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Werk:Kreislauf des Lebens

aus AufEinWort, der freien Forschung

Über diese Seite Werk


Gründet auf dem Werk „Drehbuch für die Meisterschaft im Leben“ Ron Smotheron
Meisterschaft des Lebens
Entwurf Liste Werke von Klaus Feldmann 
Buch
1. Juni 2002 n. Chr. erst.  
Ausgabe 01
Ausgabe 01
Leserschaft: Niemand
unvollendet
ungeprüft
↓ Meine Bibel
Am 6. 11.2002 aufgrund von "Drehbuch für die Meisterschaft im Leben Ron Smotheron – 1980.PDF"
2002110601 Kreislauf des Lebens.pages

Stand:03.10.03

Kreislauf des Lebens

Stand 1.6.2003

Dieser Entwurf wurde zuletzt bearbeitet am 9.8.2004 und der von „Meisterschaft des Lebens“ zu „Kreislauf des Lebens“ geändert.

Ein weiterer Entwurf ist unter dem Namen "Meine Bibel" am 20. März 2003 entstanden

Kopie von 2002110601 Meisterschaft des Lebens 5.doc

Um den Menschen zu verstehen, muss man das Gehirn und die Grundregeln des Lebens verstehen.

Nachdem ich Unmengen von schriftlichem Material gelesen, sowie eine ganze Reihe von Dokumentarfilmen aus der Tierwelt und aus einer Vielfalt von Wissenschaftsdokumentarfilmen gesehen habe, kam mir eines Tages die Idee, daß wohl Milliarden von Jahren an Evolution in jeder Zelle von uns stecken. Letztendlich kam ich zu dem Schluß, daß es daher wichtig ist, die Grundlagen des menschlichen Körpers und insbesondere des Gehirn zu verstehen, da er nun einmal aus Unmengen von Zellen besteht. Die in diesem Buch verwendete Erklärung über das Gehirn stammt aus einem Lexikon. Die Vermutung liegt jedoch nahe, dass wir noch am Anfang unserer Forschung stehen. Wenn man ein Lexikon durchsieht, welches vor z.B. 50 Jahren geschrieben wurde und es mit einem aktuellen Lexikon vergleicht, so muss man feststellen, daß eine ganze Reihe von Grundregeln unverändert geblieben sind. Des Weiteren sind jedoch auch viele neue Grundregeln hinzugekommen und einige sind jedoch völlig verworfen und Andere nur verändert oder ergänzt worden. Somit unterliegt auch ein Lexikon einer gewissen Weiterentwicklung. Schaut man sich jedoch eine religiöse Schrift an, so muß man feststellen, daß sie scheinbar, bis auf kleine Änderungen in der Interpretation oder Übersetzungsfehlern unverändert geblieben sind. Die Religionen scheinen sich dagegen zu wehren die neuen unumstößlichen wissenschaftlichen Erkenntnisse anzunehmen und sie mit ihrer Religion zu verschmelzen. Vielleicht brachte der Spruch aus der Bibel „Und der Herr sprach es werde Licht“, lediglich für das damalige Verständnis, die Urknall Theorie des Universums zum Ausdruck. Sicherlich wäre jeder der damals von Universum und Urknall gesprochen hätte auf dem nächsten Kreutz oder Scheiterhaufen gelandet. Ich bringe damit zum Ausdruck, dass das Leben Veränderung bedingt und alles was sich in der Vergangenheit dagegen gewehrt hat, ist heute bereits ausgestorben oder ist bereits bedeutungslos oder auf dem besten Weg dahin.

Wissen, Religion und Regierung beinhalten die Ausübung von Macht. Ausschluss von neuen Erkenntnissen und Ablehnung der Anpassung daran, ist mit der Sicherung des Machterhalts gleichzusetzen. Insofern ist Jeder, der bestehende Machtverhältnisse in Frage stellt solange in Gefahr, wie sich diese gegen Veränderung zur Wehr setzen. Die Vergangenheit hat jedoch gezeigt wie geschickt eine überfällige Machtposition durch eine neue ersetzt wird um dann wieder mit neuen dogmatischen Regeln um seinen Erhalt zu kämpfen. Die Lösung besteht darin umfassend die Grundregeln des Lebens zu verstehen und Wissen allgemein zur Verfügung zu stellen.


Warum der Mensch, Mensch ist.

Individuum

(was ist ein Individuum?)

Gene

(was sind Gene?)

Mutationen

(Was sind und wie entstehen, Mutationen?)

Organe und Organsysteme

(Was sind Organe und wie bilden sie ein System?)

Symptome

(Was sind Symptome?)

Instinkt

(Was ist ein Instinkt?)

Wissen und Wissenschaft

(Was ist Wissen?)

Wissenschaft heißt Wissenschaft weil sie Wissen schafft.

Die Vernunft

(mehr Beschreibung!)

Die Fähigkeit sinnliche Wahrnehmungen geistig zu verarbeiten, Dinge und Erscheinungen in ihrem Zusammenhang zu begreifen.

Der Geist

(mehr Beschreibung!)

Die in Form des denkenden und wollenden Bewusstseins über das Sinnliche und Materielle hinausreichende Dimensionen des menschlichen Seins.

Die Seele

(nicht vollständig!)

Die von einer übergeordneten Kraft oder Macht (in der Regel wird die Macht als Gott bezeichnet) geschaffene geistige Wesensform des Menschen die neben der körperlichen Wesensform als unsterblich gilt.

Neben der auf die einzelne Person bezogenen Seele gibt es auch übergeordnete Seelen die ein ganzes Volk  und/oder die ganze Welt umfassen.

Der Charakter

Das Gefüge ererbter Anlagen und erworbener Einstellungen und Strebungen, das nach außen als relative Stetigkeit von Verhaltensmustern die individuelle Eigenart eines Einzelnen im Unterschied zu Anderen bestimmt.

Charisma

Eine als besonders außer alltäglich geltende Eigenschaft die einer Person zugesprochen wird.

Diese Eigenschaft kann eine besondere Weisheit, Heilungskraft, Erkenntnis oder auch Erscheinungsbild sein, die im Allgemeinen als Charisma oder Ausstrahlung bezeichnet wird. Maßgeblich sind objektive sondern subjektiv den Charismatikern von ihren Anhängern zugeschriebene Eigenschaften.

Objektiv

(was ist Objektiv?)

Subjektiv

(was ist Subjektiv?)

Emotion

(was sind Emotionen?)

Erleuchtung

Gemeint ist der Zustand der absoluten Zufriedenheit (wird auch als Erleichterung empfunden). Dieser Begriff wird sehr oft in der Religion für Personen benutz die ihrem Gott sehr nahe stehen oder für Personen die über ein hohes Maß an Erkenntnissen über das Leben verfügen.

Abstraktion

Ist die zusammengefasste Darstellung oder Gesetzmäßigkeit eines Vorganges oder Zusammenhangs

Integrität

Makellosigkeit, Unbescholtenheit, Unbestechlichkeit, Unverletzlichkeit

Kontext

Der umgebende inhaltliche Gedanken-, Sinnzusammenhang, in dem eine Äußerung steht, u. der Sach- u. Situationszusammenhang, aus dem heraus sie verstanden werden muss.

Manifestieren

offenbaren, kundgeben, bekunden

physische

das natürliche , körperliche betreffend

Metaphysik

Begriff der in der Philosophiegeschichte alle systematischen Entwürfe bezeichnet, die sich auf die Erkenntnis der letzten bzw. ersten Gründe (Philosophia prima) konzentrieren. Die Metaphysik beansprucht eine alle anderen Disziplinen (z.B. Logik, Erkenntnistheorie, Ästhetik) umfassende Universialität. So gesehen gilt die Metaphysik als Synonym für Philosophie. Für Aristoteles, der in 14 Büchern (später u.d. T>M.< hg.) erstmals den Versuch gemacht hat, die Philosophie auf allgemeingültige Prinzipien zu begründen, ist Metaphysik als Anfang aller Philosophie. In diesem Sinne wird auch im MA die Metaphysik als >die Königin der Wissenschaft< bezeichnet. – Metaphysisch sind alle Erkenntnisse, die sich auf das beziehen, was jede mögliche Erfahrung überschreitet, bei Kant zum Beispiel >transzendental ( auch >Transzendentalphilosophie).

Zeug

„Zeug“  ist nichts anderes als die Substanz der Unwirklichkeit. Es ist das eigene Verhaftensein an den Illusionen des Lebens.

Als Zeug bezeichnet man im Volksmund gerne den Teil von Gegenständen der keine besondere Bedeutung für das weitere Leben hat. Man könnte sich auch von dem Zeug ohne weitere Nachteile trennen. Als dummes Zeug werden wiederum gerne Vorstellungen oder Meinungen eines Anderen bezeichnet die den eigenen Überzeugungen und Standpunkten widersprechen oder deren Erhalt gefährden oder den jeweils Anderen in Lebensumstände bringen die nicht den eigenen Idealen entsprechen.

„Zeug“ ist ein Begriff, der daher ganz gut zu jenem inhaltlichen Teil unseres Verstandes passt, den wir mit uns herumtragen und nicht mögen, für den wir lieber nicht verantwortlich wären, der aber dennoch unleugbar unter unserer Verantwortung fällt.

Er besteht aus all den Überzeugungen, Meinungen, Stellungnahmen, Urteilen und Vorurteilen, all den Verstandesstrukturen, die der Aufgabe dienen, andere ins Unrecht zu setzen um uns im Zustand des Nichtverantwortlichseins zu halten.

Man kann sein Zeug nicht willentlich ändern. Es wird sich ändern, ganz ähnlich, wie sich die Natur verändert. Wichtig ist die Erkenntnis, dass man selbst nicht das Zeug ist, obwohl man selbst dafür verantwortlich ist. Obgleich man es selbst nicht ändern kann ist man dazu verpflichtet es zu beobachten und es nicht mit der Wirklichkeit zu verwechseln.

Das bedeutet man muss die Grenzen der Erfahrungen, des Bewusstseins des Diesseits überschreiten. Das bedeutet sein Zeug wirkungslos zu machen. Mit anderen Worten gesagt, durch das Zeug hindurch sehen und es dadurch verschwinden lassen um zu erkennen was wirklich ist.

Man sollte tunlichst vermeiden nun aktiv sein Zeug auf irgendeine Weise zu verändern. Dies kann nicht gelingen. Es ist auch nicht nötig, etwas davon zu verändern. Wenn man weiß, dass es nur Zeug ist und nicht die Wirklichkeit ist, nicht man selbst ist, dann wird Zeug unbedeutend. Wirklich unwichtig.

Zeug ist nicht nur unwichtig, mehr als das, es ist nicht einmal wirklich.

Zeug ist die Substanz der Unwirklichkeit.

Im Extremfall wird Zeug, das für Wirklichkeit gehalten wird, in das umgewandelt, was gewöhnlich „Wahnvorstellung“ genannt wird. Das interessante am intensiven Zeug ist, dass jeder dessen Unwirklichkeit sehen kann, außer demjenigen, der für den Verstand verantwortlich ist, der es erfunden hat. Auf einer weniger intensiven Ebene kommt ein Phänomen ins Spiel, das „Übereinstimmen“ genannt wird, wodurch die Tatsache, dass das Zeug, das man hat, unwirklich ist, verschleiert wird. Dass heißt, dass auch andere Leute ähnliches Zeug im Verstand mit sich herumtragen und dadurch Ihre Überzeugung unterstützen, dass Ihr Zeug wirklich ist. Das erzeugt eine Situation, in der außerordentliche Aufrichtigkeit erforderlich ist, um Ihr Zeug zu transzendieren. Im Prozess des Transzendierens seines Zeugs, also des überschreiten der Grenzen die durch das Zeug aufgestellt wurden, wird man seine Übereinstimmung mit den anderen verlieren und diesen Verlust der Unterstützung spüren. Gewöhnlich führt dies dazu, dass man an seinem Zeug festhalten wird. Es ist aber gerade dieses Zeug, dass man mit seinem Leben in einem nicht funktionierenden Zustand verharrt.

Nun kann man sich natürlich fragen „ Wenn mein Zeug nicht wirklich ist, was ist dann wirklich?“ Was wirklich ist, hat bestimmte Merkmale. Alles, was in dieser Welt wirklich ist hat eine bestimmte physische Substanz. Das heißt man kann es anfassen, sehen, wiegen oder auf irgendeine übliche Weise ausfindig machen. Ein anderes Merkmal dessen was wirklich ist, besteht darin, dass der Verstand dazu neigt, diese Wirklichkeit zu verneinen, wenn sie mit dem in Konflikt gerät was er möchte. Die Lieblingsmethode des Verstandes beim Verneinen der Wirklichkeit ist, sie zu ignorieren.

In welchem Verhältnis steht dies zu Zeug?

Zeug würde nicht existieren wenn das, was wirklich wichtig ist, bemerkt und genügend beachtet würde. Für das, was wirklich ist, braucht man kein Urteil, Glauben, Meinung, Einstellung oder Vorurteil. Dieses Zeug braucht man nur für das, was nicht wirklich ist.

Die Existenz von Leben in dieser Welt ist wirklich. Man braucht nicht zu glauben, dass Leben existiert; man muss lediglich seine direkte Erfahrung prüfen um festzustellen, dass es hier lebende Wesen gibt. In dieser Angelegenheit ist Glauben völlig überflüssig. Man braucht keine Meinung dazu zu Haben, dass es Leben gibt, auch keine diesbezügliche Einstellung. Wenn man anfinge zu glauben, dass es Leben in dieser Welt gibt, wäre dies ein irrer Witz.

Unser Zeug ist ein irrer Witz, da es aus Glauben, Meinen, Einstellung, Urteil und Vorurteil über das, was nicht existiert, zusammengesetzt ist.

Wenn man sich also darüber im Klaren ist, was für ein irrer Witz sein Zeug ist, dann kann man dies mit einem Zustand der Erleichterung bezeichnen. Man ist erleichtert von dem ganzen Ballast den Zeug für die Seele ist, was nichts mit heilig oder glauben zu verwechseln ist, sondern man nimmt es leicht. Man weis, das es nicht ernst zunehmen ist. Man ist auf dem Weg, durch Erleichterung zu gewinnen. Andere sind gerne mit einem zusammen, weil man Ihnen erlaubt, zu sein.

In den nächsten Kapiteln wird Zeug von verschiedenen Seiten aus betrachtet. Damit ist die Absicht verbunden, einem die Erfahrung der Tatsache zu ermöglichen, dass Zeug nichts Ernstes ist. Anders gesagt, es ist beabsichtigt, dass man bereit und fähig wird, das Extragepäck, dass man durchs Leben schleppt und das den natürlichen Zustand von Freude im Leben verhindert, fallen zu lassen. Es soll einem das Leben so zugänglich werden wie es ist und nicht wie es nicht ist. Das Ziel ist die Erleuchtung.

Man sollte nicht versuchen anderen auf dem Weg zu Ihrer Erleuchtung zu helfen indem man Ihnen z.B. ihnen dringend diese Kapitel zu Lesen empfiehlt. Der Schutzmechanismus des jeweiligen anderen Verstandes wird entschieden dagegen argumentieren. Der Weg zur Erleuchtung ist wie bei einem Alkoholiker die eigene Erkenntnis dass er Alkoholiker ist und das Alkohol sein Leben bestimmt. Erst dann ist er in der Lage zu lernen mit dem Alkohol umzugehen und ihn zumindest zu kontrollieren. Bis dahin wird er es leugnen und gleich gesinnte suchen, die Ihm seine Realität bestätigen.

Überzeugung

Über Zeug kann kein wahrhaftiges Wissen geschaffen werden.

Überzeugung steht am Abschluss eines Vorgangs bei dem bestimmte Urteile, Umstände, Verhältnisse etc. mitgeteilt und bewertet und sie in Form einer Entscheidung, Grundsatzes oder Aussage angenommen wurden, welche eine mit der Überzeugung verbundene feststehende Konsequenzen enthält.

Überzeugungen zu bilden bedeutet für den Verstand, einen künstlichen Zustand zu schaffen. In diesem Zustand wird jemand oder etwas –gemäß den Definitionen des jeweiligen Verstandes- als wahrscheinliche Wirklichkeit angenommen, ohne zu prüfen was in Wirklichkeit ist. Somit ist eine Überzeugung ein bloßes Vorgehen des Verstandes, das ihm dazu dienen soll, das eigene Erleben eines Sachverhaltes, Umstandes etc. nicht durchzuführen sondern ihn im Gehirn zu bilden und für den weiteren Gebrauch abzuspeichern.

Das Wort „Überzeugung“ enthält schon in seiner Wortschöpfung alle Angaben über seine Herkunft, seinen Wert und dessen Bedeutung und beabsichtigte Anwendung. Wenn wir jemanden von etwas überzeugen wollen, dann ersetzen wir die Möglichkeit desjenigen, aus eigenem Antrieb selber die Dinge so zu erfahren wie sie wirklich sind, durch eine ganze Reihe von Beschreibungen, Meinungen, Urteilen etc., um jemanden eine Sache oder Umstand so darzulegen, dass er auf dieser Basis hin Entscheidungen für sich und andere fällen kann.

Somit kommt derjenige über Zeug immer an Wissen 2ten Grades. Wissen 1ten Grades ist Wissen welches selber direkt erfahren konnte und damit sind sie für jede Person immer einmalig. Wenn ich etwas erlebt habe und es weitergebe, ist es Wissen 2ten Grades für den jeweils anderen. Fernsehn und Radiohören ist oftmals Wissen 3ten Grades oder weitaus höher angelegt. Wenn ich mich durch fernsehen von einer Situation in einem anderen Land überzeugt habe, dann nehme ich dieses Zeug was ich gesehen und gehört habe als mein Wissen an und werde danach handeln und gegebenenfalls Andere in einer weiteren Stufe der Gradienten davon berichten. Jedes Lebewesen, welches zumindest über eine Grundform eines Gehirns verfügt, hat 3 Formen von Wissen. 1.Instinkt, 2. Erleben, 3. Überzeugungen. Der Anteil von Instinkt und Erleben ist bei Tieren deutlich höher als der Anteil von Überzeugungen. Die Bildung von Überzeugungen werden erst durch eine bestimmte Form der Kommunikation, ermöglicht. Der Satz, „Überzeug Dich doch selbst.“, wird von uns oft verwendet, wenn wir z.B. in einem unnötigen Streitgespräch sind. Hier ist jedoch meistens damit gemeint „Erleb es doch selbst.“. Um die Dinge selber zu erleben zu können müssen erst einige Hürden genommen werden, wie Lust darauf es zu tun, Zeit dafür zu haben sowie die Notwendigkeit dafür zu erkennen.

Überzeugungen haben bei den Menschen daher einen sehr hohen Stellenwert erhalten und verdrängen, je nach Bewusstsein des Jeweiligen, seinen Instinkt und das Erleben ins Abseits.

Der Mensch ist also auch Mensch, weil er die Überzeugungen anderer annehmen und sie als sein Wissen abspeichern kann. Diese hoch ausgebildete Fähigkeit erspart enorm viel Zeit in unserem Leben, da wir z.B. ein Lexikon nehmen können und uns über bestimmte Dinge informieren können und dann von diesen Dingen überzeugt sind, dass sie so sind. Somit müssen wir nur darauf achten, dass wir immer in der Lage sein sollten, Überzeugungen erstens zu erkennen und zweitens  im Bedarfsfall durch Wissen, z.B. das persönliche erleben oder erforschen eines Umstandes oder Sachverhalts, zu ersetzen.

Überzeugung stimmt in vielen Punkten mit Glauben überein. Wenn ich von etwas überzeugt bin, dann glaube ich das etwas so ist.

Arbeit

Fachautisten

Mit Autist bezeichnet man einen Menschen der unter Autismus leidet. Autismus (auto = selbst) ist wiederum eine psychische Störung die sich in krankhafter Ichbezogenheit und affektiver Teilnahmslosigkeit, Verlust des Umweltkontaktes und Flucht in die eigene Phantasiewelt äußert. Als Fach bezeichnet man einen bestimmten Bereich indem besondere Fähigkeiten oder Kenntnisse vorhanden sind. Somit ist ein Fachautist ein Mensch der über besonders ausgebildete Fachkenntnisse und/oder Fähigkeiten verfügt die einhergehen mit einer auf sich selbst bezogenen und damit eingeschränkten Realität. Diese führt zu einer Teilnahmslosigkeit an den allgemein die Gesellschaft betreffenden Themen die zu einem Verlust des Umweltkontaktes führt. Die eigene Phantasiewelt der Fachautisten ist eher eine eingeschränkte Wahrnehmung die dazu führt, dass sich diese Menschen scheinbar in ihrer eigenen Welt (Universum) bewegen. Fachautismus ist weit mehr verbreitet als der als Krankheit anerkannte Autismus. Fachautisten zeichnen sich dadurch aus, dass sie meist auf einem Gebiet besondere Wertigkeit legen und für gewöhnlich einfache Tätigkeiten jegliche Begabung entbehren. Fachautisten werden normalerweise nicht geboren sondern durch Erlebnisse mit einem hohen Anteil an Unterdrückung und/oder Entwertung der Persönlichkeit meist in deren Kindheit gemacht. Insofern ist Fachautismus wieder heilbar indem man die Nachwirkung der Geschehnisse aufhebt.

Urteil

Die universellen zusammengefassten Darstellungen oder Gesetzmäßigkeiten eines Vorganges oder Zusammenhangs (=Abstraktion), die das Universum bestimmen, sind nicht von den Urteilen des Verstandes erschaffen worden. Sie sind einfach da und es kümmert sie nicht, ob man sie bemerkt oder nicht.

Ein Urteil steht immer am Abschluss eines Vorgangs bei dem bestimmte Umstände, Tatsachen, Verhältnisse etc. untersucht und bewertet wurden. Ein Urteil wird in Form einer Entscheidung, Grundsatzes oder Aussage mitgeteilt oder festgestellt, welche eine mit dem Urteil verbundene feststehende Konsequenz enthält.

Urteile zu fällen bedeutet für den Verstand, einen künstlichen Zustand zu schaffen. In diesem Zustand wird jemand oder etwas, in Abhängigkeit vom jeweiligen Stand des Wissens oder Überzeugungen, als besser oder schlechter dargestellt als jemand oder etwas in Wirklichkeit ist. Somit ist ein Urteil ein bloßes Vorgehen des Verstandes, das ihm dazu dienen soll, sich selbst oder Anderen Recht zu geben. Am Anfang ist Ziel des Rechthabens das Überleben. Aber selbst lange, nachdem es nicht mehr um das Überleben geht, fällt der Verstand weiterhin Urteile, als ob diese an sich schon eine Wichtigkeit hätten.

Man sollte sich nochmals vor Augen halten, dass es so etwas wie Wahrheit gibt. Es ist das was ist. Dann gibt es noch etwas das Urteile des Verstandes sind. Also das was nicht ist.

Urteile sind niemals Wahrheit. Wenn man es mit der Wahrheit zu tun hat, sind Urteile nicht notwendig. Urteile sind ein Ersatz für das was ist, wenn es einem nicht passt mit dem umzugehen was ist.

Wenn etwas wahr ist, ist es einfach. Es ist der Wahrheit selbst völlig gleichgültig ob man dies bemerkt oder nicht. Die universellen Gesetze, die die Welt und das Leben in ihr bestimmen, sind nicht durch Urteile des Verstandes erschaffen worden. Sie sind einfach und zeigen sich einem, wenn man wach und aufmerksam ist. Man braucht die Wahrheiten nicht zu begreifen. Letztendlich wird es einem schwer fallen alle Wahrheiten zu begreifen. Dies liegt auch daran, dass die jetzt von uns als Wahrheit festgestellten und festgelegten Zusammenhängen auch nur der momentane Wissenstand sein kann oder ist. Wie oft wurden in der Vergangenheit feste Urteile wieder aufgehoben und durch neue Urteile aufgrund neuem Wissen ersetzt.

Um dies begreifen zu können muss man erkennen, dass das eigentliche ich oder man selbst nicht der Verstand ist. Wir enthalten lediglich einen Verstand. Dieser steht zu unserer Beobachtung zur Verfügung, wenn wir bereit sind, bewusst zu sein. Man ist unendlich viel mehr als sein eigener Verstand. Wenn man diesen Punkt nicht mitbekommt, kann man in seinem Stolz, der mit den Urteilen die man fällt Hand in Hand geht, stecken bleiben. Es kann einem passieren, dass man selbst Bestandteil seiner Urteile wird und dann nicht mehr in der Lage ist, seinen Verstand und die Urteile die er enthält, zu beobachten.

Wenn man nun in der Lage ist das bis hierher gesagte zu erfassen wird einem klar das man selbst zumindest aus drei Bestandteilen zusammengesetzt ist, dem Körper, dem Verstand und dem eigentlichem Ich. Ein Zeichen für das vorhanden sein dieser drei Teile kann man in dem Moment spüren indem man sich mich seinem Verstand auseinandersetzt. Der Verstand teilt einem z.B. den Zustand seines Körpers mit. Der Körper selbst steht jedoch nur in direkter Verbindung zum Verstand über die jeweils geeigneten Signalwege um Zustände zu übermitteln Der Körper reagiert jedoch ausschließlich auf das was ihm mitgeteilt oder zugeführt wird. Hinterfragt man z.B. seinem Verstand nach seinen Aufzeichnungen die er in der Vergangenheit getätigt hat und diskutiert ein Urteil welches der Verstand getätigt hat, so ist ein bewusster Mensch jederzeit in der Lage ein Urteil des eigenen Verstandes als unwahr zu erkennen.

Die nächst höhere Ebene ist die Feststellung das es Urteile wie „falsch“ oder „richtig“ nicht gibt. „richtig“ und „falsch“ sind mythische Kreaturen, die der Verstand zum Zweck des Rechthabens erfunden hat.

Um ein Erleben von dem zu haben, wovon wir hier sprechen, begeben wir uns gedanklich einfach mal in die Umgebung des nächsten Sterns. Dieser Stern liegt in einer Entfernung von ungefähr vier Lichtjahren. Nun spähen wir aus dieser Entfernung in Richtung Erde. Wunderbarerweise entdecken wir das Körnchen Staub, das von den Bewohnern Erde genannt wird. Auf diesem Planeten haben sich Geschöpfe entwickelt und gehen einer Reihe von Aktivitäten nach. Sind diese Aktivitäten nun richtig oder falsch, oder sind es lediglich Aktivitäten? Offensichtlich sind aus dieser Betrachtung heraus nur noch Aktivitäten. Nur wenn Aktivitäten einem nahe sind und man sich von Ihnen bedroht fühlt fängt man an richtig oder falsch zu entscheiden. Diejenigen Aktivitäten von denen man sich bedroht fühlt werden von uns als „falsch“ empfunden und diejenigen Aktivitäten, die einem nicht bedrohen sind „richtig“. In letzter Konsequenz sind natürlich diejenigen Aktivitäten die andere bedrohen falsch auch wenn sie von uns als richtig empfunden werden.

Obwohl es also in letzter Wirklichkeit kein richtig oder falsch gibt, gibt es eindeutig einen Zustand. Diesen Zustand kann man als „Konsequenz“ bezeichnen. Jeder trägt die Konsequenzen dessen was man im Leben tut. Oftmals versucht man sich seiner Konsequenzen zu entziehen. Dies gelingt jedoch nur augenscheinlich. Wenn man nicht aufwacht und das durchschaut ist man wahrhaftig verloren. Wenn man Urteile passiv fällt ist die Konsequenz Einsamkeit auch wenn es nur innere Einsamkeit ist. Wenn man Urteile eindringlich vorbringt, ist die Konsequenz harte Dramatik in seinem Leben. Wenn man dies genauer betrachtet stellt man fest, dass die Handhabung von Werturteilen weder für die Schaffung von Zufriedenheit in seinem eigenen noch im Leben anderer funktioniert.

Ein fataler Fehler ist nun der Versuch seine Urteile einfach fallen zu lassen und sie aus seinem Leben zu verbannen. Diejenigen Urteile die man hat sind bereits eingefleischte und automatische „Reflexe“. Zu versuchen, seine Werturteile rauszuschmeißen, funktioniert definitiv nicht. Das einzige was funktioniert ist sich seiner Urteile bewusst zu werden und sie sein zu lassen. Man muss die Fähigkeit lernen sie beobachten zu können, indem man sich bewusst wird, dass es sich nur um Urteile handelt und nicht um Wahrheit, nach der man sich richtet. Die Lösung ist Urteile zu transzendieren indem man die Verantwortung übernimmt. Wenn man Urteile sein lassen kann, wird man sie sein lassen.

