfahre. Der Mensch ging hin und verkündete den Juden, dass es Jesus sei, der ihn gesund gemacht habe. Und darum verfolgten die Juden Jesum [und suchten ihn zu töten], weil er dies am Sabbath getan hatte. (Joh 5,116)

Die Anhänger müssten sich von nun an an Wunder gewöhnen. Die Bruderschaft badete nie in Teichen, sondern in Flüssen und Quellen. Auch hier ist es dem Plagiator erneut gelungen, das jüdische Volk in schlechtes Licht zu stellen, denn, laut dieser Geschichte gab es 38 Jahre lang keinen Juden, der Mitleid mit dem armen Mann gehabt hat und ihm ins Wasser half.

f. Unterschlagung der metaphorischen Bedeutung der Begriffe:

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Wenn man die richtige Bedeutung der Begriffe aus dem Essener Evangelium richtig stellt, dann bekommen Szenarien in der Bibel, die diese Begriffe beinhalten, einen ganz anderen Sinn, wie z. B. Christus, Tempel, Satan, Taufe usw.

Der Plagiator entnimmt Texte aus der Essener Taufe und gib sie metaphorisch, verändert durch Synonyme oder wörtlich wieder, wie hier in der Offenbarung des Johannes.

Wir erkennen auch hier das Tauf-Szenario aus dem Essener Evangelium.

  • Fürchte nichts von dem, was du leiden wirst. {O. zu leiden im Begriff stehst} Siehe, der Teufel wird etliche von euch ins Gefängnis werfen, (Offb 2,10)

    > Satan hält die Menschen mit Begierden gefangen im Essener-Evangelium.

  •  Und nach den drei Tagen und einem halben kam der Geist {O. Odem} des Lebens aus Gott in sie, und sie standen auf ihren Füßen...(Offb 11,11)

    > im Essener Evangelium: Nach drei Tagen, als Satan aus dem Körper des Mannes herauskam, kam der Lebensgeist wieder und er stand auf.

  •  Und ich sah einen seiner Köpfe wie zum Tode geschlachtet. Und seine Todeswunde wurde geheilt, und die ganze Erde verwunderte sich über das Tier. (Offb 13,3).

    > Hier ist die Zertrümmerung des Kopfs Satans zu erkennen im EE.

    > Und die Menschen, die sich über diese Heilung wunderten im EE.

  •  ...und große Furcht fiel auf die, welche sie schauten. (Offb 11,11)

> Im EE fürchten sich die Zuschauer

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