Zum Inhalt springen

Werk:Erkenne Dich selbst - Teil I

aus AufEinWort, der freien Forschung

Über diese Seite Werk

Ureigenwerk Liste Werke von Klaus Feldmann 
Schriftstück
5. März 2020 n. Chr. erst.  
Ausgabe 03
Ausgabe 03
Leserschaft: Niemand
veröffentlicht
ungeprüft
2020030501 Erkenne Dich selbst - Teil I zweite.pages
2020030501 Erkenne Dich selbst - Teil I.pages
  1. Als 6 jähriger Junge setzte ich mir mein Lebensziel „Ich werde wissen, warum sich die Menschen so verhalten, wie sie sich verhalten“.
    1. Auslöser war das emotionale Verhalten meiner Mutter, dessen Unangemessenheit mir gegenüber. Ich dachte nur, „Eine Mutter, die ihr Kind liebt, müsste sich einem Kind gegenüber anders verhalten.“ Was ich auch immer zuvor getan hatte, rechtfertigt nicht ihrem plötzlichen Ausbruch und Abwertung, die ich über mir ergehen ließ. Danach wurde mir erst bewusst, dass meine Geschwister und insbesondere mein Vater mich auf ähnliche Weise beständig abwerteten.
    2. Ich erfuhr nie von meiner Familie warum dem so wahr, was an mir falsch ist. Das weitere Leben verließ ähnlich mit Freunden, Bekannten, Arbeitgebern und Kollegen, obwohl ich in dem was ich konnte wohl herausragende Leistungen im Berufsleben erbracht habe. Mit mir hielt man nur solange den Kontakt aufrecht, wie man von mir, meinem Wissen und Können profitieren, oft auch nur ausnutzen konnte.
    3. Das dem so war, fand ich erst später heraus. Ich gehörte nie wirklich irgendwo dazu, war nie ein wirklich akzeptiertes Mitglied einer Gruppe.
  2. Mit 35 J. verheiratet und Kinder wurde mir das Ausmaß meines Daseinzustandes und meines Umfeldes bewusst. Ich erkannte wie sehr ich mich in meinen Vorstellungen und Meinungen über andere irrte. Mir wurde bewusst, dass meine Frau mich in ähnlich abwertender Weise behandelt, wie zuvor meine Familie.
    1. Mir wurde zum einen der schlechte Zustand meiner eigenen Ehe, wie auch all der anderen Beziehungen in meinem Umfeld bewusst. Seither erkenne ich die Verhaltensmuster der Menschen und bis heute steigerte sich dies als Vermögen soweit, dass ich binnen kurzer Dauer die ersten grundlegenden Probleme einer Person erkenne. Ich brauche heute nur noch ein paar Minuten mit einer Person zusammen zu sein, um ihr Ausmaß an Selbsttäuschung, Ungewissheit und Unwissenheit über ihren Daseinzustand einzuschätzen. Sogleich erkenne ich, welche Maßnahmen der Person helfen würden sich zu verbessern.
    2. Erst weit später erkannte ich, dass ich dies schon als Kind konnte und mein Hauptproblem abgewiesen zu werden darin bestand, dass ich den anderen auf den Kopf zusagen musste, was mit ihnen nicht stimmt und was sie tun sollten. Zugleich hatte ich einen inneren Drang anderen helfen zu müssen. Ich trat als Besserwisser auf und erdreistete mir auch manchmal meinen Vorgesetzten sagen zu müssen, wie sie Arbeitsvorgänge besser gestalten sollten.
    3. Ich habe noch mehr meiner Eigenheiten herausgefunden und mich selbst in meinem Verhalten nach meinen Vorstellungen verändert. Heute wundert es mich nichtmehr, dass ich früher so viele Probleme mit anderen hatte - ich wahr nicht ich selbst, meinte jedoch ich selbst zu sein. Es sollte jedoch noch ein paar Jahre Dauern, bis ich dies alles ergründen konnte.