Glaubenssysteme

Wenn das, was man glaubt, wirklich wahr ist, braucht man es nicht zu glauben.

Die Begriffe Glauben und Glaubenssystem werden von uns oft mit dem Begriff für Religion gleichgesetzt. Wenn man jedoch den Begriff der „Religion“ für sich erklären kann und ihren Bezug auf den Glauben außer acht lässt, sind Glaubensysteme im allgemeinen betrachtet lediglich eine Ansammlung von Aussagen über eine Person, einen Ort oder eine Sache, die darauf abzielen, diese Person , diesen Ort oder diese Sache zu definieren, um damit umgehen zu können Eines haben alle Glaubenssysteme gemein, sie enthalten alle ein Aussage deren tatsächlicher Bestand nicht nachgewiesen ist und sind damit auf eine natürliche Weise sehr labil. Um ein Glaubenssystem erhalten zu können, bedarf es einer ständigen Wiederholung der Aussage und konsequenter Weise einer ständigen Verneinung anders lautender Glaubenssysteme.

Um ein Glaubenssystem aufrecht erhalten zu können, muss also ständig eine der Wichtigkeit des Glaubens entsprechende Energie aufgebracht werden, die für andere Dinge des Lebens entzogen wird.

Glaubenssysteme zeichnen sich dadurch aus, dass sie für eine bestimmte Person oder Gruppe einen definierbaren Nutzen oder Vorteil haben. Konsequenterweise haben damit Glaubenssysteme für den jeweils anderen einen bestimmten Schaden oder Nachteil. Überzeugungen oder Annahmen entspringen jener mangelnden Bereitschaft, die in uns steckt, der direkten Erfahrung zu vertrauen. Dann strukturieren Überzeugungen unser Erleben der Welt so sehr, dass Ähnlichkeiten betont und einzigartige Unterschiede nicht bemerkt werden. Tatsache ist, dass was immer sich dem direktem Erleben zeigt und einer Überzeugung widerspricht, tendenziell ignoriert oder als etwas Ungewöhnliches wegerklärt wird: „Die Ausnahme, die die Regel bestätigt“

Glaubenssysteme können einen falschen Kontext erzeugen und zu einer negativen Überzeugung führen wie z.B. „ Es kann nicht sein, dass....“ „Völlig unmöglich, dass wir uns je lieben könnten“, „Wir werden niemals erfolg haben........“ „Es ist unmöglich dass die Welt ohne Kriege auskommt....“

Überzeugungen beschränken somit das, was wir bereit sind, im Leben zu erleben und was wir bereit sind, im Leben geschehen zu lassen.

Glaubenssystem können ebenso mit einem falschen Kontext dennoch zu einer positiven Überzeugung führen wie z.B. „wir werden Erfolgreich sein“ „Gott wird uns beschützen“ „Wir werden siegen weil......“

„Wunder“ geschehen mit Sicherheit nicht innerhalb eines falschen Kontextes von Glaubensystemen. Die Sklaverei wurde nicht innerhalb eines Glaubenssystems beendet. Sie konnte nur von außerhalb des Glaubensystems her beendet werden. Negative Glaubenssysteme und deren  Überzeugungen beschränken und lähmen die Sicht auf die Art und Weise, wie die Dinge sind. Positive Glaubenssysteme und deren Überzeugungen verschleiern ebenfalls die Dinge wie sie sind und führen bei Misserfolg zu einer hohen Grad der Enttäuschung. Die Weisheit „ Glauben versetzt Berge“ bezieht sich maßgeblich auf die Kraft die aus einem Glaubenssystem für eine Person oder Gemeinschaft entstehen kann um eine bestimmte Lebensweise durchzuführen oder ein bestimmtes Ziel zu erreichen.

Sinnvolle Veränderungen treten trotz Überzeugungen und nicht aufgrund von Überzeugungen auf.

Nicht Sinnvolle Veränderungen können mit Hilfe von Glaubenssystemen durchgesetzt werden, haben aber durchaus eines gemeinsam, sie können nicht auf Dauer bestehen und müssen unter einem hohen Aufwand vor dem Verfall geschützt werden.

Eine weitere Redensart sagt „Glauben heißt etwas nicht Wissen“. Wenn wir etwas wissen brauchen wir es nicht zu glauben. Wir wissen es weil es belegt ist oder weil wir es erlebt haben. Dinge aus der Vergangenheit, an denen wir nicht persönlich teilnehmen konnten, werden uns in Form von Glaubenssystemen übermittelt. Dies betrifft auch Dinge die in der Zukunft geschehen könnten. Diese werden uns ebenfalls in Form von Glaubenssystemen nahe gelegt. Dinge die wir gerade erleben brauchen wir nicht zu Glauben weil wir sie gerade erleben. Wiederum gilt für Dinge die uns über Nachrichten und Informationen in welcher Form auch immer übermittelt werden, dass es sich lediglich um Informationen handelt, da sie auf technischer Weise ausgesprochen einfach zu manipulieren sind.

Jede Person ist durch das, was Sie glaubt in erheblichem Ausmaß beschränkt. Wie die Welt wirklich ist kann aufgrund der Glaubenssysteme nicht erfahren werden. Sie stehen im Weg auf die Sicht wie die Dinge wirklich sind. So können wir lediglich unser Erleben der Welt kennen. Das was wir Glauben, unsere Überzeugungen, formen unser Erleben der Welt somit innerhalb enger Grenzen. Unsere Welt wird sich so verhalten wie es unseren Überzeugungen entspricht.

Die meisten Menschen Glauben das Ihr Leben aufgrund Ihrer Überzeugungen funktioniert.

Das bewusste Leben jedoch funktioniert erst wenn wir uns außerhalb unserer Überzeugungen befinden und im direkten Erleben sind wie die Dinge wirklich sind. Das unbewusste Leben funktioniert also trotz unserer Überzeugungen weil das Leben ziemlich unverwüstlich ist.

Zu Beginn unseres Lebens hatten wir keine Überzeugungen, keine Vorurteile, keine Meinungen, Einstellungen oder Urteile. Dies ist der Urzustand indem wir völlig unbelastet sind und indem wir das höchste Potenzial haben uns zu entwickeln. Zu diesem Zeitpunkt kommt jemand in unserem Leben den wir achten oder lieben. Dieser besticht und bedroht uns indem er uns ein Angebot macht welches wir fast nicht ablehnen können. Das Angebot ist, die Freude an das direkte Erleben des Lebens aufzugeben und dafür einen Glauben an etwas anzunehmen. Überzeugungen werden in einer Atmosphäre der Angst geschaffen. Wir fürchten die Konsequenzen wenn wir es etwas nicht glauben würden. Viele Kinder werden aufs Zimmer geschickt, Ihnen wird das Essen entzogen, sie dürfen nicht fernsehen, werden zur Hölle gewünscht und mit Liebesentzug bedroht und so weiter. Alles nur weil sie nicht glauben wollten. Dieser Vorgang wiederholt sich laufend im Leben und wird mit um so größeren und schnellerem Erfolg praktiziert je mehr wie denjenigen lieben, achten oder unterlegen sind und je größer die Konsequenz ist die wir gegebenenfalls ertragen müssten.

Als Kinder haben wir bereits gelernt aufzugeben. Wir mussten nicht aufgeben und haben es dennoch getan. Nebenbei gesagt „die“ sind immer noch dabei nur zu drohen. Mit aufgeben ist in diesem Zusammenhang nicht gemeint etwas zu tun was man nicht tun will sondern etwas zu Glauben ohne es erleben zu können was wirklich ist. Das eine Herdplatte heiß ist muss als Kind nicht anhand einer verbrannten Hand erlebt werden. Das es im Keller einen Buhmann gibt der die Kinder fängt die nicht hören wollen ist wohl eher fraglich. Das als Junger Mann ein Autounfall tödlich enden kann ist wahrscheinlich. Das Gottes Wille nur mit dem Tod von ungläubigen durchzusetzen ist, ist ebenfalls fraglich.

Da wir nicht überall und gleichzeitig in der Vergangenheit und in der Zukunft existieren können sind wir darauf angewiesen die uns angebotenen Glaubenssysteme zu prüfen und sie gegebenenfalls für unser Leben jedoch wachsam zu nutzen. Glaubenssysteme die in uns eingeprügelt werden, sei es mit Hilfe von physischen oder geistigen Druck, führen dazu dass wir unsere Leben nicht in Freiheit erleben können. Dies kann auch harmlos durch immer wiederkehrende gleichgerichtete Informationen geschehen.

Dinge die in unserem Umfeld auf unseren Körper einwirken und damit erleben, können wir lediglich über unsere Gene an unsere Nachkommen weitergeben. Dinge die wir darüber hinaus erleben, werden meist nur in Form von Glaubenssystemen an unsere Nachkommen weitergeben.

Je mehr wir zweifelhaften oder ungeprüften Glaubenssystemen nachlaufen umso mehr lassen wir uns auf einen Handel ein indem wir unsere Natürlichkeit Stück für Stück aufgeben.

Die Angst vor dem Verlust der Übereinstimmung mit der Welt in der wir leben lässt uns an den Überzeugungen verhaften bleiben und hindert uns unser natürliches Genie zum Ausdruck zu bringen.

Wir haben es zugelassen und getan, niemand hat es uns angetan und daher können wir es wiedergewinnen. Wir können soviel wie möglich Bücher zu lesen, Lehrgänge besuchen und Titel erwerben, jedoch wird es uns damit nicht gelingen unsere Natürlichkeit wiederzugewinnen. Nur wir selbst können es tun indem wir wissen, dass Glaubenssysteme zu Überzeugungen führen. Wir fangen einfach mit der Bereitschaft an, die Möglichkeit in Erwägung zu ziehen, dass unsere Überzeugen nur

Überzeugungen sind und nicht die Wahrheit widerspiegeln. Fangen wir damit an, uns an das zu erinnern, was wir schon immer wussten: Die Wahrheit steht alleine und bedarf nicht einer Stütze. Wahrheit ist nicht das,

was wir glauben, sondern, was wir direkt erleben können.

Drama

Drama ist das was wir machen wenn wir einen Traum haben, während wir wach sind.

Neben dem Sammelbegriff für sämtliche Spielarten von Theaterstücken ist das Drama die unmittelbar im Dialog oder Monolog dargestellte, in Szene gesetzte Handlung, deren Verlauf von der Entwicklung eines zentralen Konflikts bestimmt wird. Die Art und Weise wie der Konflikt  gelöst wird, bestimmt den ins Tragische oder Komische oder Absurde weisenden Charakter eines Dramas. Im Hinblick auf die äußere Form ist die Aufteilung in einzelne Abschnitte (Akt, Szene, Bild, Episode o.ä.) charakteristisch. Im Unterschied zu den lyrischen und erzählerischen Gattungen der Literatur wendet sich das Drama unmittelbar an den Zuschauer.

„Drama“ ist das absichtliche, wenn auch häufig unfreiwillige Schauspiel, das man im Leben aufführt und von dem man glaubt, es sei wirklich. Zweck des Schauspielerns ist es, anderen und sich selbst zu beweisen, wie Recht man hat. Der Zustand, in dem man sich befindet, während man auf der Lebensbühne schauspielert, wird Opfer genannt. Opfer zu sein rechtfertigt alles auszuspielen, was dem Verstand wichtig erscheint, ganz gleichgültig, wie destruktiv dies für einen Selbst oder Andere auch sein mag. Im Extremfall sind Selbstmord oder Mord dramatische Inszenierungen, die der Welt beweisen sollen, wie recht der Schauspieler oder die Schauspielerin hat und wie sehr ihm oder ihr Unrecht getan wurde.

Die meisten Leute lassen es nicht ganz bis zum Selbstmord oder Mord kommen, um zu beweisen, wie recht sie haben. Die meisten benutzen die Methode Drama einfach auf eine Art und Weise, die ehre das Erleben des Lebens abtötet als den biologischen Aspekt des Lebens. Wenn man ein Drama aufführt dann begeht man einen Mord an einer Beziehung, wenn es eine andere Person mitbetrifft, und kann man als große Dummheit bezeichnen wenn es sich nur gegen sich selbst richtet.

Nun nist ein Drama keine einmalige Sache, sondern verläuft wie im Theater in Akten und kann als Vorgehensweise in einer Beziehung über lange Zeiträume hinweg dauern. Die Ermordung einer Beziehung wird gewöhnlich während eines längeren Zeitraums und nicht mit einem Schnellen Schlag vollzogen. Dennoch gibt es in fast jeder dramatisierten Beziehung einen Zeitpunkt, zu dem man seinen Mord an der Beziehung tatsächlich erlebt und an dem das Aufgeben der Beziehung gerechtfertigt wird. Normaler Weise endet jedoch das Drama nicht mit dem Prozess des Aufgebens. Es gilt immer noch zu beweisen, dass man Recht hat und gerechtfertigt ist, die Beziehung zu verlassen. Das erfordert einen weiteren Akt.

Ein anderer Aspekt von Drama, den man kennen sollte, ist, dass es, obwohl absichtlich, nicht bewusst ist. Um einen Vergleich vorzunehmen:

Wenn wir einen programmierten Computer vor uns hätten und die richtigen Knöpfe drücken würden, um ihn zu befehlen, etwas zu tun, worauf er programmiert ist, und alle Schaltkreise würden richtig funktioniere, würde er tun, was ihm befohlen worden ist.

Er hätte kein Bewusstsein von dem, was er tut; er würde es einfach tun.

Ebenso ist es beim Drama. Wenn man sein Drama ausagiert, verhält man sich wie eine programmierte Maschine ohne Gewahrsein seines jeweils selbst ablaufenden Programms. Man tut es einfach. Es gibt noch ein Begleit-Erlebnis, genannt „keine Wahl“. Da man sich seines ablaufenden Programms nicht bewusst ist, gibt es keine Wahlmöglichkeit, sein dramatisches Programm auszuagieren oder nicht. Man kann es nicht selber stoppen. Das Bewusstsein wird davon überflutet, recht zu haben und es besteht keine Möglichkeit, anzuhalten, bis das Drama vollendet ist. Dieser Prozess kann Minuten oder Jahre in Anspruch nehmen, je nach Eigenart des jeweiligen Programms.

Drama das Jahre benötigt um ausagiert zu werden, kann man als dramatisches Skript bezeichnen. Alle dramatischen Skripte, die lange Zeit beanspruchen, werden durch tägliche Rührstücke unterstützt. Es ist wichtig noch einmal festzustellen, dass das ein unbewusster Prozess ist, der bestenfalls mit teilweisem Gewahrsein abläuft und über den man dann gelegentlich sagt „tja, so ist da Leben“.

Mit dem was in unserem Leben unbewusst ist, können wir nichts machen. Erklärtermaßen entzieht sich dies jeglicher Betrachtung. Wie ist es aber dahin gekommen? Es ist zuallererst durch Lügen dahin gekommen. Wenn man die Unwahrheit über das Leben sagt, ist der Preis, den man dafür zu zahlt, dass der Teil des Lebens, der die Unwahrheit widerlegt, unbewusst wird. Was es demzufolge zu tun gibt, ist, die Wahrheit über den Teil des Lebens zu sagen, der einem bewusst ist und sich nicht um das zu kümmern was unbewusst ist. Wenn man das tut, wird das Unbewusste für sich selbst sorgen. Womit man sich konfrontiert sehen wird, wenn unbewusstes Material aufwacht, ist, dass mit seinem Verstand nicht „im Recht“ bleiben kann. Man kann mit Sicherheit davon ausgehen, dass es dabei um eine massive Konfrontation gehen wird, da der Verstand nicht gerne Unrecht hat. Somit sind die Hindernisse die einem sein Verstand konstruiert hat, um einen Recht haben zu lassen, die Gleichen, die einem von zufrieden stellenden, bereichernden Beziehungen in seinem Leben entfernt halten. Das sind auch die gleichen Hindernisse, die einem an „Gründen“, warum man nicht bekommt, was man haben will, festhalten lassen, anstatt tatsächlich zu haben was man haben will. Wenn man sich jetzt fragt auf was sich dies in seinem eigenem Fall bezieht dann ist leider festzustellen, dass man dies jeweils nur für sich selbst beantworten kann. Man sollte wissen, das wenn etwas im Umfeld seines Bewusstseins etwas aufgetaucht ist, während man die Darlegungen dieser Texte vernommen hat, ist es das was man ständig abgewehrt hat und worauf sich das zuvor Gesagte in seinem Leben bezieht. Wenn nichts auftaucht, ist man entweder sehr unbewusst oder man hat sich der Sache bereits entledigt, was eher unwahrscheinlich ist. Es ist das „Zeug“, das man vermeidet. Es ist die Beziehung, die man nie ganz vollendet hat, die man in der Schwebe gelassen hat. Es ist das Elternteil, das Kind, mit dem man nie zufrieden war. Es ist das Zeug, das man der Sache angehängt hat, die für man für seinen Lebensunterhalt tut oder nicht tut, der Beruf, der für einen eine Qual ist. Die Liste lässt sich weiterführen, jedoch weis man nur selbst was jeweils davon zutrifft. Falls man mal wieder anfängt sich schuldig zu fühlen so sollte man sich mit diesem Thema weiter beschäftigen und sich insbesondere das Thema Schuld vornehmen. Schuld ist ein wesentlicher Bestandteil eines jeden fortgesetzten Dramas.

Schuld

Wenn wir uns schuldig fühlen, bedeutet dies, dass wir es wieder machen werden.

Im Strafrecht umfasst die Schuld die subjektiven Zurechnungsvoraussetzungen, die nach dem jeweiligen geltenden Recht die Verhängung einer Strafe gegenüber einem Täter begründet oder ausschließt. Der Kern der Schuld besteht darin, dass der Täter rechtswidrig gehandelt hat, obwohl er hätte rechtmäßig handeln können, weil er sowohl das Unrecht der Tat hätte einsehen als auch nach dieser Einsicht hätte handeln können. Im Zivilrecht gilt die Schuld als Verbindlichkeit zur Verpflichtung einer Leistung im Rahmen eines Schuldverhältnisses. Ebenso ist die Schuld die Vorwerfbarkeit zur Bewertung eines menschlichen Verhaltens.

In der Religionsgeschichte bezeichnet die Schuld die Belastung des menschlichen Bewusstseins als Folge der Sünde.

Handelt eine Person oder Gemeinschaft nicht im Sinne eines bestehenden Glaubenssystems, Religion oder eines Rechtsystems, dann befindet sich diese Person oder Gemeinschaft außerhalb dieser Systeme und lädt damit eine Schuld auf sich. Dieses Unrecht könnte jedoch gegenüber einem anderen Glaubenssystem, Religion oder Rechtssystem gerade dem geltenden Recht entsprechen.

Die Menschen verwenden einen großen Teil Ihrer Aufmerksamkeit zur Festlegung von Grundgesetzen die den Unterschied von Recht und Unrecht festlegen sollen um den Tatbestand der Schuld ermitteln zu können.

Wir müssen uns sehr bewusst werden welche Bedeutung und Funktion die Schuld in unserem Leben einnimmt. Schuld ist auf Basis des Wissens des Verstandes, ein Gefühl, welches eine Haltung unterstützt. Schuld richtet sich immer zum innersten eines Selbst. Schuld ist Feindschaft die sich gegen sich selbst richtet. Das Gefühl „Ich bin schlecht“ wird vom Verstand gewählt um von sich selbst und von anderen akzeptiert zu werden. Akzeptieren bedeutet auch eine Form von Recht zu erhalten, welches wiederum eines der Grundbedürfnisse des Verstandes ist. Schuld wird somit als eine Art Währung von uns benutzt um für das zu bezahlen, was wir tun, uns vornehmen zu tun oder uns lediglich vorstellen. Was immer es ist, sobald mit ausreichend Schuld bezahlt worden ist, sind wir bereit es wieder zu tun. Schuld ist also eine Währung die Teil eines Spiels des Verstandes ist, das dazu dient, die Wiederholung bestimmter Muster des Verstandes zu rechtfertigen – trotz des Urteils, dass „Ich schlecht bin“. Schuld wird als Währung für die Rückzahlung irgendeines wirklichen oder unwirklichen Vergehens benutzt, damit das Vergehen wiederholt werden kann. Schuld ist damit ein integraler Bestandteil eines Kreislaufs: Vergehen – Schuld – Vergehen – Schuld – Vergehen.....usw. bis in alle Ewigkeit. Schuld ist für das Beenden eine Sache, die schadet, absolut funktionslos. Wenn wir in einem Zustand des schuldig seins aufhören, geschieht dies trotz Schuld, nicht wegen ihr.

Schuld ist kein ehrliches Gefühl, keine ehrliche Emotion. Wenige Emotionen sind ehrlich, aber Schuld ist total unehrlich, und zwar aufgrund der Tendenz zur Wiederholung, die mit Schuld einhergeht. Der Welt sagt die Schuld: “Ich will es nicht wieder tun“. Dem Verstand sagt die Schuld: „Mach weiter, Du hast deine Gebühr bezahlt; jetzt kannst Du es wieder tun“. Wenn wir uns das nächste Mal schuldig fühlen, sollten wir darauf achten, was wir als nächstes planen. Noch besser ist auf das zu schauen, was wir als nächstes tun, weil das, was wir planen, uns vielleicht nicht bewusst ist.

Was können wir nun mit Schuld anfangen? Nur eines: aufhören sich schuldig zu fühlen. Wir sollten tun, was immer wir tun, abzüglich von Schuld. Niemand kann die Währung Schuld, in der wir gewöhnt sind zu bezahlen, auf irgendeine die Lebendigkeit fördernde Art und Weise ausgeben.

Natürlich können andere aus unserer Schuld Kapital schlagen und damit unsere Lebendigkeit einschränken. Dann neigen wir dazu, das was uns angetan wurde wieder dazu benutzen weitere Wiederholungen unserer Taten zu rechtfertigen. Schuld hat somit eindeutig keinen konstruktiven Nutzen, befreien wir uns also von ihr.

Wir müssen jedoch aufpassen weil etwas passieren wird, wenn wir die Schuld aus unserem Leben streichen und nur noch das tun was wir tun und dafür die Verantwortung übernehmen.

Was geschehen wird, ist, dass wir die Übereinstimmung mit denen verlieren, die an unsere Schuld als Teil unserer Masche gewöhnt sind. Wir werden uns da draußen ganz allein komisch vorkommen, anders, als wir sein sollten und anders, als wir für gewöhnlich sind. Wir werden Gelegenheit haben alte Beziehungen umzubauen oder sie ganz zu beenden. Eventuell werden uns Leute auch ganz verlassen. Wenn eine Beziehung auf Schuld aufgebaut ist, werden wir ohne diese Beziehung besser dran sein.

Der Nutzen der uns aus dem Fallenlassen der Schuld erwachsen wird, ist perfekte Klarheit darüber, was wir im Leben und von anderen Leuten wollen. Wir könnten dabei sogar herausfinden, dass wir anderen Leuten wehtun wollen, dass dieses Wehtun- Wollen ein Muster unseres Verstandes ist. Was wir in einem solchen Fall tun, ist, größer zu sein als es; Wir werden es beobachten und nichts tun. Wir werden auch Gelegenheit haben, uns angemessen zu verhalten. Wenn wir etwas tun, was andere verletzt, werden wir Gelegenheit haben, unsere Handlung wirklich aus dem Weg zu räumen, statt sich zurückzuziehen und sich schuldig zu fühlen.

Wir können diesem Thema Schuld in unserem Leben nicht gegenüber treten, wenn wir nicht bereit sind, uns diese Grund legenden Bedingungen anzusehen. Schuld basiert vornehmlich auf der Angst, der Mensch zu sein, den man fürchtet zu sein. Man kennt ihn. Der, der schüchtern, linkisch ist, andere nicht mag, einem schlechtes wünscht, keinen Mut hat, dumm ist usw.. Bisweilen glaubt man der einzige zu sein, doch man ist nicht allein. Um wirklich mit Schuld umgehen zu können, müssen wir bis zu Ihrem Kern vorstoßen; zu dem Menschen, den wir zu sein fürchten. Zu demjenigen den wir mit Schuldgefühlen versuchen in Schach zu halten. Zu dem, für dessen handeln wir nicht verantwortlich sein wollen. Wenn wir nicht bereit sind uns mit uns selbst zu konfrontieren, sind wir zur lebenslänglichen Haft innerhalb unseres eigenen Verstandes verurteilt. Tun wir uns also selbst und damit allen anderen einen riesigen Gefallen, indem wir uns mit der Kleinlichkeit, derer unserer Verstand fähig ist, konfrontieren und die Verantwortung dafür übernehmen. Erst wenn wir das tun, können wir erleben wie groß, wie mächtig wie wirklich schön unser Leben natürlicher Weise ist.

Unter all dem Zeug, was wir zu sein fürchten, ist der, der wir wirklich sind. Und ob wir es erleben wollen oder nicht: Derjenige der wir wirklich sind ist jeweils großartig, So sehr, dass all das Zeug, auf das wir für gewöhnlich stolz sind, total in den Schatten gestellt wird. Derjenige der unter all dem Zeug ist, ist hauptsächlich dadurch gekennzeichnet, dass er buchstäblich darauf brennt einen Beitrag zum Leben zu leisten, jemand, der will, dass es etwas bedeutet, gelebt zu haben.

Wir müssen erkennen, dass es der ist, den wir mit Schuld zugedeckt haben.

Fehler

Man kann nicht wirklich etwas richtig tun, ohne bereit zu sein gegebenenfalls das Falsche zu tun.

Ein Fehler ist immer die Beturteilung einer Entscheidung in der Vergangenheit. Wenn ich entscheide etwas zu tun, kann nur die Zukunft zeigen ob es der richtige Schritt war. Ich kann auch in der Zukunft denken und Fehler entdecken die  ich somit vermeiden könnte. Die Wahrscheinlichkeit des Auftretens eines Fehlers steht im umgekehrten Verhältnis zum Bewusstsein. Je bewusster ein Mensch handelt, um so, geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Fehler auftritt. Ein Fehler ist zum Zeitpunkt seiner Entstehung, aus der Sicht desjenigen der eine Entscheidung trifft und  damit eine Folge von Geschehnissen auslöst, eine nicht bewusste falsche Tat. Jemand beurteilt zu jedem Zeitpunkt seinen nächsten Schritt nach dem ihn vorliegenden Informationen zum Zeitpunkt seiner Entscheidung. Insofern steht die Wahrscheinlichkeit des Auftretens eines Fehlers  ebenfalls im umgekehrten Verhältnis zu dem Wahrheitsgehalt vorhandener Informationen. Ein Fehler ist somit eine Entscheidung die für einen Selbst oder anderen durchaus schlimme Folgen haben kann. Ein Fehler hat jedoch auch das gleiche Potential an positiven was dadurch entstehen könnte. Wir verbinden jedoch das negative und die Angst vor den Folgen einer falschen Entscheidung. Diese Angst kann so groß werden, dass auch diese wiederum zu Fehlern führt. Die Bereitschaft einen Fehler anzuerkennen ermöglicht erst die Fähigkeit das richtige zu tun. In den meisten Fällen ist ein Fehler gar nicht schlimm, dennoch versuchen die meisten Ihre Fehler zu verdecken, da die Folgen oft mit einem Verlust verbunden sind.

Die Gefahr des Verlustes von Zeit, Geld, Ansehen, öffentliche oder familiäre Stellung (Position) jagt uns so eine Angst ein, dass wir oftmals nur mit Widerstand einen Fehler zugeben können. Das Ansehen einer Person steht dennoch in einem direkten Verhältnis zu der Fähigkeit Fehler einzugestehen und den Anstrengungen die Folgen zu beheben. Je höher die Fähigkeit ist Fehler einzugestehen und je höher die Bereitschaft ist die Folgen zu beheben, umso höher ist das Ansehen, welches eine Person daraus gewinnen könnte. Das Problem besteht darin, dass unsere Gesellschaft dazu neigt jemanden für seine Fehler so zu bestrafen, dass ihm auch noch die Gelegenheit genommen wird den Schaden wieder gut zu machen.

