Werk:In Bezug auf den Informationsfluss - Informieren mit Zweck und Ziel
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Informationsethik - die Zensur der eigenen Kommunikation.
Ureigenwerk Liste Werke von Klaus Feldmann
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14. Juni 2020 n. Chr. erst.
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Leserschaft: Niemand
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Informationsethik - die Zensur der eigenen Kommunikation.
Im Wesentlichen zeigt dieser Artikel das Gute einer ethischen, moralischen und gerechten Zensur auf, die Vernunft fördert im Gegensatz zur Zensur im heutigen Sinne – der Gedankenpolizei und Propaganda.
Es findet tatsächlich keine Kommunikation ohne eine mehr oder weniger intensive Zensur statt. In Bezug auf Zensur geht es um die gezielte Auswahl, wann man was wie an Informationen verbreitet. Zensur bedeutete vom lateinischen Ursprung sinngemäß, Einschätzung, Beurteilung, Kritik.
Jeder der Informationen erstellt und/oder verteilt und dabei selektiv vorgeht, also Informationen, deren Inhalte, Informationsquellen und Informationsempfänger auswählt oder auf irgendeine Weise bestimmt, betreibt unbewusst bis bewusst Propaganda, propagiert Ideen durch Informationen und übt damit einen Einfluss auf andere aus.
Der einzige ethische Punkt eine Zensur zu betreiben liegt in der eigenen Position und Stellung vor dem Weiterleiten einer Information in einen Informationsfluss eines Informationskanals und liegt somit in der Eigenverantwortung.
Grundannahme: Selbst ausgeführte Zensur sei eine ethische, moralische und gerechte Handlung.
Heutzutage besteht die Zensur aus einer Kontrolle und Steuerung aller Kommunikationswege und deren Inhalte, wobei der Zugang zum Informationsfluss, wer was wann empfangen darf so gesteuert wird, dass nur Systemkonforme Informationen eingebracht und entnommen werden können und dem widersprechende Informationen und deren Informationsgeber so diskriminiert werden, dass Informationsnehmer von der Wahrheit und dem tatsächlichen Geschehen ausgeschlossen werden, sie somit nicht oder falsch informiert werden.
Diejenigen, die eine derartige Zensur ausüben verfolgen damit Motive und Ziele, die den Informationsnehmern verborgen bleiben. So führt der so zensierte Informationsfluss ein ganzes Staatsvolk beständig in die Irre, in Fallen und lässt sie in der Illusion von Wahrheit, die allumfassende Täuschung ist.
Aus Ausmaß der gegenwärtigen Desinformation der Menschheit ist so umfangreich, dass ich hier nur andeuten kann, dass es keine Religion, Philosophie, Wissenschaft etc. gibt, die ethisch, moralisch und gerecht mit Informationen, Kenntnissen und Wissen an sich umgeht.
Da dies bereits seit ca. 12.000 Jahren mit dem Aufkommen der Zivilisationen systematisch betrieben wird, befindet sich der Mensch von Geburt an unbewusst bereits im Zustand der Selbsttäuschung, der Täuschung über die Natur seiner Selbst. Seine Wahrnehmung ist auf ein Überleben in der Natur ausgerichtet und je mehr er sich eine künstliche Welt erschafft, sich umso leichter im Dasein in seiner Wahrnehmung täuscht. Dadurch bewirkt er selbst die Notwendigkeit andere zu täuschen, um in einer Zivilisation und einem sozialen System bestehen zu können.
Aus dem System, der Zivilisation und seinem sozialem Umfeld erwirkt dies wiederum die Notwendigkeit ihn zu täuschen. Selbsttäuschung ist im Grunde die Zensur der Wahrheit gegenüber sich selbst, die Täuschung anderen die Zensur der Wahrheit ihnen gegenüber und getäuscht zu werden, einem entgegengebrachte Zensur der Wahrheit. Somit besteht grundlegend ein allgegenwärtiger Mangeln an Wahrheit. Unbewusst wissen wir dies und Wahrheit ist keinesfalls erwünscht. Die Illusion ist so umfassend, dass es benötigt wird, um überhaupt überleben zu können. Wer die Wahrheit spricht, Lösungen gibt findet kaum Resonanz, erfährt Mobbing, Diskriminierung, wird verjagt und auch getötet. Wer die Wahrheit sagt, benötigt ein schnelles Pferd, sagt man sich nicht ohne Grund.
