Zum Inhalt springen

TDPC/Efg/n. 25

aus AufEinWort, der freien Forschung

▷n. 25 Zum aenigma gehört die Durchdringung des Sinn- lichen zum Sinnbildlichen (die Anwendung des possest auf ein Benanntes, If.) und der daraus entspringende Sprung hin zum Allmächtigen ( 7 - 9 ) . Dieser Sprung ist beschreib- bar als ein Absehen vom jetzigen Sehen; dies ist die letzte Form von bestimmter Abstraktion. Es ist keine Abstraktion im Sinne der via negativa, sondern ein Doppeltes: das Einzeichnen des Unsichtbaren in das Sichtbare, die phänomenologische Auslegung des Sinnlichen und auf diesem Hintergrund ein Sehen des Absehens. Sowohl die Anwendung des possest als auch die Bewegung des Absehens wird vom Kardinal »aenigmatisch« genannt, letztere aenigmatisch im weiteren Sinne (8: aliqualiter). - Vergleichen wir Z. 12ff. mit n. 5 , 4 - 6 , so sehen wir, daß der Ausgangspunkt des Schlusses »Alles was ist, kann sein« nun völlig verlassen ist, und zwar im Zuge der Entfaltung, in der das posse über das Sein die Dominanz gewann. So ist hier jetztdas »poss- est absolute consideratum« (7) die Möglichkeit oder Macht, welche ins Sein führt, so daß nicht mehr der Satz gilt »Was ist, ist wenigstens möglich«, sondern »Was alle Möglichkeit hat (omnipotens), kann auch das Nichtsein ins Sein führen«. Weil aus dem Nichtsein etwas werden kann, ist das Nichtsein im posse, in der Möglichkeit, die ist, aufgehoben (complicatur, 16) so daß dem ersten Satz jetzt entgegenzusetzen wäre: »Was nicht ist, kann sein.« Von der Schöpfermacht Gottes her gibt es ein »potest« vor dem non-esse (17).