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Sturm

aus AufEinWort, der freien Forschung

Sturm m.

  • ‘starker Wind, Aufruhr, Angriff’,
  • ahd. sturm (um 800),
  • mhd. sturm (md. auch storm) ‘Unruhe, Lärm, Kampf, Unwetter’,
  • asächs. mnd. mnl. nl. aengl. engl. schwed. storm,
  • anord. stormr
  • (germ. *sturma-)
  • kann mit Formen ohne anlautendes s- wie
    • aengl. þrymm ‘Menge, lärmende Schar’,
    • anord. þrymr ‘Lärm, Krachen’,
    • lat. turma ‘Schar, Schwadron, Schwarm’
  • verbunden und als m-Ableitung zu der unter Quirl (s. d.) angeführten Wurzel uig. *tu̯er-, *tur-, *tu̯ṛ-, *tru- ‘drehen, quirlen, wirbeln’ gestellt werden,
    • wozu auch das unter stören (s. d.) behandelte Verb gehört.
  • Ausgehend von einer Bedeutung ‘quirlende, lebhafte, wirbelnde Bewegung’,
    • steht das Substantiv in älterer Zeit häufig für ‘Kampf, Streit, kriegerischer Angriff’, z. B.
      • Sturm laufen ‘anrennen’ (17. Jh.),
      • älter den Sturm anlaufen (16. Jh.),
      • zum Sturm (‘Angriff’) antreten,
      • älter den Sturm antreten ‘angreifen’ (16. Jh.),
      • (zum) Sturm (‘Aufruhr’) schlagen (16. Jh.).
  • Vgl. Sturm und Drang literarische Strömung des 18. Jhs., sogenannte Geniezeit (19. Jh.), benannt nach einem Dramentitel von F. M. Klinger (1776) im Sinne von ‘innerer Aufruhr’.