Werk:AI mit Arnie/Charttechnik verwenden? Time in the Market & DCA
Wir haben also damit gestartet, erstmal unser Portfolio zu erstellen bzw. uns unser Portfolio auszudenken. Wir haben uns entschieden für 70 % MSCI All Country World. Danach haben wir noch ein paar Aktien beigemischt und eine Kleinigkeit von Kryptowährungen.
Als Nächstes haben wir natürlich das Demokonto angelegt, damit du das Ganze testen kannst.
Und danach sind wir tatsächlich in eine Kryptobörse reingegangen, und du hast auch gesehen, wie man mit echtem Geld umgeht. Natürlich funktioniert dein ganz, ganz normaler Broker exakt gleich. Das heißt, auch hier kannst du natürlich mit echtem Geld einkaufen. Du musst Geld hinschicken, und du kannst ganz, ganz genauso Limit- und Market-Orders aufgeben, wie ich es dir gezeigt habe. Also, du hast gesehen, es funktioniert komplett gleich. Beim normalen Broker, da musst du hier tatsächlich nicht danach deine Aktien weiterschicken an sonst was. Das heißt, du kannst deine Aktien natürlich bei deinem Broker liegen lassen.
Und hier ist es auch wichtig zu sagen, dass das dann Sondervermögen ist. Das heißt, du bist hier komplett geschützt, auch wenn dein Unternehmer, z. B. Degiro, Flatex, Scalable oder sonst wer, wenn die Pleite gehen, dann ist dein Geld eben nicht weg. Und zwar nicht nur bis 100.000 €, sondern dein Geld bzw. deine Anteile an verschiedenen Unternehmen, die bleiben dir immer erhalten.
Und nun fragst du dich vielleicht: Warum habe ich hier jetzt nicht auf die Charttechnik Rücksicht genommen beim Erstellen dieses Portfolios? Das werde ich dir sagen: Ich bin der Meinung, wenn man bis jetzt noch nichts in den Markt investiert hat, sollte man einfach mal anfangen.
Der alte Spruch „Time in the Market beats Timing the Market“ – der ist meistens wirklich wahr. Und gerade, wenn man anfängt zu investieren, dann sollte man das machen. Was macht man, sobald man das erste Geld investiert hat? Ab da kannst du natürlich auf Charttechnik ein klein wenig achten, aber du kannst auch das sogenannte Dollar-Cost-Averaging machen.
Und was ist das Dollar-Cost-Averaging? Das bedeutet einfach, dass du jeden Monat das Gleiche einzahlst, und zwar in Aktien, in ETFs, in Krypto – eben genauso, wie du es dir ausgedacht hast. Du kannst dir natürlich auch einen kleinen Sparplan anlegen. Lass uns einfach mal einen kleinen Blick hier werfen auf ein paar Charts, und danach zeige ich dir einen richtig, richtig coolen Artikel, der dich vielleicht auch noch mal kurz darüber nachdenken lässt, ob du nicht einfach sofort starten solltest zu investieren.
Das hier ist natürlich der S&P 500, und zwar im Wochenchart. Und dir fällt vielleicht etwas auf: Langfristig geht das Ding einfach nach oben. Unsere größte Position ist natürlich 70 % in den MSCI All Country World. Und diese 70 % vom MSCI All Country World – das ist ein breites ETF, das ähnlich performt wie der S&P 500. Dementsprechend ist es wichtig, dass du das hier siehst.
Würdest du immer auf den perfekten Einstiegspunkt warten, du würdest wahrscheinlich niemals in den Markt kommen. Ja, es gibt immer wieder mal Dips. Starten wir einfach mal hier ab 2008. Ich denke, das ist eine lange Zeit. Der S&P wäre gestiegen, gestiegen, gestiegen, ein wenig gedippt, gestiegen, ein wenig gedippt, gestiegen, gestiegen… Du siehst: Der generelle Trend, der ist einfach aufwärts. Das heißt, wartest du hier tatsächlich viel zu lange, dann kommst du nie rein. Ich bin ein richtig, richtig großer Freund davon, dass, sobald du dich dafür entscheidest, anzufangen zu investieren, du einfach mal reingehst – egal, ob hier, ob hier, ob hier oder meinetwegen schaffst du es genau am Boden hier. Also, einfach starten, sobald du das Geld zur Verfügung hast. Denn sonst startet man nie. Du wartest an den Seitenlinien – und zwar für immer.