  3. Aufgrund der beständigen Zurückweisung wurde ich sehr unsicher im Verhalten gegenüber anderen und tat oft unnötige Dinge, um mich beliebt zu machen, um am Leben anderer teilnehmen zu können. Vor allem dadurch, dass ich mich sehr für andere einsetzte.
    1. Als ich mit 35 das Ausmaß der allgegenwärtigen Täuschung und der schlechte Umgang der Menschen untereinander, all der Verrat, Betrug, wie sie manipulieren andere dazu zu bringen so zu sein, wie sie es für sich selbst wünschen, wollte ich mit dem allem nichts zu tun haben. Mir war jedoch nicht bewusst, wie sehr ich selbst daran beteiligt war, sah mich noch viele Jahre als den Guten an.
    2. Zu dieser Zeit wurde mir mein Ziel „Ich werde wissen, warum sich die Menschen so verhalten, wie sie sich verhalten“ wieder bewusst und ich begann mit der Forschung nach deren Ursachen und später mit der Entwicklung der Methoden zur Selbsterkenntnis.
    3. Am meisten hatte mich damals der Umstand schockiert, wie sehr Menschen einander Liebe vorspielen, wenn sie etwas erreichen wollen und wie sehr sie andere abwerten und herabsetzen, wenn sie nicht erreichten, was sie beabsichtigten oder sich Situationen einstellen, die ihren Erwartungen widersprechen. Wie bei meiner Mutter dachte ich, dass Menschen, die Beziehungen eingegangen sind müssen sich doch geliebt haben und wenn man sich die Paare nach einiger Zeit anschaut, dann scheint davon kaum noch etwas übrig geblieben zu sein.
    4. Wie Mütter und Väter mit ihren Kindern umgehen, sie hin und her reißen, sie anschreien und misshandeln und welche Konsequenzen dies haben wird, ist ihnen nicht bewusst. Ich erkannte damals auch, dass auch meine Ehe schon zuvor nach dem ersten Kind gescheitert war und wir uns seither voneinander entfernt hatten.
  4. Während nach und nach die Beziehungen in meinem Umfeld zerbrachen und sich die Dramen und Scheidungen häuften, versuchte ich meine Beziehung wieder in Ordnung zu bringen, jedoch mit dem falschen Ansatz.
    1. Anstelle mich selbst in Ordnung zu bringen, versuchte ich noch mehr meiner Frau und anderen in ihren Beziehungen zu helfen und verschlimmerte meine Beziehung weiter und geriet bei den Paaren zwischen deren Fronten.
    2. Egal was ich versuchte ging nach hinten los, bis ich alle Gewissheit verlor als ich erkannte, dass ich meiner Frau nicht helfen kann und meine Familie, die meine wichtigste Stütze in meinem Leben war, zerbrochen ist und wir uns trennen müssen, um schlimmeres zu verhindern.
    3. Seither versuchte ich die verlorenen Gewissheiten außerhalb meiner Selbst, meiner Familie zu finden, irgendetwas das tatsächlich wahr ist, etwas woraus man sich stützen kann, das nicht wieder zerbricht, wieder verloren geht.
    4. Etwas, anhand dessen man sich orientieren kann, dass nicht auf Täuschung beruht, dass man seinen Lebensweg gehen kann, ohne am Ende feststellen zu müssen, dass man sein Leben vergeudet hat, dass man getäuscht wurde, sich getäuscht hat.
  5. Ich postulierte, dass ich einen Weg finden werde, durch den Paare wieder zusammenfinden und durch den Beziehungen ein ganzes Leben halten werden, Beziehungen, in denen die Liebe nicht vergeht, sondern intensiver wird.
