Werk:AI mit Arnie/Online-Coaching
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Ich will kurz über Online-Coaching sprechen. Online-Coaching ist eine Branche, ist eine Nische, in der sehr viele Leute tätig sind. Online-Coaching hat generell auch einen etwas schlechten Ruf. Online-Coaching hat wahrscheinlich einen schlechten Ruf, weil viele Leute coachen, die vielleicht nicht die Allerbesten darin sind.
Ich meine, man kann halt sofort starten. Man muss weder gut erklären können, noch muss man ein Thema gut verstehen. Man muss einfach nur jemanden dazu bringen, in einen Call reinzukommen. Ja, die Einstiegshürden sind tief, aber das ist natürlich auch gleichzeitig ein Vorteil, wenn man starten will.
Das generelle Grundkonzept ist von mir: Wenn du noch niemals jemanden gecoacht hast, etwas zu machen, und du weißt noch nicht genau, ob du gut genug darin bist, dann solltest du das gratis machen. Im Online-Coaching kann man generell auch alles coachen. Du kannst natürlich KI coachen. Will zum Beispiel jemand lernen, wie man MidJourney verwendet, dann kannst du ihm das in einem Online-Coaching absolut beibringen, wenn du MidJourney verstehst. Du solltest MidJourney jetzt verstehen. Wenn du jemandem beibringen willst, wie man ChatGPT standardmäßig verwendet, dann kannst du ihm das natürlich auch beibringen.
Aber bitte biete niemals Online-Coaching an für Dinge, die du nicht verstehst. Beispiel: Jemand sagt, hey, ich habe eine Webseite in HTML geschrieben. Ich würde gerne einen Chatbot darin einbauen, aber ich will XY-Tool verwenden. Der Chatbot soll XYZ können. Und du bist dir nicht sicher, ob du das kannst?
Wenn du dir nicht sicher bist, dann bitte sei ehrlich. Sag zu ihm: „Hey, ich habe das noch nie gemacht. Ich könnte dir eventuell helfen. Wir machen das vielleicht für die Hälfte des Preises. Ich mache das gratis, damit auch ich lernen kann.“
Also versuch nicht, absolut horrende Summen zu verlangen für Dinge, die du nicht kannst. Wenn jemand sagt, das ist kein Problem, wir machen das für die Hälfte des Preises – hey, das ist kein Problem, ich bezahle auch den ganzen Preis – dann alles gut.
Aber sag einfach nicht: „Ich bin Experte in diesem Bereich, ich zeig dir, wie das funktioniert, komm in einen Call“, und liefer dann nicht. Genau das ist das Ding, das deine Brand zerstören wird.
Also, wenn du ein Online-Coaching machst, dann bitte zu Themen, wo du dich zumindest halbwegs gut auskennst. Und das Ganze sollte klappen.
Jetzt fragen sich die meisten: Worum kann ich coachen? Du kannst alle KI-Tools coachen, da gibt es sehr viel Nachfrage. Aber generell kannst du halt coachen, was du willst.
Die größten Coaches sind eigentlich meistens diese Lifestyle-Coaches, die dir sagen, wie du leben solltest. Ich will hier niemanden verurteilen, einige machen das erfolgreich, einige sind wahrscheinlich auch gut darin. Ich sehe darin oft Hokuspokus und Leute, die schnelles Geld verdienen wollen, die selbst nicht viel gelernt haben – vom klassischen Wissen, sage ich mal – und die dir einfach nur sagen wollen, wie du leben sollst.
Hier gibt es weder ein richtig noch ein falsch. Also kann man auch nicht wirklich viel richtig oder falsch machen. Natürlich, wenn hier jemand tiefe Insights hat – ich kann mich auch gerne vom Gegenteil überzeugen lassen. Aber wenn jemand darin gut ist, kann er auch das machen.
Wie könnte man aber Coaching anbieten? Es gibt viele Möglichkeiten, wie du das aufsetzen kannst, und das ist einfacher, als du denkst. Eine Möglichkeit ist natürlich: Du baust dir eine kleine Webseite. Wenn du eine Webseite bauen willst – es gibt unendlich viele Drag-and-Drop-Tools, wo es einfach ist, eine Webseite zu bauen.