Dabei ist es meist ganz einfach. Wenn man feststellt, dass man einen Fehler gemacht hat, geht man am besten so vor, dass man als erstes Überprüft warum der Fehler entstanden ist, ohne dabei die Schuld bei einem Dritten zu suchen, dann überlegt man sich wie man den Schaden wieder beheben kann. Nun kommt der Zeitpunkt bei dem man den betroffenen mitteilt welcher Fehler entstanden ist und wie man ihn beseitigen wird. Dann beseitigt man den Schaden und genießt das Ansehen und das Vertrauen was einem die betroffenen Personen entgegenbringen werden. Manche Fehler sind jedoch derart schlimm, so dass man sie selber nicht mehr in Ordnung bringen kann. Auch hier ist es wichtig den Fehler als solchen anzunehmen und kund zu tun und die Konsequenzen zu tragen. Das Eigene Leben und das Anderer, wird trotz eines hohen Schadens, eher einen positiven Verlauf nehmen, als wenn man einen Fehler vertuscht und die Folgen jemand Anderen in die Schuhe schiebt.

Aus Fehler wird man bekanntlich Klug. Auch in diesem Spruch steckt soviel konzentrierte Wahrheit, dass man die Energie die dieser Satz enthält richtig spüren kann.

Sorgen

Eifersucht

Ich kann nicht wirklich etwas oder jemanden haben, was oder wen ich nicht bereit bin, nicht zu haben.

Eifersucht ist das Spiegelbild von Schuld. In dem Maße wie sich die Schuld nach innen richtet, richtet sich die Eifersucht nach außen. Es ist die maßlose Sorge, der andere sei nicht genügend in der Beziehung engagiert. Die Sorge geht mit einem Zustand der Panik einher, der mit dem Gedanken verknüpft ist, der andere könnte die Beziehung verlassen oder man könnte von einer Gemeinschaft ausgeschlossen sein. Eifersucht ist ein Gefühl, und wie alle Gefühle unterstützt es eine Haltung, die der Verstand einmal eingenommen hat. Um mit Eifersucht umgehen zu können, müssen wir uns also ihren Ursprung genauer ansehen; inwieweit die Ansicht oder Haltung, durch den Verstand unterstützt wird.

Wie sich herausstellt, ist die Haltung, die sie unterstützt, immer die folgende „ Ich bin unvollständig und brauche, um ganz zu sein, diese bestimmte Person oder dieses bestimmte Ding; unvollständige Leute überleben nicht; deshalb muss ich, um zu überleben, diese bestimmte Person oder Sache haben“. Deshalb muss diese Person auf die man eifersüchtig ist, bleiben und uns gestatten, sie zu besitzen, andernfalls haben wir Angst, dass wir nicht überleben können.

Deshalb muss diese Sache auf die man eifersüchtig ist, sich in unserem Besitz befinden, andernfalls haben wir Angst, dass wir nicht in einer Gemeinschaft überleben können.

Eifersucht schafft sich ihre eigenen Anlässe. Man kann sich dies so vorstellen, dass Eifersucht z.B. im Verstand der Person die man besitzen will, das Gegenteil erzeugt von dem was gewünscht ist.

Die Ansicht, die sich im Verstand der anderen Person entwickelt ist,“ Dieser Mensch kann ohne mich nicht leben; deshalb muss ich bleibe. Wenn ich aber bleiben muss, kann ich nicht wählen zu bleiben“ Um diese Haltung zu stützen wird der Verstand ein Gefühl entwickeln, das als „in der Falle sitzen“ bezeichnet werden kann. Wenn ich mit einer anderen Person eine Beziehung habe und Diese mir keine Wahl lässt, ob ich weiterhin in dieser Beziehung bleiben will, dann bin ich nicht freiwillig in dieser Beziehung. Der Zustand keine Wahl zu haben, beschränkt mein Erleben mit dieser Person und das, was in dieser Beziehung möglich ist. Dieser Zustand kann in meinem Verstand meine Gefühle in Ablehnung dieser Person gegenüber und die unterschiedlichsten Formen des Ausagierens meiner Ablehnung rechtfertigen. Vielleicht wähle ich meine Ablehnung so aus zu agieren, dass ich jener Eifersucht wirklich Nahrung gebe. So arbeitet die Eifersucht mit aller Macht daran, den Zustand herbeizuführen den wir am meisten fürchten: Den Verlust der anderen Person.

Eifersucht vertreibt andere so erfolgreich, weil sie maskierte Feindschaft ist. In dieser Hinsicht ist sie mit der Schuld verwandt. Schuld ist Feindschaft die sich gegen sich selbst richtet und Eifersucht ist Feindschaft die sich gegen andere Personen richte, also nach Außen. Beide tragen eine Maske, unter der derjenige, der Schuld oder Eifersucht fühlt, als allerletzter merkt, dass sie gleich bedeutend mit Feindschaft sind. Das Ergebnis ist jedoch in beiden Fällen das Gleiche; angeknackste Beziehungen.

Um es kurz zu wiederholen; wenn man nicht die Wahl hat, nicht in einer Beziehung zu sein, kann man nicht wählen in dieser Beziehung zu sein. Dies ist ein universelles Gesetz: Man kann nicht wirklich haben, was (oder wen) man nicht bereit ist, nicht zu haben. Anders gesagt, wenn man nicht „ohne“ Beziehung vollständig ist, wird man auch nicht „mit“ Beziehung vollständig sein. Man wird über kurz oder lang das verlieren, was man nicht breit war aufzugeben. Ja, eigentlich hat man es nie wirklich gehabt. Zu schade.

Was Eifersucht wirkungsvoll transformiert, ist anzufangen, diesbezüglich die Wahrheit zu sagen und aufzuhören, zu lügen. Die Wahrheit ist, dass wir, genau wie wir jetzt sind, vollständig sind. Man ist in der Regel selbst der Ansicht, dass man nicht vollständig ist, jedoch macht einen dies nicht unvollständig. Man kann auch ein Gefühl (Verzweiflung) haben, welches die Vorstellung unterstützt, man sei unvollständig, aber auch dies macht einen nicht unvollständig. Man ist immer vollständig und ganz mit seinen Ansichten und Gefühlen, und zwar mit allen. Man braucht daher keine bestimmte Beziehung um vollständig zu werden. Wenn Eifersucht in seinem Leben eine Rolle spielt, dann bedeutet es, dass man an der Vorstellung festklebt, eine bestimmte Beziehung zu brauchen. Geliebt zu werden ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Lebens. Was wir wissen müssen ist, dass wir für das Erschaffen des Erlebnisses geliebt zu werden, verantwortlich sind. Wir müssen die Beziehungen die in unserem Leben sind beachten und aufhören unsere Lebensenergie an die Beziehungen zu verschwenden die nicht in unserem Leben sind. Glücklicher Weise gibt es viele Leute auf dieser Welt, so dass wir nicht auf eine bestimmte Person – wer auch immer es ist – mit der wir glauben, eine Beziehung haben zu müssen, freizügig gestatten, auch nicht in der Beziehung zu sein. Wenn wir in einer Beziehung jemanden „in der Falle sitzend“ haben, haben wir die Person nicht wirklich.

Wenn wir Leuten die Wahl lassen, in einer Beziehung zu sein oder nicht, passiert etwas Merkwürdiges. Wenn ansonsten alles gleich bleibt werden diese wählen in dieser Beziehung zu bleiben. Wenn ansonsten nicht alles gleich bleibt und man sich trennt, na und? Wir hatten diese Beziehung ja sowieso niemals wirklich. Jetzt ist man frei eine Beziehung einzugehen, die durch Wahlfreiheit und nicht durch Eingefangenheit gekennzeichnet ist.

Es muss einem klar sein, dass wir Eifersucht aus unserem Leben eliminieren müssen, wenn wir wollen, dass unser Leben das ist, was es in seiner Fülle sein kann. Dies geht einher mit dem Zustand, dass man etwas nicht lieben kann was man braucht.

Wenn man selber merkt, dass man in einer Beziehung steht in der Eifersucht entgegengebracht wird, dann haben wir die Gelegenheit, Mitgefühl für einen anderen Menschen zu entwickeln, die oder der durch einiges Zeug in ihrem oder seinem Leben geht. Alles funktioniert, wenn wir nicht verurteilen und der anderen Person für deren Zustand Unrecht geben. Wenn wir uns gegen Eifersucht wehren, ist das, was wir bekommen werden noch mehr Eifersucht. Dies bedeutet nicht, dass wir eine Beziehung aufrechterhalten oder beginnen sollten bei der die Eifersucht ein zentraler Bestandteil ist.

Neid

Versuchen

Das Leben funktioniert natürlicherweise perfekt, wenn man bereit ist, es zu lassen. Wenn man versucht, lässt man es nicht natürlich perfekt sein.

„Versuchen“ ist ein vom Verstand erschaffener geistiger Zustand. Synonyme sind u.a. „kämpfen“ und „sich Mühe geben“. Versuchen wird charakterisiert durch: (1.) ein Gefühl der Frustration, (2.) ein Gefühl der Vergeblichkeit, (3.) Entschlusslosigkeit, (4.) einen Zustand ohne Zufriedenheit und (5.) ohne Ergebnisse. Trotz dieser trostlosen Aussicht werden wir auch noch ermahnt, „ versuch dein Bestes zu geben“. Das Leben kann funktionieren, wenn wir im Zustand des Versuchens sind, aber genau wie beim Glauben funktioniert es trotz und nicht wegen unseres Versuchens.

Versuchen dient zum Zweck, das Element des Opfers in die Erledigung der Lebensaufgabe einzuführen. Warum sollte Opfer Bestandteil unseres Lebens sein? Zum einen gibt es einem Recht. Es ermöglicht einen anderen gegenüber die Rolle des Opfers zu spielen und wenn diese das abkaufen, deren Mitleid empfangen. Der Lohn liegt somit in der Beziehung zu anderen. Versuchen enthält auch eine automatisch eingebundene Entschuldigung, so dass man, sollte das Vorhaben nicht gelingen, sagen kann „Na ja, ich habe es wenigstens versucht“! Als nächstens wird dann für gewöhnlich ein „Grund“ angegeben weshalb man es nicht erreicht hat  und „es versucht zu haben“ ersetzt dann das Erreichen des eigentlichen Ziels.

Versuchen und etwas tun darf man nicht durcheinander bringen. Im Gegensatz zu dem, was uns für gewöhnlich beigebracht wird besteht zwischen den beiden kein natürliches Verwandtschaftsverhältnis. Wenn man eine Aufgabe erledigt und „sich große Mühe gegeben hat“, ist das Ergebnis das gleiche, wie wenn man die Aufgabe ohne Anstrengungen erledigt hätte. Was im Leben wirklich zählt sind die Ergebnisse. Um beim Erledigen einer Aufgabe bestmögliche Ergebnisse zu erzielen, ist es ratsam, allen unnötigen Ballast fallen zu lassen. Der Zustand des Versuchens ist unnötiger Ballast und zieht einen nur runter.

Wenn man dies nun so gelesen hat, fragt man sich was man damit anfangen soll. Nun folgendes; Hören wir auf uns zu beklagen. Sich beschweren oder zu beklagen ist ebenfalls ein unnötiger Ballast, der einen herunter zieht. Zunächst bei Anderen und letztendlich bei sich selbst. Wenn man sich für einen Zustand des Opfers in seinem Leben entscheidet, dann geschieht dies mit gutem Recht. Es ist jedoch auch klar, dass andere, auch wenn es manchmal den Anschein haben mag, nicht wirklich an erbrachten Opfern und Versuchen interessiert sind.

Aufgepasst! Er wurde bis zu diesem Zeitpunkt kein einziges Mal von jemandem verlangt, mit dem was man tut aufzuhören und sein verhalten zu ändern. Es handelt sich lediglich um einen Rat, das Versuchen, bei dem was man tut, einfach wegzulassen. Wen interessiert es, ob wir etwas „versuchen“? Ihr Gegenüber interessiert es nicht wirklich. Die Person ist an Ihren Ergebnissen interessiert, wird sie mit Dank aufnehmen, und ihre Aufopferung wird ihnen überlassen. Wenn die Zeit ins Land gegangen ist wird man sich an die Ergebnisse erinnern, nicht an die Aufopferung. Wenn man ein Zeugnis erhält stehen dort für gewöhnlich die Noten drin und nicht wie lang man es versucht hat.

Richten wir unsere Aufmerksamkeit auf das, was zählt, anstatt auf das, was nicht zählt. Es ist wirklich nicht ungehörig, das, was wir im Leben haben wollen, ohne Aufopferung zu bekommen. Wir sollten auch nicht weiter erzählen, dass wir nicht gelitten haben um es zu bekommen.

Die fundamentale Wahrheit, die wir erleben müssen, um „Versuchen“ aus unserem Leben zu schmeißen, ist, dass das Leben natürlicherweise funktioniert, wenn wir bereit sind, es zu lassen.

Vielleicht funktioniert es nicht so, wie wir es uns gedacht haben, aber es wird funktionieren.

Es ist sogar eher so, dass wir etwas dafür tun müssen, um etwas zu vermurksen. Dies ist so, ob wir es „glauben“ oder nicht. Folgendes sollten wir uns wirklich merken: Lösungen nichts als das Material, mit dem wir mehr Probleme konstruieren. Es ist nicht notwendig, dass wir noch mehr Ballast hinzufügen, indem wir fester glauben oder intensiver versuchen. Es wird funktionieren, wenn wir diesen Extra Ballast fallen lassen, so das unser Weg durch das Leben erleichtert/erleuchtet wird, und wir natürlich zum Ziel kommen können, wie es beabsichtigt was.

„muss“ kopf

Der Ausdruck von Verpflichtung zu der sich Jemand gezwungen sieht oder gezwungen werden soll lässt sich am einfachsten durch die Wörter muss, müsste, müsstest und abgeschwächt auch soll oder solltest darstellen.

Wenn man etwas machen muss, macht man etwas nicht unbedingt freiwillig und somit belegt man dieses Etwas mit einer negativen Eigenschaft auch wenn dieses ohne Einfluss Anderer geschieht oder Andere davon betroffen wären. Einhergehend mit muss ist immer eine gewisse Unlust die am Ende dazu führt, dass Etwas nicht rechtzeitig oder befriedigend erledigt wird. Ein erster Ausweg aus dieser Voreingenommenheit durch seinen eigenen Wortgebrauch ist der Ersatz des Wortes „muss“ durch das Wort „will“. Wenn man etwas will, lassen sich die Dinge viel leichter angehen und sich die positiven Inhalte einer Sache ausschöpfen. Man muss einkaufen oder man will seiner Familie ein leckeres Essen bereiten. Man muss arbeiten um Geld zu verdienen, damit was zum Essen im Kühlschrank ist und ein Dach über dem Kopf erhalten bleibt, oder man will arbeiten, damit man Geld verdient um den Erhalt der Existenz zu sichern und um ein schönes Heim für seine Familie zu erreichen. Es ist richtig, dass man etwas machen muss, es wird aber nicht unrichtig dadurch, wenn man etwas machen will. Wenn in der Kommunikation das Wort will anstelle von muss verwendet wird, erhält eine Sache eine Positive Eigenschaft.

Natürlicherweise kann man nicht immer das Wort muss durch will ersetzen, da es in überlebenswichtigen Situationen durchaus sinnig ist etwas zu müssen und nicht nur zu wollen.

„will“ bauch

Ursächlichkeit für Veränderung oder Geschehen ist mit dem Wort „will“ verbunden. und ist nahezu das Gegenteil von „muss“ mit der Eigenschaft die Dinge in die Hand zu nehmen und Ziele zu erreichen. Wenn man etwas will, wird automatisch mehr Energie im Innersten eines Jeden freigesetzt und das leichtere erreichen von Zielen wird ermöglicht. Als abgeschwächte Form werden die Wörter kann oder könntest eingesetzt, die die Freiwilligkeit nochmals hervorheben, jedoch das zu erreichende Ziel etwas in die Ferne rücken. Wenn man zumindest damit beginnt für die Dinge die man erledigen muss sie so zu kommunizieren, dass man sie machen will, dann wird man für sich selbst und auch Anderen gegenüber feststellen, dass die Dinge weniger in Frage gestellt werden und damit eher ohne negativen Eigenschaften durchgeführt werden können. z.B. „Ich will Morgen sehr früh ausstehen, damit ich meinen Flug nicht verpasse“. Zudem hat in der Kommunikation das Wort „will“ den Effekt der Bereitschaft zur Hilfestellung, während das Wort „muss“ die Bereitschaft zur Bedauerung in seinem Umfeld hervorruft. „Ich will ....“, „kann ich Dir dabei helfen?“, „ich muss .....“, „Oh das tut mir leid.“. Nehmen wir also die Dinge in die Hand und bringen sie zu einem positiven Abschluss.

Gründe

Gründe helfen uns nur vernünftig zu erscheinen. Sie haben nichts mit dem Erreichen dessen zu tun, was wir im Leben wollen.

Gründe, gleich bedeutend mit „Rationalisierungen“, sind die Vorstellungen und Gedanken, die wir uns selbst vorsagen, um zu erklären, wie die Verhältnisse sind, wenn wir nicht bereit sind, dafür, wie sie sind, die Verantwortung zu tragen. Gründe dürfen nicht mit der wahren Ursache verwechselt werden. Wahre Ursachen sind wahre Ursachen. Gründe sind ebenfalls Entschuldigungen. Sie helfen einem, „vernünftig“, „begründet“ zu klingen und geben einem fälschlicher Weise das Gefühl, im Recht zu sein. In der Welt der Übereinstimmung geben Gründe einem Recht und dem anderen Unrecht.

Es ist wichtig zu wissen, aus welchem Material Gründe gemacht sind. Das Material wird „Nichts“ genannt. Gründe sind nur dem Anschein nach aus etwas geschaffen. Bei genauem Hinsehen zeigt sich jedoch, dass sie lediglich aus anderen Gründen gemacht sind. Gründe unterscheiden sich in von wahren Ursachen durch ein charakteristisches Merkmal: sie erklären die Dinge nur rückblickend. Das heißt, sie erklären die Vergangenheit, aber nicht die Zukunft. Wahre Ursache sagt Zukunft zuverlässig voraus.

Sehen wir uns ein Beispiel an. Wenn jemand meint er wäre mit seinem Partnern nicht glücklich wegen der Art und Weise, wie einem der Vater als Kind behandelt hat, dann ist alles, was auf das Wort „wegen“ folgt, ein Grund. Es ist das „Zeug, das man als Antwort auf die Frage „Warum“? gegeben werden. Man selbst ist die wahre Ursache des Unglücklichseins mit seinem Partner. Wenn man es vorzieht, nicht für sein Erleben seines Partners verantwortlich zu sein, dann kann man gerne seinen Vater oder seinen Partner als Grund für sein Unglücklichsein angeben. Wenn man sich deprimiert fühlt, weil sein Vorgesetzter einem gemein behandelt, ist alles, was auf das Wort „weil“ folgt, ein Grund. Tatsächlich erzeugt man seine Depressionen selbst und gibt seinen Chef als Grund an.

Wenn man weis, wer man ist, dann ist man tatsächlich so umfassend, dass kein Grund außerhalb von einem selbst existiert. Wenn einem die Bedeutung der Tragweite dieser Erkenntnis bewusst wird, dann fängt da Leben an sich völlig aufzuklären. Wenn einem dies nicht bewusst wird, dann braucht man ab hier nicht weiter zu lesen oder zu zuhören. Eine Fortsetzung lohnt sich nur wenn man bereit ist für sein Leben selbst verantwortlich zu sein. Man ist selbst so groß, dass man nicht nur sein Erleben des Lebens verursacht, man ist sogar so groß, dass das gesamte Erleben des Lebens in einem selbst ist. Sogar die Gründe die man erfunden hat, um zu erklären, wie die Dinge in seinem Leben sind, liegen in einem selbst. Man verursacht nicht nur das Erleben seines Lebens, man verursacht auch die Gründe, die seiner Meinung nach erklären, warum etwas so ist.

In Bezug auf Gründe gibt es etwas, dessen man sich bewusst sein sollte: Gründe funktionieren nicht. Sie erlauben einem nicht, in seinem Leben Zufriedenheit zu erleben. Gründe erzeugen lediglich Bitterkeit und eine Entschuldigung, anderen unrecht zu geben. Weil Gründe nichts bringen, ist es an der Zeit sie aufzugeben. Damit ist nicht gemeint keine Gründe zu haben sondern sie als das zuerkennen was sie sind: Überzeugungen, die man sich ausgedacht hat. Mutter, Vater, Schwester, Mann, Frau, Freundin, Freund verursachen nicht, was man erlebt. Man tut es selbst.

Niemand kann einem vorwerfen, schlecht zu sein, wenn man in seinem Leben viele Gründe anstelle dessen hat, was man eigentlich wollte. Rechthaberei bringt nichts. Beschuldigungen stehen für Dinge, deren wir uns nicht sicher sind. Man kann sich sicher sein, dass man sein Erleben des Lebens verursacht. Man kann sich auch sicher sein, dass jeder eine Reihe von Gründen ausfindig machen kann, von denen man dann meint, sie hätten das erleben verursacht. Ein Grund kann eine Kette „logischer Gedanken“ oder eine Personsein. Ebenso gut können es Umstände oder Ereignisse sein. Es gibt nichts, was jemand nicht in einen Grund für sein Erleben verwandeln könnte. Wenn man also reich oder arm, heiß oder kalt, grün oder gelb war oder ist, nichts davon ist die wahre Ursache für sein Erleben des Lebens.

Es ist sicherlich auch falsch anzunehmen, dass einem keine Umstände aufgezwungen werden. Sehr wahrscheinlich gibt es Ursachen, Umstände oder Zwänge die das Erleben des Lebens beeinflussen.

Was fest steht ist das, was man aus diesen gemacht hat, das ist, was man aus diesen gemacht hat.

Man selbst ist der wahre Grund; es gibt keinen anderen. Wenn man anfängt das zu erkennen, muss man aufpassen, dies nicht als Bürde oder Orden mit sich herumzuschleppen. Was man im Leben erlebt, ist nicht falsch, selbst dann nicht, wenn man nie zufrieden wird. Es ist auch nicht so, dass eine Art besser ist als die Andere. Von Stolz und Arroganz erfüllt behindert ebenso das Erleben des Lebens, auch wenn man meistens glücklich ist. Die Erkenntnis „Wer“ das Erleben seines Lebens erschafft führt dazu, dass Gründe anfangen wegzufallen und das Leben fängt an, zu seinem rechtmäßigen Eigentümer –zu  einem selbst - zurück zukehren. Solange Gründe ursächlich für sein Leben sind, gehört einem das Leben nicht. Man hat es weggegeben, um Entschuldigungen zu haben.

Rechtfertigungen

Sie müssen so enorm groß sein, wie Sie sind, um anderem Recht haben zu lassen.

Eine Rechtfertigung ist das Vermischen von Gründen in dem Bemühen, sie als logisch miteinander verknüpft erscheinen zu lassen. Mittels dieses Verfahrens versucht der Verstand, seine Haltungen als die „richtigen“ zu etablieren und von anderen in Bezug auf die „Richtigkeit“ seines „Zeugs“ Zustimmung zu erhalten.

Das, was gerechtfertigt wird, ist nicht direkt erlebbar, sonst bestände keine Notwendigkeit, es zu rechtfertigen. Nur die Dinge, die nicht direkt erfahrbar sind, werden vom Verstand als Haltungen eingenommen. Natürlich ist es möglich, eine Wahrheit zu nehmen und sie zu einer Haltung zu machen. Es besteht jedoch keine Notwendigkeit, eine solche Haltung zu verteidigen. Wenn etwas wahr ist, ist Rechtfertigung höchst überflüssig.

Deshalb kann man immer erkennen, wenn jemand etwas verteidigt (rechtfertigt), was unwahr ist: Man hört viel zu lauten Protest aus jener Richtung. Ebenso leicht erkennbar ist es, wenn jemand etwas verteidigt (rechtfertigt), was wahr ist: Die betreffende Haltung wird leicht für die Wahrheit der Sache, die für sich selbst spricht, aufgegeben.

Es erfordert menschliche Größe, eine einmal eingenommene Haltung gegenüber etwas, was nicht war ist, aufzugeben. Es erfordert einen wirklich fähigen Menschen, anderen zu gestatten, „Recht“ zu haben.

Wenn man hört, wie jemand seine Rechtfertigung abspult, um zu zeigen, wie sehr er recht und man selbst unrecht hat, muss man genau so enorm groß sein, wie man eben ist, um dies so sein lassen zu können. Der Verstand hat einen eingebauten Reflex, der laute: „Gib denen, die mit deinen Überzeugungen nicht übereinstimmen, Unrecht“. Es bringt nichts, zu versuchen, jemanden vom Abspulen seine Rechtfertigungen bezüglich der Richtigkeit seiner Haltungen abzubringen. So werden die betreffenden Haltungen nur gestärkt.

Sehr wohl bringt es etwas, Rechtfertigungen ablaufen zu lassen. Sie haben keine natürliche Energiequelle und sind für Ihr Weiterbestehen auf Widerstand angewiesen. Es fällt einem eventuell auf, dass jemand, der sich rechtfertigt, sich wie eine Schallplatte anhört. Das was man hört ist eine Plattenaufnahme. Derjenige erzeugt das, was er sagt, nicht von Augenblick zu Augenblick neu, sondern wiederholt lediglich, was er gehört oder vorher einstudiert hat. Dieser Vorgang hat die Tendenz, ziemlich schnell abzulaufen, wenn nicht widersprochen wird. Es ist so, dass Leute die eine Haltung rechtfertigen sich selbst damit ins Recht setzen. Es ist jedoch nur deren Verstand, der eingerastet ist. Was kümmert es einen, wer „recht“ hat?

Was ist aber, wenn man selbst derjenige ist, der sich rechtfertigt?. Was soll man dann tun? Nun, wenn man selbst schon so bewusst ist, dass man dies merkt, hat sofort auch die Möglichkeit zu wählen. Nur wenn man nicht weis was man tut, hat man keine Möglichkeit anzuhalten. Wenn man sich entscheidet, sich weiter zu rechtfertigen, wird man eine Veränderung seines Erlebens des Vorgangs bemerken. Er wird nicht mehr ernst sein. Im erleben wird es leicht werden, vielleicht sogar einem albern vorkommen. Vielleicht krümmt man sich innerlich vor Lachen. Aber dahin kommt man erst, wenn man merkt, dass man eine Platte abspielt und nicht sich selbst ist.

Was kann man nun mit seinen Haltungen machen? Zuerst einmal muss man deren bewusst werden, dass man sie hat. Dann muss man erkennen, dass man sie mit Rechtfertigungen festhält. Dann ist man diesbezüglich erleichtert/erleuchtet. Erinnern wir uns, wenn das was wir „glauben“ wahr ist, brauchen wir es nicht zu glauben. Wenn das, was wir glauben, tatsächlich wahr ist, wird es sich am Ende schon zeigen, ob wir unsere Energie mit Rechtfertigungen verschwendet haben oder nicht. Wenn das, was wir glauben, nicht wahr ist, wird sowieso nichts draus, egal, wie viel Energie man mit Rechtfertigen verschwendet wird. Also entspannen wir uns, unsere Haltungen sind nicht relevant. Schenken wir ihnen keinen Glauben. Verlassen wir uns auf das, was direkt erlebt werden kann. Schließlich: lassen wir unsere Einstellungen gehen und hören wir auf, uns zu rechtfertigen. Das ist alles nur Extra-Ballast auf unserer Lebensreise. Das Leben funktioniert besser, wenn wir nicht durch Haltungen, die wir rechtfertigen müssen, belastet sind.

Wertigkeit eines Menschen in der Gesellschaft

Man ist immer so viel Wert wie man wie man positiv auf seine Gesellschaft reflektiert.

Erkenntnis vom 18.Sept. 2003.