Macht man sich auf die Suche nach Wahrheit so finden man oft Wahrheiten, die wiederum nur Täuschungen von Täuschungen sind. Dies trifft umso mehr zu, je mehr es den Mensch an sich und die Menschheitsgeschichte betrifft. Die meisten Wahrheitsverkünder waren zu allen Epochen Täuscher. Nur wenigen gelang es Wahrheiten zu verbreiten.
Die meisten wissen nicht einmal was Wahrheit ist.
Nun geht es bei vielen darum das Weltgeschehen zu erfassen und zu verstehen und schon das Ziel dieses Strebens verliert sich in Unbestimmtheit. Er ist nach meinem Eindruck nicht einmal in der Lage das Geschehen in seinem direkten Umfeld zu verstehen.
Zum Weltgeschehen könnte vielleicht etwa 1.500 Videos, ca. 200.000 Webseiten 400 bedeutende primäre Bücher und 1.500 weitere sekundäre, sowie ca. 3.000 Profile bedeutender Personen der Menschheitsgeschichte, sowie 10.000 Seiten meiner eigenen Ausarbeitungen dazu posten, die alle zuThema passen, die ich in 25 Jahren auf meinem Server gesammelt habe. Es sind etwa 6 Gigabyte komprimiertes Datenmaterial aus Religion, Philosophie, Physik, Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Soziologie, Psychologie, Systemtheorie, Sozialpsychologie und viele weitere Disziplinen der Wissenschaften.
Wer dies alles in einem Rutsch bekommt und durcharbeiten wollen würde, würde wohl geschätzte 5 Jahre täglicher Forschungsarbeit benötigen, um dies alles zu erfassen. Ich denke jeden Tag, dass dies nur ein kleiner Bruchteil des Wissbaren ist und ich daher viele Leben benötigen würde um auch nur alles zumindest wertvolle an Wahrheiten zusammenzutragen. Es entsteht ein unendlicher Wissensstrom, ein Informationsfluss an Daten, der einen letztlich nur überwältigen wird. Meine eigene Forschung hat einen Umfang erreicht, dass ich schon einen Forscher daran setzen könnte der diese wiederum erforscht.
Es ist daher erforderlich entsprechend nach Bedeutung, Dringlichkeit und Wichtigkeit einen letztlich nutzbaren Informationsfluss zu gestalten, der eine hohe Güte an Wissen und Wahrheit mit sich führt, aus dem sich letztendlich dann ein Wissensfluss entwickelt.
Ich informiere daher nach den drei Siebe Sokrates möglichst das, was wahr, schön und gut ist. Diese antike Vorstellung lässt jedoch das aus, was unwahr, schlecht und ungut ist. So poste ich beides zur Ermöglichung der Einschätzung, jedoch mit dem Ziel am Ende als Produkt das zu bewirken und zu erhalten, das Sokrates gerne ausschließlich erhalten hätte.
Dann treffe ich nach Eisenhower die ‚Auswahl anhand dessen, was dringend und wichtig ist, denn es gibt so vieles, das man wissen und tun könnte. Würde man dies nicht tun, so beschäftigt man sich zwar möglicherweise mit Nützlichem, doch der Schaden sich nicht um Wichtiges und Dringendes zu kümmern, wird einem sehr schnell daran hindern überhaupt noch etwas tun und zu wissen können. Man verzettelt sich zu schnell.
Dies steigere ich nochmals indem mir sage es sollte zur Aktualität passen, von Bedeutung und nützlich im Hinblick auf die Verbesserung von Zuständen sein, um Wichtiges und Dringendes besser erkennen zu können.
So kreiere ich meinen Anteil am Informationsfluss und fische mir die Informationen aus ihm heraus, die ich als solche erkenne - nehme also auf die gleiche Weise heraus, wie ich auch etwas hineingebe.
Ich lege keine Regeln oder Barrieren in den Informationsfluss, da dieser schnell und ohne Turbulenzen ungehindert fließen soll, sondern an seinem Zufluss der meiner Selbstbestimmung und Selbstkontrolle unterliegt, da mir bewusst ist, dass ich durch das geben von Informationen direkt oder indirekt Fremdbestimmung auf andere und somit einen Einfluss auf ihr Leben und Lebensstil ausübe. Was geschieht, wenn ich ihnen sage etwas sei wahr oder nützlich und ist es letztlich nicht?
