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Wem kann man Vertrauen, was ist Selbstvertrauen?

aus AufEinWort, der freien Forschung

Über diese Seite Werk

Wundersame Kommunikation
Ureigenwerk Liste Werke von Klaus Feldmann 
Schriftstück
2. Februar 2021 n. Chr. erst.  
Ausgabe 02
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Leserschaft: Niemand
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(1) Die Dummheit zu vertrauen

(1.1) Vertrauen steht mit Treue über derselben urindogermanischen Wortwurzel *drew wie auch zu englisch true (wahr) im unmittelbaren Bezug.

Selb-st-ver-trau-en

Es kommt in Bezug auf Vertrauen wohl eher darauf an, wem oder was man treu ist, was wahr ist und die meisten sind sich selbst nicht treu und gewahr und daher haben auch die meisten kein echtes, sondern nur ein vorgetäuschtes Selbstvertrauen.

(1.1.1) Selbstvertrauen wird aufgrund der irreführenden Vorstellungen der jeweiligen Religion, Philosophie und Psychologie heutzutage mit Selbstsicherheit und Selbstbewusstsein in Verbindung mit unerschütterlicher fester Meinung und unbeirrten Erscheinungsbild gebracht und verwechselt.

(1.1.2) Vertrauen hat mit Dummheit mittelbar und mit Wahrheit, auf Englisch true unmittelbar zu tun. Dummheit ist das Phänomen von Unwahrheit, Untreue, falschem Vertrauen, da man Vertrauen meist und in erster Linie auf etwas oder jemand anderem legt, als auf sich selbst.

(1.2) Die uns als dumm erscheinenden Anderen sind diejenigen, die andere Wahrheiten für sich angenommen haben, als wir selbst. Für sie selbst wiederum sind jeweils die anderen die Dummen. Wer ist also der Dumme?

(1.2.1) Es ist für mich derjenige, dem es nicht gelingt die Wahrheit dem anderen so zu zeigen oder so zu geben, dass er sie sehen und erhalten, damit übereinstimmen und annehmen kann.

(1.3) Am leichtesten lässt sich Wahrheit gemeinsam finden und zu jeder Wahrheit lässt sich offenbar eine höhere Wahrheit ergründen. Die Wahrheit kann man sich nur nehmen, man kann sie nicht aufzwingen oder erzwingen.

(1.3.1) Jeder hält an seiner Wahrheit fest, da sie ihm Recht gibt und ihm Überleben ermöglicht, auch wenn dies oft nur scheinbar stimmt. Wahrheit aufzwingen entspricht Unrecht aufzuzwingen und ist gegen das Überleben des anderen gerichtet – daher verteidigen manche ihre Wahrheit bis aufs Messer.

(1.4) Der wahre Dumme ist für mich derjenige, der keine Bereitschaft zum Ergründen, Finden, Erkennen, Benennen und Bestimmen einer Wahrheit zeigt und daher auch anzeigt, dass er der Wahrheit nicht treu sein will und oder kann.

(1.4.1) Erzwingen der Bereitschaft ist daher für mich die einzig sinnvolle Gewalt, sollte sie nicht erreichbar sein und stille Gewalt ist sehr mächtig darin Bereitschaft zu erzwingen.

(1.5) Treue und Trauen benötigen eine hohe Wahrheitsgüte – ohne Wahrheit ist weder das eine, noch das andere möglich, somit auch jede Beziehung umso mehr zum scheitern verurteilt, je mehr sie auf Unwahrheit aufgebaut und umso weniger Treue möglich ist.

(1.5.1) Treue ist die Folge und das Phänomen von Wahrheit, niemand kann dem anderen ohne gemeinsame Wahrheit treu sein. Wahrheit erwirkt Treue. Was ist jedoch Wahrheit?

(2) Verfertiger der Wahrheit

(2.1) Wahrnehmung wird oft mit Wahrheit, Möglichkeit, Wirklichkeit, Tatsächlichkeit, sowie mit Wissen gleichgesetzt und oder verwechselt, wo doch keines von ihnen das Gleiche ist, sie alle Faktoren sind und Wahrnehmung an deren letzter Stelle steht. Sie alle sind selbst jeweils entgegengesetzte bis ähnliche Wahrheiten, jedoch niemals gleich.