Die Wertigkeit die eine Person für sich in der Gesellschaft bestimmt ist der Maßstab für sein überleben innerhalb der Gesellschaft.  Man kann sagen, dass das Wertgefühl eines jeden, eine dem Menschen eigene Form des Überlebens ist. Tiere haben kein auf sich selbst bezogenes Wertgefühl. Verbrechen entstehen z.B. meistens auf Grund vorangegangener Entwertung der jeweiligen Persönlichkeit. Unsere Gerichtssäle sind voll von Angelegenheiten die zum Streit über die Entwertung einer Person entstanden sind. Wertigkeit steht mit der Würde und Ehre eines Menschen in einer direkten Abhängigkeit. Den ganzen Tag lang sind die Menschen damit beschäftigt ihre Position in der Gesellschaft aufzuwerten. Meistens benötigen sie Sachwerte wie teure Autos, Häuser oder Schönheitsoperationen um sich wertiger zu fühlen. Und oft übernehmen sie sich damit. Die Menschen bestimmen ihren eigenen Wert in dem Maße wie sie von der Gesellschaft beachtet werden. Wenn wir uns eine Person zweigeteilt denken, also in Körper und Verstand als einen Teil und mit der Seele als zweiten Teil, dann geht es dem Menschen eigentlich nicht darum, dass man seinen Körper oder Verstand beachtet sondern es geht im vielmehr um ihre Seele, das eigentliche „Ich“ oder „Selbst“. Da man das Selbst nicht sehen kann benutzt man den Körper und das, was der Körper mit seinem Verstand erreichen kann, wie eine Litfasssäule um die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. In einer Gesellschaft mit derart vielen Menschen hat sich ein hoch entwickeltes System verbreitet, an dessen Spitze Milliarden schweren Firmen besteht die sich nur darum kümmern, dass dem Bedürfnis nach Wertigkeit entsprochen werden kann. Entwertung und nicht Beachtung können daher starke seelische Verletzungen hervorrufen die anschließend entweder den Stuhl des Therapeuten oder die Betten in den Heilanstalten sowie abermals unsere Gefängnisse füllen. Man braucht nur mal zu beobachten wie oft sich Personen darüber beklagen, dass der eine dies oder jenes hat und warum man selbst es nicht geschafft hat. Damit kommt ein weiterer Antreiber der Entwertung hinzu der am schwersten zu handhaben ist. Man selbst. Durch diese ständige eigene Entwertung die mit Neid, Missgunst und Feindseeligkeit einhergeht wird die eigene Position im Leben verschlechtert. Manchmal geschieht dies so intensiv, so dass man in einen Sog gerät der einen ins bodenlose abwärts sinken lässt. Am Ende landet man in der Gosse und meistens hat man sich selbst dorthin gebracht. Man beachte auch, dass Menschen die sich in einer so genanten Opferposition befinden Krankheiten dazu nutzen um beachtet zu werden. Viele Negative Dinge die sich eine Person angeeignet hat treten aufgrund einer bestehenden Krankheit in den Hintergrund. Wenn negative Dinge plötzlich ohne Wirkung sind, ist man automatisch aufgewertet. Neben Krankheiten funktioniert dies auch mit Schicksalsschlägen.

Den höchsten Grad an der eigenen Unabhängigkeit von Wertigkeit kann man erreichen, indem man zum einen einfach „anwesend sein“ und zum anderen einfach „haben kann“. Mit „anwesend sein“ ist gemeint, dass man die Dinge sieht wie sie sind und einfach bewusst da ist. Mit „haben können“ ist gemeint, dass man Dinge haben und aber auch darauf verzichten kann. Umgekehrt ist es auch wichtig andere einfach anwesend sein und anderen „haben“ lassen zu können. Mit andere anwesend sein zu lassen ist gemeint, dass einem die Position die jemand in der Gesellschaft oder einer anderen Person gegenüber einnimmt nicht beunruhigt oder man sich nicht zu der eigenen Person aufwertenden Taten animiert fühlt. Mit anderen haben zu lassen ist gemeint, dass man ohne Neid auf den Besitz einer Person schaut und diesen Besitz der jeweiligen Person uneingeschränkt gönnt. Das Problem der eigenen Position beginnt meistens damit, dass  eine andere Person den vermeintlichen eigenen Wert herabsetzt. Die Möglichkeiten dies zu tun, scheinen unbegrenzt zu sein. Meistens begibt sich derjenige, der eine andere Person entwertet, in die Position eines Unterdrückers und die Person die sich unterdrücken lässt in die Position eines Opfers. Die Unterdrückung und damit verbundene Entwertung geschieht meistens aufgrund der jeweils eigenen vorangegangenen Entwertung des jeweiligen Unterdrückers und aufgrund seiner Überzeugungen und dem Zeug welches sich im Leben desjenigen angesammelt hat. Letztendlich hat eine hohe Wertigkeit einer Person in der Gesellschaft auch sehr viel mit Macht und Anerkennung zu tun. Und Verlust an Macht und Anerkennung bedeutet im Umkehrschluss eine Entwertung und dies führt meistens zu heftigen Reaktionen auf beiden Seiten. Streitgespräche gehen zum einem um Recht haben und zum anderen um die damit unausweichlich verknüpfte Wertigkeit einer Person oder Gesellschaft. Wer Recht hat ist nach dem allgemein üblichen Verständnis automatisch mehr wert. Die Grundgesetze der meisten Länder versuchen diesen Umstand auszuschließen indem sie die Würde des Menschen als unantastbar bezeichnen und alle Menschen, ob Frau oder Mann unabhängig von Rasse oder Religion, gleich setzen. Jedoch hat die Realität dann nicht mehr viel damit zu tun und man hört oft Menschen sagen, dass andere eben doch gleicher sind als andere. Wenn man sich mal fragt, warum man auf eine andere Person sauer ist, hat es meistens damit zu tun, dass diese einen nicht beachtet, gewürdigt oder vertraut hat. Dies birgt ein unglaubliches Potential an Konflikten und Krankheiten die daraus entstehen können.

Da man die Welt nicht mit einem Schlag verändern kann gibt es für einen selbst nur einen gangbaren Weg der aus drei maßgeblichen Teilen besteht.

  1. Man muss lernen die Dinge so zu sehen wie sie in Wirklichkeit sind und dabei alles andere weglassen. Man erreicht dies indem man einfach bewusst anwesend ist. Gleichzeitig muss man andere einfach anwesend sein lassen können. Man erreicht dies indem man die jeweils Anderen achtet und dessen Würde unangetastet lässt. Dadurch wird gewährleistet, das sich das Selbst (Seele, Geist etc) eines jeden frei entfalten kann und Verstandes Dinge ihre negative Wirkung verlieren.
  2. Als weiteres muss man lernen Dinge einfach haben zu können und andere einfach haben lassen zu können. Man erreicht dies, indem man Erkennt, dass alles nur durch das jeweilige Selbst einen Wert erhält. Also ein Umkehrschluss. Die Dinge haben keinen Wert ohne die Person die diese Dinge hat und die volle Wertigkeit liegt bei der jeweiligen Person und wird durch sie auf alles andere übertragen.
  3. Man muss lernen in guter Kommunikation mit anderen zu stehen. Dies bedeutet, dass man eine positive Kommunikation mit Zuneigung führt. Die Seele eines jeden will geliebt und geachtet werden und es wird Zeit es durch Kommunikation den jeweils anderen spüren zu lassen.

Es gibt viele Möglichkeiten sofort damit zu beginnen sein Umfeld zu gestallten und eine mögliche eigene Abwertung damit abzuwenden.

Man kann ja mal einfach damit beginnen anstelle nicht vorhandener Fähigkeiten anzuprangern dies zu unterlassen und vorhandenen Fähigkeiten hervorzuheben. Übrigens wird die Entwertung am Arbeitsplatz auch Mobbing genannt. Auf der anderen Seite ist das ganze Wertigkeitsdrama, welches sich jeden Tag abspielt, einer der größten Wirtschaftsfaktoren die die Gesellschaft seit Urzeiten antreibt und andererseits ist sie eine der Hauptursachen für Kriege und das Leid auf dieser Erde. Auch spielt im Geschäftsleben die Wertigkeit durch Positionen im Unternehmen eine äußerst wichtige Rolle. Man braucht sich nur die hochtrabenden Berufsbezeichnungen auf den Visitenkarten anzusehen und oft meinen die Angestellten, dass sie auf Grund ihres Diploms schon soviel Wertigkeit erhalten haben und daher für ihre Anwesenheit und nicht für die zu leistende Arbeit bezahlt werden.

Da dieser Kampf um die Wertigkeit nun einmal da ist und nicht geleugnet werden kann, so muss dessen Existenz einen Grund haben. Wenn man also nochmals in der Tierwelt nachschaut, so kann man die höchste Wertigkeit in einem Rudel an dem Rudelführer festmachen. Nur das stärkste Tier in einem Rudel kann sich fortpflanzen. Somit gilt der in den Genen vorhandene natürliche Zwang zu überleben und damit die Fortpflanzung und den Erhalt seines Erbgutes zu sichern, auch bei uns Menschen als die Ursache für einen Kampf der für die meisten ohne Aussicht auf Erfolg geführt wird. Damit ist die Grundlage für das menschliche Verlangen seine Wertigkeit in der Gesellschaft zu erhöhen schon im Stammhirn durch den drang nach Überleben und Fortpflanzung verankert und wurde mittels unseres Verstandes zu der uns heute bekannten Höchstform ausgebildet. Wertigkeit ist somit eine reine Verstandes Sache und kann damit auch zu den nicht rationalen Dingen gezählt werden.

Der Wert einer Seele kann jedoch unmöglich anhand des Bankkontos abgelesen werden. Wenn der Wert eines Menschen nicht anhand seiner Besitztümer festgemacht werden kann, dann steht damit fest, dass wir den Kampf um die Wertigkeit die ganze Zeit auf die falsche Sache gelenkt haben. Die besten Freundschaften zwischen Menschen bestehen immer dann, wenn alles Materielle ausgeschlossen werden kann und ein inniges Gefühl der Zusammengehörigkeit vorhanden ist. Man erhält von seinem besten Freund ein Höchstmass an Bestätigung, Anerkennung und Verständnis. Wir sind also eigentlich ständig auf der Suche nach anderen Seelen die die jeweils eigene im vollem Umfang akzeptiert und gerne um sich hat.

Wenn wir nun die ganze Zeit unsere Kraft auf einen eigentlich falschen und damit unwichtigen Kampf gelenkt haben, so muss im Umkehrschluss  eine andere Sache vorhanden sein, für die es sich eher lohnt einen in jedem Fall erfolgreichen Kampf zu führen. Es ist der Kampf um gute Kommunikation und das Verständnis über das Funktionieren des Lebens. In dem Maße indem wir lernen wie Kommunikation mit Zuneigung geführt und wie das funktionieren des Lebens verstanden wird, verändert sich automatisch die Bestätigung Anderer und deren damit verbundenes Verständnis sowie deren Anerkennung zu einer Aufwertung der jeweiligen Seele und des damit verbundenen Körper und Verstandes.

Am besten reflektiert man also seinen eigenen Wert nicht anhand seiner Ausstrahlung die sein möglicherweise super teurer Sportwagen hat sondern anhand seiner Ausstrahlung die die jeweilige Seele hat.

Damit ist nicht gemeint, dass man nun keine teuren Autos etc. haben soll, ganz im Gegenteil, je mehr das Leben verstanden wird und je mehr man in guter Kommunikation steht um so mehr wird sich ein automatisch einhergehender Reichtum entwickeln und man wird sich die Dinge leisten können, die einem persönlich gut gefallen. Man braucht sich nur mal umzusehen wie viele unglückliche Menschen es gibt die über genügend Reichtum verfügen und sich dennoch damit beschäftigen andere zu  unterdrücken oder sogar Selbstmord begehen. Bei allem Reichtum und aller Macht, ist es ihnen nicht gelungen, dass ihre Seele wahrhaftige Zuneigung und Liebe erfährt.

Gute Kommunikation setzt voraus, dass man seine Kommunikation nicht leichtfertig sonder nach bestimmten Regeln steuert. Es gibt oft die Situation in der Missverständnisse in einem Streitgespräch enden. Missverständnisse werden dann mit Abwertungen verbunden. Wenn jemand einem Anderen etwas erklärt und derjenige dies nicht gleich versteht, dann wird von denjenigen der etwas versucht zu erklären gerne der Satz genutzt „Du verstehst mich nicht“ (bedeutet Du bist dumm). oder „Das hab ich so nicht gesagt“ (bedeutet Du kannst nicht zuhören). Es gibt eine Vielzahl von Redewendungen die dazu benutzt werden einen Anderen herabzusetzen. Gute Kommunikation beginnt mit Geduld. Wenn man merkt, dass der Andere einen nicht versteht, kann man auch sagen „ lass mich dass noch  einmal anders beschreiben“ oder wenn es offensichtlich nicht verstanden wird geht man einfach im Gradienten so weit runter, bis man einen Punkt findet an dem Verstehen festgestellt werden kann. Dann  geht man im Gradienten immer weiter hoch bis das ursprüngliche eigentliche Thema verstanden wird. Wenn etwas nicht verstanden wird, liegt es immer ohne Ausnahme an dem, der etwas zu erklären versucht. Es liegt nie an dem der etwas verstehen soll. Abwertungen in der Kommunikation behindern immer das eigentliche Ziel was man hat. Jeder will duplizieren damit man verstanden wird. Nur wenn man verstanden wird, kann man erreichen dass das was Umgesetzt werden soll auch unverändert durchgeführt wird. Dann gibt es da ja noch die Möglichkeit, dass man Wörter verwendet hat deren Bedeutung der Andere nicht oder nur teilweise kennt. Ein in positiver Kommunikation geübter Mensch pflegt in seine Erklärungen versteckte Klärungen von Wörtern ein um einem Missverständnis vorzubeugen. Wenn z.B. ein mögliches missverständliches Fremdwort auftauscht kann man in einem direkt darauf folgenden Satz ein kleine Erklärung oder einfach die Bedeutung in der Muttersprache des Anderen einpflegen. Funktioniert prima. Ein Satz wie „soll ich Dir mal erklären was das bedeutet“ kann man sich schenken. Selbst wenn der Andere die Bedeutung nicht kennt, kann es leicht passieren das er mit „meinst Du ich bin dumm und wüsste das nicht?“ antwortet.

Des Weiteren wird in der Kommunikation fahrlässig abgewertet indem der Wert den jemand einer Sache zugewiesen hat, herabgesetzt wird. Jemand sagt z.B. „ das Auto gefällt mir richtig gut und besonders in blau“, eine mögliche Antwort ist z.B. „da hab ich aber für den Preis schon viel bessere Autos gesehen und rot ist viel sportlicher“. Es mag gut sein, dass es womöglich deutlich bessere Autos gibt und das die Farbe rot sportlicher wirkt. Die Grundregel lautet jedoch, dass man das was jemand hervorbringt nicht zerstören darf. Durch diesen Vorgang wird die Realität desjenigen als schlecht und falsch abgewertet. Man muss sich nicht wundern wenn derjenige sich von einem Abwendet oder wiederum ein Streitgespräch entsteht. Eine mögliche richtige Kommunikation würde so verlaufen, dass derjenige der etwas hervorgebracht hat als erstes bestätigt wird, dass das gesagte bei einem angekommen ist. Meist reicht ein positiv betontes einfaches „Ja“ „findest Du?“ oder „ich verstehe“ aus. Damit lässt man die Realität des anderen stehen und kann nun seine eigene hinzufügen, indem man z.B. sagt „ hast du schon mal das Auto gesehen (und zeigt dabei möglichst das Auto oder beschreibt es zumindest näher), dieses gefällt mir ganz gut weil es dieses und jenes hat und außerdem spricht mich das Auto in rot mehr an, es wirkt auf mich irgendwie sportlicher“. Man vermeidet durch diese Art von Kommunikation jegliche Abwertung dessen was der erste gesagt hat und erzeugt damit eine Bereitschaft sich den Standpunkt des anderen anzuhören. Es kann durchaus sein, dass der erstere nun einen selbst bestätigt und z.B. sagt „ stimmt, dass Auto gefällt mir auch besser als der blaue, den kannte ich bisher noch gar nicht“. Gute Kommunikation ist immer dann der Fall wenn es einem gelingt zu duplizieren. Damit meine ich, das ein Duplikat oder eine Kopie dessen was man im Verstand hat von dem jeweils Anderen unverändert aufgenommen wird, ohne jedoch dabei die Realität des Anderen dabei zu zerstören. Am Ende entstehen zwei Realitäten die durchaus nebeneinander existieren können, zu einer neuen gemeinsamen verschmelzen oder sogar eine ausgelöscht wird. Abwertungen von Meinungen, Gefühlen oder Bedürfnissen haben in der Kommunikation nichts zu suchen.

Ein weiterer Fall von Abwertung durch negative Kommunikation geschieht oftmals wenn sich z.B. ein Dritter in eine Kommunikation zwischen zwei anderen Personen einmischt und eine der Personen unterbricht und z.B. sagt“ das ist doch viel zu kompliziert wie Du das erklärst“ oder „das ist doch völlig falsch“ etc.. Das Streitgespräch kann nun beginnen, wenn man darauf mit z.B. „ ich weis sehr wohl was ich hier tue“ oder „halt dich da raus“. Die Abwertung ist in die eine Richtung mit dem Vorwurf des unwissenden gegangen und kommt anschließend mit einer weiteren Abwertung in der gleichen Art zurück. Das ganze könnte auch so aussehen, das derjenige dem etwas missfällt einfach  nachfragt, warum der andere davon ausgeht, dass dies oder jenes so richtig ist. Dann kann der andere hingehen und erklären warum er davon ausgeht und welche Daten gegebenenfalls zu Grunde liegen. Wenn es jedoch einem selber passiert, dass man auf eine schroffe Art aus seinem Konzept gerissen wird, dann sollte man ebenfalls nachfragend der Sache auf den Grund gehen indem man z.B. fragt „gibt es irgendetwas was dich daran stört das man dies oder jenes so durchführt?“ oder „wie soll es deiner Meinung nach richtig sein?“. Man hört sich dann die eventuelle Meinung an und leitet dann nach kurzer Diskussion wieder auf seinen Weg zurück sollte dieser nach wie vor der richtige sein. Mann kann auch einfach sagen „ja ich verstehe, ich werde gleich nochmals darauf zurückkommen“ und fährt dann wieder mit seinem Weg fort. Auch hier ist wieder Geduld von demjenigen gefragt der die Kommunikation in die positive Richtung bringen oder erhalten will. Der Grundsatz ist auch hier, dass man die Realität des anderen nicht zerstören darf.

Die nächste oft gemachte Entwertung geschieht durch ignorieren. Man beachtet einfach nicht was der Andere gesagt hat. Wenn man etwas gesagt hat und ein anderer reagiert nicht darauf wo Reaktion erwartet wird, dann fühlt man sich gleich abgewertet und unwichtig. Menschen wollen aber wichtig sein und zu etwas beitragen. Ein einfaches Beispiel sind Kleinkinder. Wenn sie etwas sagen und es erfolgt keine Reaktion wiederholen sie ihr gesagtes immer wieder womöglich bis hin zu einem Schreikampf bis das Elternteil endlich reagiert und Antwortet. Dies kann man meist im Supermarkt an der Kasse erleben. „Mama, darf ich den Lutscher?“, „Mama“, „Hallo Mama, darf ich den Lutscher“, „ Ich möchte den Lutscher“ ....etc. Bis Mama sagt „sei endlich still“. Man wird nicht beachtet, man ist unwichtig und man hat nicht mal einen Lutscher und weis nicht warum.

Entwertung durch ignorieren ist auch in der Partnerschaft, Freundschaft und im Geschäftsleben häufig anzutreffen. Am Ende verliert man seinen Lebensgefährten, Freund oder Kunden an jemanden der demjenigen mehr Wert zugesteht und diesen auch durch Beachtung zeigt.

Die Liste der Beispiele von negativen Kommunikation ist so lang, dass man mehrere Bücher mit deren Beschreibung mühelos füllen könnte.

Bewusste positive Kommunikation führt unweigerlich zu einer positiven Reflektion in der Gesellschaft, was wiederum ein weiterer Schlüssel zu Wohlbehagen und Wohlstand ist.

Rudelverhalten

Erkenntnis vom 22.9.2003.

Je mehr sich ein Mensch in seiner Gesellschaft identifiziert und sich gleichgerichtet verhält, um so höher ist seine  Akzeptanz und damit seine Überlebenschance, in seiner Gesellschaft. Der Mensch scheint gerade dazu bestrebt zu sein, Normen und Regel aufzustellen, die Kleidung, Aussehen, Verhalten etc. bestimmen.

Wer außerhalb dieser Normen agiert wird solange ausgegrenzt sein, solange dessen Population keine ausreichende Stärke besitzt. Wer sich nicht den allgemeinen Formen anpasst wird abgelehnt.

Wenn wir Fische, Vögel oder Gnus etc. betrachten die nicht in die gleiche Richtung wie dessen Schwarm, Rudel oder Herde etc. bewegen, so wissen wir, dass sie allzu schnell von einem Raubtier erfasst und getötet werden können. Genau diese Information steckt in unserem Stammhirn und ist eine natürliche Form des Überlebens.

Intention

Man bekommt immer genau das, was seinen jeweils eigenen Intentionen entspricht.

Intention – Absicht; Vorhaben, Anspannung geistiger Kräfte auf ein bestimmtes Ziel; medizinisch = Wundheilung.

Die Anspannung geistiger Kräfte auf ein bestimmtes Ziel (Intention) ist ein Phänomen, das sich außerhalb des gewöhnlichen Bewusstseins abspielt und dessen Zweck es ist, den Kurs der Ereignisse in seinem Leben zu bestimmen. Man bekommt immer das, was man intendiert, ohne Rücksicht darauf, was der Verstand dazu sagt. Intention wird auf einer Bewusstseinsebene formuliert, die dem Verstand nicht zugänglich ist. Man selbst kann mit der Bewusstseinsebene in Kontakt sein. Wenn man es nicht ist, kann man von den Ereignissen, die einem im Leben passieren, überrascht werden. Was im Leben passiert, mag einem gefallen oder nicht. Solange die Intentionen jedoch nicht bewusst sind, werden wir alles als Opfer erleben und keine Ahnung haben, dass man es selbst verursacht hat. Andererseits, wenn die Intentionen einem bewusst sind, wissen wir, dass wir alles Erleben in unserem Leben verursachen. Wir haben die Wahl durch die Ereignisse in unserem Leben befriedigt und bereichert zu werden oder durch sie zum Opfer gemacht und verbittert zu werden. In beiden Fällen bekommen wir die Ergebnisse, die zu bekommen wir intendiert haben.

Wenn wir nur ahnen, wovon wir hier sprechen, jedoch nicht bewusst genug sind, um zu wissen, dass wir unser eigenes Erleben verursachen, könnte es ja sein, dass wir daran interessiert sind zu erfahren, wie wir uns da „einschalten“ könnten. Wir schalten uns ein durch die Bereitschaft zu erleben, dass wir tatsächlich die Quelle unseres Erlebens im Leben sind, selbst wenn es dem Anschein nach ein anderer ist und wir nicht wollen, was wir bekommen.

Vielleicht machen wir einmal eine kleine Übung, um uns eine Tatsache erleben zu lassen, dass wir die Quelle unseres Erlebens im Leben sind. Nehmen wir uns einen Gegenstand und legen ihn vor uns hin. Es spielt keine Rolle was es für ein Gegenstand ist. Jetzt beantworten wir uns folgende Fragen: welche Form hat dieser Gegenstand? Ist es angenehm ihn anzufassen? Wie viel ist der Gegenstand wert? Würde er ein gutes Geschenk für jemanden abgeben?

Jetzt haben wir ein Erleben des Gegenstandes.

Wer hat jedoch das Erleben verursacht?

War es die Muter? War es der Vater? Oder war es vielleicht der beste Freund? Vielleicht hat der Gegenstand selbst ein Erleben von sich geschaffen und es uns aufgezwungen?

Klingt albern oder?

Offenkundig haben wir das Erleben dieses Gegenstandes geschaffen. Und trotzdem marschieren die meisten von uns durchs Leben, ohne bewusst für deren Erleben verantwortlich zu sein.

Versuchen wir noch eine weitere Übung.

Jeder stellt sich nun eine Person vor, zu der er einmal näher Kontakt hatte und die er heute nicht mehr leiden kann, Wir alle wissen schon wer gemeint ist, denjenigen mit dem wir z.B. nicht mehr sprechen wollen, deren Anblick uns unangenehm ist.

Wer hat nun unser Erleben in Bezug auf diese Person verursacht?

War es die Muter? War es der Vater? Oder war es vielleicht der beste Freund?

Höchstwahrscheinlich meinen wir, dass die Person die wir nicht leiden können ein Erleben von sich selbst geschaffen hat und uns dieses Erleben dann aufgezwungen hat.

Klingt albern, oder?

Natürlich sind wir jeweils selbst der Produzent  dieser negativen Beurteilungen. Niemand hat uns dazu gezwungen, sie zu haben. Die Frage ist nicht, ob wir für das Erschaffen unseres Erlebens verantwortlich sind oder nicht. Wir sind es jeweils selbst, und das ist alles.

Die Frage bleibt, ob wir unsere Verantwortung kennen und anerkennen.

Wir haben, - sogar in den Urteilen unseres Verstandes-, alle Informationen, die wir brauchen um unser Leben perfekt werden zu lassen. Uns stehen alle Tatsachen zur Verfügung.

Wenn wir die Tatsachen in unserem Leben ignorieren, sind wir für das, was dabei herauskommt, verantwortlich. Es ist eine Methode, die man anwendet um passieren zu lassen, was passiert ist. Sehr gerne zieht man vor, die Tatsachen zu ignorieren und sich ihrer nicht bewusst zu sein. Natürlich heißt es dann, dass man die Wirklichkeit nicht ignorieren wollte, und doch hat man es intendiert.

Das bringt uns zu der Frage, was wir im Leben haben möchten.

Wie wir alle hier und da merken, ist es öfter eher nicht das, was wir wollten. Wünsche entspringen dem Verstand, und die primäre Sorge des Verstandes ist, zu überleben und Recht zu behalten. Das, was wir uns wünschen ist somit in jeden Fall von unserem Verstand entworfen worden, und dient oftmals dem Zweck uns in eine überlegende, selbstgerechtere Position zu bringen und uns zu ermöglichen, besser zu überleben. In dem Maß, indem wir bereit sind, zu erleben, dass wir nicht eine bestimmte Person oder Sache „brauchen“, können wir unsere Intention nach dem richten, was wir wollen. Dieser Zustand heißt „Zufriedenheit“.

Falls man jedoch noch nicht bereit ist, sein Leben als vollendete Tatsache zu erleben, wir das, was jeweils intendiert wird, und das was eigentlich gewollt ist, bestimmt nicht das Gleiche sein. In einem solchen Fall gibt es nur eine Möglichkeit herauszubekommen, was man selbst intendiert: abwarten. Was immer man durch Abwarten beim Erleben seines Lebens bekommt, es ist das was man intendiert hat. Das Ergebnis ist ein Rückblick auf seine jeweilige Intention und sagt einem, was seine Intention war, jedoch nicht was sie nun ist.

Warum sich um das unbewusste kümmern? Unbewusstes ist nicht die Quelle der jeweiligen Intention und falls man es für die Quelle hält, kann man mit dem Spielen zahlreicher unnutzer „Verstandesspiele“ eine Menge Zeit vergeuden. Dennoch ist die eigene Unbewusstheit das Hindernis zwischen einem und dem klaren Erkennen seiner Intentionen.

Das unbewusste wohnt im Verstand und besteht aus all den Informationen, die den Unwahrheiten widersprechen, die einem der Verstand im Lauf der Jahre erzählt hat. Das Unbewusste ist einem nicht zugänglich, kümmern wir uns also nicht darum. Kümmern wir uns um das, was uns sehr wohl zugänglich ist, das heißt, um das, was bewusst ist. Wenn wir anfangen, bezüglich des Bewussten ständig die Wahrheit zu sagen und für unser Erleben im Leben verantwortlich zu sein, wird das Unbewusste für sich selbst Sorge tragen, indem es sich auflöst.

Beachtet bitte, dass dies nicht eine Aufforderung dazu ist, für as Erleben des Lebens verantwortlich zu sein. Es ist zu leugnen, dass im Leben Dinge passieren, deren Tatsächlichkeit man nicht verursacht hat. Was man jedoch verursacht, ist das jeweilige erleben dessen, was passiert. Man ist für das, was man daraus macht verantwortlich. Wenn man mitten in einer schwierigen Lebenssituation steckt, dann ist es jeweils die eigene Aufgabe, deren Wert zu erkennen und umzusetzen und nicht, die „Liste“, warum aus seinem Leben nichts geworden ist, um einen weiteren “Grund“ zu verlängern.

