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TDPC/Efg/n. 31

aus AufEinWort, der freien Forschung

▷n. 31 Die Frage des Anfangs wird vom jetzt erreichten Standpunkt aus noch einmal gestellt (5f.). Die Gedankenverbindung zum Vorhergehenden ist folgende: Die Welt in Gott ist ihr creari posse, ihr fieri posse. Wende ich dies auf das Erkennen an, dann sehe ich, unser intellectus ist ein Gesehenwerdenkönnen, denn im aenigma wird Gott an etwas gesehen. Würde Gott an ihm selbst gesehen, so wäre unser Sehen mit seinem Sehen identisch. Z. 7–9 geben der Parallelität von posse fieri und posse videri Ausdruck: beide sind Nichtsein, passives posse und müssen zur Wirklichkeit gebracht werden. Und nun führt der Kardinal den mediator ein, Christus, dessen zentrale Stellung für Cusanus hier ganz deutlich wird. Christus ist mehr als ein aenigma, das an sich Gott zeigt. Christus zeigt in sich den Vater (12), d. h. theologisch: er ist kein Geschöpf, sondern der Sohn. Im aenigma wird Gott gesehen; Christus zeigt Gott, er läßt ihn sehen.