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Vermöglichkeit

aus AufEinWort, der freien Forschung

Der wissenschaftliche Begriff Vermöglichkeit stammt primär aus der Philosophie, insbesondere der Phänomenologie Edmund Husserls, und der Ontologie (der Lehre vom Sein). Er beschreibt das aktive, dynamische Können oder den Spielraum von Handlungs- und Erfahrungsmöglichkeiten, der einem Subjekt offensteht. [1, 2, 3]

Im Gegensatz zu einer bloß theoretischen oder leeren Möglichkeit ist Vermöglichkeit ein positives, handelndes „Ich kann“. [1]

Die wichtigsten Kernpunkte des Begriffs sind:

  • Aktives Vermögen: Es ist kein passives Vermögen, sondern ein dynamischer Zustand, der sich ständig aktualisiert und jederzeit in konkrete Handlungen übergehen kann. [1]
  • System des „Ich kann“: In der phänomenologischen Sichtweise wird das menschliche Bewusstsein als ein strukturiertes Netzwerk solcher Vermöglichkeiten verstanden. [1]
  • Horizont: Jeder unserer Erfahrungen liegt ein „Horizont“ zugrunde – ein Spielraum von weiteren Wahrnehmungs- und Handlungsmöglichkeiten, der die Vermöglichkeit des Menschen ausmacht. [1]
  • Abgrenzung: Während die klassische Ontologie oft zwischen reiner Möglichkeit und tatsächlicher Wirklichkeit unterscheidet, rückt die Vermöglichkeit das aktive Potenzial des Bewusstseins in den Mittelpunkt