    1. Beziehungen die treu zueinander sind, die sich gegenseitig unterstützen, miteinander wohlwollend umgehen, die ihre Kinder gut erziehen, so dass sie später auf ähnlich gute Weise eigenständig ihr Leben bestreiten können. Mir erschien es so, dass es früher eher möglich gewesen sei und dass sich ein Gesellschaftswandel hin zum „Single-Tum“ und Patchwork-Familien entwickelt, die Menschen trotz all dem Konsum immer unglücklicher werden.
    2. Das verlangen nach Besitz, Wohlstand und Eigentum, nach Wertschätzung durch scheinbarem Reichtum und Wohlergehen führte letztendlich in die Sackgasse der Insolvenzen und Scheidungen. Es war von hoher Bedeutung in der Ansicht anderer gut zu Erscheinen, doch konnte mir niemand mehr seinen wahren Zustand verheimlichen. Das Ausmaß der Täuschung wurde unerträglich.
  6. Ich fing an das Verhalten der Menschen zu studieren und suchte nach Antworten bei den Gelehrten, nach Gewissheiten auf die ich mich wirklich verlassen kann.
    1. Nach nun 20 Jahren der intensiven Suche muss ich gestehen, nicht eine Sache gefunden zu haben, die tatsächlich so ist, wie sie von Gelehrten dargestellt werden, sich zumeist als unvollständig, irreführend, falsch herauszustellen.
    2. Unter dem Begriff Gelehrte ordne ich der Einfachheit halber Menschen ein, die sich als Autoritäten ihrer Wissensgebiete darstellten oder so gesehen wurden, die sich als Wissensgeber sahen und ihre Wahrheiten verkündeten, die als Wissenschaftler aller Art, Theologen, Philosophen, Alchemisten, Herrscher, Religionsgründer, wie auch Autodidakten bis hin zum Guru und Schamanen an der Entstehung unseres Weltbildes und dem scheinbarem Wissen über menschliches Verhalten, Emotionen und Reaktionen, über die Psyche, Individuum und Gruppen entscheidend beigetragen haben.
    3. Am Ende entstand eine Liste von 3.000 Gelehrte, die ich so einschätzte, dass sie einen bedeutenden Einfluss darauf hatten und haben, was der Mensch sei, worauf sein Denken, Handeln und Verhalten beruht.
  7. Es hat sich nach über 20 Jahren der Forschung in mir der Eindruck gebildet, dass der Mensch offenbar nicht herausfinden soll, was er als Mensch wirklich ist, warum er so ist, wie er ist.
    1. Das Ausmaß der Meinungen, Annahmen, Vermutungen, die als Wahrheiten über den Menschen dargestellt und verkündet werden ist so enorm falsch, dass es einen nicht wundern muss, dass der Mensch mit diesem scheinbaren Wissen mit sich selbst und anderen so umgeht und sein Leben zu bestreiten versucht, wie er es tut. Die Desinformation über Beziehungen, Liebe, Verhalten und deren Ursachen ist so enorm daneben, dass diejenigen, die dieses scheinbare Wissen nehmen und versuchen damit etwas zu bewirken, mehr dazu beitragen sich und ihre Beziehungen zu zerstören, als sie zu verbessern. Bei allem, was ich über den Menschen in seinem Dasein, wie auch über mich selbst herausgefunden habe, verliert sich jeder Groll über das, was einem im Leben geschehen ist. Man sieht die Menschen nicht mehr als Täter oder Opfer, noch als gut oder böse.
    2. Man erkennt, dass sie in ihrem Zustand und ihrem Wissenstand nicht anders denken, handeln und sich verhalten können, man weiß fortan warum dem so ist und dass es nicht so bleiben muss, die Menschheit sich im Ganzen in ihrem Dasein deutlich verbessern kann, sie nicht dazu verdammt ist so zu bleiben, wie sie ist. Eine Ursache für den weltweiten jetzigen Zustand sind die Lehrmeinungen der Gelehrten, die sie verfasst haben und von denen wir ausgehen, dass sie zutreffen würden, weil sie von genialen Denkern und Forschern entdeckt worden sein sollen.
