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Werk:AI mit Arnie/Weitere Tipps - Vergiss den Algorithmus

aus AufEinWort, der freien Forschung
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Nachdem dein Video online ist, hast du natürlich mehrere Möglichkeiten, die du machen kannst. Du kannst es entweder bewerben durch Werbung – würde ich nicht unbedingt dazu raten, zumindest nicht aktuell.

Falls dir dein Video gefällt, dann lass es einfach so laufen und werte es aus. Das heißt, du kannst auf dein Video draufklicken, du gehst jetzt auf Analytics, und bei Analytics – das ist jetzt natürlich ein anderes Video von mir – kannst du dir ansehen, wie gut es performt. Das ist ein Video, das für mich sehr gut funktioniert hat, und du siehst dir an, warum es gut funktioniert hat. Videos, die funktionieren, von denen machst du mehr, und von Videos, die nicht funktionieren, von denen machst du weniger.  

Du kannst auf Reichweite klicken, und du solltest hier verfolgen, wie viele Impressionen und wie viel Klickrate du bekommst. Je höher die Klickrate, desto besser. Generelle Werte kann ich hier leider nicht geben. Sobald man ein Video hochlädt, bekommt man oft teilweise 20 % Klickrate. Wenn das Video den Leuten gefällt, die es sehen, dann spielt es YouTube an mehr Leute aus. Und an je mehr Leute es YouTube ausspielt, umso geringer wird danach wieder die Klickrate, weil dich die Leute natürlich weniger kennen.

Generell gesagt: Sobald du das Video hochlädst, sollte die Klickrate in den ersten Sekunden halbwegs hoch sein. Wenn du startest, mach dir einfach noch keine Gedanken darum. Es geht natürlich nur darum, besser zu werden, und du wirst besser, indem du mehr machst.  

Gehen wir noch mal zurück zu den Videos, denn dieses Video – sagen wir, dir gefällt das Video nicht mehr – dann kannst du es auch löschen. Und du kannst auch draufklicken, „Endgültig löschen“. Dir muss natürlich klar sein, dass es für immer weg ist. Das ist jetzt natürlich nur ein Beispielvideo, deshalb würde ich es zum Beispiel endgültig löschen. Und schwups, das Video ist jetzt weg. Das sind eigentlich die Dinge, die du machen kannst.  

Wichtig ist hier auch noch: Falls du ein Video hochgeladen hast und du denkst, das Video ist gut, irgendwie performt es nicht, dann kannst du spielen. Du kannst den Titel etwas anpassen, du kannst das Thumbnail etwas anpassen.

Du solltest mit allen Dingen spielen, und wichtig: Notiere dir, was funktioniert, notiere dir, was nicht funktioniert, und passe dementsprechend an. Du kannst nur besser werden, indem du viel machst.

Die ersten Videos, die man hochlädt, die bekommen manchmal fünf Klicks, manchmal zehn – es kommt drauf an. Manche 100, vielleicht bist du von Anfang an gut und du bekommst 1.000. Aber wichtig ist, dass du das wieder und wieder und wieder machst, und mit der Zeit wirst du besser werden. Und so lernst du.  

Das sind die Dinge, die du machen sollst, nachdem du ein Video hochgeladen hast. Und wenn du dich fragst, wie oft du posten sollst: Je öfter du postest, umso besser. Jedoch darf die Qualität nicht leiden. Ich würde weniger Videos machen und die Videos gut. Aber das Optimale ist natürlich viele Videos in guter Qualität.

Das Ganze liegt bei dir. Und hier kannst du auch nicht sagen: „Du musst einmal die Woche posten, du musst fünfmal die Woche posten.“ Sieh dir Mr. Beast an – der postet nicht regelmäßig. Der macht wahnsinnig gute Videos und der lädt sie ab und zu hoch.  

Und in diesem Zuge will ich dir noch etwas direkt von YouTube zeigen. Hier bekommst du sehr viele Tipps mit, das wird wichtig. In meinem Dashboard sind aktuell viele Tipps, die ich dir nicht vorenthalten will. Und ich denke, es nützt auch nichts, wenn ich dir das erkläre, denn dieses Video sehen wir uns jetzt zusammen an. Das ist das Video von YouTube direkt, das uns dabei hilft, besser sichtbar zu werden.

