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Sylphe

aus AufEinWort, der freien Forschung

sylph + -e | auch Sylvani sind mythische Naturgeister, die dem Element Luft der vier Elemente Lehre zugeordnet sind, so wie Undinen Wassergeister sind. Der Salamander ist wiederum dem Feuer zugeordnet und die Zwerge oder Gnome der Erde. Sylphen sind daher ein Beispiel für die Spiritualisierung von Materie. Sie haben einen filigranen, feinen menschenähnlichen Körper und sind in der Lage, sich fortzupflanzen. Im Gegensatz zum Menschen sind sie jedoch seelenlos,

Ein bekannter Sylphe ist Ariel. Prospero and Ariel, Ölgemälde von William Hamilton (1797). Abgebildet sind zwei Charaktere aus ShakespearesTragikomödie Der Sturm.

Wortherkunft Paracelsus lat. sylphes, lat. sylvestris “vom Walde” oder grie. sílphē, sérphos "kleines geflügeltes Insekt" und  nympha “nymph, Braut, yunge Frau, Geliebte, Insektenpuppe”, so daß Paracelsus auf Wandlung, Vergeistigung hindeutet mag;

Paracelsus (1493–1541) gilt als literarischer Schöpfer der Sylphen. Er hat sich bei der Beschreibung der Naturgeister wohl an den Unterwesen der Kabbala orientiert.

Grimmelshausen ließ seinen Simplicissimus von Sylphen in den Mummelsee entführen und zum Mittelpunkt der Erde tauchen; hier scheinen Sylphen eher als Wassergeister aufgefasst zu werden.

In Goethes Faust ruft Faust die Elementargeister an. Auch die Sylphen sind dabei vertreten (u. a. Kapitel 6, Studierzimmer 1, 1275).