  8. An dieser Stelle muss ich erwähnen, dass ich mich selbst oft geirrt habe und mich keinesfalls als fehlerfrei und Genie sehe. Wenn man erkennt, dass etwas anders dargestellt wird, als es ist und verwendet dieselbe Logik wie der Gelehrte, wird die eigene neue Schlussfolgerung meist nicht besser ausfallen - zum neuen Irrtum.
    1. Wenn man die Fehler der Gelehrten entdeckt, stellt man mit erschrecken fest, dass man sehr ähnliche Fehler aufgrund derselben Ursachen gemacht hat und macht. Der Aufwand die eigenen Fehler auszumerzen ist enorm, sich die nötige Disziplin anzueignen eine Pflicht. Ansonsten wird man zu dem, was man kritisiert und merkt es nicht einmal. Es ist sicher keinesfalls so, dass ich alles über den Menschen, seinem Denken und Handeln wie auch Verhalten entdeckt habe. Es ist auch nicht so, dass alles aus meinen eigenen Entdeckungen stammen würde.
    2. Glaubwürdigkeit kann man nicht wirklich herbeireden. Sie entsteht vor allem durch Überprüfbarkeit der Aussagen, Angaben von Quellen. Meiner Einstellung nach entsteht sie im Wesentlichen aufgrund eigener Beobachtung, Erfahrung und dem eigenen Erkennen, der Erkenntnisse eines anderen, jedoch nicht durch Erlernen oder Glauben der Erkenntnisse eines anderen. Wirkliches wissen besteht aus dem, was man selbst wahrgenommen, entdeckt, gesehen hat.
    3. Alles andere geht nicht über die Güte einer Information hinaus, dienen der Erweiterung des Bewusstsein, wodurch man in die Lage versetzt wird zu beobachten, was einem zuvor nicht bewusst war.
  9. Wir sind durch das Schulsystem daraufhin ausgerichtet worden, das Erlernte als Wahrheiten zu akzeptieren und Gelehrten pauschal zu vertrauen. Als Kind vermutet man auch nicht, dass einem ein Lehrer etwas falsches lehren würde.
    1. Der durch die Naturwissenschaften in den letzten Jahrhunderten geförderte technologische Fortschritt bewirkte, dass wir Wissenschaftler als zuverlässigere Quellen für Wissen angenommen haben und ihnen pauschal mehr vertrauen, als anderen Quellen. Der technologische Fortschritt täuscht darüber hinweg, dass der Fortschritt in den Geisteswissenschaften bis hin zur Psychologie bei weitem nicht in diesem Ausmaß erfolgt ist.
    2. Als Erwachsener hat man sicher bemerkt, dass es Kriminalität und Betrug gibt, dass in der Politik, Wirtschaft und sozialem Umfeld viel vorgetäuscht wird und in den Wissenschaften und Bildungssystemen sieht dies leider nicht anders aus. Wenn man Aussagen macht, die der allgemeinen Überzeugung entgegengesetzt sind, dann löst dies emotionale Reaktionen aus, die dem entsprechen, als wäre man belogen worden.
    3. Je mehr man von einem Autor oder eine Quelle als Informationen erhält, die man durch Beobachtung und eigenem Erkennen verifizieren konnte, umso mehr steigt die Glaubwürdigkeit des Autors oder der Quelle. Somit sind meinerseits noch viele Artikel zu schreiben, damit der Leser in der Lage ist, die Glaubwürdigkeit durch eigene Erfahrung und eigener Erkenntnis sich bilden kann.
    4. Vor allem steigt die Glaubwürdigkeit durch die erhaltenen Informationen die Verbesserung seines eigenen Daseinzustandes und dem seines Umfeldes die er bewirken konnte. Zu diesem Thema allein sind schon weitere Artikel notwendig, die ich nachreichen werde.
  10. Dennoch ist nicht alles falsch, was sich in den Inschriften, Büchern und Vorträgen auffinden lässt. Es mangelt uns vor allem an Methodik, Zeit und Ausdauer das dargereichte Wissen überprüfen zu können.
