Werk:TDPC/51.2
▷Cardinalis: Ita oportet quod humanus intellectus, qui primum principium sibi absconditum uti est capere nequit, ex principiatis intellectis – ut Paulus nos instruit – videat. Oportet ergo, si posse debet esse perfectissimum, quod in ipso sit esse et utriusque nexus. Sic si esse debet esse perfectissimum, oportet quod in ipso sit posse et utriusque nexus. Et si nexus debet esse perfectissimus, oportet in ipso esse posse et actum seu esse. Haec ergo videmus necessario in perfectissimo unitrino principio, licet quomodo haec se habeant, omnem intellectum exsuperet.
KARD: Daher ist es notwendig, daß die menschliche Vernunft, die den ihr verborgenen ersten Ursprung nicht so erfassen kann wie er ist[1], ihn – wie uns Paulus unterweist – aus erkanntem Entsprungenen ersieht[2]. Es muß also, wenn das Können ganz vollkommen sein soll, in ihm das Sein und beider Verknüpfung sein. Ebenso muß, wenn das Sein ganz vollkommen sein soll, in ihm das Können und beider Verknüpfung sein. Und soll die Verknüpfung ganz vollkommen sein, so muß sie das Können und die Wirklichkeit oder das Sein enthalten. Dies also sehen wir notwendig im vollkommensten dreieinigen Ursprung, wenn auch, wie es sich im einzelnen verhält, jede Einsicht übersteigt.
Kardinal: Deshalb ist es nötig, daß der menschliche Geist, der den ihm verborgenen ersten Ursprung nicht so erfassen kann, wie er ist, ihn aus dem von ihm Entsprungenen, das er erkannt hat, schaut. Soll das Können ganz vollkommen sein, so muß in ihm Sein und die Verknüpfung beider sein; ebenso: soll das Sein ganz vollkommen sein, so muß in ihm Können und die Verknüpfung beider sein, und soll ihre Verknüpfung vollkommen sein, so muß in ihr Können und Wirklichkeit oder Sein enthalten sein. Das sehen wir notwendig in dem vollkommensten dreieinigen Ursprung, wenn auch die Erkenntnis, wie sich das verhält, jedes Vernunfterkennen übersteigt.