Du kannst auf Elementor eine Webseite bauen, Elementor baut auf WordPress auf. Und damit kannst du dir im Nullkommanichts eine sehr einfache Webseite machen mit einem Drag-and-Drop-Tool. Andere verwenden gerne Squarespace oder zum Beispiel Wix. Es gibt Hosting auch. Also, es gibt unendlich viele solcher Drag-and-Drop-Tools, wo du dir schnell Webseiten zusammenbasteln kannst.
Du kannst die Webseite auch selbst schreiben in HTML, zum Beispiel. Oder aber du kannst dir mit ChatGPT eine Webseite schreiben. Funktioniert ja auch einfach. „Schreibe eine Landing Page, pinker Hintergrund, sie soll mein Coaching anbieten mit Testimonials.“ Natürlich fälscht man Testimonials nicht. Also, das Ganze ist jetzt nur ein Beispiel. Mit Testimonials: „Ich coache LLMs und Diffusion. Mach die Webseite hübsch. Ich biete 30 Minuten-, 60 Minuten- und 120 Minuten-Calls an. Preis: 30 Minuten kosten meinetwegen 80 Euro, 60 Minuten kosten dann 140 Euro – etwas günstiger – und die 120 kosten meinetwegen 240 Euro.“ So könnte man natürlich auch schon sofort eine kleine HTML-Webseite erstellen.
Jetzt stellt sich natürlich auch die Frage: Wie viel verlangt man für solches Consulting? Coaching? AI-Coaching? Ich muss dazu sagen, hier werden teilweise horrende Summen verlangt. Ich zeig dir aber mal von einem YouTuber – ich erwähne ihn jetzt hier nicht, ich weiß nicht, ob ich das darf oder so – aber ich zeig dir mal einen Calendly-Link. Der verwendet noch nicht mal eine Webseite. Und da kannst du dir mal die Preise ansehen.
Das ist hier ein Calendly-Link von einem YouTuber, und er verlangt für 45 Minuten Consulting 350 US-Dollar. Also saftige, saftige Stundenpreise. 350 Dollar für 45 Minuten Coaching bei ihm. Und er wird, glaube ich, auch relativ fleißig gebucht.
Wenn man jemandem wirklich gut weiterhelfen kann in diesen 45 Minuten, ist es das natürlich auch wert. Also, wenn ich für jemanden ein Problem lösen kann, das für die Person 3 Tage dauert, und ich kann es für ihn in 45 Minuten lösen, ist es das natürlich auch absolut wert. Aber man sollte halt abliefern, wenn man solche Preise verlangt.
Das ist hier jetzt auch nur ein Durchschnitt. Es gibt auch viele Leute, die KI-Consulting anbieten, die verlangen wirklich teilweise für 60 Minuten 900 Euro, 1.000 Euro. Ich habe schon 1.600 Euro für eine einzige Stunde gesehen.
Soll jetzt aber nichts damit zu tun haben – wir haben hier, oh Moment, ich habe jetzt nur den Text. „Mach einen HTML-Code davon.“ Ich will einfach nur ganz kurz zeigen, wie man das machen könnte. In der Zwischenzeit mache ich hier ein neues Textfile. Ich nenne das „Test“. Also, du hast die Möglichkeit, deine Webseite zu erstellen, und zwar mit einem Drag-and-Drop-Tool. Du hast die Möglichkeit, dir selbst den Code zu schreiben in HTML. Du hast die Möglichkeit, ganz einfach nur tatsächlich deinen Link zu vermarkten – zu Calendly.
Oder aber etwas, das auch für viele sehr gut funktioniert, ist: Du vermarktest einfach nur deine E-Mail-Adresse. Du schreibst zum Beispiel bei YouTube: „Schreib mir eine Mail. Mail in der Beschreibung, der erste Link.“ Du schreibst auf Instagram in deinen Posts: „Schreib mir eine Mail. Mail in der Beschreibung, der erste Link.“ Oder du schreibst auf Instagram: „Schreib mir eine DM.“ Also, all die Dinge funktionieren. Und hoffentlich weißt du noch, wie du die Dinge vermarkten kannst.