    1. Es ist eher so, das Teilwahrheiten bis Halbwahrheiten entdeckt wurden und werden, jedoch nicht koordiniert geforscht und ein aufeinander aufbauendes Wissensgebiet entstand, sondern viele Gelehrte den Versuch unternahmen, die gesamte Welt erklären zu wollen und bemerkten zudem nicht, dass sie jeweils nur aus ihrem eigenen Bewusstsein, Gemüt und Intellekt, wie auch ihren eigenen Einstellungen und Motiven heraus ihr lediglich eigenes Weltbild oder die Sicht auf Daseinzustände zum Besten gaben und geben.
    2. Hierbei ist auffällig, dass sie sehr wohl gut beobachten konnten und ihre Beschreibungen oft weitestgehend zutreffen, jedoch ihre Schlussfolgerungen in Bezug auf Ursachen und die Struktur der Psyche lediglich ihrem Vorstellungsvermögen und ihrer Logik entspringt. So sind viele ihrer Erklärungen und Schlussfolgerungen nicht mehr als Beschreibungen und letztlich irreführend.
  11. Viele der heutigen Theorien über den Menschen lassen sich bereits in ihren Ursprüngen bis hin zu 60.0000 zurück verfolgen. Die in Schulbüchern stehende und im Studium gelehrte Menschheitsgeschichte, hingt inzwischen dem aktuellen Forschungsstand deutlich hinterher, sodass in der Gesellschaft weitestgehend eine falsche Vorstellung vorherrscht.
    1. Bis ein Schulbuch oder ein Studiengang auf dem aktuellen Stand gebracht ist, vergehen aufgrund des Aufwands und der Bürokratie Jahrzehnte und länger. Man lernt nicht den aktuellen Wissensstand, sondern vorwiegend die Lehrmeinung der Gelehrten.
    2. Die Wiege der Zivilisation findet sich nicht in Europa, sondern im Gebiet der heutigen Türkei bis Indien und um das schwarze Meer herum. Somit auch nicht in ihrem Ursprung bei den Philosophen des antike Griechenlands. Dies aufzuzeigen würde eine eigene Serie an Artikeln benötigen.
    3. Die für die heutigen Theorien spielt das antike Griechenland eine bedeutende Rolle, die maßgeblich darin besteht, dass sie viele Schriftstücke ihrer Gelehrten und insbesondere ihrer Philosophen hinterließen. Auch dies aufzuzeigen erfordert eine ganze Serie an Artikel.
    4. Ihnen verdanken wir auch das „Erkenne dich selbst“ in ihren Schriften und ihre Ideen für die Nachwelt erhalten und immer wieder aufgenommen wurden, worauf sich der nächste Artikel beziehen wird. Machen wir einen Sprung in die Zeit der Aufklärung, da hier die Modifizierten Theorien entstanden auf deren Basis die heutigen Wissenschaften operieren.
  12. Zur Zeit der Aufklärung bildeten sich aus den Religionen und als deren Nachfolger die Psychiatrie, Psychologie und Soziologie. Sie übernahmen das bis dahin erarbeitete Wissen und besonders im 19. Jh. wurden enorme Erfolge in den Grundlagen aller entstandenen Wissenschaften erreicht.
    1. Dennoch gibt es wohl kaum eine frühere Theorie, die bis heute nicht fortbesteht und keine, die das Dasein des Menschen, dessen Daseinzustände und deren Ursachen ausreichend und stimmig erklärt. Wer sich mit diesem Thema beschäftigt wird sehr schnell erkennen, dass das sich über die ca. 2.500 Jahre angesammelte schriftliche Material einen Umfang erlangt hat, für den man mehrere Leben benötigen würde, um es lesen und auswerten zu können. Ich folgte stattdessen der Strategie, mich auf diejenigen Autoren und Schriften zu konzentrieren, die meist von den Gelehrten bevorzugt und die mit einzubeziehen, die von den Gelehrten am meisten denunziert und kritisiert wurden.
