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Werk:De ven. sap./44

aus AufEinWort, der freien Forschung

44▷Hic venatur intellectus admirabilem atque sapidissimam scientiam, quando certissime intuetur haec omnia in aeterno simplicissimo deo ipsum deum se et omnia diffinientem, hinc et in omni diffinito diffinitum. Ex quo scit, quod nihil omnium quae sunt, penitus potest esse[1] expers boni, magni, veri, pulchri, et sic consequenter de singulis praemissis. Et quia nihil omnium est expers sufficientiae, sufficientissime omnia condita sunt, cum quodlibet tantum habeat sufficientiae, quantum sibi sufficit. Sic nihil omnium expers est sapientiae et claritatis seu lucis, sed quodlibet tantum habet de his, quantum suae[2] naturae sufficit, ut sit non aliud quam est, meliori modo quo esse potest.

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Übs. Sg.

Hier erjagt die Vernunft ein staunenswertes und wohlbekömmliches Wissen, wenn sie mit völliger Gewißheit vor Augen hat, daß alle diese Bestimmungen in dem ewigen und ureinfachen Gott eben Gott sind, der sein und aller Dinge Wesen bestimmt, der folglich auch in jedem so-bestimmten Wesen die So-Bestimmtheit ist. Daraus ergibt sich das Wissen, daß nichts von allem, was ist, des Guten völlig unteilhaftig sein kann, ebensowenig des Großen, des Wahren, des Schönen, und dasselbe gilt von den einzelnen vorgenannten Eigenschaften. Da keines von allen Dingen der hinreichenden Ausstattung entbehrt, so sind alle in völlig hinreichender Weise geschaffen, weil jedes so viel Ausstattung besitzt, wie für es hinreicht. Ebenso entbehrt keines von allen Dingen der Weisheit und der Klarheit oder des Lichtes, vielmehr hat jedwedes so viel davon, wie für seine Natur hinreicht, so daß es nicht ein anderes ist, als es ist, in der besten Weise, in der es Sein haben kann.

Übs. Dp.

Wunderbares und genußreiches Wissen erjagt hier der vernünftige Geist, wenn er wirklich mit größter Gewißheit erkennt, daß alles in dem ewigen und einfachen Gott Gott selbst ist, der sich und alles definiert und daher auch in jedem Definierten das Definierte ist. Daher weiß er, daß nichts von allem, das ist, des Guten, Großen, Wahren, Schönen und der Reihe nach aller anderen oben erwähnten Eigenschaften, vollkommen unteilhaftig sein kann.

Und weil nichts von allem von der Hinlänglichkeit ausgeschlossen ist, ist alles völlig hinlänglich gegründet, da jedes soviel Hinlänglichkeit besitzt, als es für sein Auslangen braucht. So ist nichts von allem der Weisheit und Klarheit und des Lichtes unteilhaftig, sondern jedes hat soviel davon, wie seine Natur bedarf, so daß es nicht anders ist als auf die relativ beste Weise, in der es sein kann.


  1. ↑ Z.5
  2. ↑ Z.10