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Werk:De ven. sap./118

aus AufEinWort, der freien Forschung

118▷Verum quoniam in arte huius generalis venationis sapientiae per particularia firmius solidamur, applice|mus hanc formam venationis [1] ad aliquod sensibile, et sit caliditas. Et dicamus: Triplex est posse, scilicet posse facere calidum, posse fieri calidum et posse factum [2] calidum. Et procedamus contracte, modo quo supra absolute. Et dicamus: Posse factum calidum habet ante se posse fieri calidum, sed posse fieri calidum non potest se facere actu calidum. Igitur ante posse fieri calidum est posse facere calidum. Et quia posse facere calidum praecedit posse fieri calidum, tunc est omne id quod [3] calidum esse potest, et ita nec maius nec minus nec aliud esse potest. Est igitur, quoad omnia calida, creator ipsius posse fieri calidum et de posse fieri omne calidum in actum producit estque omnium calidorum causa efficiens, formalis et finalis. Et est in omnibus calidis ut causa in causato, et omnia calida in ipso ut causatum in [4] causa. Et erit respectu calidorum sine principio et fine et nequaquam essentia calidorum, sed causa essentiae, et innominabile per omnia nomina calidorum.

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Übs. Sg.

Weil wir aber in der Kunst dieser allgemeinen Jagd nach Weis- heit durch Einzelbeispiele stärker gefestigt werden, wollen wir diese Art der Jagd auf einen sinnlich faßbaren Gegenstand, nehmen wir die Wärme, anwenden. Wir wollen dabei sagen: Es gibt ein dreifaches Können, nämlich das Warm-machen-Können, das Warm-werden-Können und das Warm-geworden-sein- Können. Und wir wollen nun in der auf das Besondere eingeschränkten Form vorgehen, wie wir es vorher allgemein taten. Dann kön- nen wir sagen: Das Warm-geworden-sein-Können hat vor sich das Warm-werden-Können, doch das Warm-werden-Können kann sich nicht zum wirklichen Warm-Sein bringen. Vor dem Warm-werden-Können ist deshalb das Warm-machen-Können. Und da das Warm-machen-Können dem Warm-werden-Können vorhergeht, darum ist es all das, was das Warme sein kann. Es kann darum nicht größer, nicht kleiner und nicht ein anderes sein. Es ist demnach für alle warmen Gegenstände der Schöpfer des Warm-werden-Könnens und führt alles Warme aus dem Werden-Können in die Wirklichkeit über. Es ist für alle warmen Dinge die Wirkursache, Form- und Finalursache. Es ist ferner in allen warmen Gegenständen als die Ursache im Verursachten, und alle warmen Gegenstände sind in ihm als Verursachtes in der Ursache. Im Hinblick auf die warmen Gegenstände wird es zudem ohne Ursprung und Ende sein, es wird keineswegs die Wesenheit der warmen Dinge, sondern die Ursache ihrer Wesenheit sein. Es wird auch mit allen Namen, wie sie warmen Dingen zukommen, nicht benannt werden können.

Übs. Dp.

Weil wir in der Kunst dieser allgemeinen Jagd nach der Weisheit durch Einzelbeispiele bestärkt werden, wenden wir diese Art der Jagd auf irgend etwas Sinnliches an, z. B. auf die Wärme.

Wir wollen festhalten, daß das Können dreifach ist, nämlich als Warm-Machen-Können, Warm-Werden-Können und als Warm-Gemachtsein-Können. Wir wollen auf die selbe Weise, nach der wir oben absolut verfahren sind, konkret vorgehen und sagen: Das Warm-Gemachtsein-Können hat das Warm-Werden-Können vor sich, aber das Warm-Werden-Können kann sich nicht tatsächlich warm machen. Also ist vor dem Warm-Werden-Können das Warm-Machen-Können; und weil das Warm-Machen-Können dem Warm-Werden-Können vorausgeht, ist es alles das, was warm sein kann, und kann so nicht größer noch kleiner noch etwas anderes sein.

Es ist also in bezug auf jedes Warme der Schöpfer des Warm-Werden-Könnens und bringt aus dem Werden-Können jedes Warme als Wirkung hervor. Es ist der Wirk-, Gestalt- und Zielgrund alles Warmen und in jedem Warmen als Grund im Begründeten. Jedes Warme ist in ihm als Begründetes im Grund; es ist hinsichtlich des Warmen ohne Anfang und Ende, niemals die Wesenheit des Warmen, sondern der Grund der Wesenheit, unnennbar durch alle Namen des Warmen.

  1. ↑ fol.218r
  2. ↑ Z.5
  3. ↑ Z.10
  4. ↑ Z.15