Diese nette Dame erklärt uns, wie unsere Videos besser performen. Ich zeig dir die wichtigsten Ausschnitte davon.  

„Das Empfehlungssystem von YouTube sucht nach passenden Videos für Zuschauer und nicht nach Zuschauern für Videos. Der Algorithmus pusht oder bewirbt nicht einzelne Videos, sondern wählt Videos für Zuschauer individuell aus, wenn sie auf YouTube gehen. Den Zuschauern sollen Videos vorgeschlagen werden, die sie sich ansehen und die ihnen wahrscheinlich gefallen. Dabei werden hunderte von Datenpunkten berücksichtigt, die größtenteils unter zwei Kategorien fallen: zuschauerabhängige Faktoren und Videoleistung.  Die zuschauerabhängigen Faktoren setzen sich aus verschiedenen Vorlieben der Zuschauer zusammen. Ein paar Beispiele: Welche Videos sehen sie sich an? Welche Videos sehen sie sich nicht an? Welche Videos klicken sie weg? Wie oft sehen sie sich einen Kanal oder Inhalte zu einem bestimmten Thema an? Und andere Aspekte.  Außerdem bewerten die Systeme die Leistung von Videos. Sie berücksichtigen also, wie stark Zuschauer sich von empfohlenen Inhalten angesprochen gefühlt haben. Ein paar Beispiele: Sehen sich Zuschauer ein Video an, ignorieren sie es oder klicken sie auf „Kein Interesse“? Wie lange sehen sie sich ein Video an, und sehen sie es sich komplett an? Hier kommen die durchschnittliche Wiedergabedauer und der durchschnittliche Prozentsatz der Wiedergabe ins Spiel. Hat ein Video einem Zuschauer auch gefallen? Die Zuschauerzufriedenheit wird unter anderem mithilfe von Umfragen und den „Mag ich“-Bewertungen für ein Video gemessen.  

Creator wollen oft wissen, welche Videos von unserem Algorithmus bevorzugt werden. Unsere Systeme bevorzugen aber weder bestimmte Arten von Videos noch bestimmte Formate. Stattdessen richten sie sich nach dem Zuschauerverhalten. Es bringt also nicht viel, dich mit Algorithmen und Statistiken zu befassen. Frag dich lieber, wer deine Zuschauer sind und was ihnen gefällt.  

Nächste Frage: Wird ein Video vom Algorithmus neu bewertet, wenn der Titel oder das Thumbnail geändert wurde? Das kann passieren, hat aber einen anderen Grund, als viele denken. Wenn der Titel oder das Thumbnail geändert wurde, reagieren Zuschauer vielleicht anders auf das Video, weil es für sie anders aussieht. Und unsere Systeme reagieren dann wiederum auf die veränderten Interaktionen der Zuschauer. Ein neuer Titel oder ein neues Thumbnail kann also dazu führen, dass ein Video öfter aufgerufen wird. Du solltest aber nichts ändern, was gut funktioniert.

Schadet der Kanalleistung, wenn eines meiner Videos schlecht abschneidet: Unsere Systeme bestimmen hauptsächlich anhand von Daten zu Videowiedergaben und Zuschauerreaktionen, welche Empfehlungen am passendsten für deine Zuschauer sind. Deshalb können die Gesamtaufrufe eines Kanals zurückgehen, wenn sich das Interesse von Zuschauern ändert oder sie sich deine Videos oft nicht mehr ansehen, wenn sie ihnen empfohlen werden.  

Wirkt sich der Monetarisierungsstatus eines Videos, beispielsweise das gelbe Symbol, negativ auf die Auffindbarkeit aus? Nein, unser Such- und Empfehlungssystem weiß nicht, welche Videos monetarisiert werden und welche nicht. Zuschauern werden unabhängig von der Monetarisierung Videos empfohlen, die ihnen mit hoher Wahrscheinlichkeit gefallen. Wenn ein Video allerdings nicht jugendfreie, gewalttätige oder grausame Inhalte enthält, kann die Monetarisierung deaktiviert werden, weil das Video nicht für alle Werbetreibenden geeignet ist.  

