Werk:TDPC/41.1
▷Ideo istum infinibilem et interminabilem seu inconceptibilem dei conceptum ob suam infinitatem etiam dicimus necessario ineffabilem. Verbum enim illud nullo nomine seu termino finiri seu diffiniri per nos potest, cum concipi nequeat. Sic neque ipsum nominamus unum nec trinum nec alio quocumque nomine, cum omnem conceptum unius et trini et cuiuscumque nominabilis excedat, sed ab eo removemus omne omnium conceptibilium nomen, cum excellat.
Daher nennen wir diesen unendlichen und unbegrenzbaren und unbegreifbaren Begriff Gottes seiner Unendlichkeit wegen notwendigerweise auch unaussprechlich.[1] Jenes Wort nämlich kann von uns mit keinem Namen oder Begriff begrenzt oder bestimmt werden, da es nicht begriffen werden kann.[2] So nennen wir Gott auch weder den Einen noch den Dreifachen noch mit irgendeinem anderen Namen, da er jeden Begriff des Einen und Dreifachen und überhaupt jedes Benennbaren übersteigt[3], vielmehr halten wir jeden für all das Begreifbare möglichen Namen von ihm fern[4], weil er darüber erhaben ist[5].
Aus diesem Grund nennen wir jenen unendlichen und unbegrenzbaren oder unbegreiflichen Begriff Gottes seiner Unendlichkeit wegen notwendigerweise auch unaussagbar; da jenes Wort nicht in einen Begriff gefaßt werden kann, kann es mit keinem Namen, mit keiner Grenze von uns gesetzt oder definiert werden. So nennen wir Gott weder den Einen noch den Dreifachen noch geben wir ihm sonst irgend einen Namen, denn er überschreitet allen Begriff des Einen oder Dreifachen oder jedes anderen Benennbaren; wir entfernen vielmehr jeden Namen des Begreifbaren von ihm, da er es überragt.