(2.1.1) Somit bestimmt jeder das Ausmaß seiner eigenen Dummheit durch Gleichsetzung. Die Intelligenz erreicht man über Erkennen und auseinanderhalten von Entgegengesetzten, Unähnlichem und Ähnlichem und nichts ist sich im Dasein absolut gleich.

(2.1.2) Somit ist auch in Bezug auf Wissen dessen Wahrnehmung im Dasein bedingt und Worte ersetzen das Wissen im und über das Dasein nicht. Aus allen Faktoren und Wahrheiten bildet sich das heraus, was Vernunft genannt wird und niemand kann mehr Vernunft zeigen, als diejenige die er über die genannten Faktoren vernommen hat.

(2.1.3)  Wer diese Verfertiger der Wahrheit, die in sich selbst jeweils Wahrheiten sind, nicht kennt und beachtet, sie in ihren Bedeutungen gleichsetzt, sich selbst nicht vertraut und treu ist, wird niemals jemand anderen wirklich vertrauen und treu sein oder es bleiben können.

(2.2.)  Dumme wissen nicht was Selbstvertrauen ist – vermeintlich Wissende wohl eher auch nicht. Dumm bedeutet „dumpf, unempfindsam“, jemand hört, sieht, fühlt nicht das, was ist, ist taub, blind, gefühllos gegenüber dem was möglich, wirklich und tatsächlich ist.

(2.2.1)  Die meisten Menschen hören sich nach meinem Eindruck offenbar selbst beim Reden nicht zu und wissen auch gar nicht wirklich selbst, was sie da sagen und oder schreiben und daher auch nicht was sie meinen und zum Ausdruck bringen – erkennen daher auch ihre eigene Dummheit nicht, meinen jedoch die der anderen zu erkennen.

(2.2.2)  Wenn man mit einem Finger auf jemand zeigt, zeigen zugleich drei Finger auf einen selbst, wodurch man das Phänomen oder Problem verstärkt, anstelle es zu lösen, da man der gut-böse-Denkweise verhaftet ist, somit in Sünde, Schuld und Strafe denkt.

(2.2.3)  Daher können Menschen die einer Religion, Philosophie, Politik oder Wissenschaft verfallen sind, ihre eigenen und die Problemstellungen anderer und die der Menschheit nicht lösen, solange sie schon durch ihr Denkmuster nicht sehen was möglich, wirklich und tatsächlich ist, solange sie der gut-böse-Denkweise verhaftet sind.

(2.3)  Auch mit diesen Aussagen zeigen drei Finger auf mich und nur einer auf dich. Es kommt jedoch darauf an, was man aussendet, da es dreifach auf einem selbst zurück kommt.

(2.3.1)  Also sende ich dir Wissen, Wohlwollen, Güte und Interesse an deinem Wohlergehen, damit diese zu mir zurück kommen werden und meine Wahrheiten als mein Wissen, damit du es erhalten, überprüfen und für dich soweit annehmen kannst, wie es für dich als wahr beobachtbar ist.

(2.4) Um die Wahrheit ergründen zu können, haben wir

(1.) den Verfertiger der Wahrheit als Möglichkeit – kann etwas möglich sein? Aus ihm ergibt sich die Wahrheit der Möglichkeiten;

(2.) den Verfertiger der Wahrheit der Wirklichkeit –hat etwas eine Wirkung? Aus ihm ergibt sich die Wahrheit der Wirklichkeit;

(3.) den Verfertiger der Wahrheit der Tatsächlichkeit (meist Realität genannt) – ist etwas tatsächlich? Aus ihm ergibt sich die Wahrheit der Tatsächlichkeit.

Erst wenn wir alle drei Wahrheiten als bestehend oder gegeben feststellen können, beginnen wir die Wahrheit in ihrer Güte zu erkennen.

(3) Selbstvermögen

(3.1) Selbstvertrauen, selb-st-ver-trau-en, sich selbst vertrauen, in dem man sich selbst treu ist und daher trauen kann, doch dazu braucht man auch die folgenden auf sich selbst bezogenen Eigenschaften.

(3.1.1) Selbstsicherheit, selb-st-sich-er-heit, sich selbst sicher sein, in dem man die Sicherheit in sich selbst setzt und sie von einem selbst ausgehend Selbstbewusstsein aufbaut und sie daher nicht ausserhalb seiner Selbst sucht oder setzt.

(3.1.2) Selbstbewusstsein, selb-st-be-wusst-sein, sich selbst wissen, in dem man weiß wie man ist, was man denkt, fühlt, sagt, tut und für sich selbst und andere ist und so auch ergründet wem man traut, treu ist um Selbstbestimmung erlangen zu können.

