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Werk:De ven. sap./96

aus AufEinWort, der freien Forschung

96▷Quinimo scimus mortalem naturam soluta moriendi possibilitate per nexum, quo mortali nectitur, posse ad vitam immortalis spiritus resurgere in virtute verbi dei, per quod omnia facta sunt, in homine Iesu Christo incarnati – in quo humanitas non solum medium est [1] conexionis inferioris et superioris naturae, temporalis et perpetuae, sed et dei creatoris et aeternae immortalitatis –, si ipsi mediatori nostro conformes fuerimus; quod fide fit et amore. Et quid pulchrius admirabili ordine regenerationis, quo ad hanc resurrectionem vitae deventum est, qui in sanctissimis evangeliis describitur? [2] Diximus aliqua de campis venationum sapientiae, sed ibi sapientia incarnata viam suam, per quam mortuus pervenit ad resurrectionem vitae, quae est quidquid quaeritur, exemplo manifestavit.

Appetimus sapientiam, ut simus immortales. Sed cum nulla sapientia nos liberet ab hac sensibili et horribili morte, vera erit [3] sapientia, per quam necessitas illa moriendi vertitur in virtutem et fiat nobis certum <iter> et securum ad | resurrectionem vitae; quod [4] solum viam Iesu tenentibus et eius virtute continget. Ultimum igitur studium ibi ponendum, et in hac sola via secura est venatio, quam certissima sequetur immortalitatis possessio.

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Übs. Sg.

Ja, wir wissen auch, daß die sterbliche Natur nach Auflösung der Möglichkeit zu sterben, die durch das Band gegeben ist, wodurch sie mit dem Sterblichen verbunden wird, zum Leben des unsterblichen Geistes auferstehen kann in der Kraft des Wortes Gottes, durch das alles geschaffen ist, das im Menschen Jesus Christus Fleisch geworden ist, und dessen Menschsein nicht nur das Mittel der Verbindung von niederer und höherer, zeitlicher und ewiger Natur ist, sondern auch der Vereinigung mit dem Schöpfergott und der ewigen Unsterblichkeit. Das geschieht dann, wenn wir unserem Mittler gleichförmig geworden sind. Dies aber ist das Werk des Glaubens und der Liebe. Und was gibt es Herrlicheres als die bewundernswürdige Ordnung der Wiedergeburt, die zu dieser Auferstehung des Lebens führte? Sie wird in den hochheiligen Evangelien beschrieben.[5] Wir haben einige Bemerkungen zu den Jagdfeldern der Weisheit gemacht, dort aber hat die fleischgewordene Weisheit ihren Weg, auf dem der Tote zur Auferstehung des Lebens kommt, das das Ziel alles Suchens ist, im Beispiel aufgezeigt.

Wir streben nach Weisheit, um unsterblich zu sein. Doch da keine Weisheit uns von diesem sichtbaren und schrecklichen 'Tode befreit, soist das echte Weisheit, was diese Notwendigkeit des Sterbens umwandelt in einen Vorzug und was uns auf dem Weg zur Auferstehung des Lebens sicher und zuverlässig gelei- tet. Nur denen, die den Weg Jesu einhalten, widerfährt dieses und in seiner Kraft. Die letzte Anstrengung ist also dorthin zu richten, und nur auf diesem Weg gibt es eine sichere Jagd, der mit Sicherheit der Besitz der Unsterblichkeit folgt.

Übs. Dp.

Ja, wir wissen sogar, daß die sterbliche Natur, von der Verbindung mit dem Sterblichen und damit von der Möglichkeit des Sterbens gelöst, zum Leben des unsterblichen Geistes auferstehen kann in der Kraft des Gotteswortes, durch das alles geschaffen ist und das in dem Menschen Jesus Christus Fleisch geworden ist. In ihm ist die Menschheit nicht nur Mitte der Verbindung der höheren und niederen Natur, der zeitlichen und der immerwährenden, sondern auch des Schöpfergottes und der ewigen Unsterblichkeit, wenn wir selbst unserem Mittler gleich geworden sein werden; dies geschieht durch Glaube und Liebe. Was ist schöner als diese wunderbare Ordnung der Wiedergeburt, durch die wir zur Auferstehung des Lebens gelangen und die in den heiligen Evangelien beschrieben wird?

Ich habe einiges über die Felder der Jagd nach Weisheit gesagt; hier aber hat die fleischgewordene Weisheit ihren Weg sichtbar gezeigt. Durch sie gelangt der Tote zur Auferstehung des Lebens. Sie ist das, was man sucht.

Wir streben nach Weisheit, um unsterblich zu sein; da aber keine Weisheit uns von diesem sinnlichen und schrecklichen Tod befreit, muß die wahre Weisheit die sein, durch welche jene Notwendigkeit des Sterbens zu einer positiven Fähigkeit gewandelt und ein fester und sicherer Weg zur Auferstehung des Lebens geschaffen wird; dies wird allein denen zuteil, welche an diesem Weg durch Jesus und seine Kraft festhalten. Darauf müßten wir den größten Eifer verwenden; auf diesem Weg allein gibt es eine erfolgreiche Jagd, welcher der sicherste Besitz der Unsterblichkeit folgt.


  1. ↑ Z.5
  2. ↑ Z.10
  3. ↑ Z.15
  4. ↑ fol.215r
  5. ↑