Hättest du dir z. B. gedacht, hier nach Corona: „Oh je, der S&P 500 ist nah an einem All-Time-High, ich sollte wohl besser nicht investieren“ – was wäre passiert? Ein neues All-Time-High wäre gekommen, und ein neues, und ein neues, und ein neues, und ein neues, und ein neues. Du hättest das ganze Upside verpasst. Und du würdest vielleicht sagen: „Aber hey, sieh doch mal, der S&P ist doch wieder eingebrochen.“ Was hättest du danach gemacht? Du hättest wohl gewartet und gewartet und gewartet. Wahrscheinlich hättest du hier unten irgendwo sogar Angst bekommen, und du hättest wieder nicht gekauft und hättest zusehen müssen, wie der S&P 500 weitersteigt.
Ja, Charttechnik funktioniert. Ja, du hättest auch hier wirklich oft warten können, bis der S&P 500 sich dieser Linie annähert. Jedoch ist es bei Weitem nicht sicher, dass du jemals in den Markt reinkommst, wenn du nie wartest.
Sieh dir mal an: Dieses alte All-Time-High, das hier herausgenommen wurde – so tief stand der Markt danach tatsächlich nie mehr. Das heißt, hättest du dir hier gedacht: „Wir sind jetzt nah an einem All-Time-High. Ich warte natürlich, bis der S&P 500 bis hier zurückläuft“ – dann hättest du bis ganz hier oben warten müssen. Und hier gehen einfach mal kurz Jahre vorbei. Am Ende, wenn du es tatsächlich schaffen würdest, am tiefsten Punkt zu kaufen, hättest du immer noch mehr dafür bezahlt, als wenn du sofort reingegangen wärst.
Wie sieht das Ganze jetzt aus? Ich kann natürlich nicht in die Zukunft blicken. Aktuell sind wir sehr hoch beim S&P 500. Auch das RSI hier unten ist sehr hoch. Das heißt, es kann natürlich passieren, dass wir nach unten kommen. Ich kann natürlich nicht in die Zukunft blicken. Was ich jedoch sagen kann, ist: Wenn du nicht jetzt startest, dann ist die Chance recht groß, dass du niemals startest. Also schmeiß erstmal ein klein wenig Geld in ein solches ETF. Und bei Einzelaktien kannst du natürlich etwas mehr darauf achten.
Wir haben natürlich auch Bitcoin gekauft. Gehen wir mal kurz bei Bitcoin auf den wöchentlichen Chart. Ich muss dazu sagen: Mir gefällt der wöchentliche Chart immer noch. Ja, wir sind stark überkauft, sagt uns das RSI. Ja, wir sind komplett steil gegangen hier, aber wir haben immer noch diesen Widerstand hier zu Support gemacht. Das heißt, wir sind über den 70.000. Ich würde einfach – wo du einsteigen willst – überall einsteigen. Und auch wenn der Preis nach unten dippt: Du kannst dich natürlich immer noch an die Charttechnik halten, wieder aussteigen und vieles, vieles mehr. Ich will dir aber noch diesen Artikel zeigen, bevor du das machst. Ja, Charttechnik funktioniert. Aber was auch funktioniert, ist das Dollar-Cost-Averaging.
Hier gibt es einen riesen riesengroßen Artikel, der ist sehr gut. Der ist von Nick McGill und er erklärt dir anhand von einem sehr, sehr langen Artikel, dass es einfach Sinn macht, monatlich ein klein wenig zu investieren. Das heißt, du kannst erstmal starten zu investieren und danach jeden Monat ein klein wenig dazu schießen. Hier zeigt er dir im Übrigen die ganzen neuen All-Time-Highs vom S&P 500. Und er will dir einfach nur sagen, dass es davon ganz schön viele gibt. Scrollen wir etwas runter, dann siehst du auch hier „All-Time-High and Dips“. Dips nennt er hier einfach nur die Einbrüche vom Markt. Er markiert hier beides. Du siehst: Es gibt mehr All-Time-Highs als Dips. Natürlich, ja, das hier wäre ein langer Dip gewesen. Aber dennoch: Sieht man sich die gesamte Performance an, dann würde man wirklich ewig warten, bis man hier reinkommt. Hier vergleicht er die „Buy-the-Dip“-Strategie, das heißt, das Kaufen genau am Tiefpunkt, mit dem Dollar-Cost-Averaging. Das heißt einfach jeden Monat kaufen. Und du siehst, dass das Dollar-Cost-Averaging tatsächlich nicht viel schlechter dasteht.
