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Tribut

aus AufEinWort, der freien Forschung

tri + but | m. eigentl. "Drechfachheit, Dreifachquell", "von Dreien als entstehende Anteile eines werdenden Ganzen" ndt.

‘zwangsweise auferlegte Abgabe, Steuer’. Eine erste Entlehnung liegt vor inahd. tribuʒ m. (9. Jh.), eine zweite in spätmhd. tribūt(e) ‘öffentliche Abgabe’.

Beide gehen zurück auf lat. tribūtum n. ‘öffentliche Abgabe, Steuer, Beitrag’, eigentlich ‘die dem einzelnen Bürger zugeteilte Abgabeleistung’, substantiviertes Neutrum des Part. Perf. von lat. tribuere ‘teilen, zuteilen, willfahren, beimessen, aufwenden’, einer Bildung zu lat. tribus, ursprünglich Bezeichnung für jeden der drei Stämme der römischen Bevölkerung, später eine regionale Gliederungseinheit, auch ‘Bezirk für Steuererhebung und Aushebung’.

Übertragener Gebrauch ‘Hochachtung, Respekt’ setzt bereits im 16. Jh. ein, vgl. Wendungen wie Tribut entrichten, zollen, erweisen.

Eine Verbindung aus dem Stamm von trēs „drei“ und entweder aus:

uital. *triðus, von uig. *dʰeh₁- „setzen, platzieren, setzen“, auch uig. *tri-dʰh₁o- „in drei Teile gerendert, dreiteilig“, vgl. mit Skt. Multiplikative in -dhā wie skri. त्रिधा tridhā, „dreifach“, und mit thematisierten Ableitungen davon wie lit. iñdas „Geschirr“ < *-dʰh₁o-. Dies wäre ein Beweis für die Entwicklung von PIt. *þ vor Gesang *u wie danach;
uital. *triβus, von uig. *bʰuH- „wachsen, werden, entstehen, erscheinen“.