    2. Weiter stellte  ich fest, dass bei denjenigen, die am meisten verabscheut werden, oft mehr Wissen höherer Güte zu finden ist, als die Gelehrten als zutreffend bereits entschieden hatten und auf deren ihre eigene Forschungsarbeit und Theorien beruhen. Zum anderen wiesen die von Gelehrten zurückgewiesenen Schriften auf die klar erkennbaren Mängel in ihren Theorien hin, wenn sie auch selbst nicht unbedingt zu höherem Wissen beitragen konnten. Trotzdem wurden viele dieser Theorien aufrechterhalten.
    3. Für Gelehrte ist es offenbar viel bedeutender durch andere nicht widerlegt und kritisiert zu werden und ihre Stellung und Autorität zu bewahren, als die Wahrheit den Vortritt zu lassen.
  13. Sehr bald, nachdem ich meine Forschung begonnen hatte, wurden mir die Widersprüche der Gelehrten und Theorien untereinander bewusst, wie auch das beständige hin und her der Annahmen über die Epochen hinweg. Aus fast jeden maßgeblich zum Weltbild und Menschenbild beitragenden Gelehrten entstand zudem meist eine ganze Philosophie oder Denkschule. Ich erkannte bald, dass viele ihrer Fehler aus ihrer wissenschaftlichen Methodik, ihrer Logik und ihren Einstellungen heraus bedingt resultieren, sie es daher auch selbst nicht bemerken können.
    1. Fast jeder Wissenschaftler, der auf der Basis aristotelischen Logik und Methodik forscht, ist offenbar zu Fehleinschätzungen verdammt. Nur jene, die sich davon lösten und ihrer Intuition folgen, sich von wissenschaftlicher Methodik der Scholastik trennten hatten wirkliche Chancen etwas von Bedeutung und Wichtigkeit zu erkennen. Ich habe mir daher über die Jahrzehnte hinweg eine eigene wissenschaftliche Methode entwickeln müssen, um Daten als richtiger oder falscher einschätzen zu können. Ansonsten wäre ich nicht anders geworden als die Gelehrten.
  14. Zu all dem vorangegangenen werde ich noch in weiteren Artikel eingehen und auch entsprechende Beweise für meine Aussagen vorlegen, so dass der hier beschriebene Eindruck auch nachvollzogen werden kann. Worauf ich eigentlich hinaus will ist eine andere Erkenntnis, die schon vor tausenden Jahren propagiert wurde: „Erkenne dich selbst“.
    1. Der Großteil der Forschung in Bezug auf den Menschen wurde darauf verwendet, wie andere Menschen sind oder der Mensch an sich ist. Parallel dazu wurde erforscht, wie die Welt entstehen konnte und ob sie Gott erschaffen habe oder nicht. Was über den Menschen herausgefunden wurde, wurde zu allen Epochen dazu genutzt um dem Menschen zu sagen, was er sei und um ihn in seinem Denken, Handeln und Verhalten vorhersehbar zu machen und manipulieren zu können. Es gab auch viele Gelehrte, die wirklich versuchten die Geisteskrankheiten der Menschen zu heilen. Deren Methoden entsprangen öfter wohl ihrer eigenen geistigen Krankheit, wenn man sich die Geschichte der Psychiatrie mal genauer anschaut.
  15. Nach all meiner Forschung und Entwicklung hat sich ergeben, dass man niemandem der Gelehrten trauen kann, die einemen sagen, wie oder was man sei. Ob Gelehrter, Psychologe oder Freund und egal welcher Theorie folgend, kann jemand nur aus seinem Wissen und Bewusstsein heraus einschätzen und sagen, wie man für ihn selbst ist, oder nach einer der vielen sich widersprechenden Theorien sei.
