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Werk:TDPC/67.3

aus AufEinWort, der freien Forschung

▷Cardinalis: Sic verius video deum quam mundum. Nam non video mundum nisi cum non-esse et negative, ac si dicerem: Mundum video non esse deum. Deum autem video ante non--esse; ideo nullum esse de ipso negatur. Esse igitur ipsius est omne esse omnium quae sunt aut esse quoquomodo possunt. Hoc nulla alia via absque phantasmate simplicius et verius videri potest. Per negativam enim praesuppositum ipsum, quod non-esse antecedit, entitatem omnis esse in aeternitate simplici intuitu vides, a quo omne quod non-esse sequitur negas.


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KARD: So sehe ich Gott wahrer als die Welt. Denn die Welt sehe ich nur zusammen mit dem Nichtsein und in der Weise der Verneinung, wie wenn ich etwa sagte: Ich sehe, daß die Welt nicht Gott ist. Gott aber sehe ich vor dem Nichtsein; daher wird ihm kein Sein abgesprochen. Sein Sein also ist jedes Sein von alledem, was ist oder in irgendeiner Weise sein kann. Dies kann man auf keinem anderen Weg ohne Vorstellungsbild einfacher und wahrer sehen. Durch die Verneinung siehst du nämlich in einem einfachen Einblick, daß jenes Vorausgesetzte, das dem Nichtsein vorangeht, die Seinsheit jedes Seins in der Ewigkeit ist, von dem du alles verneinst, was dem Nichtsein folgt.

Kardinal: So sehe ich Gott wahrer als die Welt. Denn die Welt sehe ich nur zusammen mit dem Nicht-Sein und negativ, z. B. wenn ich sage: ich sehe, daß die Welt nicht Gott ist. Gott aber sehe ich vor dem Nicht-Sein, und deshalb wird im Hinblick auf ihn kein Sein geleugnet. Sein Sein ist alles Sein aller Dinge, die sind oder auf irgendeine Weise sein können. Ohne Vorstellungsbilder vermag man das auf keinem anderen Weg einfacher und wahrer zu sehen. Durch die Verneinung siehst du in einfacher Schau, daß das Vorausgesetzte, welches dem Nicht-Sein vorangeht, die Seiendheit jedes Seins in Ewigkeit ist; vor ihm verneinst du alles, was dem Nicht-Sein folgt.