Werk:TDPC/66.1
▷Quaerimus autem fontem nostri esse videre per omnes nobis possibiles modos et reperimus per negativam nos verius iter carpere, cum sit incomprehensibilis quem quaerimus et infinitus. Ut igitur tibi nunc dicam quae a me exigis, de negativa recipiamus negativam scilicet non-esse, quae omnium negationum prima videtur. Nonne negativa illa praesupponit et negat?
Wir versuchen aber auf alle uns mögliche Weisen die Quelle unseres Seins zu schauen und finden, daß wir mittels der Verneinung den wahreren Weg gehen, denn unbegreif lich und unendlich ist der, den wir suchen.[1] Damit ich dir nun also sage, was du von mir hören möchtest, wollen wir von der Verneinungsweise eine einzelne herausgreifen, die von allen Verneinungen die erste zu sein scheint: das Nichtsein. Macht diese Verneinung nicht zugleich eine Voraussetzung und verneint sie?
Auf allen uns möglichen Wegen suchen wir die Quelle unseres Seins zu sehen und finden, daß wir durch eine negative Untersuchung den wahreren Weg erreichen; denn, unbegreiflich und unendlich ist der, den wir suchen. Damit will ich dir nun das sagen, was du von mir zu hören wünschtest. Aus diesem negativen Weg wollen wir eine bestimmte Verneinung herausgreifen, nämlich das Nicht-Sein, das die erste aller Negationen zu sein scheint. Macht sie nicht eine Voraussetzung und verneint sie?