Sturz
stur + z |
m. ‘Fall, das Fallen, das Umstülpen, das von oben Deckende’, ahd. (8. Jh.), mhd. sturz; vgl. Fenster-, Türsturz. Auch Sturz m., häufiger Sturze, Stürze f. ‘(Topf)deckel’ (14. Jh.). Sturzacker m.‘grob (mit „umgestürzten“ Schollen) gepflügter Acker’ (16. Jh.).
Aus dem Mittelhochdeutschen, von ahd. sturz, verwandt mit ahd. sturzen „schleudern, stürzen, auf den Kopf stellen“, mengl. sterten „plötzlich aufspringen, herausstürmen“, aus dem Altenglischen styrtan („aufspringen, starten“), aus dem uwger. *sturtijan „aufschrecken, bewegen, in Bewegung setzen“, vom uig. *(s)ter- („steif sein“). Verwandt mit afries. stirta „herunterfallen, taumeln“, mnl. sterten „stürmen, fallen, zusammenbrechen“ (nl. storten), ahd. sturzen „schleudern, stürzen, auf den Kopf stellen“ ( dt. stürzen), ahd. sterzan „steif sein, hervortreten“. Weitere Hinweise unter engl. stare.