Es ist doch klar, dass keiner einen zwingt den Wert zu erkennen und umzusetzen. Man kann sich ja auch dafür entscheiden, nichts zu tun. Jeder kann seine Wahl frei treffen. Jeder ist für die Wahl die er trifft verantwortlich. Man bekommt was man intendiert.

Vollkommenheit und Ihre Opfer-Story

Vollkommenheit ist unsere wahre Wesenart.

Erinnern wir uns einmal an etwas, etwas as wir vor langer Zeit einmal wussten, als wir klein waren, und was wir vergessen haben: Wir sind perfekt. Schauen wir uns einmal das nächste kleine Kind an, welches gerade irgendwo ist – und – wir können direkt erleben, dass Menschen vollkommen sind.

Wir haben also alles um perfekt zu sein, auch wenn es eventuell zum gegebenen Zeitpunkt nicht sichtbar ist. Wir sind perfekt.

Ebenso klar ist die Tatsache, dass es Hindernisse gibt, die das Erleben und Ausdrücken dieser Vollkommenheit blockieren, Hindernisse, die „Überzeugungen, dass man weniger als perfekt ist“ genannt werden. Erinnern wir uns daran, dass wir bezüglich dessen, was wahr ist, keine Überzeugungen haben. Was wahr ist, ist direkt erlebbar und kommt ohne Dranglauben aus. Wenn jemand glaubt nicht perfekt zu sein, macht das keine weiteren Schwierigkeiten. Es ist sogar zu erwarten.

Wo aber kommt eine so absurde Überzeugung her?

Jemand, den man geliebt hat oder der einen liebte, hat einem etwas über eine angebliche Unvollkommenheit gesagt, und man hat es eventuell sogar geglaubt. Eigentlich gibt es kein Problem bis zu dem Zeitpunkt, an dem man es glaubt.

Dann war/ist plötzlich das Problem da. Um all jene, von denen man in diesen frühen Lebensjahren abhängig war, dominieren und manipulieren zu können, hat man aufgegeben. Man hat zugestimmt, um zurechtzukommen. Ist das Problem erst einmal da bezahlt man den Preis dafür, dass man damals aufgegeben hat. Es ist wichtig zu erkennen, das man selbst aufgegeben hat. Niemand hat es einem angetan, wie „angemessen“ es auch scheinen mag, es so auszudrücken. Wie leicht es doch ist, einen weiteren Grund für das nicht funktionieren seines Lebens zu finden.

Man sollte jetzt keine negative Meinung von sich selbst entwickeln. Man hat es getan, um jemanden zu dominieren. Wer heute behauptet, dass jemand einem das angetan hat, dann tut man nichts anderes, als sich selbst zu entschuldigen und zu begründen, warum sich jetzt nichts ändern kann. Die Wahrheit bewirkt immer etwas. Zu sagen, dass jemand anders für seine Negativität verantwortlich ist, bewirkt nichts; deshalb ist es nicht wahr. Was mit der Formulierung „bewirkt nichts“ gemeint ist, ist: zu sagen, jemand anders sei für seine Negativität verantwortlich, tut nichts für das Umkehren seiner Negativität, um einen in den Zustand der Zufriedenheit zu bringen. Nur selbst die Verantwortung dafür zu übernehmen bewirkt etwas. Man kann sich für den Rest seines Leben kleine positive Sprüche über sich selbst vorsingen; solange man nicht bereit ist, für seine Negativität verantwortlich zu sein, hilft gar nichts. Was man dann hätte, ist eine Masse an Negativität, eingekapselt in eine Menge positiver Sprüche. Wenn man aber – im Kontext der Verantwortung – die Wahrheit über sich selbst ausspricht, dann werden die Unwahrheiten, die man in seinem Verstand vergraben hatte, zur Überprüfung an die Oberfläche getrieben werden. Man wird sich seiner eigenen Großartigkeit, die Stolz und Scham transzendiert, sehr bewusst werden.

Fangen wir also mit dem an, was nur geringe Selbstachtung erzeugt: Hören wir auf, anderen Schuld zu geben. Wen man dazu bereit ist, hört man am besten gleich damit auf sich bei anderen zu beklagen. Es will sowieso niemand eine Opfer-Story wirklich hören. Am besten man erzählt sich diese lieber selber, solange man eben muss, aber man behält sie besser für Sich. Wenn man das tut und erkennt, dass man Verursacher seines eigenen Lebens ist und immer war, dann wird – da kann man absolut sicher sein – alles anfangen, sich natürlicherweise für einen zu klären, ohne „versuchen“.

Wer darauf besteht, weiterhin sich als Opfer zu sehen, für den wird es sich niemals aufklären, ganz gleichgültig, wie gut die „Gründe“ für eine solche Sichtweise sind. Vergessen wir nicht, dass es Jahre gebraucht hat, um eine „Opfer-Nummer“ einzustudieren. Sie wird sich nicht in der allerersten Minute, in der man anfängt, die Wahrheit zu sagen, auflösen. Vielleicht hat man sehr viel „Zeug“ durchzuarbeiten. Das kann lange dauern und im Leben mehrere Veränderungen erfordern.

Mann sollte hier geduldig sein, sagen wir die Wahrheit, und unser Leben wird für sich selbst sorgen.

Die Aufforderung, nicht die Opfer-Nummer abzuziehen, indem man aufhört sich bei anderen zu beklagen, heißt das nicht, dass man aufhören soll zu kommunizieren. Tatsächlich ist es eine Aufforderung zu wirklicher Kommunikation.  Natürlich sollen wir kommunizieren. Teilen wir uns gegenseitig unser Erleben des Lebens mit, sogar jene Erlebnisse, deren wir uns aus der Vergangenheit erinnern. Da man mit der Vergangenheit sowieso nicht mehr gemacht werden kann, können wir uns an Ihr ebenso gut erfreuen und andere daran teilhaben lassen. Entwickeln wir ein Bewusstsein darüber, was jedem seine Opfer-Story ist und was das direkte Erleben des Lebens ist. Wenn man dann merkt, dass sein Mund die Opfer-Story bringen will, machen wir ihn einfach zu. Unter diesen Umständen ist Stille wirklich schön. Genießen wir die Stille. Jeder wird Erleichterung in seinem stillsein spüren.

Es ist kein gravierendes Problem, wenn man eine Opfer-Nummer hat. Jeder hat einmal eine, hatte mal eine oder wird einmal eine haben. Wenn etwas Schwerwiegendes wäre, dann würde jeder, der eine Opfer-Nummer durchlebt, ins Gefängnis gehören. Zu seiner Zeit war es ein beliebtes Selbsterhaltungs- Spiel. Jetzt gibt es ein neues Spiel, und das heißt: „Das ist es“. Was mit „Das ist es“ gemeint ist, ist: Man wird die natürliche Lebensfreude weitaus häufiger erleben, wenn wir das Leben so spielen, als ob es das einzige wäre, das wir haben.

Unser Wahres Wesen ist vollkommen. Nicht nahezu vollkommen sondern zu 100% und damit absolut vollkommen. Der natürlichste Zustand ist der der Freude. Man braucht keine Mantras zu singen, um das zu wissen. Man muss überhaupt nichts tun, um dies zu wissen, außer es wissen.

Man sollte ebenfalls wissen und beachten, dass das Zeug, das man sich im Laufe der Jahre erfunden hat und jetzt als Last mit sich herumschleppt, so ist, wie es nicht ist. Es ist an der Zeit, dass wir es begreifen, und zwar jetzt! Wir sind perfekt. Ob wir es glauben oder nicht.

Beherzigen wir auch, dass andere Menschen vollkommen sind und dass auch sie Blockaden haben, die sie am Erleben und Ausdrücken dieser Vollkommenheit hindern. Behandeln wir zur Abwechslung mal jene als die perfekten Wesen, die sie sind, damit sie eine Chance haben, ihre Vollkommenheit einem gegenüber zu manifestieren.

Nehmen wir also den Zustand der Erleichterung/Erleuchtung ein. Handeln wir also verantwortlich.

Wirklichkeit

Was ist, ist, was nicht ist, ist nicht.

Wirklichkeit existiert selbständig und kümmert sich nicht darum, ob jemand von ihr Notiz nimmt oder nicht. Wirklichkeit ist die Sammlung unveränderlicher Gesetze, welche die Welt regieren. Schwerkraft ist Wirklichkeit. Die Beziehungen die jeder für sich genau zu diesem Zeitpunkt in jeweiligen Leben führt, sind Wirklichkeit.

Das sind alles Manifestationen des Grundlegenden Gesetzes, das die Welt regiert:

Was ist, ist; Was nicht ist, ist nicht.

Unwirklichkeit ist, was nicht ist. Der scheint es etwas auszumachen, ob man sie bemerkt oder nicht. Unwirklichkeit ist eine Ansammlung von Zeug der sich im Verstand ansammelt. Ein Besonderes Merkmal von Unwirklichkeit ist die Fähigkeit sich jederzeit zu verändern. Zu wünschen, dass Dinge anders wären als sie sind, ist Unwirklichkeit. Das Leben das man gerade nicht lebt ist Unwirklichkeit. Die Beziehungen die wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht in unserem Leben haben, sind Unwirklichkeit.

Wenn es der Wirklichkeit auch gleichgültig ist, ob man sie bemerkt oder nicht, so sollte es einem selber besser nicht gleichgültig sein, ob man sie wahrnimmt oder nicht. Die Wirklichkeit nicht wahrzunehmen bedeutet, dass man sein Leben direkt auf das Nicht-Funktionieren zusteuert, das heißt, in einem Zustand der Unzufriedenheit zu sein. Wie oft besteht man auf eine Beziehungen, die man nicht hat und ignoriert dabei jene, die wir haben? Wie oft sehnen wir uns nach einen Job, den wir nicht haben und vernachlässigen dabei den Job den wir haben. Wann war es das letzte Mal, das man sich gewünscht hat einen anderen Partner zu haben, und den wirklichen Partnern keine Aufmerksamkeit geschenkt hat. Und wie steht es mit woanders wohnen wollen? Das würde das Leben doch deutlich verbessern, nicht wahr? Wie würde es ein wenn Mal gerade jemand vorbeikäme und einen ganz und gar retten würde? Das Wäre schön, nicht wahr?

Nun es gibt da eine Nachricht für alle, die jedenfalls unveränderliche Wirklichkeit ist: Niemand wird je vorbeikommen und einen retten. Nur wenn man die Wirklichkeit erkennt und sich ihr anschließt, wird man erleben, „gerettet“ zu sein. Es ist relativ einfach, sich diesbezüglich Erfolgserlebnisse zu verschaffen: Einfach mal flußabwärts paddeln, im Fluß mit den Dingen leben, wie sie sind. Nicht stromaufwärts, gegen die Dinge, wie sie sind. Entweder man tut dies für sich selbst, oder niemand wird es tun. Wirklichkeit ist einfach ein anderer Name für Wahrheit. Nur wenn man Wahrheit wahrnimmt und ihr Raum gibt zu sein, ist sie offensichtlich. Der Verstand ist nicht dafür ausgestattet, das zu tun, da er eine Richtig/Falsch Maschine ist, Die nur an Rechthaben und Überleben interessiert ist. Wenn Wirklichkeit bemerkt werden soll, müssen wir dies selber tun, da unser Verstand dies nicht kann. Wenn man seinem Verstand das Zepter übergibt, wird er einen Zustand der Unwirklichkeit schaffen, um recht zu haben. Der Preis, den man für das Rechthaben des Verstandes zu zahlen hat, ist mangelnde Klarheit über das, was wirklich ist im Leben. Eines Tages wird man bemerken, dass dieser Preis zu hoch ist und wird ihn nicht mehr zahlen.

Wenn mehrere Menschen etwas gemeinsam erleben so bringen sie bereits eine Menge unterschiedlicher Ansammlungen von Zeug im Verstand mit sich, die das erleben beeinflussen. Wenn sie anschließend über ihr erlebtes berichten, wird man feststellen, dass es nur ein gewisses Maß an Übereinstimmung gibt. Was ist nun Wirklichkeit und was nicht. Man wird es nie mit letzter Wahrheit wissen was die Wirklichkeit ist, solange  man sie nicht selber ohne belastendes Zeug im Kopf erlebt. Wenn man die erlebte Wahrheit eines anderen mit all seinem Zeug im Kopf in Frage stellt, so wird man feststellen, dass Derjenige sie verteidigen wird.  Je weniger eine Übereinstimmung der vermeindlichen Wirklichkeiten festgestellt ist, umso höher ist die Distanz zwischen ihnen. Diese Distanz endet letztendlich in Feindschaft, wenn die Wirklichkeit ungeklärt bleibt. Will man eine Wirklichkeit oder die Wahrheit ermitteln, so muss man sein eigenes Zeug transzendieren und nur betrachten was wirklich ist. Man geht am besten hin und betrachtet sich, ohne jeden Vorbehalt, die erlebte Wirklichkeit des anderen. Man akzeptiert erst einmal das es so ist und bestätigt den anderen durch Sätze wie „Ja, das kann ich verstehen“ oder durch „Ja , das kann ich nachvollziehen“. Derjenige der seine vermeindliche oder reelle Wirklichkeit ohne Verneinung berichten kann, wird förmlich aufleben und begeistert seinen Standpunkt darlegen. Standpunkt ist jedoch Zeug. Ein kleiner Schritt zur Wirklichkeit liegt in der Bereitschaft sich die vermeindlichen Wirklichkeiten des jeweils anderen anzusehen/anzuhören. Eventuell fällt einem dann auf, dass man selber eine ganze Reihe von Zeug im Verstand hat die einem den eigenen Weg zur Wirklichkeit blockieren. Man kann jedoch nicht erwarten, dass der jeweils andere dann wiederum bereit ist sich im Gegenzug die  vermeindlichen Wirklichkeiten anzusehen/anzuhöhren. Der Versuch jemand anderen von der selbst erlebten Wirklichkeit zu überzeugen kann nicht funktionieren. Überzeugen bedeutet Zeug des anderen zerstören. Die Energie die dafür aufgebracht werden muss ist steht in keinem Verhältnis zum Ergebnis, weil das Ergebnis immer labil bleibt und bei der nächsten Gelegenheit wieder umfallen wird. Man kann das Zeug eines anderen nicht zerstören, sowie man auch nicht in der Lage ist sein eigenes Zeug zu zerstören. Die Kunst besteht darin die vermeindlichen Wirklichkeiten erst einmal bestehen zu lassen. Man wird feststellen, dass man eine ganze Reihe von verschiedenen Realitäten speichern kann. Man kann Sie betrachten und gegebenenfalls die wahrscheinliche Wirklichkeit erahnen, mehr nicht. Ein Konflikt der aufgrund unterschiedlicher Wahrheiten beruht, kann nur gelöst werden, wenn alle Beteiligten sich die vermeindlichen Wahrheiten des jeweils anderen, ohne deren Zerstörung, mit zu seiner jeweils eigenen Wahrheit aufnimmt. Erst dann kann eine gemeinsame Wirklichkeit entstehen und ein Problem gelöst werden. Je mehr die gemeinsamen Wirklichkeiten übereinstimmen um so höher ist die Harmonie und das Ergebnis wird Freundschaft sein. Egal in welchem Zustand man sich gerade in seinen Beziehungen befindet, ob es Feindschaft oder Freundschaft ist, die Energie die jeweils aufgewendet werden muss um in den jeweils anderen Status zu landen ist exorbitant hoch. Je früher man bemerkt, dass sich die Wirklichkeiten auseinander bewegen umso einfacher ist es dies zu korrigieren. Ein „zu spät“ gibt es nicht. Was es gibt ist die Angst, dass das eigene Zeug als Entschuldigung nicht mehr herhalten kann.

Krankheit & Gesundheit

Krankheiten kann man vermeiden. Gesundheit erhält man indem man seinen Körper bewohnt.

Eine Krankheit ist eine Störung im Ablauf der normalen Lebensvorgänge in Organen und Organsystemen durch einen Reiz, der zu einer von der Norm abweichenden Beeinträchtigung der physischen und oder psychischen Befindlichkeit oder auch zu wahrnehmbaren körperlichen Veränderungen und im Extremfall sogar zum Tod führt.

Gesundheit ist einfach das Gegenteil von Krankheit. Alle Lebensvorgänge in Organen und Organsystemen laufen seinen natürlichen Bestimmungen ohne Beeinträchtigung ab.

Grundsätzlich ist jedes Lebewesen ab seiner Entstehung erst einmal das Gegenteil von krank, eben gesund, vorausgesetzt die Entstehung des Lebewesen geschah unter den Entstehungsprozess nicht einschränkenden Bedingungen. Einschränkungen können defekte Gene, Mutationen, Verletzungen oder äußere ungünstige Lebensbedingungen sein. Des Weiteren ist jedes Lebewesen ab seiner Entstehung entweder einem ständigen natürlichen Prozess der Erneuerung oder Veränderung unterworfen. Eine Krankheit entsteht also wen während dieses Prozess Einflüsse oder Veränderungen auftreten die diesen Prozess in seinem Ablauf behindern.

Der Körper spürt eine aufkommende Krankheit und wir definieren dies als Unwohlsein.

Unwohlsein ist eine vorübergehende Störung im Sinne des körperlichen Wohlbefindens, das vom Verstand in Zusammenarbeit mit äußeren Kräften erzeugt wird. Der Verstand ist Teil des Körpers. Die zugrunde liegende Störung des Verstandes wird wie oben genannt als Krankheit bezeichnet. Krankheit ist also der Zustand und Unwohlsein ist das vom Verstand erzeugte Gefühl. Krankheit und Unwohlsein werden, so die allgemeine Auffassung, von äußeren Quellen erzeugt, aber die Tatsache, dass das Individuum beim Auslösen und beim Beenden von Krankheiten spielen kann, hat nur wenig Zustimmung gefunden. Angeblich sind das Dinge die einem zustoßen und deren Auftreten man nicht verursacht. Dennoch hat jeder von uns schon einmal das rasche verschwinden einer Krankheit erlebt, nachdem ein interessantes Spiel auf der Bildfläche erschienen war. Kinder, die offensichtlich krank sind, werden plötzlich gesund, wenn etwas auftaucht, an dem sie wirklich interessiert sind. Ebenso hat jeder von uns schon einmal das rasche Auftreten einer Krankheit erlebt, nachdem ein uninteressantes Spiel (Lebensumstand) aufgetaucht oder ein bestehendes Spiel (z.B. Arbeitsplatz) nicht mehr bestand haben soll. Natürlich gibt es Einflüsse in der Welt, wie Bakterien, Viren und Giftstoffe. Dennoch sind manche Leute weniger krankheitsanfällig als andere. Diese Tatsache können wir als Beweis bewerten, dass das Individuum einen wichtigen Beitrag zum auftreten von Krankheiten und deren Verlauf hat. Das Krankheiten von außen kommen, ist ein lange gelebtes Glaubenssystem, welches die Betroffenen zu Opfern macht. Ein Opfer kann man ja auch gut bedauern. Es erfordert ein hohes Maß an Bewusstsein und Verantwortung um sich auf die Ebene jenseits dieses Glaubenssystems zu begeben und genau dies ist es was wir jetzt tun werden.

Die Wahrheit ist, dass man selbst die Ursache der Krankheit ist, wenn man krank ist. Bakterien, Viren und Giftstoffe können dazu dienen uns zu stimulieren, und die Beschwerden, die wir Symptome nennen, sind die Antworten unseres Körpers auf die Stimulanz. Wenn wir auf eine Stimulanz nicht durch unseren Körper antworten würden, gäbe es keine Krankheit. Alle Krankheiten sind somit Psychosomatisch und alle werden somatisch ausgedrückt. Psychosomatisch ist also einfach nur ein anderer Ausdruck für Verstand/Körper, oder reduzierteinfach nur Verstand. Wir erzeugen Krankheiten also durch unseren Verstand, sogar das körperlichste Leiden. Das Leiden kommt durch den Körper zum Ausdruck.

Wir vermitteln den Verlauf der Krankheit durch unseren Verstand. Der Verstand passt sich an, indem er eindrucksvolle Überzeugungssysteme rund um die Krankheit entwickelt. Wenn man eine Erkältung hat, dann sind wir aufgrund unserer Überzeugung verpflichtet, diese drei Tage lang zu haben. Wenn es eine Grippe ist, sollte es etwas länger dauern und ein bisschen intensiver sein. Unsere Überzeugungen, Haltungen und Meinungen beherrschen den Ablauf der jeweiligen Krankheit. Nur in dem Maße, in dem wir außerhalb unserer Glaubenssysteme handeln können, vermögen wir direkt mit einer Krankheit umzugehen.

Innerhalb der Grenzen des Verstandes bleiben wir Opfer, völlig ausgeliefert, es wird uns angetan, wir können uns jeder Schuld entziehen und alles mit den Folgen der Krankheit entschuldigen, da wir ja angeblich keinen Einfluss haben.

Der Verstand setzt Unwohlsein und Krankheit geschickt ein, um andere zu beherrschen und zu manipulieren. Diese Tatsache wird den meisten jetzt wahrscheinlich schon halb bewusst. Die Vorteile von Krankheit für Machtausübung innerhalb von Beziehungen sind immens. Man kann sich der Erwartung, für das Einhalten unserer getroffenen Absprachen – sogar in Bezug auf einfache Routineaufgaben – verantwortlich handeln zu müssen, entziehen. Darüber hinaus hat man häufig die Gelegenheit Recht zu haben. Natürlich ist man überarbeitet, und man hat eine Krankheit um dies zu beweisen! Natürlich sollte niemand von einem viel erwarten, wo es einem doch so schlecht geht! Vielleicht ist es auch unter diesem Umstand ganz sinnvoll die Krankheit noch ein bisschen länger aufrecht zu erhalten? Der Gedanke, dass Menschen ihre Krankheiten nur Manipulieren liegt nahe, jedoch ist dies nur das was wir leichter verstehen können. Es kommt viel schlimmer, wir verursachen unsere Krankheiten selbst. Wie vieles andere in unserem Leben vollzieht sich der Werdegang einer Krankheit im Zustand der Unbewusstheit. Das Zeug in unserem Verstand ist nicht nur ein Hindernis um die wahren Dinge im leben zu erkennen sondern es ist das Zeug in unserem Verstand das uns wahrhaftig krank machen kann.

Wir müssen uns nur daran erinnern, was wir bereits Wissen. Wir wissen wann wir eine Krankheit verursachen und wann wir anfangen damit Andere zu manipulieren oder unsere Lebensumstände zu verändern.

Wir spüren es sogar wenn es uns nicht bewusst ist.

Alles was wir tun müssen um zu wissen, ist wissen.

Wer bis hierhin folgen kann, hat nun die Fähigkeit die nächst höhere Stufe von Wachheit und Verantwortung mitzunehmen. Es ist gut möglich dass man gerade dabei ist, einen Krankheitsprozess einzuleiten, der einem gegebenenfalls für einen gewissen Zeitraum aus dem Gefecht werfen wird. Man braucht gar nicht so lange zu suchen um herauszufinden ob dies für einen zutrifft oder nicht. Kleine Veränderungen in der Art und Weise, wie man sich ernährt, trainiert usw haben tief greifende Langzeit – Auswirkungen auf unsere Gesundheit, und wir bleiben verantwortlich dafür. Kurzfristig kann man sich mit einer Grippe oder Durchfall aus dem Verkehr ziehen, sollte z.B. in naher Zukunft ein Umstand eintreten den man gerne vermeiden will, oder um einen Umstand der Bestand hat, für einen gewissen Zeitraum aussetzen. Ein Magenleiden eignet sich besonders für langfristige Aktionen oder Umstrukturierungen im Leben. All unsere Gründe für das was passiert sind nur Entschuldigungen für das was wir wirklich vorhaben.

Da wir dasjenige Wesen sind, welches unserem Körper am nächsten ist, sind wir jeweils selbst dafür verantwortlich was sich innerhalb unseres Körpers abspielt. Dies sollte man jedoch nicht als Vorwurf oder Schuldzuweisung verstehen, sollte man gerade unter einer Krankheit leiden. Krankheit ist an Sich nichts Unrechtes, und wir haben nicht Unrecht, wenn wir Krankheit in unserem Körper verursacht haben. Der Körper gehört niemanden außer einem selbst und daher kann jeder damit machen was er für richtig hält. Alles Handeln oder Unterlassen hat jedoch Konsequenzen.

Defekte Gene, Mutationen, Verletzungen oder äußere ungünstige Lebensbedingungen gelten nicht als Krankheit sondern als Umstand.

Umstände haben ihre eigenen Gesetzmäßigkeiten auf die zu diesem Zeitpunkt nicht näher eingegangen wird, jedoch wird jedem nun klar sein, dass diese sich auch hervorragend dazu eignen, um sich Verpflichtungen oder Aufgaben durch ein erhebliches Potential an Entschuldigungen zu entziehen.

An Gesundheit ist ebenso nichts richtig oder falsch. Manche Leute neigen dazu, wissen zu wollen, wie man Gesundheit erreicht. Es gibt ausreichend Informationen, die man nachlesen kann, oder Trends denen man sich anschließen kann, um die gewünschte Gesundheit zu erlangen.

Interessanter ist es jedoch die letztmögliche Wahrheit zu erfahren, wie man in einen Zustand des Wohlbefindens verbleibt oder diesen erreicht.

Gesundheit erhält man indem man seinen Körper bewohnt.

Das ist alles. Es ist nicht schwierig. Man muss nur seinen Körper bewohnen. Einen bereits bewohnten Körper zu betreten, ist für jede Krankheit äußerst schwierig. Man muss nur seinen Körper bewusst bewohnen bis man nicht mehr ist. Wachsam bleiben und seinen Körper bewohnen, man kann nichts Heiligenderes tun, als da zu sein, wo man ist, wenn man da ist.

Verantwortung

Man ist schon für sein eigenes Leben vollständig verantwortlich. Die einzige Frage ist „Werde ich das anerkennen?“

Wahre Verantwortung ist Erleuchtung/Erleichterung.

Falsche Verantwortung ist Verdunklung/Beschwerung.

Jeder schein zu denken, er kenne genau die Bedeutung des Wortes „Verantwortung“. Aber wie ist es zum Beispiel mit dem Wort „Liebe“?

Ist das Wort Liebe nicht eines der Worte die am meisten falsch verstanden wird. Tausende von Filmen oder Geschichten sind bereits entstanden um uns mitzuteilen, was das Wort Liebe bedeutet und was nicht. Ebenso verhält es sich mit dem Wort Verantwortung, nur das es meistens kaum jemanden interessiert und damit kommen wir dem Problem schon ganz nahe. Es ist somit klar, das Verantwortung gegebenenfalls nicht das ist woran wir gerade denken.

Verantwortung ist die Bereitschaft, der Produzent all seiner Erlebnisse zu sein, auch derjenigen, die man nicht mag.

Wenn jemand in seinem Leben ein Erlebnis kreiert, das einem angenehm oder wertvoll erscheint, wird man gerne bereits ein, dafür verantwortlich gewesen zu sein. Man wird sogar stolz auf das sein, was man getan hat und ist damit schon wieder einen Schritt weg von Verantwortung.

Wenn man aber ein Erlebnis kreiert, das man als schlecht oder unangenehm beurteilt, wird der Verstand sofort die Tendenz haben, seine Urheberschaft am Erleben zu verleugnen. Dann werden die Umstände oder jemand anders für das verantwortlich, was man erlebt hat.

Hierbei muss man nun beachten, dass hierbei nicht auf die tatsächlichen Ereignisse im Leben Bezug genommen wird, sondern nur auf das eigene Erleben dieser Ereignisse.

Wenn man nun der Meinung ist, einem wären im Leben schlimme Dinge passiert, okay. Was man in diesem Fall wissen sollte, ist, dass dies eine Haltung ist, die einzunehmen man selbst gewählt hat. Darüber hinaus ist es man selbst der auch noch dieser Zustand als schlecht verurteilt wird. Schlechte Erlebnisse haben keine ihnen eigene Wahrheit. Sie sind Erfindungen des Verstandes, um Verantwortung zu vermeiden. Dies sollte einem ein Hinweis darauf sein, was Verantwortung nicht ist.