Muss ich täglich oder mindestens einmal pro Woche Videos hochladen? Nein. Wir haben im Laufe der Jahre verschiedene Analysen durchgeführt und festgestellt, dass es keinen Zusammenhang gibt zwischen der Steigerung von Aufrufzahlen und der Zeit zwischen Uploads. Viele Creator setzen auf Qualität statt Quantität und haben sich damit eine treue Fangemeinde aufgebaut.  

Warum sind meine Aufrufzahlen niedriger als meine Abonnentenzahl? Die Anzahl an Menschen, die deinen Kanal abonniert haben, entspricht nicht der Anzahl an Menschen, die sich deine Videos auch ansehen. Viele Zuschauer haben Dutzende Kanäle abonniert und rufen einen abonnierten Kanal nicht unbedingt bei jedem neuen Upload auf. Viele Zuschauer haben auch Kanäle abonniert, die sie sich gar nicht mehr ansehen. Deshalb ist es sinnvoll, sich auf die Zuschauer zu konzentrieren, die sich deine Inhalte regelmäßig ansehen. In YouTube Analytics siehst du, welches Publikum du am meisten ansprichst und welche Inhalte am besten ankommen.  

Es gibt drei Hauptfaktoren, die beeinflussen, ob sich Zuschauer deine Videos ansehen: Themeninteresse, Uploads von anderen Kanälen und jahreszeitliche Schwankungen. Das Themeninteresse gibt an, wie viele Nutzer weltweit an Videos zu einem bestimmten Thema interessiert sind. Es gibt Themen, die beliebter sind als andere. Die Beliebtheit eines Themas kann sich aber mit der Zeit ändern. Bei Google Trends siehst du, welche Themen wo auf der Welt gerade besonders angesagt sind und wonach auf YouTube besonders häufig gesucht wird. Probier es mal aus auf trends.google.com.  

Dann sind da noch die Uploads von anderen Kanälen. Die Systeme von YouTube gehen alle Videos durch, die einen Zuschauer voraussichtlich interessieren, und sortieren sie nach der Wahrscheinlichkeit, mit der er sie aufruft. Auch wenn die Leistung und Meßwerte eines deiner Videos sehr gut sind, kann es sein, dass die Impressionen sinken, wenn die Videos anderer Kanäle oder Creator noch erfolgreicher sind.  

Und zu guter Letzt die jahreszeitlichen Schwankungen: Der Traffic auf YouTube kann im Laufe des Jahres schwanken. Du solltest deshalb berücksichtigen, in welchem Land deine Zuschauer leben oder was in ihrem Leben gerade los ist. Vor allem an wichtigen Feiertagen solltest du mit schwankenden Zuschauerzahlen rechnen.  

Und wie wichtig sind Tags? Tags sind tatsächlich gar nicht so wichtig. Sie dienen hauptsächlich dazu, bei typischen Rechtschreibfehlern die Suche zu erleichtern. Beispielsweise wenn jemand „Utube“ oder „YouTube“ statt „Youtube“ eingibt.  

Fassen wir noch mal zusammen: Die Systeme von YouTube passen sich an den einzelnen Zuschauer an und empfehlen ihm Inhalte, die seinen Interessen entsprechen. Berücksichtigt werden dabei die Leistung eines Videos, Zuschauerinteraktionen und externe Faktoren, die sich auf die Vorlieben von Zuschauern auswirken und sich im Laufe der Zeit ändern können. Du solltest dich auf Inhalte konzentrieren, die bei deinen Zuschauern gut ankommen. Wenn sich Zuschauer deine Videos dann ansehen, werden sie auch in den Empfehlungen berücksichtigt. „

Du hast es also von YouTube direkt und selbst gehört: Vergiss den Algorithmus. Mach einfach Dinge, die Leute mögen, und du wirst erfolgreich sein auf YouTube. Wie oft du veröffentlichst, ist gar nicht so wichtig. Es ist nur wichtig, dass Leute klicken, dass es ihnen gefällt und dass sich Leute das Ganze wieder ansehen. So einfach ist das Ganze.  

Und wir sehen uns natürlich im nächsten Video.