    1. Ich habe mir 60 der aktuellen Persönlichkeitsbestimmungen, alternativ Persönlichkeitstest, vorgenommen und deren historische Entwicklung bis hin zu ihren Ursprüngen zurückverfolgt und analysiert. Sie alle stammen aus wenigen Quellen, die sich bin hin zu Mysterienkulten, Okkultismus, Alchemie, Astrologie und ursprünglich religiösen Schriften und Mythen zurückführen lassen.
    2. Über die Aufklärung hinweg bis in die Mitte des 20. Jh. wurden die Ursprünge der Theorien vertuscht und Wissenschaftliche Studien erfunden, die als Beleg für die Richtigkeit der Theorien und Test dienen sollten. Allen Tests ist gemeinsam, dass sie wenn überhaupt nur eine momentane Verfassung eines Menschen einschätzen können. Sie haben eine gewisse Zuverlässigkeit, die jedoch aufgrund der weit über 2.500 Jahre Beobachtung menschlichen Verhaltens beruht, jedoch auch aus der Sicht falscher Betrachtungen über die Psyche des Menschen entstanden sind. Dies
    3. bedeutet, dass die Test zwar einigermaßen zutreffend den Zustand einer Person beschreiben, die den Zuständen zugewiesenen Ursachen und Erklärungen jedoch weitestgehend falsch sind. Im 20. Jh. wurden die Test maßgeblich für die Wirtschaft und das Militär für die Auswahl von Arbeitern, Angestellten und Soldaten weiterentwickelt. Die hierzu verwendeten wissenschaftlichen Methoden, wurden weitestgehend in ihrem Ursprung und Umfang vorgetäuscht.
  16. „Erkenne dich selbst“ - also nicht, „Lass dir von anderen sagen wer du seist“ sondern selbst derjenige zu sein, der herausfindet wer man als Selbst ist, ist wohl eine bedeutende Herausforderung im Leben und weit wichtiger als so vieles, mit dem wir uns so alltäglich beschäftigen.
    1. Die Masse der Menschen scheint mehr darum bemüht zu sein, dass andere für sie so sind, wie sie andere gerne für sich haben wollen, anstelle sich darum zu kümmern, wie sie selbst sein könnten, wer sie wirklich sind. So versuchen die meisten Menschen auf andere einen direkten bis versteckten Einfluss auszuüben, damit man für sie angenehm wird, sich ihren Vorstellungen anpasst, wodurch sich ergibt, dass sie selbst so bleiben können, wie sie sind.
  17. Das Ausmaß allgegenwärtiger Täuschung wird mir immer mehr bewusst, bestehend aus Selbsttäuschung - sich selbst zu täuschen -, sich in etwas oder jemand zu täuschen, wie auch getäuscht zu werden oder andere zu täuschen, scheint ein maßgebender Faktor im menschlichen Dasein zu sein und einen hohen Einfluss auf dem Verlauf des eigenen Lebens zu haben.