Und jetzt frag dich einfach mal, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass du es schaffst, jeden einzelnen Dip perfekt am Boden zu kaufen. Die Wahrscheinlichkeit ist gar nicht so groß.
Er zeigt hier wirklich viele, viele verschiedene Grafiken. Du kannst dir die Dinge natürlich genauer ansehen. Aber er zeigt einfach, dass es sogar Abschnitte gibt, wo „Buy the Dip“ schlechter wäre als das Dollar-Cost-Averaging. Das heißt, es kommt natürlich ein klein wenig drauf an. Aber man macht auf alle Fälle nichts falsch, wenn man hier startet.
Wenn man niemals startet, wird man natürlich niemals am Hochpunkt kaufen und auch nichts verlieren. Aber du kannst halt auch niemals das Upside bekommen. Wenn du nicht relativ bald startest zu investieren, wirst du es wahrscheinlich nie machen. Du wirst für ewig auf den richtigen Zeitpunkt warten. Und vielleicht steigen die Dinge halt einfach ewig weiter.
Also gerade, wenn es um ETFs geht: Starte einfach sofort. Starte jetzt. Mach dir danach das Dollar-Cost-Averaging zugute. Du hast ja gesehen, du kannst einfach mal einsteigen mit einem bestimmten Betrag. Und danach überlegst du dir: vielleicht will ich ja jeden Monat, meinetwegen, 50 € oder 100 € nachschießen in ein solches ETF? Und du machst eben genau dieses Dollar-Cost-Averaging. Time in the Market beats Timing the Market. Das Dollar-Cost-Averaging kannst du am besten natürlich mit deinem Sparplan machen. Du weißt ja natürlich, wie du dir einen Sparplan einrichten kannst. Klick ganz einfach bei dem entsprechenden Produkt „Sparplan einrichten“. Bei Scalable funktioniert es, bei der Comdirect funktioniert es – es funktioniert überall natürlich gleich. Das ist hier wirklich wichtig. Das sollte ich loswerden.
Das heißt, dieses sogenannte passive Investieren, das funktioniert sehr gut. Man muss sich wirklich relativ wenig Gedanken machen. Und wenn du Aktien aussuchst, also Einzelaktien oder Kryptowährungen, dann könnte es natürlich Sinn machen, hier auch ein klein wenig auf die Charts zu achten. Wenn du z. B. eine Aktie hast, die in einem richtig, richtig starken Abwärtstrend ist und immer wieder neue Tiefs macht, dann kannst du natürlich warten, bis sie ganz einfach den Trend umkehrt. Das hast du jetzt über den Kurs schon einige Male gelernt.
Aber mein größtes Ziel ist natürlich, dass du auch startest. Denn wenn du nicht startest, wirst du niemals investieren. Und niemals investieren ist der sichere Weg, um langfristig Geld zu verlieren, da die Inflation natürlich immer gegen dich läuft.
Ich wollte das unbedingt loswerden. Deshalb habe ich hier in diesem Abschnitt bis jetzt nicht über die Charttechnik gesprochen. Ja, wenn du schon länger investierst, dann halte dich an die Charttechnik. Dann weißt du bereits, was du machst. Es ging mir hier aber vor allem darum, dass die Leute, die bis jetzt noch nichts investiert haben, unbedingt anfangen sollen zu investieren. Und natürlich werde ich im nächsten Video noch kurz erläutern, wenn man noch nicht gestartet hat, womit man hier ganz genau starten sollte. Musst du wirklich sofort 10.000 € in den Markt schmeißen? Nein. Es geht einfach nur darum, ein klein wenig Geld reinzubringen. Also, im nächsten Video will ich noch mal ganz, ganz kurz erzählen, wenn jemand überhaupt noch nicht gestartet hat, wie er hier tatsächlich starten kann, ohne dass er Angst hat. Wir sehen uns im nächsten Video.