(3.1.3) Selbstbestimmung, selb-st-be-stimm-ung, sich selbst so zu stimmen, dass man nach oben im Dasein und Gemüt aufsteigt, da Gemüt wie Emotion die Stimmung des Selbst sind, in dem man bestimmt, wem man oder was man vertraut, treu ist, wer oder was einem Sicherheit bereitet, und dessen bewusst wird, was möglich, wirklich und tatsächlich ist und sich beginnt im Dasein selbst zu bestimmen.

(3.1.4) Selbstverantwortung, selbst-ver-ant-wort-ung, sich selbst zu in seinem Dasein zu verantworten, in dem man die Verantwortung für sich selbst selbst akzeptiert, sie daher nicht an andere überträgt, sie daher auch nicht teilt. Kein anderer kann der Erlöser für einen selbst sein. Sich selbst mit Wohlergehen zu begegnen, am eigenen Wohlergehen durch Selbsthilfe und Eigenleistung interessiert zu sein, steigert die Selbstverantwortung, die einem auf natürliche Weise als Vermögen angelegt ist. Verantwortung ist als Begriff mit vielfältigen Missverstehen belegt und diese zu bereinigen daher von Wichtigkeit.

(3.2) Selbstsicherheit, Selbstbewusstsein, Selbstbestimmung und Selbstverantwortung bilden ein gleichrangiges System, sind wiederum jeweils Faktoren und daher geht keines ohne das andere und alle sind so schwach wie ihr schwächstes Glied.

(3.2.1) Das Selbstvertrauen bildet sich aus dem Ausmaß der Treue gegenüber sich selbst, anderen und der Natur und diesen Faktoren heraus und ist deren Phänomen und kann daher nicht unmittelbar bewirkt werden, sondern beruht auf den Eigenerfolgen durch Selbsthilfe und Eigenleistungen.

(3.3) Ein Mangel in dem einen Faktor behebt man durch Stärken eines oder mehrerer der anderen Faktoren. Indem man sich im Leben selbstbestimmt dazu verpflichtet diese Faktoren in deren Güte zu steigern, wird dazu führen, dass man sein Daseinzustand nach und nach verbessert und so immer mehr von ihnen, wie auch wahre Freiheit, Gesundheit und Wohlergehen erlangt, da auch diese wiederum nur auf dem Unterbau von Wahrheit, Vertrauen und Treue zu stehen gelangen und ihre Stabilität im Leben aus ihnen beziehen.

(3.4) Der wahre Dumme ist auch derjenige, der Worte verwendet, die er selbst nicht versteht und sich dann auch noch über andere lustig macht. Dies löst in mir eher Trauer über denjenigen aus, der sich so selbst auf einer niedrigen Ebene hinunterdrückt und unten hält und auch Trauern steht der Treue nahe, ist doch jemand seinen Missverständnissen erlegen und denkt er sei sich selbst und der Wahrheit treu, der andere untreu und unwahr.

(3.5) Wem kannst du vertrauen? In erster Linie dir selbst, dass du dein Selbstvertrauen wiedererlangst und oder steigerst!

(3.6) Anstelle sich auf Vertrauen zu stützen, bietet sich Zutrauen an. Dazu überzugehen anstelle jemanden oder sich selbst zu vertrauen, sich selbst und anderen etwas zuzutrauen versetzt einen in Achtsamkeit und Wachsamkeit. Ich vertraue niemand anderen als mir selbst und anderen traue ich vor allem erst einmal alles zu und erhoffe mir weder Vertrauen von ihnen noch vertraue ich ihnen.

(3.6.1) Vertrauen entsteht in mir als Erscheinung wahrgenommener, erlebter und erfahrener Treue. Ich mache Vertrauen an dem, was ich mir undoder anderen zutraue und dem Grad der Treue dahingehend fest.

(3.6.2) Ich schaue auf die Wahrheiten der Möglichkeit, Wirklichkeit und Tatsächlichkeit und entnehme diesen den Grad der Wahrheitsgüte und Treue zu ihr. Daraus bildet sich für mich Vertrauen. Vertrauen ist nichts das ich jemanden geben, nehmen oder etwas, auf dass ich einen direkten Einfluss nehmen kann. Es erfolgt immer über einer oder mehrer der zuvor genannten Verfertiger.