  18. Daher „Erkenne dich selbst“, was wohl auch daraus besteht herauszufinden worin und warum man sich selbst täuscht, sich in etwas oder jemand täuscht, wie man getäuscht wird und wie man andere täuscht. Dies wissend muss man die Forschungsergebnisse der früheren Gelehrten, wie auch der heutigen Wissenschaftler mit bedacht angehen. Sie alle hatten und haben ihre Motive und Absichten einem gegenüber und sich selbst erkennend sind sie nicht anders, als man selbst ist. Es wäre sehr naiv, das Wissen anderer als Wahrheiten einfach anzunehmen, da sich bislang keine Theorie über den Menschen und sein Dasein als richtig erwiesen hat. Es wäre auch sehr naiv zu glauben, dass man wisse, wie man selbst und alles wirklich sei – so naiv zu sein, wie ich es einst wahr
  19. Ich bin zumindest soweit gekommen, dass ich mich in der Verantwortung sehe mitteilen zu müssen, was ich bislang über den Menschen und seine Psyche, dem Selbst, dem Ego, der Persönlichkeit entdeckt habe und welche Methoden zur Selbsterkenntnis für andere hilfreich sein könnten. Methoden die man selbst, ohne Beeinflussung durch andere auf sich selbst anwendet. „Erkenne dich selbst“ liegt in der eigenen Verantwortung, sollte nach meinem besten Wissen und Gewissen nach im Hinblick auf die Verbesserung seines Daseinzustandes, auch weitestgehend in Eigenleistung betrieben werden. Soweit man noch einigermaßen bei Verstand ist, lesen kann und den Willen dazu aufbringt, sich dieser Herausforderung zu stellen, hat man gute Chancen dies in Gradienten erreichen und mit jedem erreichten Gradient auf seine Lebensqualität aus sich selbst heraus verbessern zu können. Dies besagt nicht, dass man dies immer allein ausführen kann, man wird jedoch in die Lage versetzt, die wirkliche Hilfe und Unterstützung in anderen zu erkennen.
  20. Wenn man zu einem Gläubigen einer Religion oder einem Jünger eines Gurus oder standhaften Vertreter einer Wissenschaft, der Soziologie oder Psychologie geworden ist, so wird man diesen Weg sich selbst zu erkennen nicht wirklich gehen können, da man durch deren Lehrmeinungen, die sie meist nicht beweisen können, voreingenommen ist, durch ihre Organisationen nach deren Vorstellungen bereits ausgerichtet ist.
    1. Ist man Christ, so stimmt man unbewusst damit über ein, dass man von Dämonen besessen sei. Ist man Buddhist, so stimmt man unbewusst damit überein, dass man sein Ego vernichten müsse. Ist man Neoplatonist, so stimmt man damit unbewusst überein, dass man Philosoph sein sollte und das wahre Glück im Sterben liege, wie es Platon einst vertrat. In jeder anderen Religion, Philosophie oder besser gesagt der Vielzahl seit langem etablierter Glaubensrichtungen, wie auch in der Esoterik, die ich bislang überprüft habe, sieht es ähnlich aus.
  21. Dennoch kann man auch in ihnen Nützliches für sich finden, ist in diesen Organisationen nicht alles falsch oder schlecht. Insbesondere darf man den dort tätigen Menschen nicht negativ gegenüber eingestellt sein, da sie meist nicht erkennen, woran sie beteiligt sind und wirklich davon überzeugt sind Gutes anderen angedeihen zu lassen. Ich empfehle nur dringend sich von keiner Organisation so einbinden und mit ihren Ideen über das eigene Dasein vollstopfen zu lassen, dass man für die Wahrheit blind wird.
  22. All diese Organisationen beweisen durch ihre andauernde Existenz, die meist viele Jahrhunderte bis Jahrtausende zurückreicht und ihrem Versagen darin, die Problemstellungen des Menschen nachhaltig zu lösen, dass sie Wissen vortäuschen, insbesondere wenn sie vorgeben den einzigen Weg zu haben, der den Menschen Befreiung, Erlösen und Wohlergehen verspricht. Egal welche Theorien man hört, einschließlich meiner Aussagen, sollte man den Abstand zu ihnen bewahren, sie prüfen. Denn nicht alles, was Wirkung erzeugt tut einem wirklich gut, viele Methoden bewirken nicht mehr als das man für andere gefügig wird.
  23. Gute Methoden erkennt man vor allem daran, wie sehr sie dazu beitragen sich im Bewusstsein und Gemüt zu steigern, wie sehr man an Fähigkeiten und Fertigkeiten dazu gewinnt. Hypnose bewirkt z.B. genau das Gegenteil. Anstelle die Schatullen irgendwelcher Organisationen zu füllen und deren Macht zu stärken, sollte man in sich selbst investieren und seine eigene Macht stärken.

„Erkenne dich selbst“

Weitere Artikel zu diesem Thema folgen.