Ja, ganz genau: Du schreibst Leuten, die du kennst, du schreibst Leuten, die du nicht kennst, du rufst bei Leuten an, die du nicht kennst, du machst Postings auf Social Media, oder, oder, du machst bezahlte Werbung. All die Dinge funktionieren immer gleich. Vermarkten funktioniert immer gleich. Du kannst auch dein Coaching-Business vermarkten.
In der Zwischenzeit habe ich meinen HTML-Code, und wir sehen uns mal kurz meine Webseite an. Das heißt, ich kopiere das in ein leeres Textfile, ich speichere das, ich benenne das Textfile um in HTML, damit ich das auch öffnen kann. HTML – schwupps – und wir öffnen mal meine Seite. Da haben wir schon unsere Landing Page. Diese Landing Page müsste ich jetzt natürlich noch hosten, aber das ist wirklich so einfach. Also, so könnte man auch eine Landing Page zusammenzimmern und den Code selbst schreiben.
„Dein Coaching für LLMs und Diffusion: Lerne, wie du KI-Modelle effektiv einsetzt und transformative Ergebnisse erzielst.“ Coaching-Angebote: „30 Minuten Intensiv-Session – 80 Euro. Perfekt für schnelle Fragen“, und so weiter. „60 Minuten Deepdive – 140 Euro. 120 Minuten Workshop – 240 Euro.
Was sagen meine Kunden dazu?“ Hier: Kundenbewertungen – bitte fälsche keine Kundenbewertung. Das ist ein Beispiel einer HTML-Webpage, die ich sehr schnell hier zusammengeschrieben habe. „Kontakt: deine E-Mail-Adresse.“ Okay, das sollte man im Code ändern. Dementsprechend würde man hier bei „deine E-Mail-Adresse“ in unserer Codebasis natürlich reinschreiben. Könnten wir schnell umbauen, muss ich jetzt nicht machen, aber ich denke, du weißt, worauf ich hinaus will.
Man kann hier vielleicht noch „Jetzt buchen“ und das verbinden zu einem Calendly-Link. Oder aber, dass uns die Leute eine E-Mail schreiben. Und schon haben wir unsere Landing Page, und wir vermarkten nur noch den Link zu unserer Landing Page. Diese Seite ist jetzt übrigens natürlich nicht gehostet, das musst du noch machen.
Aber wie gesagt: Du brauchst auch noch nicht mal eine Webseite. Es gibt zahlreiche Leute, die das machen, komplett ohne Webseite. Du kannst einfach nur dein Programm anbieten und sagen: „Schreib mir eine Mail, und wir unterhalten uns.“ Schreib mir eine, und wir machen einen Zoom-Call und sprechen, ob das Sinn macht oder nicht. Das heißt, du brauchst nicht unbedingt eine Landing Page, die alles hier auflistet.
Du kannst auch deinen Preis immer individuell anpassen. Wenn dir Leute eine Mail schreiben, dann kannst du sagen: „Hey, hier kann ich dir perfekt weiterhelfen. Das dauert nur 30 Minuten. Dafür verlange ich 80 Euro.“ Oder: „Hier kann ich dir nicht weiterhelfen. Ich helfe dir gratis für ein Testimonial.“ Oder: „Hier kann ich dir ausgezeichnet helfen. Das dauert 60 Minuten. Das ist ein sehr schweres Thema. Du würdest dafür alleine eine ganze Woche brauchen. Deshalb verlange ich für eine einzige Stunde 300 Euro.“
Also, hier kannst du vorgehen, wie du möchtest. Beim Coaching geht es halt darum, dass du auch wirklich gut bist.
Fun-Fakt. Um dieses Coaching zu vermarkten, kannst du das Ganze natürlich auch kombinieren. Zum Beispiel in einer Skool-Community.
