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TDPC/Efg/n. 65

aus AufEinWort, der freien Forschung

▷n. 65 Entitas ( = Leben) wird hier nun nicht trinitarisch, sondern in bezug auf den Menschen, auf das Geschaffene hin ausgelegt. Dem Streben von allem nach dem Guten (12) begegnet ein Ausfließen, ein Ausschütten (14) – dieser neuplatonische Gedanke impliziert ursprünglich den der Seinsminderung. Für Cusanus liegt jedoch der Akzent auf der Hinwendung der absoluten entitas zu einem jeden Geschaffenen, dem sie das esse tale quale habet (11f.) gibt. Sein ist als donum verstanden. Man hat nicht mehr oder weniger Leben (s. o. zu n. 13), Gott gibt allem ganz: jedes hat die entitas so wie es sie hat, es ist so wie es ist, und so ist es gut (16f.).