Verantwortung ist nicht, sich deswegen schlecht zu fühlen. Gefühle sind nur Stützen für Haltungen, die der Verstand einnimmt, um recht zu haben. Der Verstand liefert einem nicht nur die Haltung, sondern um sein Recht hervorzuheben auch noch das entsprechende Gefühl dazu, um die eingenommene Haltung zu unterstützen. Verantwortung ist also auch nicht Schuld oder Scham. Wenn man sich schuldig oder beschämt fühlt sind das nur Gefühle, die Haltungen unterstützen, und man ist noch Lichtjahre von Verantwortung entfernt.

Verantwortung ist kein Gefühl.

Verantwortung ist keine Haltung.

Verantwortung ist nichts anderes als Verursacher und nicht Opfer seines Lebens zu sein.

Verantwortung ist kein Gefühl, aber es ermöglicht einem entsprechende Gefühle.

Verantwortung ist keine Haltung, aber es ermöglicht einem entsprechende Haltungen.

Solange man daran festhält, Opfer des Lebens zu sein, wird einem sein Verstand dazu zwingen, unangebrachte Haltungen einzunehmen, die zu ihrer Unterstützung unangebrachte Gefühle mit sich bringen. Schuld, Scham und Depression sind Beispiele solcher unangebrachten Gefühle.

Um dies zu erreichen fängt man am besten die Wahrheit über das Leben zu sagen. Die Wahrheit ist, dass man dies selber so einrichtet, wie man es einrichtet und das ist weder gut noch schlecht. Es ist einfach. Um tatsächlich im Erleben der Verantwortung zu sein, müssen wir außerhalb unseres Verstandes tätig sein. Das kann man solange nicht, bis man sich von der Vorstellung löst, man ist der Verstand. Der Verstand ist Teil des Körpers und das ist gut so.

Nebenbei bemerkt, verantwortlich zu sein, heißt nicht, Vereinbarungen einzuhalten. Wenn man allerdings im Erleben der Verantwortung ist, wird man bemerken, dass alles was man tun kann, dass Einhalten seiner Vereinbarungen ist, und zwar mühelos.

Erleuchtung

Erleuchtung ist der natürliche Zustand des Lebens, nachdem man die unnatürlichen, schweren und dunklen Zustände abgestreift hat.

Wenn wir uns an die Bedeutung der Worte wie Liebe und Verantwortung erinnern, dann wird einem klar wie wahrscheinlich das Erleuchtung ebenso ein häufig missverstandenes Wort ist. Viele Leute scheinen der Auffassung zu sein, dass Erleuchtung ein Gefühl ist, und das ist es nicht. Einige Leute meinen, Erleuchtung sei grenzenloses Verstehen, und auch das ist weit gefehlt. Wieder andere meinen das Erleuchtung ein Zustand ist, indem sie im besonderen Maße zu Gott stehen, dies sollen diese jedoch besser innerhalb ihrer Glaubenssysteme ausmachen An Erleuchtung ist nichts Emotionales, Intellektuelles oder Übersinnliches. Man kann es nicht von seiner Mutter bekommen und man kann es auch nicht in der Schule lernen. Erleuchtung hat etwas mit Liebe zu tun, aber wahrscheinlich abermals nicht so wie man das Wort für gewöhnlich versteht.

Es gibt einen Bereich des Erlebens, der mit Worten nicht beschrieben werden kann. Jeder diesbezügliche Versuch bleibt notwendigerweise hinter dem tatsächlichen Erleben zurück. Dennoch sind Worte oftmals die einzig zur Verfügung stehende Form der Kommunikation die in solch einem Fall hilfreich sind. Wir müssen aber wissen, dass auch Worte nicht die Quelle der Erleuchtung sein können. Worte können das Erleben erst nach dem Erleben beschreiben. Sie können das Erleben jedoch nicht erschaffen oder ersetzen. Worte erzeugen nicht Erleuchtung. Dies hier zu lesen oder zu hören wird einem nicht zur Erleuchtung bringen.

Auch wird Erleuchtung nicht durch oder im Verstand erzeugt. Der Verstand taugt nur für die Berechnung der Überlebensmöglichkeiten. Man wird Erleuchtung niemals mittels des Verstandes erleben. Der Verstand kann lediglich Worte benutzen und Erleuchtung verstehen. Es ist ganz schön frustrierend was Erleuchtung und das Versuchen sie zu erlangen betrifft. Es ist dem Menschen möglich durch harte Arbeit vieles zu erlangen oder zu erreichen, jedoch ist es dem Menschen nicht möglich, Erleuchtung durch Anstrengung zu erlangen.

Man kann Erleuchtung nur durch nichts tun erlangen. Ja nichts.

Mit nichts ist nicht gemeint, dass man sich mit einer Limonade in eine Hängematte zurückzieht. Nicht zu tun ist möglich auch wenn man hart arbeitet. Es ist sogar deutlich einfacher nichts zu tun wenn man hart arbeitet. Was mit nichts tun gemeint ist, ist sein Zeug sein Zeug sein lassen, seine Beurteilungen, Meinungen, Haltungen, Überzeugungen, sogar seinen Glauben, sein zu lassen. Durch sein Zeug gehen, heißt, etwas tun, nicht durch sein Zeug zu gehen, heißt, nichts zu tun. Tut man also was man im Leben zu tun hat, weil man es tut, und nicht weil man davon überzeugt ist eine hohe Meinung davon zu haben oder daran zu glauben. Was man aufgrund von Überzeugungen, Meinungen oder Glauben tut, macht einen blind und lässt sein Zeug zur Quelle seines Tuns werden. Man landet in einem Zustand, genannt: keine Verantwortung, keine Erleuchtung.

Was man im Leben tut ist nicht schwer solange man kein Zeug hinzufügt. Was man im Leben tut ist vom Standpunkt letztendlicher Wahrheit aus sicherlich nicht wichtig. Wenn man denkt, es sei wichtig, dann ist man nicht selbst, sondern sein Zeug der Auslöser. Was das Leben betrifft muss man leicht sein. Man lebt sein Leben am besten von Augenblick zu Augenblick und auf eine Art und Weise, dass es nichts ausmachen würde, wenn andere es ignorieren oder morgen in der Zeitung darüber geschrieben stände.

Man muss auf sein Leben weder stolz sein noch muss man sich seiner schämen. Es ist einfach. Wir müssen das Leben auch nicht beherrschen. Wenn wir von Stolz, Scham oder Beherrschung erfüllt sind, sind wir nicht Meister unseres Lebens; Stolz, Scham oder Beherrschung sind dann Meister. Man kann nicht recht haben und anderen unrecht geben, stolz sein und kontrollieren und seinen Zustand für wichtig halten und auch noch erleuchtet sein.

Natürlicherweise ist eine Beschreibung dessen, was Erleuchtung ist, meist nur eine Aufzählung dessen, was sie nicht ist. Erleuchtung ist der natürliche Zustand des Lebens, der namenlos ist, nachdem all jene unnatürlichen Zustände, welche Namen haben, abgestreift sind. Dies ist für die meisten Menschen auch eher der Weg den Begriff der Erleuchtung zu verstehen, da sie noch von ihrem Zeug belastet sind.

Jetzt ist es an der Zeit den Zustand der Erleuchtung als das zu beschreiben, was er ist, statt als das, was er nicht ist. Man sollte sich jedoch dabei bewusst sein, dass man sich noch immer begrifflicher Weise in jeder oder all diesen Umständen befinden kann und immer noch verdunkelt ist.

Man wird keine Bedürfnisse haben, die über das hinausgehen, was man natürlicherweise benötigt; Luft, Wasser, Nahrung und Liebe.

Man wird wissen, dass sein Verstandeszustand, welcher auch immer, auch dann vollkommen ist, wenn man gegenteilige Ansichten hat.

Man wird nicht von anderen abhängig sein um sein Leben als wertvoll zu erklären.

Kritik wird einen nicht kümmern. Man wird andere nicht kritisieren und man wird deren Kritik an einem nicht verhaftet sein.

Das eigene Erleben wird sein, andere zu lieben.

Man wird wissen, dass das Leben nicht ernst zunehmen und dass es zutiefst bedeutsam ist.

Man wird wissen, dass andere zu seinem Leben beitragen und man wird denjenigen dafür Anerkennung zollen.

Das, was man im Leben wirklich besitzt, wird man aufgrund der Bereitschaft es auch nicht zu haben und es mit anderen zu teilen, besitzen.

Man wird im gegenwärtigen Augenblick leben und nicht in seinen Erinnerungen an die Vergangenheit oder in seinen Plänen für die Zukunft verhaftet sein.

Das Selbst

Wenn man jedes „Etwas“ genannt hat, was seiner eigenen Meinung nach man selbst sein könnte, ist das, was übrig bleibt und was man nicht benennen kann, das, was sein Leben mit allem, was es enthält, erzeugt hat.

Bevor man den Versuch unternimmt das Selbst zu beschreiben, muss man auch hier feststellen, dass dies nicht geht. Aufgrund der ihm eigenen Wesensart ist das Selbst all das, was nicht zu beschreiben ist. Bei allem, wovon man im Allgemeinen meint, das ist es, kann man sich sicher sein, was es nicht ist.

„Nichts“ könnte sein, ohne jeden denkbaren Raum indem es existiert. Das Vakuum ist wiederum nur ein Verstandes Begriff-„Etwas“ für einen Raum ohne Inhalt. Wir sind gewohnt, es als selbstverständlich anzusehen, dass es einen Raum gibt, in dem Leben existiert. Denken wir aber mal genau nach. Ist es zu erwarten, ob es zwingend notwendig ist, dass es einen solchen Raum gibt? Bei genauerem hinsehen erkennt man, dass es nicht berechtigt ist, den Raum zum Existieren als gegeben vorauszusetzen. Jener Raum, in dem kein Etwas ist, der ununterbrochen mit dem gesamten restlichen Nicht-Etwas-Raum in der Welt verbunden ist, und in dem wir leben, ist das Selbst.

Das Selbst ist der Kontext, der das, was wir gewöhnlich „Leben“ nennen, enthält. Was wir normalerweise als „Leben“ ansehen, ist in Wirklichkeit der Inhalt. Das Selbst enthält jeweils unser Leben und ist unendlich viel größer als der Inhalt. Darüber hinaus existiert das Selbst nicht in der Zeit. Es existiert außerhalb der Zeit und ist das Gefäß, in dem Zeit enthalten ist. Selbst existiert überall und an keinem bestimmten Ort.

Die Vorstellung von einem Nicht-Etwas-Etwas bringt den Verstand ins wanken, blockiert sozusagen die Schaltkreise. Fügt man nun noch „Nicht-Ort“ und „Nicht-Zeit“ hinzu, und man merkt sofort, dass der Verstand nicht mehr aus noch ein weis. Mit seinem Verstand kann man dies nicht erfassen. Man muss es mit seinem „Selbst“ mitbekommen. Das „Selbst“ ist es also, woraus Leben erzeugt wird. Und das kein Etwas, Ort oder Zeit ist. In dem Moment wo das Selbst von jemanden allumfassend erfasst wurde, wird demjenigen klar, dass man es nicht mit Worten beschreiben kann, und doch sind es Worte die wir benutzen müssen um jemanden davon berichten zu können.

Kontext enthält, was ist. Kontext ist jedoch nicht selbst ein „Was-ist“; andernfalls wäre er mehr Inhalt als Gefäß. Kontext ist der Raum, der das enthält, was ist, außer wenn wir annehmen würden, Kontext sei ein „Raum“, denn dann wird er auch ein „Etwas“, und die Beschreibung fällt in sich zusammen. Wahrer Kontext ist nicht ein „Etwas“. Man kann nicht irgendwo hingehen und ihn sehen, und er existiert in keiner Zukunft. Er existiert nicht einmal jetzt, wie alles andere.

Kontext ist der Raum, in dem das „Selbst“ existiert. Weder Kontext oder Selbst sind irgendwie körperlich, und doch ermöglicht Kontext-Selbst aller Körperlichkeit zu sein. Es ist das Ungesehene, Ungehörte, ohne das nichts existieren könnte, um gesehen und gehört zu werden.

Kontext ermöglicht der physischen Welt zu sein.

Das Selbst ermöglicht die Existenz von Leben innerhalb der Welt.

Das wird vom Kontext-Selbst durch Nichtsein erreicht.

Wir müssen uns weiter vor Augen halten, dass alles, was man in Worten schreiben oder sagen kann, es nicht ist.

Welchen Begriff sich Ihr Verstand davon auch machen mag, das ist es nicht. Was gesagt und begrifflich vorgestellt werden kann, ist lediglich mehr Inhalt, der bestenfalls auf „Es“ hinweisen kann. Die meisten Menschen können sich an einer Situation erinnern, bei der sie mit einem geliebten Menschen zusammen waren und in eine Situation gerieten wo sie etwas sagen wollten, was nicht in Worte zu fassen war. Nun, das ist es. Was man nicht sagen konnte, das war es. Vielleicht hat man etwas gesagt und wusste doch zugleich, dass das was gesagt wurde „Es“ nicht war, obwohl es vielleicht schön war. Was man in diesem Moment nicht sagen konnte oder nicht einmal denken konnte, das war „Es“.

Kontext als Identität

Man ist das andere Universum, das dem physischen Universum erlaubt zu sein, und es ständig beobachtet.

Rund um das Thema der persönliche Identität besteht große Verwirrung.

Ist die Frage „Wer bin ich?“ letztendlich und wahrhaftig zu beantworten?.

Menschen lieben es, identifiziert zu werden. In der Wiege erhielten sie einen Namen, um diesen zum Zweck der Identifikation durchs Leben zu tragen. Die meisten von uns gehen dann durchs Leben und meinen, sie seien derjenige dessen Namen wir tragen. Nur wenige gehen so weit, das in Frage zu stellen. Fast jede Person akzeptiert ihren Namen als repräsentativ dafür, wer sie oder er ist. Wenn diese subtile Angelegenheit einmal entschieden ist, wird es leicht, weitere Definitionen auf diese Namens-Definition dessen, wer man ist, zu häufen. Als nächstes kommt das Geschlecht, dann die Hautfarbe, Rasse, Religion, politische Partei, Besitz, Wohnort, gesellschaftliche Stellung und Verhältnisse, Meinungen, Urteile, Haltungen und anderes „Zeug“. Nun kann man ja offensichtlich nicht sagen, dass man all dieses Zeug nicht hat, man hat es bestimmt. Was man jedoch sagen kann, ist, dass dies nicht die letztendliche Antwort auf die Frage, „wer bin ich?“ ist.

Gehen wir einen Augenblick lang auf eine Fantasiereise. Stellen wir uns einmal jeweils für die eigene Person einen riesigen, durchsichtigen Plastikbeutel vor. Wir legen nun alles in den Beutel, was unserer Meinung nach jeweils die eigenen Person ausmacht. Zuerst kommt jeweils unser physisches Sein hinein (unser Körper), dann der Name, die Geschlecht, dann die Hautfarbe, Rasse, Religion, politische Partei, Besitz, Wohnort, gesellschaftliche Stellung und Verhältnisse, Meinungen, Urteile, Haltungen und anderes „Zeug“ , bis alles darin ist. Da der Beutel nun unseren Körper enthält, zeigt es sich, dass er auch unseren Verstand enthält, da dieser ein sehr wichtiger Teil desjenigen ist, der man glaubt zu sein.

Nun betrachten wir unseren jeweils eigenen Beutel, beobachten ihn und sehen in uns genau an. Wenn einem nun auffällt, das man etwas vergessen hat um festzustellen wer man ist, dann sollte man dies noch in den Beutel hinzufügen. Ist es nun komplett? Gut! Wer ist es aber nun derjenige, der die Gesamtheit dieses Beutels beobachtet, was man selbst als sein Leben genannt hat? Dieser namenslose, ortlose, zeitlose Beobachter ist die wahre Antwort auf die Frage „wer bin ich?“. Man ist nicht der Inhalt in seinem Lebensbeutel. Das bewusste „ich“ ist der Beobachter desselben, und ganz gewiss enthalten wir das ganze Zeug. Aber das Zeug sind nicht wir, es ist bloß in uns.

Dieses etwaslose Etwas, dieser ortlose Ort, die in zeitloser Zeit existiert, ist Kontext.

Man selbst ist der Kontext des Lebens.

Wir haben jetzt eine brauchbare Definition, die sich bei jeder Gelegenheit, bei der man wissen will, wer man ist, bewahrheiten wird. Nichts, und damit ist nicht Etwas gemeint, was man zur Definition seiner Selbst heranzieht, wird Bestand haben und auf alle Situationen zutreffen. Kontext ist die einzige wahre Antwort, die es gibt.

Mittlerweile wird man vielleicht verstanden habe, wovon hier gesprochen wird, und das ist gut so. Dies alles wird im Leben solange keinen Unterschied mach oder von großer Bedeutung sein, bis die Barriere des jeweiligen Verstandes durchdrungen ist, so dass man nicht nur versteht, sondern diese Wahrheit direkt erlebt werden kann. Ein Teil von jedem Etwas ist jeweils in uns und wir sind in jedem Etwas. Die absolute Wahrheit ist, dass man jedes Etwas ist, aber offensichtlich nicht in dieser Welt. Für den eigenen Verstand, der sein eigenes Getrenntsein sucht, wird das keinen Sinn ergeben. Na, wenn schon. Wen interessiert es, wenn der Verstand das nie mitbekommt? Was kümmert es uns, was irgendein Teil unseres Inhalts vorhat? Wir haben eine Verantwortung im Leben: beobachten, beobachten und nochmals beobachten. Kontextieren wir das Leben auf eine Art, die funktioniert. Unsere einzige wirkliche Chance ist kontextieren. Der Inhalt ist schon. Was ist, ist.

Das Selbst ist also Kontext. Dem gewöhnlichen Bewusstsein ist das kontextierte nicht zugänglich. Es kann nur dann von einem wahrgenommen werden, wenn man bereit ist, das Leben so zu lassen, wie es ist. Kontext ist der ortlose Ort, wo wahre Wahl getroffen wird. Wenn der Ort, an dem man seine wahre Wahl im Leben trifft, seinem Bewusstsein nicht zugänglich ist – wenn man also ein Opfer des Lebens ist – dann ist man nicht bereit gewesen, es sein zu lassen. Kontext ist nicht das Unbewusste. Das unbewusste existiert im Reich des Verstandes und besteht aus all jenen Informationen, die den Unwahrheiten widersprechen, die einem den Verstand im Laufe der Jahre angesammelt hat. Kontext ist vom Unbewusstsein Lichtjahre entfernt.

Weil man selbst der Kontext des Lebens ist, ist man gut damit beraten, den Kontext des Lebens zu sein. Dies hört sich sicherlich unklar an, aber man weis ja was damit gemeint. Alles beginnt mit dem Erleben seines Selbst.

Akzeptieren

Das Leben besteht aus Zyklen, die Anfang, Mitte und Ende haben. Akzeptieren ermöglicht einen Zyklus, anzufangen, Verbindlichkeit ermöglicht ihm, weiterzumachen und Integrität ermöglicht ihm, zu seinem natürlichen, vollkommenen Ende zu gelangen.

Akzeptieren bedeutet für gewöhnlich, etwas annehmen, billigen oder hinnehmen, so wie es ist. Verbindlichkeiten sind die Ergebnisse der Verpflichtungen die man eingegangen ist und damit zu erbringen hat. Integrität ist die Makellosigkeit, Unbescholtenheit, Unbestechlichkeit oder die Unverletzlichkeit.

Das Leben besteht aus Zyklen, die Anfang, Mitte und Ende haben. Akzeptieren ermöglicht einen Zyklus, anzufangen, Verbindlichkeit ermöglicht ihm, weiterzumachen und Integrität ermöglicht ihm, zu seinem natürlichen, vollkommenen Ende zu gelangen.

Akzeptieren ist damit der Ausgangspunkt für ein zufrieden stellendes Erleben des Lebens. Es ist klar, dass etwas, was man nicht akzeptieren will, nicht zufrieden stellend sein kann. Ja, es ist sogar so, dass man mit einem nicht akzeptierten Aspekt in keinerlei Hinsicht mit seinem Leben ganz zufrieden sein kann. Wenn man eine Gegebenheit seines lebens nicht akzeptiert, bedeutet das, dass man nicht anzuerkennen bereit ist, sein Erleben derselben verursacht zu haben. Auch wenn es nur ein Aspekt seines Lebens ist, wird es einem viel Energie kosten, nachzuweisen, dass das jeweilige Leben einem aufgezwungen worden ist; und diese Energieverausgabung überschattet den natürlichen Zustand der Zufriedenheit.

Nun wenn man auf dem Weg ist zu erfahren was akzeptieren im Leben bedeutet, muss man auch erfahren was akzeptieren nicht ist. Akzeptieren ist nicht, sich zurücklehnen und, wie das Leben eben so gerade ist, nichts zu tun. Das ist akzeptieren im Sinne von „hinnehmen“. Tatsächlich ist das, was einem zu akzeptieren schwer fällt, nicht die Umstände seines Lebens, sondern das, was man hinsichtlich dieser Umstände tut. Bis man sein Leben so akzeptiert, wie es ist (was, wie es sich verändert, mit einschließt), wird man in dieser Angelegenheit keine Wahl haben. Alles wird automatisch weitergehen im Prozess des Akzeptierens des Lebens; akzeptieren wir es also so, wi es ist.“ Wie es ist“ schließt gewöhnlich die Tatsache des Wandelns mit ein; Wir müssen also alles akzeptieren. Akzeptieren ist keineswegs „ nichts tun“ im üblichen Sinn dieser Worte. Akzeptieren im Sinne von „annehmen“.

Akzeptieren ist beobachten des Lebens, ohne zu urteilen, ob das, was im Leben passiert, gut oder schlecht, richtig oder falsch ist. Aber man muss schon wirklich aufpassen. Sobald sich etwas zu akzeptieren anbietet, wird auch schon ein Urteil vom Verstand gefällt. Daher ist es wichtig, dass man in seine Beobachtungen auch die Urteile des Verstandes mit einbezieht. In einem solchen Fall akzeptiert man auch das Urteil über das was vor sich geht, im Wissen, dass seine Urteile keinerlei Bedeutung haben. Am besten bedankt man sich bei seinem Verstand für seinen Beitrag und macht einfach weiter. Für da was wahr ist braucht man keine Urteile. Urteile braucht man lediglich um sich selbst Recht und anderen damit Unrecht zu geben. Mittlerweile sollte einem klar sein, dass das nicht funktioniert. Letztendlich ist Akzeptieren Beobachtung des Lebens, ohne irgendetwas anderes zu tun. Nicht das, was man tut oder nicht tut, sagt etwas über „Hinnahme“ aus. Es ist der Kontext, in dem wir es tun, was wir tun, und nicht tun, was wir nicht tun, der etwas über „Annehmen“ aussagt.

Dem Anschein nach könnte der schwierigere Teil des „Annehmens“ für einen sein, wiederum anzunehmen, wie andere Leute sind oder nicht sind.

Man kann sich jedoch sicher sein, dass dies gar nicht der Punkt ist. Wenn man hinter den Zustand des „Nichtakzeptierens“ anderer kommt, wird man das Nichtakzeptieren in sich selbst finden. Dies geschieht ohne Ausnahme! Das Nichtakzeptieren in sich selbst ist man nun bekannter weise nicht sich selbst. Dies bleibt eine Sache des Verstandes. Was immer man an einem anderen Menschen nicht mag, ist immer auch etwas, was man sich für sich für sich selbst fürchtet. Tatsächlich hat man es auch wahrscheinlich in sich. So ist es nun mal. Dadurch, dass man dem bei sich selbst Widerstand entgegenbringt, wird man es bei anderen nicht mögen.

Die äußere Form. Die „Annahme“ auszeichnet, ist das Annehmen anderer, und der tatsächliche Inhalt, was wirklich ist, ist das Annehmen seiner selbst. Wie wird man nun wissen, ob man am Ziel ist? Der Prozess des „Annehmens“ bringt keine bestimmten Gefühle mit sich, dennoch gibt es unterwegs bestimmte Wegweiser. Zunächst scheint alles unverändert zu sein. Man wird über die Art und Weise, wie die Dinge sind, beunruhigt sein. Nicht nur das, man wird über die Tatsache seiner Beunruhigung beunruhigt sein. Dann fällt einem auf, dass man über die Art und Weise, wie die Dinge sind, weniger beunruhigt ist. Dann bemerkt man, dass man anfängt, die Art und Weise, wie die Dinge sind, ganz in Ordnung zu finden, und man fängt an, zu bemerken, dass die Dinge nicht zufällig so sind, wie sie sind. Dann wird wiederum einem deutlich, dass man selbst derjenige ist, der das erleben dessen, wie die Dinge sind, kreiert. Schließlich beginnt man, an der Art und Weise, wie es ist, teilzunehmen und seinen Beitrag dazu zu leisten. Man wird ein Teil davon. Vielleicht fühlt man sich sogar als Teil davon. Man wird merken, dass sein Leben zählt und dass das, was man tut, einen Unterschied macht. Dieser Prozess kann durchaus Jahre in Anspruch nehmen und läuft dabei ganz von selbst. Es kann auch sein, dass man nun erkennt wie weit man schon in seinem Prozess fortgeschritten ist. Wir tun gut daran diesen Prozess nicht zu unterbrechen und können ihn auch nicht großartig beschleunigen. Die Menschen, Dinge und Umstände können in unserem Leben durchaus unverändert bleiben und trotzdem verändert sich alles. Transformierter Kontext bedeutet nicht veränderter Inhalt. Was sich verändert hat, ist das eigene Erleben von all den Menschen, Dingen und Umständen. Im anderen Fall, dem Prozess der „Hinnahme“ wird das eigene Leben transformiert. Man hat dann nicht mehr selbst die Kontrolle über sein Erleben sondern gerät in die Opfer Position. Man sieht, man ist wirklich die Quelle seines Erlebens des Lebens und letztendlich Ursprung seines Platzes in der Welt und der Art und Weise, wie andere einen behandeln.

Warum soviel Wirbel um das „Akzeptieren“ Manchmal fühlen wir uns festgefahren in unserem Leben. Und wir sind dann an einem Punkt wo wir nicht weiter wissen. Womit wir festsitzen, ist eine Erinnerung an ein Erlebnis im Leben, das zu akzeptieren wir uns geweigert haben und somit nicht erleben konnten. Weil man sich weigert, ein Ereignis zu leben, bleibt es an einem hängen. Es wird unweigerlich in den Verstand eingelagert, und Monate oder Jahre später ist man immer noch an die Erinnerung an das mit erheblichem Unbehagen verbundene Ereignis verstrickt. Akzeptieren ermöglicht es einem, das Erlebnis so zu haben, dass man mit seinem Erleben auf gleiche Höhe ist. Leben wir also jetzt, nicht inder Vergangenheit und nicht in der Zukunft und nicht in einer Welt die gar nicht ist. Mit anderen Worten, man nimmt vollständig an dem, was in seinem Leben vor sich geht, teil, und zwar in dem Augenblick, in dem es passiert. Wenn man an einem Ereignis aus der Vergangenheit festsitzt, oder ein Ereignis in die Zukunft gelegt hat und wiederum festsitzt, wird man nicht in der Lage sein, das zu erleben, was genau jetzt vor sich geht. Und so formen nicht erlebte Erinnerungen und zukünftige mögliche Ereignisse ein Reservoir, mit dem man sich beschäftigen muss.

Bei diesem Prozess spielt der Körper eine interessante Rolle. Der Körper bewaffnet sich selbst mit Steifheit, stereotypen Haltungen und Bewegungen, um einen daran zu hindern, die im Gedächtnis gespeicherten Ereignisse zu erleben. Letztendlich hat man dann Verspannungen im Rücken, Last mit ständigem Ver- und Entschränken seiner Beine und Arme, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit und ähnlichem mehr, wodurch einem seine Aufmerksamkeit seines gegenwärtigem Erleben des Lebens entzogen wird. Stattdessen erlebt man seinen Körper.

In dieser Hinsicht ist auch das Zeitverständnis interessant. Man beschäftigt sich intensiv mit der Zeit und schaut dabei immer wieder auf die Uhr, um zu sehen, wie spät es ist. All dies, die Muskelverspannungen und die intensive Beschäftigung mit der Zeit, vollzieht sich automatisch, unbewusst und ist Sache des Verstandes.