Wenn du schon eine Skool-Community eröffnet hast, bekommst du mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit Anfragen, ob du die Leute darin coachen kannst. Wenn jemand eine Anfrage hat, könnte der dich ab und zu von sich selbst anschreiben – selbst wenn du kein Coaching anbietest – ob du ihn coachen kannst. Ich habe noch niemals auf YouTube gesagt, dass ich Leute coache. Das habe ich noch nie gemacht. Und ich bekomme in meinen Mails dennoch ständig Anfragen zu Coachings, obwohl ich die allermeisten ablehne.
Und natürlich kannst du dein Coaching auch auf Plattformen anbieten. Wenn du zum Beispiel auf Fiverr gehst, „AI Services“, und hier auf „AI Consulting“ klickst, dann siehst du, dass einige AI-Consulting anbieten. Aktuell ist hier „Fiverr’s Choice“ dieser Typ. Wenn du auf den draufklickst, dann kannst du dir ja mal ansehen, was er so verlangt pro Stunde. Du siehst hier zum Beispiel: Er verlangt 96 pro Stunde. Und hier bekommst du eine Stunde. Er sagt hier „Basic AI Strategy“. Beim Standardplan verlangt er 134 pro Stunde, und hier bekommst du eine Stunde Consulting wieder – diesmal „Custom Strategy“.
Also, keine Ahnung, was er hier unterscheidet. Das finde ich etwas interessant. Also, wenn man einen Basic-Plan macht, sagt er nur Standard-Dinge. Und wenn man den Standardplan bucht, sagt er uns auch advanced Sachen. Also, ich bin der Meinung: Wenn man Coaching anbietet, dann sagt man immer alles, was man weiß. Aber er ist Fiverr’s Choice Nummer 1, also wahrscheinlich macht er das gut. Vielleicht geht es hier eher darum, dass das Anfänger machen, die vielleicht noch niemals von ChatGPT was gehört haben. Und bei Standard machen es vielleicht Leute, die zum Beispiel AI-Implementation machen wollen. Zum Beispiel.
Und wenn du Premium haben willst, dann bekommst du zwei Stunden Consulting und am Ende noch einen Delivery-Report und einen Implementierungsplan. Also so oder so ähnlich kannst du das natürlich auch auf Plattformen anbieten, wenn du magst. Wie gesagt, neben Fiverr gibt es auch noch Upwork. Ich bin mir sicher, dass auch auf Upwork viel AI-Consulting angeboten wird. Und es gibt sogar noch viele weitere Plattformen, die sich alleine auf Coaching spezialisieren. Es gibt also Plattformen, wo du dein Coaching anbieten kannst. Falls du keine Plattformen kennst neben Fiverr, dann frag ganz einfach mal kurz bei ChatGPT nach.
Also Superpeer ist eine Plattform, die funktioniert zum Beispiel mit Calendly – darüber haben wir schon gesprochen. Da musst du das Marketing aber für dich selbst machen. Clarify.fm, CoachAccountable, Satori, SessionLab und so weiter. Ich muss dazu sagen, mit den meisten dieser Plattformen habe ich nicht allzu viel Erfahrung.
Ich habe auf Fiverr früher mal etwas Coaching angeboten, auch eins zu eins, gerade im Fitnessbereich. Und ich habe auch hier ein, zwei Plattformen mal ganz kurz ausprobiert. Die meisten davon funktionieren relativ gut, und sie können halt auch das Marketing für uns übernehmen. Aber ich habe nicht all diese Plattformen durchgetestet, muss ich ehrlich dazu sagen.
Aber man braucht ja nicht jede Plattform. Also das Coaching-Business ist da. Das Coaching-Business ist groß, und wenn du das vermarktest, kannst du damit auch gutes Geld verdienen. Das ist etwas, das wirklich sehr gut funktioniert. Das wäre jetzt Coaching für Privatpersonen hauptsächlich.
Und im nächsten Video will ich kurz darüber sprechen, ob oder wie man auch Firmen-Coachings machen kann. Denn das ist etwas, was ich tatsächlich ab und zu mache. Und das Business-Coaching, das kannst du eigentlich auch so eher wie einen Workshop sehen, also ein kompletter Workshop, der einen Tag dauert – nicht einfach nur einen dreißigminütigen Call hier.