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Werk:AbhVrhSpr (Grotz)/Zur Übersetzung

aus AufEinWort, der freien Forschung
S. xlv

Der Text, die Kapitelunterteilung und die Numerierung der einzelnen Abschnitte unserer Übersetzung folgen der «Grammatica speculativa» in der Duns Scotus-Ausgabe von Vivès (Paris 1891). Die Übersetzung versteht sich als eine ‹wörtliche›, die möglichst zur Lektüre des Originals anregen will. Wo immer es mit dem deutschen Sprachgebrauch zu vereinbaren war, wurde deshalb auf eine stilistische Glättung des im Original gedrängten, ‹scholastischen› Sprachgestus verzichtet, der (wie so manch anderes aus dieser ‹gotischen› Epoche) dem Spott der Renaissance-Humanisten anheimfiel.

Aus systematischen Gründen wurden in unserer Übersetzung die lateinischen Beispielwörter beibehalten: Zu sehr ist die universal-semantische Beschreibung der grammatischen Formen und Funktionen in der «Grammatica speculativa» mit der vox Latina verschränkt. So konnte sich die Übersetzung der lateinischen Formen und Konstruktionen, für die es im Deutschen keine oder nur ungefüge grammatische Äquivalente gibt, bloß auf eine Ersetzung des lexikalischen Gehalts beschränken, wie etwa im Falle des AcI «me legere (daß ich lese)» oder des Verbalsubstantivs «amabundus (ein zu Liebender; einer, der geliebt werden soll)». Wenn sich solche Ersetzungen in einigen wenigen Fällen von den grammatischen Kategorien des lateinischen Originals völlig loslösen mußten, wurde darauf eigens in Fußnoten hingewiesen.

Übersetzerische Erweiterungen des originalen Wortlautes stehen jeweils in runden Klammern. Die Nachweise der sinngemäßen und wörtlichen Autoritäts-Zitate im Original erfolgen so weit wie möglich nach den jeweils gängigen Editionen und sind dem fortlaufenden Text in eckigen Klammern beigegeben.

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S. xlvi

Ohne die Anregung durch meinen Lehrer, Herrn Professor Dr. Rolf Schönberger (Regensburg), wäre diese Übersetzung nicht entstanden. Ihm wie auch Herrn Professor Dr. Werner Beierwaltes (München) gilt mein ganz besonderer Dank für zahlreiche Hinweise und fördernde Gespräche, vor allem aber für ihr unablässiges Bemühen um ein Zustandekommen dieser Publikation. Herrn Dr. Mischa von Perger (Freiburg i. Br.) danke ich für seinen fachkundigen Rat. Aufs herzlichste bedankt sei mein lieber Freund Dr. Michael Eskin (New York) für den großen Anteil, den er an dieser Arbeit nahm und hat.

Für seine geduldige Hilfestellung bei technischen Fragen bin ich Herrn Dr. Olaf Pluta (Nijmegen) zu großem Dank verpflichtet. Ebenso wie ihm danke ich den anderen Herausgebern und dem Verlag John Benjamins für ihre Bereitschaft und wohl auch für das Wagnis, die Übersetzung in die «Bochumer Studien zur Philosophie» aufzunehmen.

Berlin, im September 1998

S. G.