Um durch diese Abwehr, die einem der Verstand/Körper aufgebaut hat, hindurch zu kommen, beobachtet man ihn und gibt ihm Raum zu sein. Anders gesagt, erlebt man diese Ereignisse seines Körpers wirklich, damit man über sie hinweg kommt. Das gilt für den Rest seines Lebens in gleicher Weise. Akzeptieren ist der Schlüssel. Man kann nichts bemerken oder beobachten, bis man es akzeptiert hat und es da sein lassen, so dass es bemerkt und beobachtet werden kann.

Der Kreislauf

Der Kreis symbolisiert das Leben und das ganze Universum wird durch die Interaktion einer unglaublichen Anzahl von Kreisläufen beschrieben.

Alle Abläufe lassen sich anhand eines Kreislaufes beschreiben und alle, und damit meine ich wirklich alle Abläufe bedingen, dass der entsprechende Kreislauf jeweils in sich geschlossen werden muss. Natürlich definieren wir Zeit als kontinuierlich fortschreitenden Prozess und wenn man eine Strecke zurücklegt kann dies durchaus sehr gradlinig sein. Was ich meine ist, dass sich die Zeit sich periodisch in Minuten, Stunden, Tage und Jahre gedacht wird und damit scheinbar gradlinig verläuft, dennoch können wir als Symbol die Zeit am besten an einer Runden mit Zeiger bestückten Uhr ablesen und beurteilen.

Tatsache ist das, wenn immer ein Kreislauf nicht geschlossen werden kann, ein Problem entsteht.

Ein paar Beispiele sind schnell gefunden. Wenn ein Kind seine Eltern anspricht und diese nicht antworten, wird das Kind auf natürliche Weise immer wieder die gleiche Frage stellen, bis die Eltern den Kreislauf schließen und eine Antwort geben. Das trifft auf alle Formen der Kommunikation zu und ist die Hauptursache warum Kommunikation scheitert. So wie die Frage des Kindes besteht das ganze leben eines Menschen, von der Zeugung an, aus einer sehr großen Zahl von Kreisläufen die geschlossen werden wollen, um am Ende den Kreislauf des gesamten Lebens dieses Menschen mit dem Tod zu schließen. Wenn eine Firma ein Produkt herstellt und es nicht verkauft, dann wird der Produktionskreislauf nicht abgeschlossen und ein Problem entsteht. So kann man die eine ganze Firma an einer sehr großen Anzahl von Kreisläufen, von der Gründung bis zur Schließung, sowie von der Erzeugung von Produkten bis zu deren Verkauf. Wenn man Geld ausgibt aber kein neues Geld einnimmt, dann haben wir ein Problem in unserer jetzigen Gesellschaft. Geld funktioniert nur solange wie es in mehr oder weniger großen Kreisbahnen in Bewegung ist. Alles dreht sich im Kreis und dies betrifft nicht nur Atome oder die Erde die sich um sich selbst, sowie die Erde die sich um die Sonne dreht und so weiter und so weiter. Selbst das Universum wird sich irgendwie drehen. Man kann sich das so vorstellen, dass wie bei den Himmelskörpern, die sich offensichtlich in vielen Kreisbahnen um sich und in sich drehen, so sind auch alle Dinge die wir erleben und die wir durchführen in Kreisbahnen gesteuert die sich in einer Unzahl um sich und in sich drehen.

Probleme entstehen zudem auch immer dann wenn Kreisläufe durch andere Kreisläufe unterbrochen werden.

Ein Attentäter unterbricht den Kreislauf des Lebens Anderer. Jemand der die Natur zerstört, zerstört den Kreislauf des Lebens.

Das eigene Leben funktioniert in dem Maße indem wir die jeweils eigenen Kreisläufe abschließen ohne dabei die Kreisläufe Anderer zu gefährden.

Das eigene Leben und das Leben Anderer funktioniert in dem Maße, indem wir jeweils die Kreisläufe Anderer zum Abschluss kommen lassen.

Somit umfasst das ganze Universum die Interaktion von einer unbeschreiblichen Anzahl von  Kreisläufen.

Zeit

Zeit ist ein illusionäres Konstrukt des Verstandes, um die Tatsache beschreiben zu können, dass sich Dinge ändern. Zeit ist nicht wirklich, und zweifellos ändern sich die Dinge.

Zeit fasziniert die Menschen auf diesem Planeten wie nichts anderes. Zeit scheint ebenso Teil des menschlichen Zustandes wie die Strukturen des Verstandes selbst. Zeit wird als sich verändernde Konstante begriffen. Sie ist niemals gleich, und dies bringt allergrößte Faszination mit sich. Der Verstand personalisiert die Zeit und verbraucht mit dem Nachdenken über sie enorm viel Energie. Das Leben des Verstandes beginnt und endet zu einer bestimmten Zeit. Das ist so sicher wie nur irgendetwas. Auf diese Weise macht der Verstand die Zeit, diese Unwirklichkeit, zu etwas so endgültig Wirklichem, dass Unmassen von „Gefühlen“ erzeugt werden, die den Standpunkt, Zeit ist wirklich, unterstützen. Schmerz beim Verlust eines geliebten Menschen und Hoffnung auf kommende Ereignisse sind allgemeine Beispiele für Gefühle, die die Haltung unterstützen, Zeit ist wirklich.

Gelegentlich bleiben Leute in der Illusion der Zeit stecken. Schmerzreaktionen erstrecken sich über Jahre – Ärger über längst vergangene Ereignisse – ja sogar ganze Leben werden mit dem Wunsch verbracht, dass es so sein sollte, wie es nicht ist. Wie wir schon gesehen haben, ist das, was nicht einen Zustand der Zufriedenheit erzeugt, per Definition eine Lüge. Somit ist die Idee der Wirklichkeit der Zeit eine Lüge, ungeachtet dessen, wie wirklich sie dem Verstand erscheint.

Zeit ist somit ein Konstrukt des Verstandes, um die Tatsache zu beschreiben, dass Dinge sich verändern. Zeit ist nicht mehr als das. Und die Dinge verändern sich; tatsächlich ist das alles, was sie tun: sich verändern. Den Vorgang der Veränderung kann der Verstand nicht beeinflussen. Um daher damit umgehen zu können, entwickelt er eine Beschreibung desselben. Wenn Zeit nicht wirklich ist und Veränderung wirklich, dann ist die Art und Weise, in der das Leben funktioniert, ein Zustand, in dem Veränderung bemerkt und ihr Raum gegeben wird. Wenn es nicht funktioniert – das heißt nicht befriedigend ist – wird versucht Veränderung aufzuhalten.

Die ganze Verwirrung klärt sich auf, wenn wir erkennen, dass es nur eine „Zeit“ gibt, und diese Zeit ist Jetzt. Wenn man bereit ist, die Wahrheit zu erleben, dass sie jetzt ist, werden sich unsere „Probleme“ mit der Vergangenheit und Zukunft aufklären. Warum? Weil es keine Vergangenheit und keine Zukunft gibt; es gibt nur jetzt. Wenn man in dem steckengeblieben ist, was man „Vergangenheit“ nennt, dann steckt man genau jetzt fest. Wenn man seine Zeit mit Tagträumen von der „Zukunft“ verbringt, dann tut man dies genau jetzt. Man kann sich nicht einmal an die Orte bewegen di „Vergangenheit“ oder „Zukunft“ genannt werden. Sie sind nicht wirklich.

Wenn Vergangenheit und Zukunft nicht wirklich sind, was sind sie denn? Die Vergangenheit ist eine lineare, auf einander folgenden Sequenzen aufgebaute Erinnerungsspur, die innerhalb des Verstandes jetzt existiert. Man wird ihrer nur dann gewahr, wenn der Verstand wählt, sie zu reaktivieren. Der Verstand wird das Reaktivieren von Erinnerungsspuren nur wählen, um zu überleben, recht zu haben und gelegentlich zum Vergnügen. Die Vergangenheit ist also eine Erinnerungsspur. Das ist es. Das ist alles. Wenn man meint, dass man von vergangenen Ereignissen beunruhigt wird, dann liegt man falsch. Man wird von seiner Erinnerungsspur beunruhigt, die der Verstand weiter in der Gegenwart reaktiviert. Es erübrigt sich zu sagen, dass es die Zukunft nicht gibt. Wenn man also meint, man würde durch die Zukunft beunruhigt, setzt man sich am besten auf eine Reservebank. Was immer man in seinem Leben entstehen lässt, wird man es in der Gegenwart entstehen lassen oder überhaupt nicht. Das ist ein anderer Aspekt der „Das ist es“ – Haltung in unserem Leben. Jetzt ist es. Alles andere zählt nicht. Nichts anderes ist.

Im Fall von nicht erlebten Ereignissen im Leben wird es sehr real, dass jetzt die einzige Zeit ist, die es gibt. Wenn sich jemand endlich ein Erlebnis schafft, um ein vergangenes Erlebnis zu vervollständigen, dann „scheint es, als ob“ das Ereignis „eben passiert wäre“. Was hiermit gesagt wird, ist, dass die einzige Zeit, die es für eine praktische Anwendung gibt, die gegenwärtige Zeit – oder: genau jetzt – ist

. Es funktioniert, wenn man nur in der Gegenwart als vorhanden betrachtet. In Wirklichkeit ist die Gegenwart keine fassbare, nachprüfbare Sache, denn sobald man feststellt, das ist die Gegenwart, ist sie bereits wieder weg und es gibt keinen Weg, nachzuweisen, dass sie je war. Sie ist in weniger als einen Augenblick weg; Somit ist auch die Gegenwart nicht wirklich. Zeit ist nicht wirklich. Alles ist Illusion. Trotzdem Spielen wir ein Spiel, in dem die Illusion für wirklich gehalten und das, was wirklich und dauerhaft ist, als Illusion betrachtet wird. Weil es dies ist, was wir tun, lasst es uns mit Liebe und voller Energie tun. Das ist es.

Der Körper

Der existiert von Natur aus in einem Zustand des Wohlbefindens. Er ist ein Ort, von dem aus die Welt beobachtet werden kann. Jeder Körper ist eine physische Darstellung von einer Person. Der Körper ist jedoch nicht die Person.

Der Körper Stellt die physischste Manifestation von Kontext dar, die es gibt. Im menschlichen Körper ist sowohl die Kraft zu Sein, als auch die Kraft, Sein zu beobachten, enthalten. Der Körper hat im Gegensatz zu anderen physischen Manifestationen von Kontext, die einzigartige Fähigkeit, sich selbst durch  Intention zu formen. Der Körper ist äußerst wirkliche Art und Weise Kontext. Er verfügt über die Mittel, nicht nur sich selbst, sondern auch alle anderen Formen der physischen Seite von Kontext zu gestalten. Er denkt sogar!

Nicht nur das, es denkt laut. Im Körper ist die gesammelte Intelligenz dieser Ecke de Universums von der Erschaffung des Physischen an durch Kontext konzentriert. Auf einer atomaren Ebene manifestiert der Körper die Intelligenz, physisch zu sein – der zweitwesentlichste Gedanke, den Kontext je hatte. Auf der molekularen Ebene manifestiert der Körper die Intelligenz, seine Atome zu arrangieren. Auf der zellularen Ebene manifestiert der Körper die Intelligenz der Zusammenarbeit das Selbst, ohne die es kein multizellulares Leben gäbe. Auf der Organ Ebene manifestiert der Körper die Intelligenz der Leistung spezieller Arbeiten, wie Sehfähigkeit, Verdauung, Schmecken. Auf der Ebene des Individuums manifestiert der Körper die Intelligenz der Liebe und seiner eigenen Reproduktion. In Zusammenarbeit mit anderen Körpern manifestiert der Körper die Intelligenz, das Universum, aus dem er kam, zu formen. Kontext hat tatsächlich einen Weg geschaffen, um mit sich selbst zu sprechen.

Nichts hat mehr Einfluss auf körperliche Zufriedenheit als der Kontext, in dem man seinen Körper hält. Von Natur aus existiert der Körper in einem Zustand des Wohlbefindens. Der natürliche Zustand kann durch unangemessenen Kontext verdeckt sein.

Verdeutlichen wir nochmals den Kontext, der uns den natürlichen Zustand des Wohlbefindens erleben lässt.

Der Körper ist ein physischer Ort, von dem aus die Welt beobachtet werden kann. Er ist eine Manifestation von einem selbst, jedoch besteht die Person nicht aus einem Körper. Er ist eine Form die jeder von uns angenommen hat. Er ist so vollkommen und vollständig, ungeachtet dessen, was der Verstand diesbezüglich denkt. Er hat die Kraft zu sein und Sein zu beobachten. Er hat diese Kraft, weil jeder seinem Körper diese Kraft gegeben hat. Der Körper selbst kann nicht beobachten. Wenn jemand seinen Körper verlässt, fällt dieser ins einfache Sein ohne Beobachtung zurück. Der Körper muss im Kontext dessen, was ist, gehalten werden.

Nichts was gut oder schlecht ist, sondern einfach, was ist. Man sollte seinen Körper vom Standpunkt absoluter Wirklichkeit her ansehen. Zweck des Körpers ist es zu sein und Sein zu beobachten; nicht, über sich selbst als gut oder schlecht zu urteilen. Man sollte nicht der Welt Ihr System der Übereinstimmung abnehmen, demzufolge einige Körper gut  und andere nicht so gut sind. Es funktioniert nicht, deshalb ist es ein Haufen Lügen.

Man sollte seinen Körper niemals zum Rechthaben benutzen. Sport treiben, sich richtig Ernähren, ausruhen und so weiter weil man seinen physischen Tempel achtet und nicht um mehr recht zu haben als jemand anders.

Von jedem ist der jeweils eigene Körper so wunderbar, dass es all seinen, jeweils eigenen Vorstellungen übersteigt. Der Körper ist ein Geschenk was man sich selbst gegeben hat um zu genießen uns zu sein. Man sollte seinem Selbst für das sein des Körpers dankbar sein, und sich vergeben, wenn man es nicht tut.

Über Gott

Entweder ist Gott alles oder es gibt keinen Gott. Wenn Gott ist, ist Gott. Wenn Gott nicht ist, ist Gott nicht. Was man glaubt hat keinen Einfluss auf das was ist oder nicht ist.

In der Religionsgeschichte ist Gott eine heilige, übersinnliche, transzendente und unendliche Macht in personaler Gestalt, die als Schöpfer Ursache allen Naturgeschehens ist, das Schicksal der Menschen lenkt und die normative Größe für deren ethischen Verhalten darstellt. Diese Fülle von Attribute und Qualitäten vereinigt der Monotheismus (Bekenntnis und Verehrung nur eines einzigen Gottes, der als Schöpfer und Erhalter der Welt gilt) auf eine einzige Gottheit, während der Polytheismus (Bekenntnis und Verehrung mehrerer Gottheiten, in der Regel für verschiedene Bereiche des Lebens) die göttlichen Funktionen als auf verschiedene Gottheiten verteilt annimmt. Oft findet sich innerhalb des Polytheismus ein subjektiver Monotheismus, der dem Gläubigen den von ihm erehrten Gott als alleinigen erscheinen lässt (Henotheismus). Der Gottglaube ist kennzeichnend für fast alle Religionen, jedoch ist sein Ursprung nicht völlig geklärt. Vorherrschend ist heute die Annahme eines ursprünglichen Hochgottglaubens (höchstes Wesen)

Man sollte sich sehr wohl darüber im Klaren sein was Gott ist und was Gott nicht ist, damit man nicht seine wertvolle Lebensenergie mit Wünschen, Hoffen, Spekulieren und Argumentieren verschwendet. Es gibt wesentlich konstruktivere Tätigkeiten und Wege seine Energie zu nutzen.

Der Mensch hat gewaltige Teleskope, visuelle und eine Reihe anderer, entwickelt. Mehrere Jahrhunderte lang ist das Universum genau beobachtet worden, und niemand hat eine Person da draußen, oder in unserer Atmosphäre, entdeckt. Das heißt: wenn Gott eine Person im Universum ist, so lebt diese in außerordentlicher Entfernung, zu weit weg um, gesehen zu werden, oder Gott ist keine Person im Universum. Wenn Gott keine Person im Universum ist so könnte er ja eine irdische Person sein. Nur leider ist diese so gut versteckt, denn bis jetzt hat noch niemand sein irdisches Heim lokalisiert. Jedem ist auch klar, dass Gott etwas Dauerhaftes und Unvergängliches zu sein scheint, da Gott vor langer Zeit da war und wir ihm irgendwann einmal wieder begegnen sollen.

Wir betrachten daher also besser nur das, was wir sicher wissen. Somit wissen wir bis heute, dass Gott keine irdische Person und keine Person des Universums ist. Wer oder Was ist dann Gott? Was macht Gott  mit uns? Kümmert er sich wirklich um etwas? Wenn Gott jedoch wirklich existiert, warum spricht er dann nicht ganz offen mit uns und beendet die Verwirrung? Jetzt möchte ich ernsthaft sein oder besser gesagt, ich möchte, dass wir, was Gott betrifft, wirklich erleuchtet werden.

Gott ist meistens nicht das, was man sich unter Gott vorgestellt hat. Gott ist was Gott ist. Wenn Gott, Gott ist, dann ist Gott allmächtig. Wenn Gott allmächtig ist, dann ist alles, was ist, Gott. Andernfalls kann es keinen Gott geben. Wenn im Universum eine Jota Macht oder Materie existiert, das nicht Gott ist, dann ist sie nicht Gott und es gibt keinen Gott. Wenn Gott nicht ist, ist Gott nicht. Wen kümmert es, was man glaubt? Man sollte nicht seinen Glauben in dieser Angelegenheit in den Status der Bedeutsamkeit heben.

Gott ist die Kraft im Universum zu sein und Sein wahrzunehmen. Das ist es. Gott ist Gott und  ist überall. Alle Dinge und Umstände sind aus diesem Zustand erschaffen. Offensichtlich gibt es Sein und Wahrnehmung von Sein; einfaches Sein und einfache Wahrnehmung zeigen das durch direkte Beobachtung. Somit ist Gott. Oder ist nicht. Es ist unwesentlich, weil, was ist, ist, und dies ist unabhängig von der persönlichen Einstellung oder der anderer.

Offensichtlich gibt es hier bei uns einige konkrete Beispiele für Sein und Wahrnehmung von Sein. Man selbst ist jeweils beides. Man sollte nicht an dem Stolz darüber hängen bleiben, da es nur das ist, was es ist.

Wenn man nun aber selbst eine Manifestation und Verkörperung Gottes ist, wie kann man dann so sein wie man ist? Na ja, man ist, und wenn man daran interessiert ist wie man ist, dann sollte man darauf achten wie der jeweils eigene Verstand funktioniert. Offenbar ist Gott nicht daran interessiert, „Moralität“ Bedeutung zukommen zu lassen. Es scheint, dass Gott, außer durch den Verstand, keine „moralischen Urteile“ fällt. Gott ist die Kraft im Universum, um im Universum eingeschlossen ist das „Böse“. Wenn Gott nicht die Quelle aller Dinge ist, dann ist Gott nicht Gott. Also akzeptieren wir es! Gott ist die Quelle des Bösen. Wenn Gott nicht die Quelle aller Dinge ist, dann ist Gott nicht Gott. Deshalb ist Gott die Quelle allen „Übels“, genau wie alles „Guten“. Um das zu begreifen, müssen wir uns von unserem Verstand lösen, der mit Urteilen und Polaritäten über „gut“ und „böse“ verhaftet ist, welche vom Überleben motiviert sind.

Der Verstand kann nicht beobachten. Er kann nur sein, und wir können ihn beobachten und mit ihm registrieren. Was wir “böse“ nennen, wird von einem unbeobachteten Verstand erzeugt. Die Wurzel alles Bösen ist die rechthaberische Verdammung anderer durch den Verstand und das ihnen Vorenthalten Ihrer Liebe. Sollten wir die Welt vom „Bösen“ reinigen wollen, sollte man einfach Beobachter des eigenen Verstandes sein. Man muss verantwortlich sein für das Ausmaß des jeweils eigenen Bösen und bereit, es anzuerkennen. Wenn man so erleuchtet (verantwortlich) ist, fängt die Welt für einen an, erleuchteter und verantwortlicher auszusehen. Die Welt befindet sich nämlich in einem Prozess des Bewusst-, Verantwortlich- und Erleuchtetwerdens, und dies zu erleben ist ein Geschenk, dass uns Gott gegeben hat.

Wenn man gerade in Problemen steckt die einem unüberwindlich erscheinen dann gibt es einen guten Ausweg aus dieser Situation „hilf Dir selbst, so hilft Dir Gott“, denn Gott ist in jedem von uns. Auf Gott kann man nicht warten, Gott ist bereits da. Wenn das Böse da ist, dann ist auch Gott da.

Leben nach dem Tod

Wenn man morgen stirbt und das Leben im Universum weitergeht, wird es dann Leben nach dem Tod geben?

Tod (Exitus), ist der Stillstand der Lebensfunktionen bei Mensch, Tier und Pflanzen. Lediglich einzellige Lebewesen scheinen so etwas wie eine potentielle Unsterblichkeit zu besitzen, da ihr Zellkörper durch Teilung immer wieder vollständig in den jeweils folgenden Tochterzellen aufgeht, so dass kein Leichnam zurückbleibt. Medizinisch gesehen tritt der Stillstand der Lebensfunktionen in den verschiedenen Organen und Geweben zeitlich versetzt ein. Unter klinischem Tod versteht man den Status in einer Zeitspanne von etwa drei Minuten nach einem Herz- und Atemstillstand, während der im Prinzip eine Wiederbelebung vor allem durch Herzmassage und Beatmung noch möglich ist. Das Absterben einzelner lebenswichtiger Organe (Partialtod, Organtod) kann den Untergang anderer Organe und des gesamten Organismus nach sich ziehen ( z..B. Hirntod als zentraler Tod), wenn keine Maßnahme zum Ersatz der betreffenden Organfunktionen getroffen werden kann (z.B. Wiederherstellung der Kreislauffunktion) Ohne Reanimation geht der klinische Tod in den biologischen Tod, als endgültigen allgemeinen Tod des Körpers, über, mit dem irreversiblem Untergang aller Organe und Gewebe (Stoffwechselstillstand, Ausfall von Zellteilungen, Erregbarkeit und Kontraktilität, schließlich Ausbildung der Todeszeichen und Strukturverfall.

In der Philosophie wird die Frage behandelt, inwieweit mit dem Erlöschen des organischen Lebens auch ein Erliegen der seelischen beziehungsweise geistigen Funktionen verbunden ist. Teils wird das individuelle Weiterleben der Seele, teils auch eine Auflösung in eine nicht mehr als individuell zu bezeichnende Substanz gelehrt. Für die Existenzphilosopie ist der Tod die spezifizierte Form des Lebens.

In der Sicht der Religionen ist der Tod äußerst selten ein unwiderrufliches, die menschliche Existenz auslöschendes Ereignis. Vorherrschend ist der Glaube an ein Weiterleben nach dem Tod in veränderter Existenz, entweder als Auferstehung oder als Unsterblichkeit des Leibes oder der Seele.

Der überwiegende Teil der Menschen akzeptiert den biologischen Tod eines Lebewesens als  endgültigen Tod des Körpers der damit unwiderruflich eingetreten ist. Die gefundenen Mumien und Reste von Körpern beweisen nach unserem Verständnis nur zu deutlich, dass sie beim besten Willen nicht mehr zu reaktivieren sind. Da uns dies jedoch nicht reicht gehen wir noch weiter und forschen an Zellen und Genen, setzen sie wieder zusammen und versuchen sie wieder zu dem biologischen Leben zu reaktivieren was es vormals als Ganzes einmal war. Dies wird mit ziemlicher Sicherheit auch eines Tages möglich sein. Sollte dies jedoch gelingen wird dann z.B. ein Mensch wieder der Mensch sein der er einmal war? Dies soll uns erst einmal egal sein.

Selbst wenn es so wäre, bleibt immer noch die Frage zu klären was in der Zwischenzeit mit der möglichen Seele, dem Geist oder dem Selbst geschehen ist. Unser Verstand will doch eigentlich den Verstorbenen irgendwo wieder finden, weil er nicht akzeptieren kann, nicht mehr zu sein. Da wir das medizinische und wissenschaftliche darzulegen wissen, bleibt uns also nur noch die Betrachtung aus der Sicht der Philosophie oder der Religion übrig.

Anstelle für das Wort „Gott“ können wir auch eine Reihe von anderen Worten setzen, die wir vorher schon einmal gebraucht haben, damit wir nicht aus der in der Kindheit stammenden religiösen Glaubensvorstellungen von Gott verhaftet bleiben.

„Kontext“ und „Selbst“ werden von Theisten und Atheisten, gleichermaßen erlebt. Wenn unsere Definition von Gott so eng ist, dass sie einigen gestattet, ihre Gotteserfahrung legitimiert zu bekommen, und anderen die Legitimität ihrer Erfahrung abspricht, dann haben wir uns selbst und der Welt einen schlechten Dienst erwiesen. Recht zu haben ist ein schwacher Ersatz für das Funktionieren der Welt.

„Kontext“ ist also das „Nicht-Physische“, das dm Physischen ermöglicht, zu sein.. „Selbst“ ist derjenige spezialisierte Kontext, der dem empfindungsfähigen Leben ermöglicht, zu sein. Kein „Etwas“ könnte ohne den Raum, in dem es sein kann, sein. Wenn es in diesem Universum keinen Raum für den eigenen Körper gäbe, könnte unser Körper nicht sein. „Selbst“ ist also ein Nicht-Etwas-Etwas oder ein Raum, in dem unsere Körperlichkeit ist, ohne den unsere Körperlichkeit nicht sein könnte. Dem Verstand erscheint es von der Natur gegeben, dass es einen Raum gibt, in dem seine Körperlichkeit sein kann. Warum aber sollte es solch einen Raum geben? Die Wahrheit ist, dass Raum nicht notwendigerweise sein oder nicht sein sollte; und was wir vorfinden, ist, dass er ist. Er ist ein Geschenk des Kontextes, das wir für selbstverständlich halten. Raum ist ein vorbehaltloses Geschenk, das nichts zurück verlangt. Nun ist es so, dass innerhalb des räumlichen Universums mehr als 99% des verfügbaren, beobachtbaren Raumes vom Vakuum eingenommen wird. Dieser Ort, an dem Dinge wählen können zu existieren, ist der wesentlichste Gedanke, den Kontext je hatte.

Selbst ist also ein Nicht-Etwas, Nicht-Ort, Nicht-Zeit-Etwas. Ort und Zeit, worin sich das befindet, was wir für gewöhnlich für die eigene Person halten, existiert, ohne das „Wir“ nicht existieren könnten. Das Ganze könnte man sich selbst in der physischen Welt vorführen, in dem man versucht, zwei identische Gegenstände gleichzeitig am gleichen Ort zu platzieren. Offensichtlich geht das nicht, und somit hat dieses Nicht-Etwas-Etwas eine nicht-physische, aber beobachtbare Eigenschaft: „Es“ ermöglicht zu gleicher Zeit die Anwesenheit von nur einer Sache. Dies ist so offensichtlich, dass es für selbstverständlich gehalten, dass bedeutet nicht erlebt wird. Überlegen wir mal; hören wir auf, es für selbstverständlich zu halten, und erleben wir es. Während wir das tun, werden wir unser wirkliches Selbst erleben.

Unser Verstand ist daran gewöhnt, „Leben“ als Geschöpfe zu denken, besonders Geschöpfe, die unserer eigenen körperlichen Form ähneln. Es wird gesagt, dass das Leben intelligent ist, und so ist es. Wenn wir einen ixbeliebigen Gegenstand aufheben und in der Hand halten und in betrachten, so sollten wir wissen, dass dieser Gegenstand eine große Intelligenz besitzt. Er weis wirklich wie wirklich er dieser Gegenstand sein kann! Wenn Zeit vergeht und der Gegenstand eine andere Form annimmt, wird er sein Wissen darüber, wie er auch das sein kann demonstrieren. Dies bedeutet, dass der Gegenstand in unserer Hand genau in diesem Augenblick weis, wie er auch das sein kann. Er wartet einfach, bis seine Zeit gekommen ist, seine Intelligenz zu demonstrieren. Gott ist intelligent. Gott ist ein Gegenstand.

