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Vergleich Kategorisierung und Klassifizierung

aus AufEinWort, der freien Forschung

Auszug Kategorisierung (Kognitionswissenschaft)

Die Bezeichnungen Kategorisierung und Klassifizierung werden häufig in gleicher Bedeutung benutzt – Klassifizierungsteht jedoch im engeren Sinne eher für die bewusst geplante Ordnung von Wissen im Rahmen einer konkreten Betrachtung nach objektivierbaren, einheitlichen Kriterien (häufig in Mathematik, Naturwissenschaft und Technik).[1] Demgegenüber bezeichnet Kategorisierung eher den unbewussten, intuitiven oder tradierten Vorgang der Klassenbildungfür beliebige Objekte oder Ereignisse der alltäglichen Wahrnehmung (siehe auch Mustererkennung). Diese universelle Fähigkeit wird in Philosophie, Psychologie, Ethnologie und anderen anthropologischen Wissenschaften als wesentliche Grundlage der menschlichen Kulturentwicklung betrachtet.[2][3][4]

Im Gegensatz zu wissenschaftlichen Klassen sind Alltagskategorien voller Ausnahmen: So müssen nicht alle Merkmale zutreffen, die eine Kategorie bestimmen, sondern nur eine hinreichend große Zahl (etwa: Strauße und Nandus können nicht fliegen, dennoch ordnen auch Kinder sie spontan den Vögeln zu).

Ein anschauliches Beispiel für den gezielten Einsatz der Kategorisierungsfähigkeit ist die Organisationsmethode des Mindmappings („Gedanken-Landkarte“).

Einzelnachweise

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  1. ↑ Hans Uszkoreit, Brigitte Jörg: Informationswissenschaft und Informationssysteme. Vorlesungsskript, Fachrichtung Allgemeine Linguistik, Universität des Saarlandes (PDF auf uni-saarland.de).
  2. ↑ Roland Posner: Kultur als Zeichensystem: Zur semiotischen Explikation kulturwissenschaftlicher Grundbegriffe. In: Aleida Assmann, Dietrich Harth (Hrsg.): Kultur als Lebenswelt und Monument. Fischer, Frankfurt am Main 1991, S. 37–74.
  3. ↑ Stephan Bühnen: Kultur und Kulturen. In: Ulrich Veit, Tobias L. Kienlin, Christoph Kümmel (Hrsg.): Spuren und Botschaften. Waxmann, Münster 2003, ISBN 3-8309-1229-3, S. 494–497.
  4. ↑ Johannes Dölling: Semantik und Pragmatik. Vorlesungsskript. Institut für Linguistik, Universität Leipzig (PDF auf uni-leipzig.de).