Werk:TDPC/12.2
▷Cardinalis: Utique hoc firmissime asserendum. Deo enim nil omnium abest quod universaliter et absolute esse potest, quia est ipsum esse, quod entitas potentiae et actus. Sed dum est omnia in omnibus, sic est omnia quod non plus unum quam aliud, quoniam non est sic unum quod non aliud.
KARD: Dies ist unbedingt festzuhalten. Denn Gott mangelt nichts von allem was allgemein und schlechthin sein kann[1] weil er das Sein selbst[2] ist, das die Seinsheit von Möglichsein und Wirklichsein ist. Aber während er alles in allem ist[3], ist er auf solche Weise alles, daß er nicht eines in höherem Maße ist als ein anderes[4], denn er ist nicht so eines, daß er das andere nicht wäre[5].
Kardinal: Als sicher muß man das festhalten: Gott fehlt nichts von allem, das allgemein und absolut sein kann, weil er ja selbst auch das Sein ist, das die Seiendheit von Möglichkeit und Wirklichkeit ist. Während er aber alles in allem ist, ist er alles so, daß er das eine nicht mehr ist als das andere, weil er nicht so eines ist, daß er nicht auch ein anderes wäre.