Gott ist also alles was es gibt: Der Raum, in dem alle Dinge existieren sowie alle Dinge selbst. Wenn es ein einziges Staubkorn, nur ein Atom im Universum gibt, das nicht Gott ist, dann gibt es keinen Gott. Wie man nun feststellen kann transzendiert dies „Glauben“ vollständig und macht ihn überflüssig. Glauben ist immer überflüssig, wenn man sich auf das verlässt was man weis.

Jetzt da der Rahmen abgesteckt ist, können wir die Frage nach dem Leben nach dem Tod untersuchen. Vom Standpunkt des Verstandes/Körper gibt es kein Leben nach dem Tod, außer wie es in Glaubenssystemen existiert. Dem Verstand ist es an der Idee der Nicht-Existenz nicht gelegen, demzufolge konstruiert er Glaubenssysteme zur Widerlegung der Idee der Nicht-Existenz. Worum es hier aber geht ist Glaubenssysteme zu transzendieren. Und auf das zu blicken was wirklich ist. Wenn ich morgen sterben sollte und eine andere Person weiterlebt, würde es dann ein Leben nach dem Tod geben? Offenkundig gäbe es das Leben der überlebenden Person nach meinem Tod. Aber was ist, wenn ich nicht der bin, für den ich mich halten soll? Wenn, wer ich wirklich bin, das Selbst ist? Was, wenn ich wirklich weis wer ich bin, nicht mein Körper, noch mein Verstand, noch irgendetwas meiner Individualität bin? Kann ich dann nicht existieren? Ich kann nicht nicht existieren. Ich bin und alle anderen auch.

Vorläufig bin ich, wenn ich weiß, wer ich bin. Letztlich bin ich, wenn ich weiß, wer ich bin, das Universum und der Raum, in dem das Universum ist. Wir sind Gott. Das ist das Wesen der Erleuchtung. Und das ist nicht wichtig; es ist einfach.

Die schlechte Nachricht für den Verstand ist, dass er ist, was er zu sein fürchtet.

Über das Funktionieren Ihre Lebens

Mit Logik können keine im Leben funktionierenden Überzeugungen produziert werden. Wenn man Logik anwendet, wird man ständig durch Gründe behindert. Was funktioniert, kann aus dem nichts erschaffen werden, und man ist für das Erschaffene und die Konsequenzen verantwortlich.

Vereinbarungen

Das Leben funktioniert in genau dem Maße, in dem man seine Vereinbarungen einhält. Eine Vereinbarung ist integer, weil man sie selber trifft und aus keinem anderen Grund

Eine Vereinbarung ist eine bewusste Ausrichtung einer Intention.

Man kann sagen, dass Intention eine Manifestation des Selbst ist.

Natürlich verwenden wir unseren Verstand als das Instrument, mit dessen Hilfe wir unsere Intentionen ausrichten. Im Fall einer Vereinbarung stimmt man einem bestimmten Ziel zu. Dieses Ziel umfasst die Erfüllung einer Verpflichtung, die man gegen sich selbst oder gegen anderen eingegangen ist. Die Unantastbarkeit einer Vereinbarung hängt nicht davon ab ob Andere einbezogen sind. Die tiefgreifendsten Vereinbarungen trifft man meistens in seinem Leben mit sich selbst. Eine Vereinbarung ist Kraft des Umstandes, dass man sie selber trifft, unantastbar, und aus keinem anderen Grund. Der Zustand, der bei einer Erfüllung einer Vereinbarung der jeweils persönliche Ausgangspunkt ist, wird Integrität genannt. Integrität ist ebenfalls eine Funktion des Selbst.

Zweck einer Vereinbarung ist es, dass Leben funktionieren zu lassen, das heißt, Zufriedenheit zu erlangen und das Leben selbst zu bereichern. Zwischen einem und dem funktionieren des jeweils eigenen Lebens steht die Frage des Einhaltens von Vereinbarungen mit sich selbst und anderen. Zwischen einem und dem funktionieren des Lebens steht die Beschaffenheit des Verstandes. Der Verstand will, was er will, wenn er es will. Wenn sich dem Verstand eine Vereinbarung in den Weg stellt, wird der Verstand alles bewusst oder unbewusst dafür tun, damit die Vereinbarung nicht eingehalten wird, damit er bekommt was er haben will. Somit basiert die Integrität nicht auf der Grundlage dessen, was der Verstand will, sondern auf die eigene Bereitschaft, Vereinbarungen einzuhalten, egal welche Entschuldigungen einem der Verstand anbietet um die  Vereinbarung zu brechen. Der Verstand zieht naturgemäß sofortige Befriedigung langfristiger Zufriedenheit vor. Der einzige Weg zu langfristiger Zufriedenheit im Leben ist jedoch das Einhalten von Vereinbarungen. Mit seinem Verstand kann man nur mittels Intention umgehen.

Der beste Weg um seine Vereinbarungen einzuhalten beginnt mit einer Vereinbarung. Diese Basis-Vereinbarung legt fest, dass man nur Vereinbarungen eingeht die man nicht brechen wird. Diese Vereinbarung beinhaltet auch die Verpflichtung niemals zu betrügen, zu lügen oder zu stehlen. Dies wird nicht festgelegt, weil Vereinbarungen zu brechen oder Handlungen wie betrügen, lügen, stehlen „schlecht“ sind. „Schlecht“ ist lediglich ein Urteil des Verstandes und bekanntlich funktionieren Urteile auch nicht. Diese Handlungen muss man unterlassen, weil sie auch nicht zum funktionieren des Lebens beitragen. Jeder hat eine ganze Anzahl von Vereinbarungen im laufe der Zeit mit sich selbst getroffen, die man nie offen ausgesprochen oder aufgeschrieben hat: Lügen, Betrügen und Stehlen gehören dazu. Das schlechte Gefühl, welches zeitweilig in einem hochsteigt, kommt immer dann wenn man eine getroffene Vereinbarung bewusst oder unbewusst bricht. Um Vereinbarungen einzuhalten, müssen wir uns zuerst einmal in den Zustand der Verantwortlichkeit begeben. Wir müssen jeweils für unsere Vereinbarungen verantwortlich sein.

Vereinbarungen die man mit sich selbst trifft und deren Einhaltung ist die Grundlage einer gesunden inneren Zufriedenheit. Vereinbarungen die man mit anderen trifft und deren Einhaltung ist die Grundlage jeder guten Beziehung. Man kann nun sagen, man habe all diese Basis Vereinbarungen nicht getroffen, dann wird man feststellen, dass man kaum jemanden finden wird der sich für ein so niedriges Niveau interessieren wird. Vereinbarungen sind die Basis für ein funktionierendes gesellschaftliches Leben. Sicherlich kann man das Brechen von Vereinbarungen rechtfertigen, wenn man wieder der sein will, der man zu sein glaubte, bevor man die Verantwortung für seine Erleuchtung übernommen hatte. Aber eines steht fest, die Wirklichkeit interessiert sich nicht für die jeweiligen Rechtfertigungen. Vereinbarungen sind Vereinbarungen. Hält man sie ein und ist man dafür verantwortlich, funktioniert das Leben automatisch. Hält man sie nicht ein funktioniert es eben nicht. So einfach ist das. Die Quelle der Vereinbarungen ist das Selbst. Wenn man bereit ist für das Selbst-Sein und nicht für das Verstand-Sein verantwortlich zu sein, dann ist man Quelle der Vereinbarung. Quelle seines Lebens zu sein, ist größer, als man vielleicht gedacht hat. Jedes Leben bringt nämlich automatisch mit, Quelle des Lebens zu sein. Punkt. Das ist kein Spiel was man halbherzig spielen kann. Es ist alles oder nichts.

Wenn man seine Vereinbarungen nicht einhält sind Leute verärgert. Die Mechanik seines Lebens funktioniert dann nicht mehr. Man wird Anderen, Vorwürfe machen. Man hat einen Grund, warum aus seinem Leben nichts geworden ist. Ein Beispiel ist das Pünktlichsein. Wenn man es wirklich darauf anlegt, dass sein Leben nicht funktioniert, dann kann man ja einfach nicht da, wo und wann man sagte, sein. Da es sich um ein Grundgesetz handelt ist es garantiert, das Unpünktlichkeit oder gar völliges nicht Erscheinen zu vereinbarten Terminen einem verhindert, dass sein Leben übermäßig  funktioniert. Und man wird seine Freunde oder seinen Job verlieren. Hält man sich konsequent an Zeit und Ort so kann man sicherlich erahnen, dass einem seine Welt plötzlich funktioniert. Wenn man dafür sorgt, dass seine Welt funktioniert, dann will jeder mit einem mitmachen.

Probleme

Probleme sind in Wirklichkeit Gelegenheiten und Herausforderungen. Je größer das Problem oder besser die Herausforderung, desto größer die Gelegenheit.

Ohne Frage finden sich Menschen in Umständen und Zuständen, die sie nicht selber geschaffen haben, die hingegen für sie geschaffen und ihnen aufgezwungen worden sind. Nicht die Tatsache, dass sie im Leben Probleme haben, macht sie zum Opfer, sondern ihre Probleme vom Standpunkt eines Opfers aus anzugehen, macht sie dazu. Manche Leute haben sich buchstäblich in Umstände geboren, die so mit Problemen beladen sind, dass es beinahe wie ein grausamer Witz aussieht. Für solche Leute ist es besonders leicht, den Umständen zu gestatten, so auszusehen, als ob diese Probleme über die An- oder Abwesenheit von Zufriedenheit im Leben entscheiden würden. Sicherlich scheint es so, als hätte man in solchen Umständen kaum eine oder gar keine Wahl. Weil wir Wissen, dass Verhältnisse extrem schwierig sein können, möchte ich, dass sie wisse wie solche Dinge wie Scheidung, Armut, grausame Eltern usw. getragen oder betrachtet werden können. Probleme enthalten kein großes Potential, zur Zufriedenheit im Leben beizutragen. Es gilt sogar: je größer das Problem, desto größer sein Potential, etwas zu seinem Leben beizutragen. Aber nur, wenn man es als Chance betrachtet. Wenn es keine Verhältnisse gäbe, die einen herausfordern, hätte man nicht wirklich die Möglichkeit, sein Selbst uns seine Fähigkeiten, das Leben gelingen zu lassen, kennen zu lernen.

Wenn es keine sich natürlicherweise ergebenden Probleme gäbe, müsste man sich welche erfinden, um sie zu überwinden und auf diese Weise sein Selbst erleben zu können. Man kann sicher sein, dass Leute genau das tun. Problematische Umstände sind also eine riesige Chance, sein Leben funktionieren zu lassen und sein Funktionieren zu erleben. Noch phantastischer ist, dass Probleme eine günstige Gelegenheit sind, sich selbst wirklich als sein Selbst zu erkennen.

Es ist nun mal so, dass es keine Umstände gibt, die in der Lage wären, einen zu entwerten. Nur man selbst ist in seinem Leben mächtig genug um sich selbst zu entwerten. Wenn man das tut, dann schreibt man sich dies auch freundlicherweise selber zu. Wenn man denk, dass einem das Leben nicht lebenswert ist, dann sollte man wissen, dass niemand in seiner Welt mächtig genug sein könnet, dies so zu definieren und es als stimmig erfahren zu lassen, außer man selbst. Umstände und andere Leute können das einem nicht antun.

Menschen haben angesichts grausamer Eltern, Konzentrationslagern, Sklaverei und gemeinen Chefs würdige Leben gelebt. Andere haben in ihrem Leben trotz Geistesschwäche, wenig Geld, keiner Erziehung, keiner Unterstützung seitens ihrer Eltern, ja, überhaupt keiner Eltern Freunde und Zufriedenheit geschaffen.

Die meisten meinen sie seien eine Ausnahme, ihre Umstände seine besondere. Kein anderer hatte oder hat es so schwer wie man gerade selbst, und wenn doch, dann konnte er bestimmt kein funktionierendes Leben gehabt haben. Das weiss doch jeder, stimmt´s?

Natürlich ist jeder einzigartig. Und niemand hatte jemals genau diese Probleme. Nicht exakt genau so und da hört es auch schon auf. Man sollte sich nicht hinter seiner Einzigartigkeit verstecken, auch wenn man einzigartig und seine Probleme einzigartig sind. Einzigartigkeit ist noch lange kein Grund dafür, dass das Leben nicht gelungen ist.

Wenn man mit einer einzigartigen Situation nicht umgehen kann liegt es nicht an der einzigartigen Situation sondern daran, dass man selbst nicht damit umgehen kann, aber nicht daran, dass mit der Situation generell nicht umzugehen ist. Die Umstände menschlichen Lebens und die Aspekte menschlichen Erlebens sind von Mensch zu Mensch hinreichend ähnlich, so dass bestimmte Wahrheiten offensichtlich immer zutreffend sind. Es kann sein, dass niemand je Probleme mit dem Vater hatte, mit dem man ein Problem gehabt hat, aber es ist sicherlich klar, dass andere große Probleme – und zwar richtig große- Probleme mit ihren Vätern gehabt haben und sie gelöst haben.

Soviel zu Problemen die auf natürliche Weise auftreten. Nun, die meisten Probleme, die man für seine natürlich auftretenden Probleme hält, treten nicht natürlicherweise auf. Man hat sie mit kluger Manipulation erfunden, sie dann verleugnet und sich dann bezüglich der Urheberschaft der Probleme sogar selbst belogen. Leute tun dies um Gelegenheit zu haben, Probleme durchzuerleben. Das ist der Zweck von Problemen. Man wird nie wissen, wie fähig man ist, bis man 1. aus seiner Opferhaltung herauskommt und 2. seine Probleme als Weg benutzt, sich selbst zu erleben.

Ein „Opfer“ im hier verwandten Sinn verweist nicht auf eine Person, die Probleme hat, nicht einmal auf eine Person, die Probleme erfindet, ohne das anzugeben. Ein Opfer ist jemand, der seine Probleme mit der inneren Einstellung angeht, dass 1. andere es ihm angetan haben, oder 2. die Probleme größer sind als er selbst, oder 3. er „Probleme“ dazu benutzt, etwas zu rechtfertigen. In diesem Sinne sind wir im Leben alle von Zeit zu Zeit mal „Opfer“ gewesen. Aber das Spiel wird gegen Mogelei abgebrochen. Es gibt keine „Opfer“ in dem Sinn, wie wir das Wort hier verwenden. Es gibt Leute, die ihrem Leben mit Opfer-Nummern Inhalt geben, aber es gibt gar keine „Opfer“.

Wenn man das einmal erst erkannt hat, dann sollte man wissen, dass es niemanden gibt, der mächtig genug ist, einem dazu zu bringen, sein Leben verantwortlich zu führen. Wenn man es nicht selber tut, hat man nicht einmal Unrecht. Und es wird Konsequenzen geben. Wenn man sich entscheidet Probleme in seinem Leben verantwortlich zu handhaben, hat man damit nicht einmal Recht. Und es wird Konsequenzen geben. In seinem Leben wird es Freude und Zufriedenheit geben. Man wird Beziehungen haben, die funktionieren. Man wird Nacht`s gut schlafen. Man wird anderen gut tun, und andere werden einem gutes tun. Man wird erleben, andere zu lieben, etwas zum Leben beizutragen und zufrieden zu sterben, wenn es soweit ist. Am besten achtet man auf die Konsequenzen des Kontextes, in den man seine Probleme stellt und entscheidet sich dann dafür was man will; Opfer oder Meister.

Lebenszweck

Verpflichtung

Wenn man erlebt, dass das Leben einen natürlichen Zweck hat und nicht auf besonderer Weise manipuliert werden muss, um bedeutungsvoll zu sein, steht einem frei, es bewusst zu manipulieren. Derjenige Inhalt des Lebens, mit dem umzugehen am bedeutungsvollsten ist, ist der, welcher auf Beziehungen Bezug nimmt. Verpflichtung ist der Grundstein von Beziehungen. Ohne Verpflichtung kann ein Sich –beziehen-auf geben, aber keine Beziehung.

Beziehungen existieren innerhalb festgelegter Grenzen, so dass Leute wissen, was sie von Ihnen erwarten bzw. nicht erwarten können. Da Verpflichtungen notwendigerweise auch das umfassen, was im Leben relativ unveränderbar ist, und da das Leben seinem Wesen nach Veränderung ist, sollten Verpflichtungen auf die grundlegendsten Bestandteile des Lebens beschränkt bleiben. Das heißt, die grundlegendsten Bestandteile und damit Bedingungen müssen so einfach wie möglich sein. Und selbst wenn man sie einfach hält, ist es immer noch jedem seine Aufgabe, festzulegen, was diese Einfachheiten, auf die die Leute sich bei einem Verlassen können, sind.

Wenn Leute in einer Beziehung mit einem bestimmte Verpflichtungen voraussetzen, ist man für eine klare Kommunikation verantwortlich, in der diese Voraussetzungen offen geprüft werden. Man muss sich darüber im Klaren sein, dass man in einer Beziehung mit nicht ausgesprochenen und ausgesprochenen Verpflichtungen sein kann. Beziehungen können jederzeit neu definiert werden oder man kann vermeiden, in der Beziehung zu sein. Beziehungen in denen man seine Verpflichtungen nicht einhält, werden niemals funktionieren. Sich hinter dem Anschein zu verstecken, dass man nicht Bescheid wüsste, funktioniert auch nicht. Wenn man nicht Bescheid weis, ist man dafür verantwortlich, darüber zu kommunizieren. Wahrscheinlich wird man entdecken, dass man über vorausgesetzte Verpflichtungen Bescheid weis und lieber nicht zugeben, dass man Bescheid wusste.

Dann gibt es noch die Möglichkeit überhaupt keine Verpflichtungen einzugehen. Das ist das beste Rezept für Einsamkeit, und es funktioniert sehr gut, um Einsamkeit in sein Erleben des Lebens zu bringen. Leute werden einen meiden wie die Pest, wenn sie bemerken, dass man nicht bereit ist Verpflichtungen einzugehen.

Um eine Verpflichtung wirklich einzugehen, muss man sie erleben können, dass man die Verpflichtung nicht eingehen muss. Wenn man sie eingehen muss, kann man sich auch nicht dafür entscheiden. Wenn man keine andere Wahl hat, kann man eine Verpflichtung auch nicht eingehen. Wenn man so tut, als ob man eine Verpflichtung eingeht, weil man sie eingehen muss, dann tut man nichts anderes, als Bedingungen herzustellen, um die Nichterfüllung seiner Verpflichtungen zu rechtfertigen zu können. Man hat dann Entschuldigungen wie „Na ja, Sie hat mir keinen Raum gelassen ich selbst zu sein“. Man selbst war aber derjenige, der sich selbst nicht genügend Raum gegeben hat, und das war die eigene Absicht. Um in einer Beziehung eine Verbindlichkeit aufrecht zu erhalten, muss man erleben, dass man keine Verpflichtung eingehen muss. Verpflichtungen muss man nicht eingehen.  Keiner kann einen dazu zwingen. Absolut niemand.

In Wirklichkeit ist eine Verpflichtung etwas, was man mit sich selbst eingeht und manchmal in Form der Einbeziehung einer anderen Person geschieht. Wenn man eine Verpflichtung eingeht und wieder bricht, dann ist man letztendlich sich selbst untreu. Die anderen werden darüber hinwegkommen. Man selbst wird nie wieder derselbe sein. Das gilt auch für Verpflichtungen, die man mit sich selbst eingegangen ist ohne, dass andere einbezogen sind, wie z.B. die Berufswahl. Es hat mit dem Vervollständigen von Lebenszyklen zu tun. Verpflichtungen gestatten diese Zyklen, zur Vollendung zu kommen. Solange man nicht jeden Zyklus, den man beginnt, vervollständigt, ist man nie wirklich damit fertig. Seine Unvollständigkeit wird immer in einem weiterleben. Verpflichtung verursacht Vollendung.

Und daran nichts Mystisches. Beispiele gibt es genug. Wenn man trotz einer mit sich selbst eingegangenen Verpflichtung ein ungemachtes Bett hat, ist das ein Beispiel. Die unaufgeräumte Garage ist eines. Der Stapel Geschirr im Abwaschbecken. Die Beziehung die man mittendrin abgebrochen hat. Die Dinge werden immer mit einem leben, bis man sie vervollständigt hat. Die vielen unerledigten Sachen, unvollständigen Aufgaben, Versprechungen, Stapeln auf dem Schreibtisch warten auf die Beendigung des Zyklus. Es entspricht der Natur des Lebens in Zyklen zu verlaufen. Wenn man im Leben ein Gefühl des Abgerundetseins haben will, so steht dies im direkten Zusammenhang zu den abgeschlossenen Zyklen, dann ist der Weg dies zu erreichen damit verbunden seinen Verpflichtungen nachzukommen. Man muss jedoch nicht. Niemand kann einen wirklich zwingen. Jeder kann sich dafür entscheiden in seinem Leben unvollständig zu sein. Dies ist nicht weiter schlimm, da man selber derjenige ist, der dafür den höchsten Preis zu zahlen hat.

Beziehungen laufen erfolgreich wenn Zyklen Vervollständigt werden.

Beziehungen laufen erfolgreich wenn Verpflichtungen eingehalten werden.

Verpflichtungen sind erfolgreich wenn sie freiwillig abgeschlossen werden.

Eltern

Kinder

Sex

Geld

Vergehen

Vergeben

Familie

Kommunikation

Streit

Sucht

Wahl Seines Lebenswerkes

Liebe

Beziehungen

Funktionierende Liebesbeziehungen

Loyalität und Anerkennung

Das Böse

Rassismus

Krieg

Hungertod

Religion

Organisation

Kriminalität

Angst

Am Arbeitsplatz

Mobbing aus Angst zur Sicherung der eigenen Position

Innere Kündigung Verweigerung der initiative , Kreativität Arbeitsleistung

Angst kurzfristige Arbeitsleistungssteigerung Langfristig zu Mobbing und innerer Kündigung Krankheit Fehlleistungen

Gegenmittel - Mitbestimmung

Die Kunst weise zu sein, ist die Kunst zu wissen was man übersehen hat.

In den Schulen wird versucht einen bestimmten Lernstoff für eine ganze Klasse gleichförmig auf Alle Schüler zu übertragen. Dies setzt jedoch die Lerngeschwindigkeit auf diejenige herab die von den schwächsten Kindern vorgegeben wird.

Stellen wir uns also mal vor, wir würden den gesamten Lernstoff den ein Schüler in seiner ganzen Schulzeit zu lernen hat entsprechend der Fächer in einzelne Kurse unterteilen. Jeder dieser Kurse hat ein Ziel welches erreicht werden soll und enthält eine Beschreibung warum dieses Ziel wichtig ist. Dann enthält der Kursus noch ausreichend Bilder und Anweisungen indem sich dinge im Original oder in Abbildungen angeschaut werden sollen (sich in Kommunikation begeben). Dann enthält jeder Kursus Teilergebnisse die erreicht werden müssen und Bereiche indem das Erlernte mit eigenen Worten wiedergegeben werden soll. Diese Seiten enthalten die Überschrift des jeweiligen Teillernziels sowie ein Feld für das Datum und den Namen des Schülers. Diese Blätter müssen aus dem Kursusheft heraustrennbar sein. Am Anfang des Kursusheftes ist noch eine Seite, die anhand einer Liste alle Teilziele und das Hauptziel enthält, indem der Kursusleiter ersehen kann, ob und wann ein Teilziel erreicht wurde. Der Schüler zeichnet selbsttätig ein Teilziel ab und trägt das Datum ein. Dann gibt es in einer Schule ausreichend Räume in denen sich jeweils nach Fachgebiet ein Lehrer an einem Tisch sitzt. Somit hat jeder Lehrer seinen Raum indem er zu festen Zeiten angetroffen werden kann. Der Lehrer wird zu einem Kursusleiter. Jeder Schüler arbeitet nun sein Kursusheft eigenständig durch. Wann immer er nicht weiterkommt, kann er zu dem Lehrer gehen, der etwas abseits zum Ein/Ausgang des Kursusraums sitzt und kann sich dort die Hilfe holen die er benötigt um sein Lernziel zu erreichen. Der Lehrer oder Kursusleiter geht auch gerne in dem Raum umher und erkennt, wann ein Schüler nicht weiterkommt und bietet ihm gerne seine Hilfe an. Die Hilfe des Lehrers ist jedoch darauf ausgerichtet, dem Schüler aufzuzeigen, wie er das was er wissen will, selber herauszufinden. Der Lehrer darf nicht hingehen und ein Ergebnis mitteilen sondern, er fungiert eher wie ein Katalysator. Durch seine geschickten Fragen oder Anregungen erreicht er, dass der Schüler von selbst sein Ziel erreicht. Nachdem ein Teilziel eines Kursus erreicht wurde, trennt der Schüler das oben bereits erwähnte von Ihm ausgefüllte Überprüfungsblatt heraus und legt es dem Lehrer in sein Eingangsfach. Sobald der Lehrer Zeit hat, sieht er sich die vielen Überprüfungsblätter zeitnah durch und teilt den jeweiligen Schülern mit, dass der Inhalt richtig war oder er wird mit dem Schüler den Kursusteil nochmals durchgehen bis der Schüler ihn richtig verstanden hat.

Das Kursusheft verbleibt übrigens in der Schule, damit der Lehrer ersehen kann, wie weit seine Schüler sind. Am Ende eines Kursus gibt es ein Zertifikat, dass ein Kursus erfolgreich abgeschlossen wurde. Dies dient dem Schüler als Nachweis für seinen Erfolg und als Nachweis für seinen Wissenstand. Dem Lehrer wiederum dient es zum Nachweis seiner Leistungen, da Er maßgeblich an der Statistik erfolgreich abgeschlossener Kurse bewertet wird, welche sich positiv auf sein Gehalt auswirken. Nach Abschluss eines Kursus könnte der Schüler dann sein Kursusheft übrigens mit nach Haus nehmen. Er wird jedoch voraussichtlich nicht mehr in das Heft sehen, da er den Kursus verstanden hat und dies so umfassend, dass es ihm für immer zur Verfügung steht.

Wann und insbesondere zu welcher Tageszeit und wie lang ein Schüler einen Kursus besucht spielt übrigens für den Schüler keine Rolle mehr. Der Schüler wird jedoch plötzlich sehr viel Spaß beim lernen haben und sehr viel mehrt lernen als bei allen anderen Konzepten Schülern etwas beizubringen.

Natürlich werden die Schüler unterschiedlich schnell fortschreiten. Dies spielt jedoch keine große Rolle, da zu den Lehrern auch noch universelle Berater in der Schule tätig sind, die von jedem Schüler den sie betreuen alle Teilziele und Kursabschlüsse verwahren und den Schüler betreuen und beraten. Ihn bestimmte Kurse empfehlen oder die Reihenfolge den jeweiligen Bedürfnissen anpassen.

Am Ende der Schulzeit erhalten die Schüler natürlich einen vergleichbaren Abschluss, wie er heute üblich ist. Je nach den jeweils erfolgreich abgeschlossenen Pflichtkursen erhält der Schüler den Haupt-, Real,- oder Gymnasium- Abschluss, gegebenenfalls mit dem Zusatz in den Fächern in denen besondere Leistungen erbracht wurden. Eigentlich würden alle Schüler automatisch einen sehr guten Abschluss wie in einem jetzt üblichen Gymnasium erreichen, jedoch spielt das familiäre, soziale und gesellschaftliche Umfeld des jeweiligen Schüler eine besonders große Rolle und wird daher dazu führen, dass einige Schüler wahrscheinlich nur den Hauptabschluss erreichen werden, jedoch werden alle weiter kommen als wenn sie nach den heute angewandten Lernmethoden. Das Problem liegt jedoch darin, dass offensichtlich niemand von unseren Lobbyisten daran interessiert ist, dass es plötzlich eine massive Anzahl junger Menschen gibt die selbstständig sind, Entscheidungen treffen können und sich ihrer Selbst und ihres Umfelds bewusst sind. Solche Menschen kann man nicht leicht beeinflussen oder von Dingen glauben zu machen, da sie gelernt haben den Dingen auf dem Grund zu gehen. Mit solchen Leuten können jedoch gewöhnliche Ärzte, Rechtsanwälte, Finanzbeamte, Bankangestellte, Politiker Militär etc nichts anfangen. Diese Menschen lassen sich nicht für deren Dinge benutzen.