Zum Inhalt springen

Werk:Compendium/30

aus AufEinWort, der freien Forschung

▷Aequale autem, cum non possit esse, nisi sit ipsius posse, erit prius omnibus, sicut posse, cuius est aequale. In aequalitate sua ostendit se posse potentissimum. Nam de se sui ipsius posse aequalitatem generare supremum potentiae est. Posse igitur, quod se aequaliter ad contradictoria habet, ut non possit plus unum quam aliud, per aequalitatem suam se aequaliter habet. Procedit autem ex posse et aequalitate eius unio potentissima. Potentia enim seu virtus unita fortior est. Unio igitur ipsius, quo nihil potentius, et eius aequalitatis non est minor ipsis, a quibus procedit. Et ita videt mens posse, eius aequalitatem et utriusque unionem esse unicum principium potentissimum, aequalissimum et unissimum. Patet satis quod posse aequaliter unit omnia, complicat et explicat.

Das Gleiche, das nur sein kann, wenn es dem Können angehört, muß wie das Können, dem es gleich ist, früher als alle Dinge sein. In seiner Gleichheit zeigt es sich als das allermächtigste Können. Denn aus sich selbst die Gleichheit seiner selbst zeugen zu können, ist die höchste Macht. Das Können also, das sich in gleicher Weise zum Kontradiktorischen verhält, so daß es eines nicht mehr kann als ein anderes, verhält sich durch seine Gleichheit gleich. Aus dem Können und seiner Gleichheit geht die mächtigste Einung hervor. Denn die geeinte Mächtigkeit oder Kraft ist stärker. Die Einung des Mächtigsten und seiner Gleichheit ist also nicht schwächer als das, aus dem sie hervorgeht. Und so sieht der Geist, daß das Können, seine Gleichheit und die Einung beider der einzige, mächtigste, gleichste und geeinteste Ursprung ist. Daraus geht genugsam hervor, daß das Können in gleicher Weise alles eint, einfaltet und ausfaltet.◀▷