Dadurch halten ich den Informationsfluss so schmal wie möglich. Wiederholte eingebrachte Informationen betrachte ich als Erinnerungen und lasse sie an mir vorbeifließen. Für mich neue Informationen fische ich heraus und arbeite sie gewissenhaft durch, um Wahrheitsgehalt und Nutzen aus ihnen zu ziehen.
Vorzugsweise lasse ich meine eigenen Erkenntnisse in den Informationsfluss einfließen und antworte eher auf Rückfragen und gebe dann weitere Informationen, als all die Informationen einfließen zu lassen, die zu dieser Erkenntnis führten. Ich unterscheide mein Wissen in
1. Gewissheiten, Wissen das auf der Basis eigener Erfahrung, eigenem Erleben, eigener Erkenntnis und auf Anwendbarkeit beruht und
2. in Kenntnisse, etwas das ich weiß, weil ich es auf irgendeine Weise erlernt habe und dann
3. in Informationen, Wissen das noch ungeprüft ungelernt ist und ich dessen Wahrheitsgehalt und Nützlichkeit ich nicht kenne.
Informationen betrachte ich als etwas das mich in Formation, in eine Form bringt mit etwas, Situationen, Zuständen oder jemand umgehen zu können, mich in die Lage versetzt Kenntnisse bis hin zur Gewissheiten zu erlangen.
Ich erwarte von anderen dass sie meine Informationen als Informationen und nicht als Kenntnisse, Wahrheit oder Gewissheit annehmen, da sie selbst zu ihrer Information, Kenntnis und Gewissheit gelangen sollten.
Diese eigene Gewissheit gebe ich als Kenntnisse formuliert als Information in den Informationsfluss entsprechend meiner ethischen Haltung mir selbst, anderen und der Natur gegenüber wohlwollend eingestellt zu sein, gleichrangig nach dem eigenen Wohlergehen, dem anderer und der Natur zu streben und zum Erhalt guter Zustände und der Verbesserung bestehender Zustände beizutragen.
Durch das, was ich in den Informationsfluss als Information eingebe, kann sich jemand meist selbst in Formation bringen, seinem eigenen Zustand, den eines anderen oder sein Umfeld im Bedarfsfall tatsächlich verbessern.
Besteht aktuell kein Bedarf, so kann er diese Information für später zur Seite legen oder sie als unbrauchbar verwerfen oder sie in einen anderen Informationsfluss geben, in dem er meint es jemand mit Bedarf daran an dessen Ufern geben könnte.
Es liegt in der jeweiligen Selbstbestimmung, Selbstkontrolle und Eigenverantwortung, ob und was jemand wann wie und wo mit dieser Information macht.
In Bezug auf Informationen muss man beachten, dass sie entsprechend ihres Wahrheitsgehaltes mehr oder weniger nützlich jedoch auch zugleich anteilig schädlich sind. Aufgrund dessen das alles anteilig an sich Yin-Yang entspricht, enthält das Gute auch das Schlechte in sich oder kann es hervorbringen, wie auch umgekehrt.
Ich schätze daher die Güte einer Information danach ein, ob sie potentiell mehr Gutes als Schlechtes bewirken wird und ob das Gute das Schlechte wieder gut machen kann - somit eine Verbesserung eines Zustandes trotz der Nachteile damit bewirkt. Die Nebenwirkungen einer Information dürfen deren Nutzen nicht zu Nichten machen, geradeso, wie bei einem Medikament.
Ein Informationsfluss sollte so durch die dazu Beitragenden geregelt werden, dass er nicht über seine Ufer tritt, er sich nicht aufstaut und auch nich so schnell fließt, dass alles hinweggespült wird. Wer diese Analogie eines Inforationsfluss weiter durchdenkt, wird von selbst alles notwendige erkennen, wie man in Bezug auf die Verbreitung von Informationen auf eine angemessene Weisse umgehen sollte. Eine Information ist zudem eine Art Richtlinie zur Ausrichtung des eigenen Denken und Handelns - sie ist kein Dogma.
Dies ist meine ethische, moralische und ich denke gerechte Art und Weise mit Informationen umzugehen. Wäre dies eine allgemein gelernte Form in Anwendung, so würde unser Weltgeschehen sich schon sehr bald als etwas anderes offenbaren, als es ist.
Autor Klaus Feldmann © 2020